Archiv für den ‘meditieren’ Tag

Hindernisse beim Meditieren 3. Teil

Hindernis-meditation-osho

Noseletter 77 – Was passiert, wenn man meditiert?
Im aktuellen Noseletter der dritte und letzte Teil gängiger Stolperfallen in der Meditation

Missverständnisse in der Meditation

Aus den letzen Noselettern:
Hindernisse beim Meditieren 1 – 4
Hindernisse beim Meditieren 5 – 8

Meditations-Hindernis 9:
Meditieren, weil es die anderen tun

Seiner eigenen, tiefen Sehnsucht folgen

Viele Menschen meditieren, weil es die anderen tun. Der eine erzählt von großartigen Erlebnissen im Stillsitzen, der andere von berührenden Erfahrungen mit Satsang-Lehrern oder wieder ein anderer berichtet von der Dynamischen Meditation und wie gut sie ihm tut. Du denkst, du verpasst etwas und beginnst, ebenfalls zu meditieren. Dann verschwendest du deine Zeit.

Meditiere wenn du eine tiefe Sehnsucht in dir verspürst. Die ganze Welt scheint bedeutungslos zu sein und du möchtest wirklich wissen, wer du bist. Nicht, weil die anderen danach suchen, sondern weil in deinem Herzen die Sehnsucht nach Erkennen klopft. Dann wird Meditieren ganz einfach. Dann ist es so einfach wie atmen.

Meditations-Hindernis 10:
Der Wunsch, etwas erreichen zu wollen

Spielerisch sein

Meditation lässt sich nicht herbeiwünschen oder herbeiorganisieren. Sie geschieht, wenn man nichts mehr zu erreichen sucht. Wie in einem Spiel! Wenn Meditation zum Spiel wird, dann ist alles möglich. Dann bist du nicht angespannt oder ungeduldig, im Spiel bist du nicht in Eile und du möchtest auch kein Ziel erreichen. Du spielst einfach in diesem Moment mit dem was du unter Meditation verstehst. Wenn der Zustand von Meditation geschieht – ok. Wenn nicht, auch gut. Was immer du tust, genieße es. Mache dein Leben zu einem Fest, feiere diesen Moment. Genieße, was auch immer du gerade tust.
„Wenn der Zustand von Meditation ähnlich für dich ist wie ein Zustand ohne Meditation, dann ist dir Meditation geschehen. Mache Meditation nicht zu einer Disziplin, sondern eher zu einem Spiel, bei dem du Spaß hast. Genieße Meditation und kümmere dich nicht um ein Ergebnis.“
Osho – Zitat Auszug aus Book of Secrets

Meditations-Hindernis 11:
Gegen den Verstand und das Denken kämpfen

In Freundschaft mit dem Verstand sein

Meditation ist nicht gegen den Verstand, sondern geht darüber hinaus. Wenn sich die Freundschaft mit dem Verstand vertieft, dann wird dich nichts mehr stören. Kämpfe nicht mit dem Denken, es still werden zu lassen. Die erzwungene Stille wird dir vielleicht sogar einige Zeit gelingen, doch bald wird das Denken wieder zurückkehren. Schließlich benötigst du deinen Verstand im Alltag. Wenn du eine freundliche Beziehung zum Verstand aufbaust wird er zu einer Unterstützung für Meditation werden. Er ist der Boden aus dem die Rosen der Stille wachsen.

Kümmere dich um deinen Verstand, wie du dich um deinen Körper kümmerst. Halte ihn lebendig und sauber. Schmücke ihn mit Gedichten, mit Musik, mit Kunst oder großartiger Literatur. Fülle ihn mit den Größen dieser Kultur. Dann bekommt dein Denken eine eigene Schönheit. Das Denken ist eine Stufe, die zu höheren Gipfeln der Meditation führt: Du bekommst tiefe Einsichten in das Mysterium des Lebens und entdeckst neue Welten und Universen. Der Verstand ist kein Hindernis, du weißt ihn nur nicht richtig zu benutzen.

Meditations-Hindernis 12:
An einer Meditationstechnik festhalten

Wahrnehmen ist deine Natur

Die richtige Meditationstechnik kann viel bewirken, jedoch besteht die Gefahr, die Technik über das Wesentliche von Meditation zu setzen: aufmerksam wahrzunehmen was gerade ist. Der Verstand liebt Techniken, bei der er sich noch ein wenig verbessern kann, die nur noch ein wenig mehr Disziplin und Intensität fordern, dann wird endlich….

Das Natürlichste in uns ist die Fähigkeit wahrzunehmen. Beobachten ist solch eine reine Angelegenheit. Sie steht über dem Verstand, auf reines Beobachten hat der Verstand keinen Zugriff. Nutze Meditationstechniken solange sie dir helfen wacher und sensibler zu werden. Lasse Wachsamkeit in dir wachsen. Wenn du dann wütend bist, dann bemerkst du das. Genauso, wenn du glücklich bist. Benutze deine wache Aufmerksamkeit ständig und auf wissenschaftliche Weise, um mit ganzer Kraft jede Phase des Verstandes wahrzunehmen.

Die vorigen Noseletter zum gleichen Thema:

Hindernisse beim Meditieren 1. Teil
Hindernisse beim Meditieren 2. Teil

Hindernisse in der Meditation – verwandte Beiträge

Der Todfeind eines Meditierenden sind die Worte des Meisters
Meditation ist Nichtstun, Nichtstun ist schwierig
Ein bisschen verrückt sein!
Keine Angst vor Fehlern
Gier verhindert Meditation
Wahrheit ist für Individuen
Kopfweh und Meditation
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Die bisherigen Noseletter:

Was passiert, wenn man meditiert?

Hindernisse beim Meditieren 2. Teil
Hindernisse beim Meditieren 1. Teil
Anzeichen für „erfolgreiche“ Meditation
Meditationsgeflüster mit dem Hara
Paradoxien in der Meditation
Müdigkeit in der Meditation
Meditation ist nicht messbar
Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation
Meditation und Trauma
Disziplin: Lieben und dazulernen wollen
Drei Säulen der Meditation: entspannen, beobachten, nicht werten
99 Gründe für Meditation
Freundlichkeit zu sich selbst
Wechselspiel der Gehirnhälften
Kleinigkeiten aus einem einfachen Leben
Der Leere auf der Spur
Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
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Das Leben lieben
Versagen bringt Erkennen
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Wann soll man meditieren?
Die Hüllen fallen und man ist nackt und natürlich
Wie lange muss ich meditieren?
Eine Zuflucht, die in mir selbst ist
Müdigkeit wehrt Gefühle ab
Intelligenz des Herzens
Verschiedene Meditationstechniken
Man nimmt das Leben leicht
Über das spirituelle Ego
Alzheimer und Meditation
Put-Zen – innen wie außen
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Versteckte Wunden öffnen sich…
Das Wunder von CHI – Lebensenergie
Ungestört auf seinem Weg
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Meditation breitet sich in der Welt aus
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Das Herz in der Meditation
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Zehn Mythen – Das, was Meditation nicht ist
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Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken
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Können Meditationstechniken gefährlich sein?
Meditation gegen Grippe?
Die richtige Körperhaltung beim Meditieren
Mehr Achtsamkeit im Alltag durch Meditation
Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Paradoxien in der Meditation

Noseletter 72 – Was passiert, wenn man meditiert?

Ein Paradox, das ist, wenn ein Mensch einen Zustand erfährt und zur gleichen Zeit noch einen anderen. Ist das möglich? Kann man schlafen und dabei wach sein? Kann man entspannt sein und dabei total aktiv? Meditation ist die Kunst, Paradoxien zu erkennen und zu erforschen.

