Archiv für den ‘studie’ Tag

Meditation ist nicht messbar

Noseletter 70 – Was passiert, wenn man meditiert?

Wenn man einen Apfel analysiert,
kann man dann erkennen,
wie der Apfelbaum, von dem er stammt, aussieht?
Wie seine Blüten riechen?

Meditation-messen

Die gegenwärtigen Anstrengungen der Wissenschaft, zu analysieren was Meditation ist, sind meiner Meinung nach ziemlich absurd. Sie analysieren die Materie, den Körper, die Gehirnfrequenzen und was man sonst noch so an Stofflichkeit bei einem Meditierenden messen kann. Genauestens wird ein Apfel untersucht, der Apfelbaum jedoch, der den Apfel hervorgebracht hat, und das Licht, das ihn nährte, die können durch eine ‘Apfelanalyse’ nicht erfahren werden.

Wenn wir bei dem Bild bleiben, dann wäre Meditation das Licht, das den Baum nährte, der wuchs, erblühte und Früchte trug. Wie soll man über die Analyse eines Apfels die individuellen Eigenschaften des dazugehörigen Baumes, seine Lebensumstände und Konstitution erfahren? Wie soll die Analyse der Gehirnfrequenz eines Menschen während eines bestimmten Moments darüber berichten können, was der Ursprung seines Seins ist?

Der Apfel hat es in sich…

Meditation ist nicht zu analysieren, Meditation ist nur selbst zu erfahren. Der Apfel kennt den Baum, der ihn genährt hat, er war Blüte, er hat die Jahreszeiten mit ihm erlebt und sich mit ihm gewandelt. Er ist ein Teil des Baumes und des Lichts, das ihn nährte. So kann sich ein Apfel der Eigenschaft von Meditation annähern, nicht jedoch ein Wissenschaftler…:))

Wie wirkt Meditation auf das Gehirn?
und andere unbedeutende Fragen…

Welchen Einfluss Meditation auf das Gehirn und den Körper hat, ist natürlich grundsätzlich interessant, genauso interessant, wie zu wissen, woraus sich ein Apfel zusammensetzt. Doch muss man nicht glauben, dadurch ein Verständnis für Meditation gewonnen zu haben.

Aktueller Artikel:
Mystik als angewandte Neurowissenschaft?

„Am Bender Institute of Neuroimaging (Bion) der Universität Gießen erforscht Ott, was während der Meditation im Gehirn passiert. Warum hilft Versenkung bei Angst, Stress oder Schmerzen? Welche Gehirnregionen werden bei mystischen Erfahrungen aktiviert? Kann man solche Bewusstseinsveränderungen überhaupt wissenschaftlich untersuchen?

Ja, behauptet Ott: Mystik sei angewandte Neurowissenschaft, ihre Theorien seien bislang nur nicht sauber aufgeschrieben worden. Die Vorgehensweisen von Yogis, Derwischen oder Einsiedlermönchen seien mit jenen westlicher Wissenschaftler durchaus verwandt. Für beide gelte das Prinzip: „Hypothese, Methode, Ergebnisse“, denn Mystik basiere nicht auf Glauben, sondern auf Erfahrung.“
Meditationsforscher: Achtsamkeit verändert das Gehirn, Stern.de vom 5.5.2009

Komisch, doch ich habe noch nie während meiner Meditation an ‘Hypothese, Methode und Ergebnisse’ gedacht. Du? Naja, ich bin ja auch weder Yogi, noch Derwisch, noch Einsiedlermönch…

Meditation ist jenseits von Gesetzen

Meditation ist…

• … jenseits von Gedanken,
seien sie noch so wissenschaftlich und interessant

• … jenseits von Gesetzen
Meditation ist völlig individuell, vielfältig und unberechenbar; bei dem einen wird sie zu Liebe, bei dem anderen zu Freiheit, und wieder einem anderen zu unspektakulärer Gewöhnlichkeit…

• … ohne Hypothesen
Hypothesen sind Teil eines Ziels – der Erforschung und Konzeptionierung einer unbekannten Größe. Meditation kann nicht zielbewusst erforscht werden, je mehr Meditation erkundet wird, umso unbekannter wird diese Größe. Einstein hatte ähnliches mit der Erforschung des Universums erfahren… Im Falle von Meditation bringen Hypothesen den Forscher nur einen kleinen Schritt weiter – im Hamsterrad.

