Archiv für den ‘stress’ Tag
Freundlichkeit zu sich selbst
Was passiert, wenn man meditiert?
Wer sich auf die Reise in die Welt der Meditation begibt, erfährt zunächst bittere Wahrheiten über sich selbst. Einsichten über alltägliche Gewalt und Hass – nicht nur nach außen gerichtet, sondern vor allem gegen sich selbst. Freundlichkeit und Güte sich selbst gegenüber sind ein Schlüssel für mehr Bewusstheit und Intelligenz.
Schlüssel für Intelligenz: Güte
Jedem Meditierenden, egal, wie lange er meditiert, geschehen Momente von Glück und tiefer Entspannung in der Meditation. Nach der Meditations-Praxis beginnt dann die Kür: das tägliche Leben.
Das Leben zeigt sich mit den durch Meditation geschärften Sinnen in einer neuen Weise. Was da zu sehen ist, ist meist nicht angenehm: Angst, Angst, Angst, Sorge und Angst, Gewalt, Wut, Neid, Widerstand… deutlich bei jedem anderen zu sehen und (etwas Nebulöser) auch bei sich selbst.
Ringen um Intelligenz
„Glücklicher durch Meditation“ lautet die Überschrift des unten stehenden Berichtes über buddhistische Mönche. Naja, würde ich heute sagen, ja, mein Leben ist durch Meditation glücklicher geworden, doch das war und ist immer noch harte Arbeit. Es ist das Ringen um die Intelligenz, den Unbewusstheiten des Lebens nicht mehr auszuweichen, sondern ihnen aus einem freundlichen Zustand von Entspannung heraus zu begegnen. Das bedeutet, unbewusste Reaktionen von anderen und sich selbst kühl und im Detail wahrzunehmen und dadurch intelligenter als vorher handeln zu können.
Der härteste Widersacher – Ich selbst
Mein schlimmster Feind sind nicht etwa die anderen, sondern ich selbst. Mit niemandem kann ich so gnadenlos unbewusst umgehen, wie mit mir selbst. Ich verdamme mich für einfache Menschlichkeiten, setze mir unerreichbare Ziele und fordere von mir, ohne überhaupt wahrzunehmen, dass ich fordere. Nicht, dass solche Feinseligkeit etwas besonderes wäre, jeder Mensch geht in seiner eigenen Weise gegen sich. Ich lebe in „guter“, unbewusster Gesellschaft.
Nichts kann helfen – weder ein Meister, noch Atem-Beobachten, noch ein Noseletter – die gegen mich gerichteten Unbewusstheiten aufzulösen. Nur eines hilft: die eigene Intelligenz. Sie muss entdeckt und genährt werden. Ein waghalsiges Unternehmen für jemanden, der sich selbst verdammt!
Was passiert also, wenn man meditiert?
• Man sieht die eigenen Unbewusstheiten
• Langsam, langsam schämt man sich nicht mehr dafür
• Durch Freundlichkeit mit sich selbst findet sich ein intelligenter Weg zu mehr Bewusstheit.
Einige wissenschaftliche Links über Meditation
Glücklicher durch Meditation
„Erfahrene Buddhisten sind in der Lage, ihr Gehirn durch bestimmte Meditationstechniken so zu trainieren, dass es auf bestimmte Reize von außen nur noch mit positiven Emotionen reagiert.“
Buddhisten sind messbar glücklichere Menschen
Neue Wahrnehmung
„Optische Illusionen bei meditierenden Mönchen rufen zum Teil gänzlich neue Wahrnehmungs-Effekte hervor.“
Meditation und Wahrnehmung
Meditation im Gefängnis
„Die Vipassana Meditation (eine stille Atem-Meditation) hatte nicht nur das Verhalten von Gefängnisinsassen und ihre Kooperationswilligkeit verbessert. Die Häftlinge, die die Technik geübt hatten, neigten auch weniger zur Depression. Sie fühlten sich weniger hilflos, hoffnungslos und feindselig. Außerdem rauchten sie seltener. In den USA war laut einer Studie des National Institute of Health die Abhängigkeit von Drogen und Alkohol unter den Häftlingen zurückgegangen.“
Meditation hilft Gefängnisinsassen
Weniger Schmerzen durch Meditation
„Wer regelmäßig meditiert, reagiert weniger empfindlich auf Schmerz. Verantwortlich dafür ist ein Rückgang der Aktivität in den Schmerzzentren des Gehirns, haben amerikanische Forscher in einer kleinen Studie gezeigt.“
Weniger Schmerz mit Meditation
Siehe zum Thema Schmerz auch den früheren Noseletter:
Meditierende leiden weniger
Und eine ganz andere Perspektive über Schmerzen beim Meditieren:
Schmerzen, die sich lohnen
Viel Spaß beim Meditieren
und Freundlich-zu-sich-selbst-sein
Samarpan
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Mönche, die mit ihren Gehirnhälften spielen
Im Januar Noseletter geht es um die zwei Welten unserer Gehirnhälften. In wissenschaftlichen Studien hatten tibetische Mönche den folgenden Test gemacht und bewiesen, wie sie durch Meditation ihre Gehirnhälften unabhängig voneinander benutzen können. Mache selbst den Test und erfahre, wo du stehst.