Unerklärliche Phänomene beim Meditieren

Paradox-meditation

Der Verstand sagt: „Nein, es gibt keine Paradoxien“ (auch wenn die Alltagserfahrung eine andere ist) – ein Ding kann nur eines sein und nicht zwei!“

Tja. Die Wahrheit ist, dass das ganze Leben aus Paradoxien besteht, eine Tatsache, die wir gerne vor unseren Augen verbergen. Durch Meditation erfährt der Meditierende am eigenen Leib, wie sehr die Wirklichkeit aus Paradoxien gewoben ist und die Dinge auf ganz unerklärliche, erklärliche Weise zusammenhängen.

Beispiele für Paradoxien,
die in der Meditation erfahren werden

Meditations-Koans:
Unlösbaren Fragen begegnen

Das bekannteste Beispiel für Paradoxien in der Meditation ist die Koan Meditation. Bei dieser Art Meditationstechnik begibt sich der Meditierende bewusst in ein Paradox. Vom Meister wird eine Frage gestellt, die nicht mit Worten zu beantworten ist: Eine unlösbare Aufgabe, die jedoch zu lösen ist – das ist das Paradox daran. Es liegt eine Antwort in jedem Paradox und diese gilt es zu finden.

In der Meditation bringt Versagen Erfolg

Meditieren ist eine paradoxe Sache: Durch Scheitern und Versagen geschieht Erkennen. Erfolgreich in der Meditation zu sein, bedeutet in gewissem Sinne mit all seinen Anstrengungen zu scheitern. Die völlige Aufgabe jeder Erwartung und Hoffnung öffnet die Augen. In der Hoffnungslosigkeit selbst geschieht Hingabe an die Wahrheit, an die Wirklichkeit, an das, was jetzt, in diesem Moment ist.

Nichts passiert in der Meditation
und gleichzeitig geschehen ganz unglaubliche Dinge

Es ist unerklärlich, doch machen diese Erfahrung alle Menschen, die meditieren. Sie tun nichts, sitzen einfach nur da, sind wach und aufmerksam, und beginnen plötzlich Zusammenhänge in ihrem Leben zu verstehen… Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation

Total aktiv meditieren und dabei völlig entspannt sein

In allen aktiven Meditationen ist diese Kunst zu erfahren: Der Körper wird total aktiviert und ist in großer Aufregung, während gleichzeitig innen alles ruhig und entspannt ist.

Nichts wissen und dabei alles wissen

Nicht nur Sokrates wusste, dass er nichts weiß, auch jeder meditierende Mensch entdeckt diese Wahrheit. Die andere Seite des Nicht-Wissens ist die Erfahrung eines tiefen, inneren Wissens, das sich auch auf Zusammenhänge in der Welt bezieht. Wer mehr darüber wissen will – meditieren!“

Schlafen und gleichzeitig wach sein

In der stillen Phase der aktiven OSHO Kundalini Meditation geschieht es oft: Ich höre mich schnarchen! Offensichtlich schlafe ich, sonst würde ich nicht schnarchen, und genauso offensichtlich bin ich wach, sonst würde ich mich nicht schnarchen hören…

Mit anderen sein und dabei völlig allein sein

Es ist beglückend, mit anderen Suchern zu meditieren. Die meditative Energie des einzelnen überträgt sich auf alle und erhöht die Gesamtenergie. Menschen mit Totalität stecken sich gegenseitig an. Gleichzeitig ist der Meditierende völlig alleine in der Meditation. Es besteht das innere Wissen, in sich im Alleinsein zuhause zu sein, gleichgültig, ob jemand in der Umgebung mit meditiert oder nicht. Das Glück des Alleinseins

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Die Wissenschaft entdeckt eine Welt der Paradoxien

Viel Spaß beim Meditieren
und Paradoxien entdecken

Samarpan

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Müdigkeit in der Meditation

Noseletter 71 – Was passiert, wenn man meditiert?

Selten ist Schlaf so tief und wohltuend wie während einer Meditation – ein ‘Meditationsnickerchen’ kann wirklich sehr erfrischend sein. Dennoch bedeutet Meditation wach zu sein und zu bleiben und dafür hier ein paar Tipps, wie sich Müdigkeit überwinden lässt.

Praktische Tipps gegen Müdigkeit in der Meditation

Muede-meditation

Der Kopf sinkt auf die Brust und schnarch! die Müdigkeit hat den Meditierenden überwältigt. Die gute Absicht, diesesmal wirklich wach bleiben zu wollen, nützt nichts, die Müdigkeit fühlt sich unwiderstehlich und hypnotisch an.

Manchmal ist Müdigkeit in der Meditation eine Abwehr etwas Neues zuzulassen oder unangenehme, alte Gefühle wahrzunehmen (siehe Noseletter Müdigkeit wehrt Gefühle ab). Oft beruht Müdigkeit beim Meditieren aber einfach auf dem ganz normalen Wahnsinn des Alltags, dessen Stress die Kräfte aufzehrt. Wenn dann einmal Ruhe geboten wird, dann will sich der Körper erholen und schlafen – was sonst?!

Vielleicht brauchst du wirklich Schlaf! Mit einem übermüdeten Körper ist es schwierig zu meditieren. Also erst mal eine Mütze Schlaf holen. Wenn man dann immer noch in der Meditation müde ist, dann helfen vielleicht die folgenden Tipps.

Tipps gegen Müdigkeit in der Meditation

Den Körper aufwecken

Bewegung vor einer stillen Meditation
Tanzen, sich schütteln, jogging, hüpfen, spazieren gehen, Gymnastik, Dehnungsübungen, Yoga, die Fünf >> Tibeter << ®… Jede Aktivität, die den Körper warm und lebendig macht, hilft gegen Müdigkeit.

Vor der Meditation atmen!
Ein paar Minuten heftig tief ein- und ausatmen, dabei den ganzen Körper mitgehen lassen

Singen, summen, Gibberish und Töne machen
Aktivierung der eigenen Körperenergie und Wachheit über die Stimme

Körpermassage, Grimassen schneiden und Kopfhaut massieren
Nur nicht starr werden, Starre fördert Müdigkeit. Zuerst eine Massage, dann Meditieren, das ist ein wohltuender Verlauf. Nicht nur im Nacken und den Schultern, auch in den unbeweglichen Gesichtsmuskeln und am Kopf hält sich Müdigkeit gerne fest…

Tee trinken und Obst essen
Vor der Meditation eine nahrhafte Kleinigkeit essen und trinken: z. B. Obst essen und Tee trinken. Nicht zuviel zu sich nehmen und nur leicht verdauliche Nahrung, sonst hat es den gegenteiligen Effekt

Kurz-Nickerchen
Ein kurzes Schläfchen machen, etwa 10 Minuten lang, Wecker stellen und sich dann erfrischt der Stille hingeben

Aktive Meditationstechniken ausprobieren!
Mit aktiven Meditationen verfliegt Müdigkeit von selbst, die Meditationen sind unter anderem erschaffen worden, Müdigkeit und Erschöpfung in Energie zu verwandeln

Veränderung der Sitzposition
Während einer stillen Meditation die Sitzposition leicht verändern, sich leise und sanft bewegen oder strecken. Nicht zu bequem sitzen, doch auch nicht unbequem, das Mittelmaß macht’s.

Ein ästhetischer, frischer Raum

Frische Luft
Das Raumklima lieber ein wenig zu kühl halten als zu warm, eine Decke bereithalten

Klarheit und Ästhetik
Ein klarer, ästhetischer und leerer Raum unterstützt Wachheit

Wohlgeruch im Raum
In manchen Traditionen werden im Meditationszimmer Gerüche verbreitet, in Indien und Japan benutzt man Räucherstäbchen, in arabischen Ländern spezielle ätherische Öle. Wohlgeruch hält wach. (Kein Parfum verwenden, das benebelt)

Töne zum Wachbleiben
Manchmal werden Gongs und Zimbeln geschlagen, um die Meditierenden wach zu halten.