• … ohne Methode
Da Meditation alles ist und alles durchdringt gibt es keine Methode, sie zu erforschen und zu erfassen. Meditationsmethoden werden lediglich zur Einstimmung benutzt, den Schritt ins Unbekannte zuzulassen, können jedoch Meditation nicht selbst bewirken. Die hängt vom Meditierenden ab.

• … ohne Suche nach Ergebnissen
Die Suche selbst ist das Hindernis, es gibt keine Ergebnisse, die zu erreichen wären.

„Ein Pfund Freiheit, bitte!“

Meditation ist so etwas wie Freiheit, Liebe, Schönheit, Wahrheit… alles Dinge, die nicht messbar sind. Wer diese Dinge erfassen möchte, der braucht nicht etwa die Gehirnströme seines Kopfes zu analysieren, es genügt, sich zu entspannen und die Persönlichkeit hinzugeben, mal sehen, was dann passiert…

Verwandte Artikel über Wissenschaft und Meditation

Physiker entdecken Buddhas Weisheiten
Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl
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Viel Spaß beim Meditieren
und Apfelbaum-Erforschen

Samarpan

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99 Gründe für Meditation

Noseletter 65 – Was passiert, wenn man meditiert?

Vieles passiert, wenn man meditiert. Hier eine – unvollständige – Liste, mit 99 guten Gründen für Meditation…

99-gruende-meditieren

Was passiert eigentlich, wenn man meditiert?