Wechselspiel von Worten zu Farben
Wie weit geht deine Entspannung?
Versuche, den obenstehenden Text im Bild zu lesen.
Kannst du das, ohne dabei zu zögern?
Kannst du auch die Farben vorlesen und nicht das Wort?
Konflikt der Gehirnhälften
Was passiert in dem Test mit dem Gehirn? Beim Lesen entsteht ein Konflikt zwischen den beiden Gehirnhälften. Die eine Gehirnhälfte versucht, die Farbe zu bestimmen, während die andere darauf besteht, das Wort zu sagen.
Dieser Test wurde mit tibetischen Mönchen durchgeführt, die ihn ohne Schwierigkeiten bewältigten. Sie konnten die Worte genauso schnell vorlesen, wie die Farben. Woher kommt das? Menschen, die meditieren, haben die Fähigkeit, die Funktionen ihrer Gehirnhälften unbeteiligt zuzulassen.
Im Deutschlandfunk gab es Ende Dezember 2008 einen empfehlenswerten Hörfunkbeitrag, der darauf eingeht.
Neuronen und Nirwana Teil 2, Wie das Gehirn die Welt überwindet
Wechsle die Gehirnhälfte
Normalerweise befinden wir uns in der ‘Wort-Welt’, was bei diesem Test, Probleme verursacht. Es ist jedoch relativ einfach, in die ‘Farb-Welt’ zu wechseln. Probiere es aus:
Entspanne den Bauch und schaue mit weichem, offenen Blick auf alle Farben, ohne auf die Schrift zu achten. Entspanne! Es gibt nichts zu erreichen. Entspanne die Gesichtszüge. Dann gehe langsam von einer Farbe zur anderen, während du in der Entspannung bleibst. Der Zustand ist der eines Kindes, das sich einfach nur Farben ansieht und noch keine Worte lesen kann. Bleibe in dieser Welt und lese eine Farbe nach der anderen vor.
‘Wort-Welt’ und ‘Farb-Welt’
Das ist, was in Meditation passiert. Die Welt wird mit unschuldigem Blick gesehen, sie wird zur weiten und lebendigen ‘Farb-Welt’. Was nicht bedeutet, dass nicht jederzeit wieder zur ‘Wort-Welt’ gewechselt werden kann. Die ‘Wort-Welt’ ist die Welt der Gedanken, Sorgen, Ängste. Ganz ähnlich wie beim Lesen in dem Test ist der Meditierende fähig, diese Welt lediglich wie eine Form anzusehen. Worte, Emotionen (Gefühls-Dramen) oder Gedanken sind vorhanden, doch wie die Worte im Test können sie unbeachtet beiseite gestellt werden.
Die ‘Farb-Welt’ ist die ungefilterte, sinnliche Welt. Da gibt es Gerüche, Geschmack, Farben, Gefühle und Klänge, die direkt erfahren werden können. Die sinnliche ‘Farb-Welt’ existiert genau jetzt und genau hier. Deshalb benutzen viele Meditationstechniken die Sinne, um aus dem unwirklichen Gedankenstrom der ‘Wort-Welt’ in die Gegenwart und dessen Realität zu wechseln.