Gemeinsam meditieren

Es ist leichter, gemeinsam zu meditieren als alleine. Neben jemandem zu sitzen, der ein wenig wacher als man selbst ist, kann die eigene Müdigkeit verfliegen lassen. Wachheit ist ansteckend, das gilt besonders für die aktiven Meditationen.

Den Kopf beschäftigen

Einem Meister zuhören
Wenn ein Meister Vorträge hält oder Fragen von Schülern beantwortet, dann beschäftigt sich der Verstand des Schülers wachsam mit den Worten des Meisters. Die Abend Meditation integriert zusätzlich noch Bewegung, so dass es dem Meditierenden relativ leicht fällt, wach zu bleiben.

… und schließlich…

Müdigkeit erforschen

Nicht selten ist Müdigkeit in der Meditation ein Abwehrmechanismus, auch ‘Widerstand’ genannt. Müdigkeit kann mit Erfahrungen aus der Kindheit zusammenhängen und es kann interessant sein, zu erforschen, wann genau die Müdigkeit auftritt. Vielleicht sind es bestimmte Sätze, die gedacht werden oder vom Meister gehört werden, die den Meditierenden ins ‘Müdigkeits-Koma’ versetzen. Wer wird in dieser Situation müde? Wo genau steckt die Müdigkeit im Körper? Vielleicht existiert neben der Müdigkeit auch noch etwas Waches?

Ihr werdet sicher eure eigenen Wege finden, Müdigkeit und die Muster drum herum zu erforschen.

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Begegnung mit Zen Meister Joshu

Viel Spaß beim Meditieren
und Wachbleiben

Samarpan

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Der Leere auf der Spur
Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Das Gehirn funktioniert besser
Das Leben lieben
Versagen bringt Erkennen
Seine eigenen Erkenntnisse bemuttern
Forschergeist
Heilung
Meine Lieblings-Noseletter des letzten Jahres
Leben in Unsicherheit
Wann soll man meditieren?
Die Hüllen fallen und man ist nackt und natürlich
Wie lange muss ich meditieren?
Eine Zuflucht, die in mir selbst ist
Müdigkeit wehrt Gefühle ab
Intelligenz des Herzens
Verschiedene Meditationstechniken
Man nimmt das Leben leicht
Über das spirituelle Ego
Alzheimer und Meditation
Put-Zen – innen wie außen
I Celebrate Myself
Versteckte Wunden öffnen sich…
Das Wunder von CHI – Lebensenergie
Ungestört auf seinem Weg
Meditation macht reich
Meditation macht sexuell
Meditation ist kein Trostpflästerchen
Das Glück des Alleinseins
Meditation breitet sich in der Welt aus
Vom Sex zur Liebe zum Mitgefühl
Widerstand!
Mit Totalität fühlen
Spiritueller Kitsch und das leere Herz
Intelligente Entscheidungen
Ein Sinn für Schönheit
Meditierende leiden weniger
Das Wunder der Hingabe
Man lernt zu sterben
Wunschlos glücklich
Konzentration ist keine Meditation
Vollmond und Meditation
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Wie die Gehirnwellen eines Kleinkindes
Das Herz in der Meditation
Die Antwort ist Nichts!
Zehn Mythen – Das, was Meditation nicht ist
Jogging oder Dynamische Meditation?
Weniger Dramen im Leben
Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken
Das „Gute Auge“ der Meditation
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Meditation ist nicht messbar

Noseletter 70 – Was passiert, wenn man meditiert?

Wenn man einen Apfel analysiert,
kann man dann erkennen,
wie der Apfelbaum, von dem er stammt, aussieht?
Wie seine Blüten riechen?

Meditation-messen

Die gegenwärtigen Anstrengungen der Wissenschaft, zu analysieren was Meditation ist, sind meiner Meinung nach ziemlich absurd. Sie analysieren die Materie, den Körper, die Gehirnfrequenzen und was man sonst noch so an Stofflichkeit bei einem Meditierenden messen kann. Genauestens wird ein Apfel untersucht, der Apfelbaum jedoch, der den Apfel hervorgebracht hat, und das Licht, das ihn nährte, die können durch eine ‘Apfelanalyse’ nicht erfahren werden.

Wenn wir bei dem Bild bleiben, dann wäre Meditation das Licht, das den Baum nährte, der wuchs, erblühte und Früchte trug. Wie soll man über die Analyse eines Apfels die individuellen Eigenschaften des dazugehörigen Baumes, seine Lebensumstände und Konstitution erfahren? Wie soll die Analyse der Gehirnfrequenz eines Menschen während eines bestimmten Moments darüber berichten können, was der Ursprung seines Seins ist?

Der Apfel hat es in sich…

Meditation ist nicht zu analysieren, Meditation ist nur selbst zu erfahren. Der Apfel kennt den Baum, der ihn genährt hat, er war Blüte, er hat die Jahreszeiten mit ihm erlebt und sich mit ihm gewandelt. Er ist ein Teil des Baumes und des Lichts, das ihn nährte. So kann sich ein Apfel der Eigenschaft von Meditation annähern, nicht jedoch ein Wissenschaftler…:))

Wie wirkt Meditation auf das Gehirn?
und andere unbedeutende Fragen…

Welchen Einfluss Meditation auf das Gehirn und den Körper hat, ist natürlich grundsätzlich interessant, genauso interessant, wie zu wissen, woraus sich ein Apfel zusammensetzt. Doch muss man nicht glauben, dadurch ein Verständnis für Meditation gewonnen zu haben.

Aktueller Artikel:
Mystik als angewandte Neurowissenschaft?

„Am Bender Institute of Neuroimaging (Bion) der Universität Gießen erforscht Ott, was während der Meditation im Gehirn passiert. Warum hilft Versenkung bei Angst, Stress oder Schmerzen? Welche Gehirnregionen werden bei mystischen Erfahrungen aktiviert? Kann man solche Bewusstseinsveränderungen überhaupt wissenschaftlich untersuchen?

Ja, behauptet Ott: Mystik sei angewandte Neurowissenschaft, ihre Theorien seien bislang nur nicht sauber aufgeschrieben worden. Die Vorgehensweisen von Yogis, Derwischen oder Einsiedlermönchen seien mit jenen westlicher Wissenschaftler durchaus verwandt. Für beide gelte das Prinzip: „Hypothese, Methode, Ergebnisse“, denn Mystik basiere nicht auf Glauben, sondern auf Erfahrung.“
Meditationsforscher: Achtsamkeit verändert das Gehirn, Stern.de vom 5.5.2009

Komisch, doch ich habe noch nie während meiner Meditation an ‘Hypothese, Methode und Ergebnisse’ gedacht. Du? Naja, ich bin ja auch weder Yogi, noch Derwisch, noch Einsiedlermönch…

Meditation ist jenseits von Gesetzen

Meditation ist…

• … jenseits von Gedanken,
seien sie noch so wissenschaftlich und interessant

• … jenseits von Gesetzen
Meditation ist völlig individuell, vielfältig und unberechenbar; bei dem einen wird sie zu Liebe, bei dem anderen zu Freiheit, und wieder einem anderen zu unspektakulärer Gewöhnlichkeit…

• … ohne Hypothesen
Hypothesen sind Teil eines Ziels – der Erforschung und Konzeptionierung einer unbekannten Größe. Meditation kann nicht zielbewusst erforscht werden, je mehr Meditation erkundet wird, umso unbekannter wird diese Größe. Einstein hatte ähnliches mit der Erforschung des Universums erfahren… Im Falle von Meditation bringen Hypothesen den Forscher nur einen kleinen Schritt weiter – im Hamsterrad.