99 Antworten

1. Man hat einen ewigen Begleiter – den Atem
2. Man beginnt, sich zu lieben
3. Mehrmals am Tag fühlt man, dass sich dieser Moment zu leben lohnt
4. Man freut sich über Herausforderungen
5. Man genießt es, sich zu entspannen
6. Es entsteht körperliches Wohlbefinden
7. Man fühlt sich dankbar
8. Man lernt, loszulassen
9. Die kleinen Dinge im Leben sind genauso wichtig wie die großen
10. Freunde – das sind Menschen, Tiere und Pflanzen
11. Man lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu hören
12. Man liebt andere Menschen für das, was sie sind
13. Man lässt es, mit sich selbst zu kämpfen
14. Man handelt spontan
15. Morgens aufzustehen ist ein Geschenk, genauso, wie abends ins Bett zu gehen
16. Man entwickelt einen eigenen Stil beim Kochen, Malen, Gehen
17. Der Körper balanciert sich aus, so auch das Leben
18. Man hat viel Energie für die wichtigen Dinge im Leben
19. Man bekommt nicht so schnell eine Grippe, weil das Immunsystem sich verbessert
20. Man braucht nur noch sich selbst zu gehorchen
21. Leere Zwischenräume werden interessant
22. Man liebt es, zuzuhören
23. Man wird kreativ mit Tätigkeiten, bei denen man es nie erwartet hätte, zum Beispiel Putzen
24. Man regt sich nicht mehr über Dinge auf, die nicht funktionieren
25. Man erblüht mit seinem Wesen
26. Sicherheit ist etwas, was man in sich und nicht außerhalb findet
27. Man freut sich darüber, eigene Unbewusstheit zu sehen
28. Man fließt wie der Fluss ins Meer
29. Das Essen und der Tee schmecken köstlich
30. Man erfährt, was es bedeutet, zu sterben
31. Die Reaktionsfähigkeit wird schneller
32. Man lernt, über sich selbst zu lachen und über andere
33. Der Geruch einer Rose verzückt
34. Man verhält sich konstruktiv
35. Man erfährt Schönheit, Wahrheit und Göttlichkeit
36. Farben werden intensiv wahrgenommen
37. Man lebt seine Wahrheit
38. Man findet in jeder Situation einen Ruhepol
39. Die Urteile der anderen werden zur Anregung, nicht zur Bedrohung
40. Man lernt sich hinzugeben, im täglichen Leben, in der Liebe und auch im Tod
41. Man liebt es, dazu zu lernen
42. Das Leben vereinfacht sich
43. Entscheidungen zu treffen wird leicht
44. Man geht ungestört seinen Weg
45. Glück ist, wenn man alleine ist
46. Veränderung wird zum Lebensstil
47. Wut, Eifersucht und Sorgen verlieren an Intensität
48. Man hört auf, zu hoffen
49. Man lässt es, wegzurennen und zu vermeiden
50. Man lernt, Schmerzen als Ton wahrzunehmen
51. Katastrophen werden zu einer Gelegenheit für Bewusstheit
52. Man erkennt, dass das Leben aus vielen Facetten besteht
53. Man muss niemanden mehr verurteilen, auch nicht sich selbst
54. Man lernt, nichts zu tun
55. Man vertraut dem Leben
56. Der Bauch entspannt sich
57. Schönheit ist nicht mehr eine Frage der Figur
58. Man lernt, dass es viele Wahrheiten gibt
59. Man freut sich über die Vielfalt an Formen
60. Oben und unten, besser und schlechter, richtig und falsch haben keine Bedeutung
61. Man liebt Stille, selbst im größten Lärm
62. Zuhause ist innen
63. Sanfte, freundliche, warme und gütige Momente sind Teil des Alltags
64. Stressgedanken werden mit Abstand beobachtet
65. Man muss nicht mehr auf die Emotionen anderer reagieren, sondern hat eine Wahltext
66. Man entdeckt völlig neue Seiten an sich
67. Man lernt, still zu sitzen und einfach zu sein
68. Man genießt die Luft, die man atmet
69. Man ist allein und hat doch viele Freunde
70. Sex wird zur Meditationserfahrung
71. Man handelt intelligent, im Sinne von situationsgerecht
72. Man kann ohne Grund lachen und weinen
73. Man lernt seine Denk- und Funktionsweise kennen
74. Man beginnt, den Körper und seine Bedürfnisse zu verstehen
75. Minderwertigkeit und Zweifel an sich selbst verschwinden
76. Man lernt, Gegensätze als sinnvolle Ergänzung zu verstehen
77. Man wird cool in jeder Hinsicht
78. Man findet seinen eigenen Rhythmus
79. Man muss seinen Ärger nicht an anderen Menschen auslassen
80. Man hat den Mut zur Lücke
81. Lieben wird einfach
82. Man schaut Menschen zu, ohne sie zu bewerten
83. Man findet Gefallen an Langsamkeit
84. Man lacht aus dem Bauch heraus
85. Man entwickelt Sorgfalt – sich, dem Partner und allen Lebewesen gegenüber
86. Man lebt in dem Gefühl, Zeit zu haben und empfänglich sein zu können
87. Mit Freunden geht man lieber Tee trinken als ins Kino
88. Die Dinge ordnen sich – im Körper, wie im Leben
89. Man lebt in der Welt wie ein Schauspieler in einem Theaterstück
90. Das Unbekannte ist interessant und wird gesucht
91. Man kann über Politiker lachen
92. Man denkt mit, man fühlt mit
93. Der Sohn, die Tochter, die Verwandten, werden zu Freunden
94. Wertvolle Schmuckstücke verlieren ihren Wert
95. Man genießt es, zu warten
96. Wer A sagt, muss nicht unbedingt auch B sagen – Sklaventum verlassen
97. Das Leben wird lebendiger
98. Man lernt, aus der Stille zu sprechen und zu handeln
99. Man muss nichts vollenden – der Moment ist vollendet

… so auch diese Liste, die noch endlos weitergeführt werden könnte.

Viel Spaß beim Meditieren

Samarpan

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Mönche, die mit ihren Gehirnhälften spielen

Im Januar Noseletter geht es um die zwei Welten unserer Gehirnhälften. In wissenschaftlichen Studien hatten tibetische Mönche den folgenden Test gemacht und bewiesen, wie sie durch Meditation ihre Gehirnhälften unabhängig voneinander benutzen können. Mache selbst den Test und erfahre, wo du stehst.

Wechselspiel von Worten zu Farben

Sehen-meditation

Wie weit geht deine Entspannung?

Versuche, den obenstehenden Text im Bild zu lesen.
Kannst du das, ohne dabei zu zögern?
Kannst du auch die Farben vorlesen und nicht das Wort?

Konflikt der Gehirnhälften

Was passiert in dem Test mit dem Gehirn? Beim Lesen entsteht ein Konflikt zwischen den beiden Gehirnhälften. Die eine Gehirnhälfte versucht, die Farbe zu bestimmen, während die andere darauf besteht, das Wort zu sagen.