Beispiele für ‘Farb-Welt-Meditationen’
• Gefühle vertiefen, Sinne benutzen
• Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
• Auf Worte verzichten und still werden
Sprung in die Stille
Die Wahrnehmung der ‘Wort-Welt’ und die direkte Erfahrung der ‘Farb-Welt’ sind jedoch nicht das Ende der Reise. In der Meditation geht es über diese Welten hinaus, zu der einzigartigen Qualität, die beide Welten sehen kann. Zur bewussten Wahrnehmung dessen, was jenseits von Farben und Formen besteht. Es gibt viele Worte dafür: Stille, Urgrund des Seins, das Nichts, Ursprünglichkeit, der innere Buddha, Meditation…
Worte können nichts darüber erzählen – zumindest meine nicht. Deshalb endet dieser Noseletter hier.
Viel Spaß beim Meditieren
und dem Erforschen von ‘Wort-’ und ‘Farb-Welten’
Samarpan
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Unterdrückte Gefühle tauchen auf
Als ich zu meditieren begann, überfiel mich regelmäßig bleierne Müdigkeit. Ich war derart müde, dass ich beim Meditieren oder auch danach, wie in ein Koma, in einen traumlosen Schlaf, sackte. Es hat mehrere Gründe, warum man beim Meditieren so müde wird. Einer davon ist, dass Gefühle auftauchen, die man bisher nicht sehen wollte oder konnte.
Noseletter 46 – Was passiert, wenn man meditiert?
Nie habe ich so tief und erfrischend geschlafen, wie während der Abend Meditation. Ich brauchte mich nur hinsetzen und der Kopf war unmöglich gerade zu halten, die Augenlider wurden furchtbar schwer und der Körper rutschte vom Stuhl in eine mehr und mehr liegende Position.
So ähnlich ist das am Abend beim Meditieren…
Manchmal geht es mir heute noch so. Nach ein paar Minuten koma-artigem Schlaf bin ich „knalle wach“, die Sinne sind messerscharf und Wahrnehmen fällt leicht.
Der Verstand hat seine eigenen Schutzmechanismen (wie zum Beispiel Müdigkeit), damit wir Gefühlen, mit denen wir nicht umgehen wollen oder können, nicht begegnen müssen. Er macht uns unbewusst. Wir sehen und hören das Leben normalerweise wie durch eine Nebelwand. Meditation bricht die Nebel auf und bringt uns in die Lage, wieder zu sehen – auch das, was wir gar nicht sehen wollen.
So kommt es manchmal vor, dass beim Meditieren oder auch nachher, im Alltag, Gefühle wie Angst, Wut oder Traurigkeit auftauchen. Nicht die Meditationspraxis erzeugt diese Gefühle, sie waren vorher schon da – nur werden sie jetzt sichtbar, sie sind nicht mehr so leicht vor sich selbst zu verstecken. Jemand der meditiert, sieht alles klarer, vor allem sich selbst.
Ich fühle, also lebe ich!
Matthias, unser Put-Zen-Fachmann wischt gerade nebenan den Boden. Er sagt, er sei wirklich froh darüber, genau zu fühlen, selbst wenn die Gefühle manchmal Angst machten. Die Meditationspraxis habe ihn empfindsam werden lassen. Das Leben sei mit Gefühlen intensiver, sagt er, lebendiger und offener. „Ich fühle, also lebe ich!“
Die klare Wahrnehmung, die auch alten Wunden Tor und Tür öffnet, ist nicht leicht zu ertragen. Es braucht einige Praxis, bis es möglich ist, auch starke und unangenehme Gefühle mit Abstand wahrzunehmen, ohne sich dabei zu spalten. Im Osho Meditations-Resort wird deshalb immer wieder betont, dass Meditation nur für psychisch stabile Menschen geeignet sei. Im Falle psychischer Labilität sollte erst Therapie gemacht und dann die Meditation vertieft werden.
Eine Freundin mit langjähriger Psychose hat dennoch positive Erfahrungen mit Meditation gemacht. Die geschärfte Wahrnehmung ermöglicht es ihr heute, einen psychotischen Anfall durch die eigenen, fast unmerklichen Verhaltensänderungen heranschleichen zu sehen und ihm durch Erhöhung der Tablettendosis, viel Ruhe und Langsamkeit rechtzeitig aus dem Weg zu gehen.