• … ohne Methode
Da Meditation alles ist und alles durchdringt gibt es keine Methode, sie zu erforschen und zu erfassen. Meditationsmethoden werden lediglich zur Einstimmung benutzt, den Schritt ins Unbekannte zuzulassen, können jedoch Meditation nicht selbst bewirken. Die hängt vom Meditierenden ab.

• … ohne Suche nach Ergebnissen
Die Suche selbst ist das Hindernis, es gibt keine Ergebnisse, die zu erreichen wären.

„Ein Pfund Freiheit, bitte!“

Meditation ist so etwas wie Freiheit, Liebe, Schönheit, Wahrheit… alles Dinge, die nicht messbar sind. Wer diese Dinge erfassen möchte, der braucht nicht etwa die Gehirnströme seines Kopfes zu analysieren, es genügt, sich zu entspannen und die Persönlichkeit hinzugeben, mal sehen, was dann passiert…

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Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation

Noseletter 69 – Was passiert, wenn man meditiert?

Aufmerksam zu sein und wach,
den Körper, die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen
und sich selbst bewusst zu werden…
das steht im Zentrum einer jeden Meditationspraxis.
Warum?

Über die Magie,

sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken

Aufmerksamkeit

„Zwiebeln zu schneiden ist mit einem scharfen Messer soviel einfacher“, berichtet mein Sitzungspartner über seine Küchen-Arbeits-Meditation. Wir sitzen uns aufrecht gegenüber, es ist der dritte Tag des 7-tägigen Satori Meditationsprozesses. Ich blicke ihm aufmerksam in die Augen und bin gespannt, was er noch sagen wird. Sein Koan (eine mit dem Verstand unlösbare Aufgabe) lautet: „Was ist Bewusstsein?“, eine knifflige Frage, wie ich finde.

Was hat Bewusstsein mit Zwiebelschneiden zu tun?
Er spricht von innen heraus: „Mit Bewusstsein verhält es sich ähnlich, ein scharfes Instrument ist nötig, um es wahrzunehmen. Ich frage mich, wie ich meine Intelligenz schärfen kann, um dem näher zu kommen, was Bewusstsein ist…“

Die Grundlage der Meditation:
Wachsame, freundliche Aufmerksamkeit für sich selbst

Es gibt viele Meditationstechniken, die die Intelligenz schärfen und tiefer in die Zusammenhänge des Lebens blicken lassen, der Satori Prozess ist nur eine davon. So verschieden die Meditationsmethoden auch sein mögen, so haben sie doch eines gemeinsam: Aufmerksamkeit für sich selbst!

Aufmerksamkeit birgt ganz unglaubliche Kräfte in sich. Sie kann Berge versetzen und das ist ganz und gar nicht im übertragenen Sinne gemeint. Die Erforschung des Mondes zum Beispiel, basiert auf Menschen, die ihre hundertprozentige Aufmerksamkeit auf den Mond richteten. Das Unvorstellbare wurde eines Tages real, als der erste Mensch auf dem vorher utopisch weit entfernten Planeten spazierenging.

Aufmerksamkeit enthüllt das individuelle, natürliche Selbst

Ähnlich weltbewegende Ereignisse geschehen, wenn sich die Aufmerksamkeit nach innen, zu sich selbst, richtet. Wie ein scharfes Messer schneidet sie durch gewohnte Dumpfheit oder „Ich-weiß-schon-alles-Mentalität“. Nach und nach enthüllt sich dem aufmerksamen, meditativen Zuschauer der so lang gesuchte Kern: sein ureigenes, natürliches und völlig individuelles Selbst.

In diesem Satori Retreat suche ich nach Antworten auf die Fragen „Was ist Leben?“ und „Was ist Liebe?“. Anstatt die Antwort außerhalb von mir zu suchen, suche ich diesesmal in mir. Ich gebe mir hundertprozentige Aufmerksamkeit. Bald enthüllen sich viele, zutiefst befriedigende Einsichten. Die Weisheit, die durch mich hindurchfließt, bekommt den ganzen Raum an Aufmerksamkeit und beginnt sich zu entfalten.

Ein paar Tage nach der Gruppe sind nur Fetzen des Geschehens in der bewussten Erinnerung – die Momente von Weisheit und das Gefühl unbegrenzt zu sein, arbeiten weiter im Unterbewusstsein. Nach der Erfahrung mit früheren Meditationsprozessen wird es noch einige Zeit brauchen, bis sie sich auf natürliche Weise im Alltag ausdrücken werden. Die Magie der Aufmerksamkeit für mich selbst jedoch lebt präsent in jedem Moment, jetzt…

Links zum Thema Aufmerksamkeit und Meditation

Über Mönche, die ihre Aufmerksamkeit bewusst lenken

Über die bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit

Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Das Mysterium des Wahrnehmens

Wahrnehmen verändert jede Situation

Wahrnehmen lernen

Viel Spaß beim Meditieren
und Sich-selbst-Aufmerksamkeit-schenken

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Meditation und Trauma

Noseletter 68 – Was passiert, wenn man meditiert?

Wir sitzen unbeweglich, wir, die wir meditieren… Wir sehen entspannt und ruhig aus und doch werden die meisten von uns nicht etwa meditieren, sondern ‘disoziieren’, was bedeutet, sich von diesem Moment abzuspalten, zu träumen.

Menschen mit großen und kleinen Traumata haben gelernt, die alten Wunden zu vermeiden. Im Alltag wie beim Meditieren. So kommt es in der Meditation oft zu großartigen Erfahrungen, die vor allem eines ermöglichen:
Weit weg von diesem schmerzlichen Körper-Denk-System zu sein.

Träumen in der Meditation

Dissoziieren-meditation

„Ich war ein misshandeltes Kind. Immer wieder kam mein Vater im Dunkel der Nacht, wenn Frieden herrschen sollte, und vergewaltigte mich. Am Tage, wenn die Dunkelheit sich versteckte, waren meine Eltern wieder und wieder grausam zu mir. Mein nächtliches Trauma war tagsüber völlig vergessen, so wie der Tag nachts vergessen war. Und doch schien das Leben ein Geheimnis zu bewahren…

Ich praktizierte Mantra-Meditation, Atemübungen und Hatha Yoga, und mein Leben entwickelte sich weiter: Ich lehrte Meditation und dachte über den Sinn des Lebens nach. Mein Leben war reich und erfüllt.

Überraschende Entdeckung: abgespaltete Gefühle

Nach ungefähr 20 Jahren gelangte ich völlig unerwartet zu einer neuen Sichtweise. Ein spiritueller Mentor schlug mir vor, an ungelösten Fragen aus der Kindheit zu arbeiten. Nein! Die Kindheit war Vergangenheit. Meine bewussten Erinnerungen an längst vergangene Grausamkeiten hatte ich ins Land des Vergebens verbannt. Was unbewusst war, blieb unbewusst. Alles schien in Ordnung zu sein. Doch ich vertraute meinem Mentor, absolvierte zwei lange Sitzungen mit einem Therapeuten und bewältigte ein monumentales Stück Arbeit. Ich entdeckte, dass meine bewussten Erinnerungen gepaart waren mit bislang unentdeckten Gefühlen von Angst, Schmerz, Sorge und Ärger.

Der Weg aus dem Trauma:
Beobachtung von Körperempfindungen

Ich hörte auf meine innere Führung und betrachtete meine eigene Dissoziation in und außerhalb der Meditation. Ich achtete auf meinen Körper, auf subtile körperliche Impulse, auf aufkommende Empfindungen. Sowie ich meine Erinnerungen hervorholte, verstärkte sich meine spirituelle Klarheit. Ich konnte die Wahrheit erkennen, Unwahrheit und Täuschung wurden transparenter. Ich wurde immer glücklicher und begann, das lebenfördernde und das lebenzerstörende Potenzial dissoziativer Prozesse zu verstehen. Manchmal müssen wir uns in Teile zerlegen, um ein Ganzes zu werden.