Dieser Test wurde mit tibetischen Mönchen durchgeführt, die ihn ohne Schwierigkeiten bewältigten. Sie konnten die Worte genauso schnell vorlesen, wie die Farben. Woher kommt das? Menschen, die meditieren, haben die Fähigkeit, die Funktionen ihrer Gehirnhälften unbeteiligt zuzulassen.

Im Deutschlandfunk gab es Ende Dezember 2008 einen empfehlenswerten Hörfunkbeitrag, der darauf eingeht.
Neuronen und Nirwana Teil 2, Wie das Gehirn die Welt überwindet

Wechsle die Gehirnhälfte

Normalerweise befinden wir uns in der ‘Wort-Welt’, was bei diesem Test, Probleme verursacht. Es ist jedoch relativ einfach, in die ‘Farb-Welt’ zu wechseln. Probiere es aus:

Entspanne den Bauch und schaue mit weichem, offenen Blick auf alle Farben, ohne auf die Schrift zu achten. Entspanne! Es gibt nichts zu erreichen. Entspanne die Gesichtszüge. Dann gehe langsam von einer Farbe zur anderen, während du in der Entspannung bleibst. Der Zustand ist der eines Kindes, das sich einfach nur Farben ansieht und noch keine Worte lesen kann. Bleibe in dieser Welt und lese eine Farbe nach der anderen vor.

‘Wort-Welt’ und ‘Farb-Welt’

Das ist, was in Meditation passiert. Die Welt wird mit unschuldigem Blick gesehen, sie wird zur weiten und lebendigen ‘Farb-Welt’. Was nicht bedeutet, dass nicht jederzeit wieder zur ‘Wort-Welt’ gewechselt werden kann. Die ‘Wort-Welt’ ist die Welt der Gedanken, Sorgen, Ängste. Ganz ähnlich wie beim Lesen in dem Test ist der Meditierende fähig, diese Welt lediglich wie eine Form anzusehen. Worte, Emotionen (Gefühls-Dramen) oder Gedanken sind vorhanden, doch wie die Worte im Test können sie unbeachtet beiseite gestellt werden.

Die ‘Farb-Welt’ ist die ungefilterte, sinnliche Welt. Da gibt es Gerüche, Geschmack, Farben, Gefühle und Klänge, die direkt erfahren werden können. Die sinnliche ‘Farb-Welt’ existiert genau jetzt und genau hier. Deshalb benutzen viele Meditationstechniken die Sinne, um aus dem unwirklichen Gedankenstrom der ‘Wort-Welt’ in die Gegenwart und dessen Realität zu wechseln.

Beispiele für ‘Farb-Welt-Meditationen’

Gefühle vertiefen, Sinne benutzen

Gedanken ignorieren

Mitten im größten Verlangen – wende dich ab

Auf Worte verzichten und still werden

Sprung in die Stille

Die Wahrnehmung der ‘Wort-Welt’ und die direkte Erfahrung der ‘Farb-Welt’ sind jedoch nicht das Ende der Reise. In der Meditation geht es über diese Welten hinaus, zu der einzigartigen Qualität, die beide Welten sehen kann. Zur bewussten Wahrnehmung dessen, was jenseits von Farben und Formen besteht. Es gibt viele Worte dafür: Stille, Urgrund des Seins, das Nichts, Ursprünglichkeit, der innere Buddha, Meditation…

Worte können nichts darüber erzählen – zumindest meine nicht. Deshalb endet dieser Noseletter hier.

Viel Spaß beim Meditieren
und dem Erforschen von ‘Wort-’ und ‘Farb-Welten’

Samarpan

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Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich

Noseletter 59 – Was passiert, wenn man meditiert?

In schwierigen Zeiten, dann, wenn wenig Geld da ist, wenn die Beziehung kriselt, wenn die Gesundheit schwach ist… dann laufen Gedanken und Emotionen auf Hochtouren. Wie praktisch ist es dann, in der Meditation wirklich tief erfahren zu haben, dass wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sind.

Stilles Wahrnehmen

Ohne-emotion-meditation

Nein, nein, das Leben wird nicht kalt und grau, wenn Emotionen keine große Bedeutung mehr gegeben wird. Im Gegenteil, ohne Emotionen ist Platz für die wirklichen Gefühle im Leben, Liebe, Mitgefühl, Freude, Trauer, Dankbarkeit… Situationen bleiben das, was sie sind und werden nicht von Gedanken in Horrorszenarien umgewandelt.