Der buddhistische Ansatz: Achtsamkeit
Was ich hier mit „Wahrnehmen“ als grundsätzliche Meditationspraxis beschreibe, wird im traditionellen Buddhismus und auch in modernen, psychologisch orientierten Strömungen „Achtsamkeit“ genannt.
Der Psychologe Willi Zeidler schreibt:
Achtsamkeit lehrt den Praktizierenen, sich seiner Gefühle (auch der unangenehmen) bewusster zu werden, sie intensiver wahrzunehmen, und sich ihnen zu öffnen, anstatt sie zu vermeiden. Diejenigen, die Achtsamkeit übten, bekämen die Erfahrung, Gefühle als vorübergehend, sich wandelnd und vergänglich wahrzunehmen, wodurch die unangenehmen Gefühle nicht mehr angsteinflößend sein müssten und die Positiven mehr genossen würden.
Die wiederholte Übung von Achtsamkeit erlaube dem Praktizierenden die Fähigkeit zu entwickeln, in stressreichen Situationen ruhig und zentriert von Gedanken und Gefühlen zurückzutreten, anstatt sich ängstlich Sorgen zu machen oder sich an negativen Denkmustern zu beteiligen.
Zeidler, Willi: Unterschiede in der Emotionsverarbeitung bei Achtsamkeitsmeditierenden und Nichtmeditierenden
Gesundung durch Achtsamkeit
Ein guter, einfach zu lesender und fundierter Artikel zu diesem Thema ist in der Fachzeitschrift „Geist und Gehirn“ 2006 erschienen:
„Die klinischen Anwendungen von Achtsamkeit sind heute vielfältig: Studien berichten etwa von Erfolgen bei der Behandlung von Stresssymptomen, chronischem Schmerz, Depression und Borderline-Störungen. Methodisch gesicherte Wirksamkeitsnachweise stehen allerdings noch aus.“
Willkommen im Jetzt!
Mein Kommentar
Hmmm. Meditation ist zweifellos hilfreich für körperliche und seelische Beschwerden. Es wäre jedoch weit gefehlt, Meditation über bloße Achtsamkeit zu definieren. Meditation geht über den Körper, die Gedanken und die Gefühle hinaus, und dann selbst auch noch über Achtsamkeit hinweg. Körper und Gedanken lassen sich relativ schnell wahrnehmen, Gefühle zu beobachten ist viel schwieriger, weil wir meist so sehr mit ihnen identifiziert sind. Das bedeutet, wir hegen keinen Zweifel, dass sie wirklich und berechtigt sind.
Eine Meditationstechnik zum Üben, wie man Gefühlen mit Abstand begegnen kann – ohne sich zu spalten:
Direkt Schauen
Verwandte Artikel
Wahrnehmen lernen
Meditation verstehen
Alles findet sich im Nichts
Einen erfrischenden, kraftschöpfenden Tiefschlaf und viel Freude an der entstehenden Wachsamkeit
wünscht
Samarpan
PS: Emotionale Wunden heilen mit Tibetan Pulsing
PPS: Zwei Buchempfehlungen zum Thema:
• Emotional bewusst: Wie wir Angst, Wut und Eifersucht in kreative Energie verwandeln
• Angst: Die Unwägbarkeiten des Lebens verstehen und annehmen
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Im September schenken wir im Zen Shop jedem Besteller einen ZEN-Lesezeichenkalender 2009 dazu:
Zen – im Fluss des Lebens 2009 oder
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Man nimmt das Leben leicht
Meditation macht das Leben leicht. Man lernt, Dinge, die manchmal stressig erscheinen, spielerisch zu nehmen. Für mich ist es zum Beispiel der wöchentliche Noseletter. Heute wird darin mit Bildern gespielt, ich stelle ein paar Videoclips über Meditation, über Loslassen, vor: Informatives, Unterhaltsames und auch Lustiges.
Noseletter 43 – Was passiert, wenn man meditiert?
Menschen, die meditieren, haben oft etwas Leichtlebiges an sich, sie haben gelernt, loszulassen, während der Meditationspraxis wie auch im Leben. So schmerzhaft und schwierig das Loslassen manchmal ist, mit tiefergehender Übung passiert etwas ganz Neues: Das Leben wird zum Spiel. Es wird zum spielerischen Tanz um einen, sich ständig wandelnden Fluss von Ereignissen.