Abspaltung vom Körper-Denk-System ist nicht Meditation

Durch ausführliche Interviews für meine Dissertation entdeckte ich, dass acht der Befragten, die über transzendentale Zustände berichteten, eigentlich die Erfahrung der Dissoziation gemacht hatten. Sie beschrieben eine Dimension lebhafter, kreativer intelligenter Impulse und berichteten, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zur Ewigkeit verschmolzen, als ihr Body-Mind-Bewusstsein schwächer wurde.

Eine meiner Vorahnungen wurde bestätigt. Mein „Rückzug“ erfolgte nicht innerhalb des Body-Minds, ich hatte vom Body-Mind in die transzendentale Stille dissoziiert. Da ich dort blieb, vermied ich meine Erinnerungen – mental und zellulär. Dennoch beeinflussten sie mein Leben…“

Linda W. Edge, eine amerikanische Psychologin über Dissoziation und Meditation

Der Unterschied zwischen
sich abzuspalten und meditieren

Was ist Dissoziation?

„Dissoziation ist eine natürliche, biologisch (neurophysiologisch) angelegte Fähigkeit der Psyche, durch die bestimmte eigene Gefühle, Empfindungen, Erinnerungen, Handlungen oder Gedanken dem Bewusstsein unzugänglich bleiben: sie werden abgespalten.“

Die Trauma Beratung Leipzig bietet einen ausgezeichneten Bericht über Dissoziation

Sich abzupalten in der Meditation kann bedeuten:

• nicht „richtig da sein“
• nicht „im Körper sein“
• Gefühl des Unwirklichseins
• das Gefühl, neben sich zu stehen
• das Gefühl, verrückt zu werden bzw. zu sein…

und andere…

Mehr über Dissoziation auf www.blumenwiesen.org

Wenn jemand, der meditiert, traumatisch vorbelastet ist, wird es ihm geschehen, dass Meditation die traumatischen Erinnerungen wieder hervorholt. Es ist daher wichtig, sich vor dem Meditieren zu überprüfen, ob die Bereitschaft besteht, alleine mit unverarbeiteten Wunden umzugehen. Falls nicht, ist es ratsamer, sich in therapeutische Hände zu begeben.

Im Osten gibt es keine Therapie. Meditation wird als das Allheilmittel für alle psychischen Leiden gesehen. Im richtigen Umfeld, in der Gegenwart eines Meisters, ist es möglich, Traumata aufzulösen. Alleine jedoch, für sich auf seiner Meditationsmatte, ist es ungleich schwieriger, ja unmöglich, sich den Traumata zu stellen.

Was also ist Meditation?

Meditation hat nichts damit zu tun, den Körper zu verlassen, in einen anderen Raum zu gehen oder sich von oben aus zuzuschauen. Meditation bedeutet, wach und aufmerksam sich seines Körpers bewusst zu sein und wahrzunehmen, was immer JETZT geschieht. Der Weg geht nicht aus dem Körper hinaus, sondern in den Körper herein.

Tricks, HIER zu bleiben

Manche Religionen haben kleine Tricks benutzt, mit deren Hilfe sie die Meditierenden darin unterstützen können, im Körperbewusstsein zu bleiben. In Tibet wird in einem Höllenlärm von Glocken und Zimbeln meditiert, es ist schon fast unmöglich, sich abzuspalten und in eine Traumwelt wegzulaufen. (Beispiel einer tibetischen Mantra-Meditation) Bei den Sufis wurde ein spezielles, stark riechendes Parfum des Meisters verströmt und in Indien zündet man duftende Räucherstäbchen an, die das Bewusstsein im Moment halten sollen.

Die aktiven Meditationen von Osho haben den Vorteil, dass zunächst bewusster Raum für Wunden geschaffen wird und dann der Meditierende im weiteren Verlauf zu Integration, Zentrierung, Akzeptanz und Freude über sich selbst geführt wird. Voraussetzung ist auch hier, dass der Meditierende psychisch stabil genug ist, sich dem Prozess auszusetzen – sonst lieber erst eine Therapie machen.

Hinweis für Perfektionisten

Dissoziation ist normal beim Meditieren. Da wir die meiste Zeit unseres Lebens damit beschäftigt sind, Unangenehmes zu vermeiden, es kontrollieren und unterdrücken zu wollen, ist es ganz natürlich, dass wir uns genauso in der Meditation verhalten. Kein Grund, sich schuldig oder schlecht zu fühlen!

Viel Spaß beim Meditieren (und Träumen)

Samarpan
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Das Wunder von CHI – Lebensenergie
Ungestört auf seinem Weg
Meditation macht reich
Meditation macht sexuell
Meditation ist kein Trostpflästerchen
Das Glück des Alleinseins
Meditation breitet sich in der Welt aus
Vom Sex zur Liebe zum Mitgefühl
Widerstand!
Mit Totalität fühlen
Spiritueller Kitsch und das leere Herz
Intelligente Entscheidungen
Ein Sinn für Schönheit
Meditierende leiden weniger
Das Wunder der Hingabe
Man lernt zu sterben
Wunschlos glücklich
Konzentration ist keine Meditation
Vollmond und Meditation
Geduld! Abwarten und Tee trinken
Wie die Gehirnwellen eines Kleinkindes
Das Herz in der Meditation
Die Antwort ist Nichts!
Zehn Mythen – Das, was Meditation nicht ist
Jogging oder Dynamische Meditation?
Weniger Dramen im Leben
Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken
Das „Gute Auge“ der Meditation
Von Nonnen und deren Schläfenlappen
Liebe und Hingabe erhöhen Bewusstheit
Besser Tennis Spielen durch Meditation
Gesundheit durch Achtsamkeit
Können Meditationstechniken gefährlich sein?
Meditation gegen Grippe?
Die richtige Körperhaltung beim Meditieren
Mehr Achtsamkeit im Alltag durch Meditation
Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Mehr über Meditation im MediMedia Shop

MediMedia – Meditation in den Medien
Bücher, (Meditations-)Musik, Filme

Disziplin: Lieben und dazulernen wollen

Noseletter 67: Was passiert, wenn man meditiert?

„Jetzt muss ich aber wirklich mal wieder meditieren!“ Kennst du diesen Gedanken? Gleich dahinter kommt dann der Satz: „Warum bringe ich nur nicht die Disziplin auf, regelmäßig zu meditieren?“

Meditation ist Entspannung. Sich eine „Disziplin“ aufzuerlegen, meditieren zu müssen, das passt nicht mit Entspannung zusammen. Disziplin beim Meditieren ist eher Liebe als Zwang.

5 Tipps für Disziplin beim Meditieren

Disziplin-meditation

Es ist ein normaler Mechanismus unseres Körper-Denk-Systems, dass alles, was uns wirklich wertvoll ist, erst einmal aus unserem Bewusstsein weggedrängt wird. (Siehe den Noseletter „Widerstand!“).

Es ist relativ unwahrscheinlich, dass man eines Tages aufwacht und von diesem Tag an regelmäßig meditieren wird. Sich das Meditieren vorzunehmen, hilft auch nichts, das ist so, als ob man den Bock zum Gärtner macht. Dann nimmt sich das Denken vor, nicht mehr denken zu wollen, zu meditieren, und da gibt es doch immer 100 andere wichtigere Dinge vorher zu erledigen…

5 Tipps für mehr Disziplin
(d.h. Meditation lernen zu wollen)

Im Folgenden fünf Tipps,
wie die Dickköpfigkeit des Verstandes ausgetrickst werden kann:

1. Im Leben der Liebe folgen

Das Hauptproblem, wenn wir nicht meditieren, liegt daran, dass wir unser Leben in Gedanken verbringen. Die vielen Konditionierungen, was noch alles gemacht und getan werden muss, rauben die Zeit und den Raum, die für Meditation geschaffen werden müssen.