Gedanken als bloße Gedanken wahrnehmen

1979 entwickelte Jon Kabat-Zinn die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), die bei depressiven Patienten eingesetzt wurde. „Diese Methode der Achtsamkeit trainiert, die vollständige Aufmerksamkeit in stets akzeptierender Weise auf Erfahrungen zu richten, welche im gegenwärtigen Moment passieren.“… „Die Meditation lehrt sie, (auch depressive) Gedanken lediglich als Gedanken, und nicht als etwas Substantielles wahrzunehmen.“

Aus einem interessanten Artikel über Wissenschaft und Meditation auf Heise:
Gib dem Affen Zucker

Auf dem Fernsehsender arte wissenschaft wurde im Februar 2007 eine Dokumentation „Mönche im Labor“ ausgestrahlt. Neurowissenschaftler trafen sich mit buddhistischen Mönchen, die Meditationstechniken praktizieren, mit denen sie Konzentration und Gefühle steuern können. Eine spannende Begegnung Jahrtausendealter Tradition und moderner Technik. Die Dokumentation zeigt Neurowissenschaftler in ihren Laboren, die Versuche mit praktizierenden Buddhisten durchführen. Sie verschafft Einblicke in das Verhältnis zwischen Körper und Geist und die faszinierende Formbarkeit des Gehirns.

‘Mönche im Labor’, Artikel auf arte

Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl

Ich empfehle, sich die Dokumentation „Mönche im Labor“ anzusehen. Nicht nur, dass man in diesem Film beeindruckende meditierende Menschen sehen kann, die allein schon durch die Art wie sie sind, viel über Meditation aussagen. In diesem Film wird auch von Experimenten berichtet, die zeigen, wie uns Emotionen normalerweise steuern. Es gibt zum Beispiel eine Sequenz in der Dokumentation, bei der einem Mönch in einem Versuch unter die Haut gehende Bilder gezeigt werden und die einzige Reaktion des Meditierenden sind leicht bebende Nasenflügel. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass er kein Mitgefühl hatte. Der gleiche Versuch mit Studenten zeigt, wie deren Gesichter auf alles reagieren, was ihnen von außen angetragen wird. Die Reaktionen ihrer Gesichter wurden dokumentiert und es wird sichtbar, wie sehr ihre Gedanken ihr Leben steuern.

Die erhellende, wissenschaftliche und gut verständliche Dokumentation ist auf YouTube hochgeladen. Wer nicht die Zeit hat, sich alles anzusehen, dem empfehle ich vor allem die Teile 3, 4 und 5.

1. Ergründung des Geistes

2. Der Himmel ohne Wolken

3. Glücklicher durch trainierte Emotionen

4. Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht

5. Was ist Mitgefühl?

6. Die Sphären des Herzens

Wenn Gedanken und Emotionen verrückt spielen…

Gedanken ignorieren
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
Wutenbrannt? Sei wie tot
Die Stopp! Meditation

Viel Spaß beim Meditieren
und einem einfachen Leben

Samarpan

PS: Wer Einkäufe lieber in Stille erledigt, hier eine gute Empfehlung: Zwei kleine Experimente beim Einkaufen

PPS: Einen spirituellen Film ansehen – Bilder aus dem Unterbewusstsein

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Das Gehirn funktioniert besser

Noseletter 58 – Was passiert, wenn man meditiert?

Nur 20 – 40 Minuten lang bewusst wahrnehmen und die grauen Gehirnzellen vermehren sich. Nach einem brandaktuellen Interview vom Spiegel mit einer amerikanischen Hirnforscherin verursacht Meditieren erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit. Zum Beispiel altert durch regelmäßige Meditation das Gehirn langsamer…

Meditation lässt das Gehirn wachsen

Gehirn-meditieren

„Einem Bericht des New Scientist vom 15. November 2005 zufolge haben Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert.

Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt, wie auch der präfrontale Cortex und das rechte vordere Insolinom.“

Forscher haben entdeckt, dass Meditation das Gehirn aufbaut

2 Monate Meditation und das Gehirn ist verändert

Auszüge aus einem Interview mit Sara Lazar, Hirnforscherin am Massachusetts General Hospital:

„Die ersten Veränderungen zeigen sich schon, wenn man nur zwei Monate lang regelmäßig meditiert. Beispielsweise erhöht sich die Dichte der grauen Substanz. Unsere Daten legen nahe: Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn.

Wir wissen, dass verschiedene Mechanismen am Werk sein können. Dazu gehört eine vermehrte Bildung von Blutgefäßen im Gehirn sowie eine Zunahme der Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Bisher vor allem im sogenannten Insellappen, der zum Großhirn gehört und für das Erkennen innerer Empfinden eine Rolle spielt. Überdies war eine Region im frontalen Kortex verändert, der wichtig ist für Aufmerksamkeit und Gedächtnis.“

Auszug aus Spiegel Online vom 25.11.2008
Weitere Information:
Harvardscience: Meditation associated with changes in brain, aging und
Harvardscience: Meditation found to increase brain size

Verdichtung ‘grauer Gehirnzellen’

„Im Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen, wurde innerhalb von Meditationsstudien der Frage nachgegangen, wie sich Meditationstraining auf die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt.

Der Vergleich von Meditierenden und Nichtmeditierenden ergab eine deutlich höhere Konzentration grauer Substanz in verschiedenen Hirnarealen bei den Meditierenden. Die graue Substanz im Gehirn ist die Schicht, in der unter anderem die Zellkörper der Nervenzellen lokalisiert sind. Allgemein wird angenommen: Eine dickere Schicht beziehungsweise eine größere Konzentration an grauer Substanz verbessert die jeweilige Funktion des Hirnareals.

Emotionales Umlernen wird möglich

Insbesondere zeigen sich Effekte im insulären Kortex, in dem Signale aus dem Körperinnern repräsentiert werden, sowie im Hippocampus. Dieser spielt eine ganz wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis und – als Teil des Limbischen Systems – für die Emotionen. Interessante Veränderungen bei den Meditierenden fanden wir zudem in einer Region, die für das Regulieren von Emotionen zuständig ist – dem orbitofrontalen Kortex. Dieses Areal unterstützt das Umlernen von Emotionen. Löst etwa eine Situation bei einem Menschen normalerweise Angst aus, dann ist es diese Region, die daran beteiligt ist, wenn der Betreffende lernt, auf die gleiche Situation eine andere, positive Gefühlsreaktion zu entwickeln.

Geistige Flexibilität

Es gibt erste Hinweise darauf, dass Meditation hier ebenfalls strukturelle Veränderungen bewirkt. Ganz konkret: Je mehr Zeit die Praktizierenden in ihr Meditationstraining investieren, desto größer ist offensichtlich die Konzentration grauer Substanz in dieser Hirnregion. Möglicherweise ist es diese Veränderung im Volumen und damit in der Verschaltung, die den Meditierenden hilft, die Umwelt mit „neuen Augen zu sehen“ und eingefahrene emotionale Reaktionsmuster durch eine offene, wohlwollende Haltung zu ersetzen – eine geistige Flexibilität, die bei vielen mit zunehmendem Alter nachlässt.“

Auszug aus Eine betörende Flucht aus der Gedankenflut

Fitness fürs Gehirn

Meditationsmethoden, die das Gehirn stärken
Gibberisch Meditation

OSHO Nadabrahma Meditation

Betrachte die Vergangenheit wie einen Traum

OSHO Devavani Meditation

Berühre sanft deine Augen

Bei Albträumen und Schlafstörungen

Schauen lernen
… und viele andere mehr.

Viel Spaß beim Meditieren
und einem lebensfrohen Gehirn

wünscht
Samarpan

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Heilung

Noseletter 53 – Was passiert, wenn man meditiert?

Der stille, leere Zustand von Meditation fördert die Selbstheilung. Vielleicht zuerst ein wenig tanzen, dann einfach nur still da sitzen, im Reinen mit sich und der Umgebung sein – das lässt den Körper aufatmen. Nach wissenschaftlichen Studien stabilisiert Meditation den Blutdruck und hat heilsamen Einfluss auf viele psychsomatische Krankheiten.

Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch Meditation

Selbstheilung-meditation

Es gibt im Internet viele Artikel über die heilsame Wirkung von Meditation zu lesen. Mir ist allerdings nicht so ganz klar, worauf genau sich die Forscher beziehen, wenn sie „Meditation“ als heilsam beschreiben. Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Menschen Meditation mit Entspannungstechnik gleichsetzt. Entspannung fördert die Gesundheit, das ist zweifellos so. Der Zustand von Meditation bringt jedoch noch eine weitere Aktivierung der Selbstheilungskräfte mit sich…

Meditation ist mehr als eine Entspannungstechnik

Nach einer halbe Stunde Entspannung geht man erfrischt zurück ins alte Leben, zu genau den Umständen, die die Anspannung bewirkten. Durch autogenes Training verändert sich nichts an der (meist destruktiven) Lebensweise des Menschen. Entspannungstechniken wirken etwa so wie eine Kopfschmerztablette, die zur Schmerzlinderung eingenommen wird. Meditation geht tiefer. Durch die sensible Wahrnehmung seiner selbst beginnt man den Körper von innen zu fühlen, seine Eigenarten, Bedürfnisse, Schwächen und Stärken zu erfahren. Anstatt vom Doktor zu hören, wie schlecht Stress für den Bluthochdruck ist, fühlt der Meditierende am eigenen Leib, wie sich stressreiche Gedanken auf den Körper auswirken. Die geschärfte Wahrnehmung macht es unmöglich, auf Dauer destruktives Verhalten aufrecht zu erhalten.

Im Zustand von Meditation herrscht außerdem heilsame Stille, Frieden und Liebe. „Kranke brauchen Ruhe“ hat meine Mutter gesagt und vielleicht hat sie ja nicht nur Ruhe, sondern diese besondere Stille gemeint, in der sich Psyche und Körper heilen? Eine gute Beschreibung von Meditation als Medikament für die Seele hat Peter Michael Dieckmann gegeben.

Meditation zur Blutdruck-Therapie

„Meditation statt Medizin“ überschreibt das Online Magazin Focus einen Artikel zum Thema Blutdruck-Therapie.
„In der Ruhe liegt die Kraft, beziehungsweise für manche Bluthochdruck-Patienten die Gesundheit: Denn regelmäßige Meditation senkt hohen Blutdruck genauso wie entsprechende Medikamente. Zu diesem Ergebnis sind Mediziner der Universität Würzburg unter Leitung von Wolfram Voelker gekommen.“ Das Ergebnis der Studie: Meditieren hilft ebenso gut wie Blutdruck senkende Mittel.
Blutdruck-Therapie: Meditation statt Medizin

Der Bund Deutscher Internisten e.V. gibt eine ähnliche Nachricht heraus, sie beziehen sich auf amerikanische Studien: „Meditationsübungen können nachweislich den Blutdruck senken. Entspannungstechniken schützen damit nicht nur vor seelischer Überbeanspruchung und Stress, sondern sie wirken sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.“
Meditation kann Bluthochdruck verringern

Rüdiger Dahlke gibt ein Selbstheilungsprogramm mit Meditation heraus. „Nach einer einleitenden Entspannung geht es bei der ersten Heilmeditation darum, auf einer Bilderreise durch den Körper die Situation des eigenen Kreislaufs konkret zu erleben… Die zweite Reise führt über das Zulassen von Schwäche und Ohnmacht als Voraussetzung zur Aussöhnung mit den eigenen Stärken bis hin zu Kontaktfreudigkeit und zu der Fähigkeit, sich zu stellen.
Selbstheilungsprogramm Niedriger Blutdruck

Aus einem Artikel im Spiegel:
„Meditative Praktiken setzen auch die Hautleitfähigkeit herab, beruhigen den Stoffwechsel, senken die Herzfrequenz und stärken angeblich so das Immunsystem. Auch gegen Depressionen, Angst- und Schlafstörungen wirken die „achtsamkeitsbasierten“ Techniken.“
Die Durchleuchtung der Erleuchtung


Zum Schluss sei nur erwähnt, dass Buddha nicht ausgezogen ist, um seinen Blutdruck auszugleichen oder Schlafstörungen zu beheben. Eine gute Gesundheit ist nur ein Nebeneffekt von Meditation, der Sinn ein ganz anderer. Welcher?

Ausprobieren und selbst rausfinden!
(Vielleicht steht’s im nächsten Noseletter?!)