Loslassen von Stimmungen
Ein lustiger Videoclip von einem kleinen Jungen, dem es leicht fällt, zwischen Emotionen zu wechseln. Vielleicht eine Anregung, Stress zu entspannen?
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Hier ein Anschauungsbeispiel, wie spielerisch man Klimaanlagen verkaufen kann …
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Loslassen von Freunden und Geliebten
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Manchmal muss man seine Furcht loslassen, wie hier in dem folgenden Videoclip, auf einem unglaublichem Fußweg in den Bergen…
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Loslassen von seiner Identität
Ram Dass war und ist ein bekannter spiritueller Lehrer seit den 70iger Jahren bis heute. Ein Gehirnschlag machte ihm schlagartig klar, wo er mit seiner Meditation stand:
„Im Krankenhaus schaute ich einfach nur an die Decke. Hier lag ich, Mr. Spirituell, und in meinem eigenen Tod orientierte ich mich nicht am Geistigen. Es zeigte mir, wieviel Arbeit ich noch zu tun habe, denn das war der Test – durch den ich durchgefallen war.“
Ram Dass – Fierce Grace, 1. Teil
Am Ende des Films sagt Ram Dass:
„Vor dem Gehirnschlag trödelte ich durchs Leben und ich dachte, dass wäre alles, was es zu erfahren gibt. Aber der Gehirnschlag ist wie eine völlig neue Geburt. Ich habe Eigenschaften in mir entdeckt, die niemals vorher rausgekommen waren, niemals. Ich bin jetzt im Frieden, wie ich es noch nie vorher war. Der Frieden entsteht daraus, dass ich mich in diesem Moment niederlasse.
Dieser Moment ist in Ordnung.
Jetzt ist dieser Moment in Ordnung.“
Ram Dass – Fierce Grace, 10. Teil
Loslassen
Chinmaya Dunster, Musiker und Filmemacher, fing Lächeln von Menschen ein, die – nach unserer Vorstellung – nicht viel zu lachen haben …
Lächeln am indischen Straßenrand
Viel Spaß beim Meditieren
und das Leben leicht nehmen
wünscht
Samarpan
PS: Spielerisch und leicht – TaKeTiNa
PPS: Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
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Gesundheit durch Achtsamkeit
Man wird wacher durch Meditationstechniken. Wacher, bewusster, aufmerksamer, gesünder, achtsamer. Vieles verändert sich dadurch, der Alltag, der Umgang mit Menschen und sich selbst und seinen Ängsten und vieles andere mehr.
Im Buddhismus gibt es Methoden, die nur auf die Erhöhung der Achtsamkeit zielen. Die bekannte Vipassana Meditation ist eine von ihnen, bei ihr beobachtet man den Atem, wie er ein- und ausfließt.
Das Universitätsklinikum Freiburg hat bei ihren Patienten derartige Methoden zu Erhöhung von Achtsamkeit eingesetzt. Mit Erfolg. Erhöhte Achtsamkeit half bei der Stressreduktion, bei chronischen Schmerzen, Angsterkrankungen, Essstörungen, Suchterkrankungen und anderen Krankheitsbildern.
Achtsamkeit erhöht Bewusstsein und Gelassenheit

Bei unterschiedlichen Patientengruppen und auch bei normal gesunden Menschen führte das Üben von Achtsamkeit zu erhöhtem Wohlbefinden, verbesserter Lebensqualität, verringerten Symptomen, Stressreduktion und besserer Gesundheit. Achtsamkeit wird verstanden als eine bewusste (intentionale), aufmerksame, wache und liebevoll akzeptierende Grundhaltung gegenüber allen Bewusstseinsinhalten jeden Moment.