Das Herz ist stärker als alle Gedanken. Wenn schon kein Raum für Meditation bleibt, für das Herz Raum zu schaffen, fällt meist leichter. Zum Beispiel Zeit mit Menschen zu verbringen, die man liebt. Dinge zu unternehmen, die das Herz berühren. Sachen zu kaufen, die wirklich gemocht werden. Musik zu hören, die das Herz erfüllt.

Ein sanftes Herz verliebt sich schnell in Meditation. Ein offenes Herz liebt es, still zu sein, sich selbst und das was drumherum ist zu lieben. Meditation wird gerne gemacht, wenn das Herz genährt ist.

2. Ständig über Meditation lesen

Der Verstand, der sich so unbewusst widerspenstig gegen Meditation wehrt, braucht ein wenig Unterstützung, damit Raum fürs Meditieren geschaffen werden kann. Es ist zu empfehlen, ihn konstant mit Information über Meditation zu füttern.

Anstatt die Zeitung zu lesen, vielleicht statt dessen ein paar Worte über Meditation? Auf YouTube.com gibt es unzählige interessante Videoclips über Meditation. Zum Beispiel eine Animation über den Kampf mit den Gedanken. Alle möglichen Meister kommen auf YouTube.com zu Wort und erklären dem Verstand, warum es auch für ihn gut wäre, Meditation zu unterstützen.

Nicht nur das Herz, auch der Verstand braucht Nahrung, um sich sicher zu fühlen. Die heutige Medienlandschaft bietet unzählige Bücher, Zeitschriften, Studien im Internet, Hörbücher, Radio und TV Berichte über die Segnungen von Meditation. Nicht zuletzt sei noch FindYourNose.com und die täglich neuen Beiträge erwähnt, die immer neue Aspekte von Meditation beleuchten.

Hier ein interessanter Artikel von Tulku Thondup, wie man am besten Widerständen gegen Meditation begegnet.

3. An Meditationskursen teilnehmen, Erfahrungen sammeln

Die Intelligenz unserer Zellen merkt sich, wenn etwas dem gesamten System gut getan hat, wie zum Beispiel die Stille während einer Meditationstechnik. Was gut tut wird unbewusst vom Körper unterstützt (wenn wir ihn denn lassen).

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich eine tiefgehende Erfahrung von Meditation zu verschaffen. Am Wochenende einen Meditationskurs mitzumachen, ist eine gute Möglichkeit, dem Körper eine tiefgehende Meditations-Erfahrung zu vermitteln, oder eine frühere Erfahrung wieder aufzufrischen.
Wo werden Meditationskurse angeboten?
Über Pfingsten läuft ein für Herz, Verstand und Körper wirkender Meditationskurs, den ich selbst leite. In den meisten Osho Zentren finden regelmäßig Meditationskurse statt: Wo meditieren? Dann gibt es viele Yoga und Meditation Seminare, MBSR, Buddhistische Meditationskurse, Zen Kurse… Meditation ist in aller Munde!

4. Spezielle Meditationstechniken ausprobieren

Es gibt spezielle Meditationstechniken, die genau darauf ansetzen, die Freude an Meditation zu erhöhen. Das ist, was ich Disziplin nenne. Siehe auch einen älteren Artikel dazu: Disziplin bedeutet, dazu lernen zu wollen

Die Kunst ist, ins Unterbewusstsein einzudringen und dort die gute Nachricht der Meditation zu hinterlassen. Die buddhistische Tradition hat hierzu eine Technik erschaffen: Anapan Sati Yog – Einen Entschluss tief ins Unterbewusstsein bringen.
Aktive Meditationstechniken haben Elemente in sich, bei denen sich Endorphine ausschütten. Zusätzlich hilft der starke Reinigungsprozess einer aktiven Meditation, die Lust am Leben (und damit am Meditieren) wieder zu gewinnen.
Beispiele für aktive Meditationen, die man gut alleine zu Hause machen kann:

Die OSHO Kundalini Meditation
OSHO Nataraj Meditation
OSHO Nadabrahma Meditation
Die Gibberish Meditation – Fitness fürs Gehirn

5. Verbündete suchen

„Komm’, lass uns zusammen 21 Tage Dynamische Meditation machen!“
Zusammen macht es manchmal Spaß, mit ausgefallenen Techniken zu experimentieren, Dinge im Alltag auszuprobieren und neue Meditationsabenteuer einzugehen. Finde Gleichgesinnte, die auch zu Experimenten bereit sind.

Du kannst davon ausgehen, dass ganz in deiner Nähe Menschen wohnen, die sich für Meditation interessieren. Vielleicht sind sie übers Internet oder über Bekannte und Freunde zu finden, die wieder jemanden anders kennen. Und falls nicht, genügt es vielleicht auch, sich über die Ferne zu verabreden. Ich habe viele Meditationsfreunde über der ganzen Welt verstreut, mit denen ich es genieße, mich ab und zu über Erfahrungen und neueste Erkenntnisse auszutauschen.

Finde am besten selbst heraus, was genau es in dir und deinem Leben ist, das verhindert, Raum für Meditation zu schaffen und experimentiere mit Lösungen.

Viel Spaß beim Dazulernen und Meditieren

Samarpan

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Die bisherigen Noseletter
Was passiert, wenn man meditiert?

Drei Säulen der Meditation: entspannen, beobachten, nicht werten
99 Gründe für Meditation
Freundlichkeit zu sich selbst
Wechselspiel der Gehirnhälften
Kleinigkeiten aus einem einfachen Leben
Der Leere auf der Spur
Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Das Gehirn funktioniert besser
Das Leben lieben
Versagen bringt Erkennen
Seine eigenen Erkenntnisse bemuttern
Forschergeist
Heilung
Meine Lieblings-Noseletter des letzten Jahres
Leben in Unsicherheit
Wann soll man meditieren?
Die Hüllen fallen und man ist nackt und natürlich
Wie lange muss ich meditieren?
Eine Zuflucht, die in mir selbst ist
Müdigkeit wehrt Gefühle ab
Intelligenz des Herzens
Verschiedene Meditationstechniken
Man nimmt das Leben leicht
Über das spirituelle Ego
Alzheimer und Meditation
Put-Zen – innen wie außen
I Celebrate Myself
Versteckte Wunden öffnen sich…
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Drei Säulen der Meditation: Entspannen, beobachten, nicht werten

Entspannen – beobachten – nicht-werten,
die drei Säulen der Meditation, bergen unendliche Schätze für unendliche Tiefen, die in jeder einzelnen Zelle des Körpers erfahren werden können.

Meditation ist viel mehr als ein bisschen Entspannung,
ein bisschen Beobachten und dabei niemanden zu verurteilen…

Noseletter 66 – Was passiert, wenn man meditiert?

Tiefes Vertrauen, kristallklare Wahrnehmung
und universelle Offenheit

Meditation-nicht-urteilen

Die drei Grundprinzipien der Meditation

‘Entspannen’
‘Beobachten’
‘Nicht-Werten’

sind eigentlich das gleiche. In der Tiefe sind sie Ausdruck des selben Zustandes – Meditation. Drei, miteinander verbundene Fingerzeige, die in die gleiche Richtung gehen – nach innen.