Viel Spaß beim Meditieren und Experimentieren
wünscht

Samarpan

PS: Was Entspannung für die Arbeit bewirkt


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Liebe und Hingabe erhöhen Bewusstheit

Die Gammafrequenz im Gehirn scheint dafür verantwortlich zu sein, dass wir eine Tasse Kaffee als solche erkennen. Die Gamma Wellen steigen auf unerwartete Höhen an, wenn das Körper-Denk-System von bedingungsloser Liebe durchflutet wird.

Forscher der Universität Wisconsin untersuchten buddhistische „Profi-Meditierer“, Schüler des Dalai Lama, mit mehr als 10.000 Stunden Meditationspraxis, während diese ihren Geist mit Liebe und Hingabe durchfließen ließen. Es stellte sich heraus, dass die Gamma Wellen während der Meditation auf über 40 Hertz anstiegen. Gammawellen von 30 Hertz sollen für geistige Höchstleistungen verantwortlich sein …

Tiefe Veränderungen des Seins

Tipps

„Meditation heißt nicht, unter einem Mangobaum zu sitzen und eine nette Zeit zu haben.“ Es sei alles andere als Entspannung. „Es geht um tiefe Veränderungen des Seins. Auf lange Sicht wird man eine andere Person“, sagt der Wissenschaftler Matthieu Ricard in einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

Angenommen, wir sitzen vor einer Tasse Kaffee. Was wir bewusst wahrnehmen, ist der Gesamteindruck. Die einzelnen Aspekte verarbeitet das Gehirn aber in verschiedenen Arealen. Eine Region erkennt die Farbe braun, eine andere identifiziert das Aroma, eine dritte die Form der Tasse. Das Areal, das alle Teile des Puzzles zu einem Ganzen verbindet, wurde bisher nicht gefunden. Deshalb vermutet man, dass die beteiligten Nervenzellen über eine Art Erkennungscode kommunizieren: die Gamma-Frequenz. Schwingen die Signale für „braun“, „Aroma“ und „Tasse“ im Gleichtakt, taucht der Kaffee vor dem inneren Auge auf. Nach dieser Theorie sind Gamma-Wellen also eine übergeordnete Steuerfrequenz, welche die Hirnareale synchronisiert und zusammenführt. So entstehen Wahrnehmungen, aber auch Bewusstseinszustände.

Der Forscher Davidson registrierte mit 256 über den gesamten Schädel verteilten Messfühlern die Hirnströme der Meditations-Profis, während sie ihren Geist mit Liebe und Hingabe durchfließen ließen. Eine Gruppe Meditationsnovizen diente zum Vergleich. Der Blick auf die Messwerte offenbarte eklatante Unterschiede. Im Gehirn der Mönche stieg die so genannte Gamma-Aktivität während der Meditation stark an, während sie sich bei den ungeübten Probanden kaum erhöhte. Außerdem waren diese schnellen, hochfrequenten Hirnströme besser organisiert und koordiniert. Und die Wellen huschten über das gesamte Denkorgan. „In der Regel sind Gamma-Wellen sowohl zeitlich als auch räumlich begrenzt“, erklärt Ulrich Ott. „Sie tauchen nur kurz irgendwo im Gehirn auf.“ Wann, kann die Hirnforschung nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Jene extrem koordinierten Gamma-Oszillationen, die Davidson bei den Mönchen registrierte, würden unter normalen Umständen nie auftreten, meint Ulrich Ott. Seine Erklärung: „Wenn alle Nervenzellen synchron schwingen, wird alles eins, man differenziert weder Subjekt noch Objekt. Exakt das ist die zentrale Aussage der spirituellen Erfahrung.“

Auszug aus: Die Süddeutsche Zeitung, 2005
Na denn, viel Spaß beim Meditieren und Lieben

wünscht euch

Samarpan
PS: Wer Weiblichkeit liebt, der sollte sich mal „Shaktis Geheimnis“ ansehen …

PPS: Auf FindYourNose.com gibt es einen neuen Menüpunkt unter Sich Feiern: Abschied. Dort werden rebellische Zitate von Osho, Pakhi, Veetman und anderen kompetenen Menschen übers Sterben zu lesen sein. Ästhetisches Sterben, mit Lachen und Meditation — na, wenn das nicht (r)evolutionär ist?

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