Die Eigenschaften von Achtsamkeit laut dieser Studienerkenntnisse sind
**Anfängergeist — Die Dinge wie zum ersten Mal sehen
**Sanftmut — Sanfte, freundliche und weiche Qualität des Bewusstseins
**Offenheit — Sich ganz dem Moment hingeben, ohne Erwartung
**Dankbarkeit — Ehrfurcht, Wertschätzung und Dankbarkeit für den Moment
**Freundliche Zugewandheit — Liebevolle Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Vergebung und unbedingte Liebe
**Kontinuität — Im Jetzt, von Moment zu Moment
**Ohne Wertung — Den Moment wahrnehmen, ohne Bewertung und Kategorisierung
**Ohne zu streben — Ohne Zielorienierung, nicht abhängig von Ergebnissen
**Akzeptanz — Die Dinge so sehen und anerkennen, wie sie gerade im Moment sind. Ist nicht passiv oder resignierend gemeint
**Geduld — den Dingen ihre Zeit geben. Geduld uns, anderen un dem jetzigen Moment gegenüber aufbringen
**Vertrauen — Sich selber, seinem Köprer, seinen Intuitionen, seinen Emotionen und dem Leben an sich vertrauen.
**Loslassen — Keine Gedanken, Gefühle oder Erfahrungen festhalten wollen, an Nichts anhaften. Dis-Identifikation.
Das Resultat der Studie
Achtsamkeit verändert die Erfahrung nicht, aber vertieft sie. Man wird fähig, die sich aufbauenden Reaktionen und zugrundeliegenden Motive deutlich zu beobachten. Es entsteht ein Raum zwischen Wahrnehmung und Reaktion. In diesem Raum können bewusste Entscheidungen getroffen werden.
Dr. Stefan Schmidt, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg
Viel Spaß beim Meditieren und Achtsam sein
wünscht euch
Samarpan
PS: Tipp gegen Langeweile: Mal ein Abenteuer in der Humaniversity erleben.
Meditation gegen Grippe?
Dass Meditationstechniken Spaß machen und erfüllend sind, das haben wir schon erfahren. Erfreulich ist zu hören, dass Still Sitzen womöglich auch noch einen Schnupfen verhindert …
Positive Effekte auf Immunsystem und Gehirn durch Meditation

Meditation kann sich langfristig positiv auf Gehirnfunktionen und auf das Immunsystem auswirken. Das berichtet ein Forscherteam der Universität Wisconsin in Madison (USA) in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine. Obwohl Meditation schon lange als wirksames Mittel zur Verringerung von Stress und Angst gilt, zeigt die Untersuchung erstmals, dass sie auch einen günstigen Einfluss auf bestimmte körperliche Vorgänge haben kann.
Die Wissenschaftler um Richard Davidson verwendeten die so genannte Aufmerksamkeits-Meditation. Dabei hat der Meditierende die Aufgabe, sich intensiv auf seine momentanen Gefühle und Gedanken zu konzentrieren, ohne sie jedoch zu bewerten. Die 25 Personen der Meditationsgruppe nahmen acht Wochen lang an einem Meditationskurs teil und meditierten jeden Tag selbst zuhause. Eine Vergleichsgruppe mit 16 Personen erhielt dagegen kein Meditationstraining.
Nach Abschluss des Trainings untersuchten die Psychologen die Gehirnaktivität im vorderen Bereich des Kopfes. Frühere Studien hatten ergeben, dass eine stärker linksseitig betonte Aktivität mit positiven Gefühlen zusammenhängt. Tatsächlich zeigten die Meditierenden eine stärkere linksseitige Aktivierung als die Kontrollpersonen, die nicht meditiert hatten.
Zusätzlich verabreichten die Forscher den Probanden am Ende des Trainings eine Grippeimpfung und maßen vier und acht Wochen nach der Impfung die Zahl der Grippeantikörper. Zwar stieg die Zahl der Antikörper im Blut in beiden Gruppen an, jedoch war der Anstieg in der Meditationsgruppe deutlich höher als in der Vergleichsgruppe.
Die Ergebnisse müssten jedoch durch weitere Studien untermauert werden, um eindeutige Aussagen treffen zu können, betont Davidson. Die Forschergruppe plant weiterhin, die Auswirkungen von Meditation auf bestimmte Erkrankungen zu untersuchen.
Artikel aus www.wissenschaft.de, 2003
Viel Spaß beim Meditieren ohne Niesen
wünscht euch
Samarpan
PS: Der Tipp der Woche ist interessant für Leute, die sich auf so mancher Massageliege einen Schnupfen geholt haben …
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