Sie unterstützen sich gegenseitig:
Entspannen, Beobachten, Nicht-Werten

• Nichts und niemanden zu bewerten schafft Entspannung

• Beobachten geschieht durch Entspannung von Körper und Gedanken

• Waches Wahrnehmen ist möglich, wenn nicht gewertet wird

• Entspannung macht es einfach, nicht zu werten…

Entspannen, beobachten und nicht-werten können nicht wirklich voneinander getrennt werden. Sie hängen voneinander ab, sie sind interdependent. Sie sind aus dem gleichen Stoff gemacht: Meditation, Tao, Nirvana, Dhamma, Bewusstsein, dem Urgrund des Seins… Dorthin geht die Reise.

Die Kunst, sich nichts vorzumachen

Entspannt und aufmerksam eine Tasse Tee zu trinken, ist zwar eine feine Sache, doch mit Meditation hat das noch nicht viel zu tun.

Bis in die kleinste Zelle entspannen

In den Medien wird über Meditation berichtet, sie würde gut entspannen und bei Stress helfen. Ein paar kleine Atemübungen und Yoga Positionen, eine geführte Entspannung und schon befindet man sich in Meditation!? Weit gefehlt. Meditation ist der Zustand einer solch tiefen Entspannung, wie wir sie uns nicht einmal vorstellen könnnen. Diese Entspannung befindet sich in jeder Zelle des Körpers, des Gehirns und des emotionalen Körpers. Tiefes Loslassen und Vertrauen, völlige Hingabe an das Leben – das ist Entspannung.

Kristallklare Wahrnehmung

Mit einem zutiefst entspannten Körper und Geist, ist es möglich, die Wirklichkeit kristallklar wahrzunehmen. Wir denken meist, dass wir wissen, was beobachten und wahrnehmen ist. Weit gefehlt. Viele Menschen auf dem Weg meinen, sie würden sich selbst meditativ beobachten, doch in Wahrheit beobachtet der Verstand: ‘Ich’ beobachte ‘mich’. Das Ego beobachtet sich selbst und das hat nichts mit Meditation zu tun. Im meditativen Beobachten gibt es kein ‘Ich’, da ist lediglich Beobachten.

Nicht einmal Werten bewerten…

Sich zu bemühen, niemanden und nichts zu bewerten, ist ein guter Anfang, doch auch das hat nicht viel mit dem Zustand der Meditation zu tun. Nicht-Werten ist der Zustand tiefster Entspannung, universeller Offenheit und Stille, die alles umfassen, sogar das Werten. Zum Beispiel ist es möglich, einen Fehler als solchen zu werten und trotzdem in dem Zustand von Nicht-Werten sein….

Paradox? Ja. Meditation ist paradox. Und dann auch wieder nicht, für den, der aus Erfahrung spricht.

Der Weg zu Meditation:
Meditationstechniken und Spontaneität

Entspannung – Beobachten – Nicht-Werten, diese Zustände sind nicht herbei zu organisieren. Schließlich geht es bei allen dreien darum, Kontrolle loszulassen, das ‘Ich-Gefühl’ (Ego) auf die Seite zu stellen und sich dem Moment hinzugeben. Organisiert, wer anders als das ‘Ich’ würde versuchen, sich zu entspannen, zu beobachten und nicht zu werten?

Wie sich annähern?

Aufgrund dieses Dilemmas für den Meditierenden wurden von den Meistern der Meditation verschiedene Meditationstechniken zur Unterstützung entwickelt. Sie zielen darauf ab, über das ‘Ich’ hinauszugehen und eine direkte Erfahrung von Meditation zu machen. Aktive Meditationen umgehen den analytischen Verstand auf einzigartige Weise, es gibt nichts für ihn zu tun, der Körper schüttelt sich oder tanzt, und die Kontrolle wird nach und nach von selbst aufgegeben… Passive Meditations-Techniken, wie die Vipassana Meditation, benötigen Erfahrung, denn es besteht die Gefahr, dass sich der innere Kontrolleur auf subtilere Ebenen zurückzieht. Wer konzentriert sich sonst auf den Atem?

Im Alltag: Kontrolle aufgeben und spontan sein

Die kontrollierenden Mechanismen des Verstandes verlieren bei einem spontan handelnden Menschen ihre Kraft. Spontaneität, Handeln ohne Nachzudenken, Handeln aus bewusster Präsenz, das ist die beste Möglichkeit, den kontrollierenden Gedanken ein Schnippchen zu schlagen. Eine für unser Denken gefährliche Alternative, die es wie nichts anderes fürchtet. Spontan sein? Ohne Kontrolle handeln? Oh je.

Ausprobieren! Zuerst mit Meditationstechniken, dann auch im Alltag.
Meditation ist nichts für Feiglinge. Meditation ist etwas für Menschen, die die Tiefen ihres Wesens erforschen und erleben möchten. Eine gefährliche Reise, die weit über körperliche Entspannungstechniken hinausgeht.

Geeignete Meditationstechniken

Tanzen
Sich schütteln
Summen
Brabbeln

Viel Spaß beim Entspannen, Beobachten und Nicht-Werten

Samarpan

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99 Gründe für Meditation

Noseletter 65 – Was passiert, wenn man meditiert?

Vieles passiert, wenn man meditiert. Hier eine – unvollständige – Liste, mit 99 guten Gründen für Meditation…

99-gruende-meditieren

Was passiert eigentlich, wenn man meditiert?

99 Antworten

1. Man hat einen ewigen Begleiter – den Atem
2. Man beginnt, sich zu lieben
3. Mehrmals am Tag fühlt man, dass sich dieser Moment zu leben lohnt
4. Man freut sich über Herausforderungen
5. Man genießt es, sich zu entspannen
6. Es entsteht körperliches Wohlbefinden
7. Man fühlt sich dankbar
8. Man lernt, loszulassen
9. Die kleinen Dinge im Leben sind genauso wichtig wie die großen
10. Freunde – das sind Menschen, Tiere und Pflanzen
11. Man lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu hören
12. Man liebt andere Menschen für das, was sie sind
13. Man lässt es, mit sich selbst zu kämpfen
14. Man handelt spontan
15. Morgens aufzustehen ist ein Geschenk, genauso, wie abends ins Bett zu gehen
16. Man entwickelt einen eigenen Stil beim Kochen, Malen, Gehen
17. Der Körper balanciert sich aus, so auch das Leben
18. Man hat viel Energie für die wichtigen Dinge im Leben
19. Man bekommt nicht so schnell eine Grippe, weil das Immunsystem sich verbessert
20. Man braucht nur noch sich selbst zu gehorchen
21. Leere Zwischenräume werden interessant
22. Man liebt es, zuzuhören
23. Man wird kreativ mit Tätigkeiten, bei denen man es nie erwartet hätte, zum Beispiel Putzen
24. Man regt sich nicht mehr über Dinge auf, die nicht funktionieren
25. Man erblüht mit seinem Wesen
26. Sicherheit ist etwas, was man in sich und nicht außerhalb findet
27. Man freut sich darüber, eigene Unbewusstheit zu sehen
28. Man fließt wie der Fluss ins Meer
29. Das Essen und der Tee schmecken köstlich
30. Man erfährt, was es bedeutet, zu sterben
31. Die Reaktionsfähigkeit wird schneller
32. Man lernt, über sich selbst zu lachen und über andere
33. Der Geruch einer Rose verzückt
34. Man verhält sich konstruktiv
35. Man erfährt Schönheit, Wahrheit und Göttlichkeit
36. Farben werden intensiv wahrgenommen
37. Man lebt seine Wahrheit
38. Man findet in jeder Situation einen Ruhepol
39. Die Urteile der anderen werden zur Anregung, nicht zur Bedrohung
40. Man lernt sich hinzugeben, im täglichen Leben, in der Liebe und auch im Tod
41. Man liebt es, dazu zu lernen
42. Das Leben vereinfacht sich
43. Entscheidungen zu treffen wird leicht
44. Man geht ungestört seinen Weg
45. Glück ist, wenn man alleine ist
46. Veränderung wird zum Lebensstil
47. Wut, Eifersucht und Sorgen verlieren an Intensität
48. Man hört auf, zu hoffen
49. Man lässt es, wegzurennen und zu vermeiden
50. Man lernt, Schmerzen als Ton wahrzunehmen
51. Katastrophen werden zu einer Gelegenheit für Bewusstheit
52. Man erkennt, dass das Leben aus vielen Facetten besteht
53. Man muss niemanden mehr verurteilen, auch nicht sich selbst
54. Man lernt, nichts zu tun
55. Man vertraut dem Leben
56. Der Bauch entspannt sich
57. Schönheit ist nicht mehr eine Frage der Figur
58. Man lernt, dass es viele Wahrheiten gibt
59. Man freut sich über die Vielfalt an Formen
60. Oben und unten, besser und schlechter, richtig und falsch haben keine Bedeutung
61. Man liebt Stille, selbst im größten Lärm
62. Zuhause ist innen
63. Sanfte, freundliche, warme und gütige Momente sind Teil des Alltags
64. Stressgedanken werden mit Abstand beobachtet
65. Man muss nicht mehr auf die Emotionen anderer reagieren, sondern hat eine Wahltext
66. Man entdeckt völlig neue Seiten an sich
67. Man lernt, still zu sitzen und einfach zu sein
68. Man genießt die Luft, die man atmet
69. Man ist allein und hat doch viele Freunde
70. Sex wird zur Meditationserfahrung
71. Man handelt intelligent, im Sinne von situationsgerecht
72. Man kann ohne Grund lachen und weinen
73. Man lernt seine Denk- und Funktionsweise kennen
74. Man beginnt, den Körper und seine Bedürfnisse zu verstehen
75. Minderwertigkeit und Zweifel an sich selbst verschwinden
76. Man lernt, Gegensätze als sinnvolle Ergänzung zu verstehen
77. Man wird cool in jeder Hinsicht
78. Man findet seinen eigenen Rhythmus
79. Man muss seinen Ärger nicht an anderen Menschen auslassen
80. Man hat den Mut zur Lücke
81. Lieben wird einfach
82. Man schaut Menschen zu, ohne sie zu bewerten
83. Man findet Gefallen an Langsamkeit
84. Man lacht aus dem Bauch heraus
85. Man entwickelt Sorgfalt – sich, dem Partner und allen Lebewesen gegenüber
86. Man lebt in dem Gefühl, Zeit zu haben und empfänglich sein zu können
87. Mit Freunden geht man lieber Tee trinken als ins Kino
88. Die Dinge ordnen sich – im Körper, wie im Leben
89. Man lebt in der Welt wie ein Schauspieler in einem Theaterstück
90. Das Unbekannte ist interessant und wird gesucht
91. Man kann über Politiker lachen
92. Man denkt mit, man fühlt mit
93. Der Sohn, die Tochter, die Verwandten, werden zu Freunden
94. Wertvolle Schmuckstücke verlieren ihren Wert
95. Man genießt es, zu warten
96. Wer A sagt, muss nicht unbedingt auch B sagen – Sklaventum verlassen
97. Das Leben wird lebendiger
98. Man lernt, aus der Stille zu sprechen und zu handeln
99. Man muss nichts vollenden – der Moment ist vollendet

… so auch diese Liste, die noch endlos weitergeführt werden könnte.

Viel Spaß beim Meditieren

Samarpan

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Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich

Noseletter 59 – Was passiert, wenn man meditiert?

In schwierigen Zeiten, dann, wenn wenig Geld da ist, wenn die Beziehung kriselt, wenn die Gesundheit schwach ist… dann laufen Gedanken und Emotionen auf Hochtouren. Wie praktisch ist es dann, in der Meditation wirklich tief erfahren zu haben, dass wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sind.

Stilles Wahrnehmen

Ohne-emotion-meditation

Nein, nein, das Leben wird nicht kalt und grau, wenn Emotionen keine große Bedeutung mehr gegeben wird. Im Gegenteil, ohne Emotionen ist Platz für die wirklichen Gefühle im Leben, Liebe, Mitgefühl, Freude, Trauer, Dankbarkeit… Situationen bleiben das, was sie sind und werden nicht von Gedanken in Horrorszenarien umgewandelt.

Gedanken als bloße Gedanken wahrnehmen

1979 entwickelte Jon Kabat-Zinn die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), die bei depressiven Patienten eingesetzt wurde. „Diese Methode der Achtsamkeit trainiert, die vollständige Aufmerksamkeit in stets akzeptierender Weise auf Erfahrungen zu richten, welche im gegenwärtigen Moment passieren.“… „Die Meditation lehrt sie, (auch depressive) Gedanken lediglich als Gedanken, und nicht als etwas Substantielles wahrzunehmen.“

Aus einem interessanten Artikel über Wissenschaft und Meditation auf Heise:
Gib dem Affen Zucker

Auf dem Fernsehsender arte wissenschaft wurde im Februar 2007 eine Dokumentation „Mönche im Labor“ ausgestrahlt. Neurowissenschaftler trafen sich mit buddhistischen Mönchen, die Meditationstechniken praktizieren, mit denen sie Konzentration und Gefühle steuern können. Eine spannende Begegnung Jahrtausendealter Tradition und moderner Technik. Die Dokumentation zeigt Neurowissenschaftler in ihren Laboren, die Versuche mit praktizierenden Buddhisten durchführen. Sie verschafft Einblicke in das Verhältnis zwischen Körper und Geist und die faszinierende Formbarkeit des Gehirns.

‘Mönche im Labor’, Artikel auf arte

Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl

Ich empfehle, sich die Dokumentation „Mönche im Labor“ anzusehen. Nicht nur, dass man in diesem Film beeindruckende meditierende Menschen sehen kann, die allein schon durch die Art wie sie sind, viel über Meditation aussagen. In diesem Film wird auch von Experimenten berichtet, die zeigen, wie uns Emotionen normalerweise steuern. Es gibt zum Beispiel eine Sequenz in der Dokumentation, bei der einem Mönch in einem Versuch unter die Haut gehende Bilder gezeigt werden und die einzige Reaktion des Meditierenden sind leicht bebende Nasenflügel. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass er kein Mitgefühl hatte. Der gleiche Versuch mit Studenten zeigt, wie deren Gesichter auf alles reagieren, was ihnen von außen angetragen wird. Die Reaktionen ihrer Gesichter wurden dokumentiert und es wird sichtbar, wie sehr ihre Gedanken ihr Leben steuern.

Die erhellende, wissenschaftliche und gut verständliche Dokumentation ist auf YouTube hochgeladen. Wer nicht die Zeit hat, sich alles anzusehen, dem empfehle ich vor allem die Teile 3, 4 und 5.

1. Ergründung des Geistes

2. Der Himmel ohne Wolken

3. Glücklicher durch trainierte Emotionen

4. Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht

5. Was ist Mitgefühl?

6. Die Sphären des Herzens

Wenn Gedanken und Emotionen verrückt spielen…

Gedanken ignorieren
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
Wutenbrannt? Sei wie tot
Die Stopp! Meditation

Viel Spaß beim Meditieren
und einem einfachen Leben

Samarpan

PS: Wer Einkäufe lieber in Stille erledigt, hier eine gute Empfehlung: Zwei kleine Experimente beim Einkaufen

PPS: Einen spirituellen Film ansehen – Bilder aus dem Unterbewusstsein

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