Archiv für den ‘loslassen’ Tag

Drei Säulen der Meditation: Entspannen, beobachten, nicht werten

Entspannen – beobachten – nicht-werten,
die drei Säulen der Meditation, bergen unendliche Schätze für unendliche Tiefen, die in jeder einzelnen Zelle des Körpers erfahren werden können.

Meditation ist viel mehr als ein bisschen Entspannung,
ein bisschen Beobachten und dabei niemanden zu verurteilen…

Noseletter 66 – Was passiert, wenn man meditiert?

Tiefes Vertrauen, kristallklare Wahrnehmung
und universelle Offenheit

Meditation-nicht-urteilen

Die drei Grundprinzipien der Meditation

‘Entspannen’
‘Beobachten’
‘Nicht-Werten’

sind eigentlich das gleiche. In der Tiefe sind sie Ausdruck des selben Zustandes – Meditation. Drei, miteinander verbundene Fingerzeige, die in die gleiche Richtung gehen – nach innen.

Sie unterstützen sich gegenseitig:
Entspannen, Beobachten, Nicht-Werten

• Nichts und niemanden zu bewerten schafft Entspannung

• Beobachten geschieht durch Entspannung von Körper und Gedanken

• Waches Wahrnehmen ist möglich, wenn nicht gewertet wird

• Entspannung macht es einfach, nicht zu werten…

Entspannen, beobachten und nicht-werten können nicht wirklich voneinander getrennt werden. Sie hängen voneinander ab, sie sind interdependent. Sie sind aus dem gleichen Stoff gemacht: Meditation, Tao, Nirvana, Dhamma, Bewusstsein, dem Urgrund des Seins… Dorthin geht die Reise.

Die Kunst, sich nichts vorzumachen

Entspannt und aufmerksam eine Tasse Tee zu trinken, ist zwar eine feine Sache, doch mit Meditation hat das noch nicht viel zu tun.

Bis in die kleinste Zelle entspannen

In den Medien wird über Meditation berichtet, sie würde gut entspannen und bei Stress helfen. Ein paar kleine Atemübungen und Yoga Positionen, eine geführte Entspannung und schon befindet man sich in Meditation!? Weit gefehlt. Meditation ist der Zustand einer solch tiefen Entspannung, wie wir sie uns nicht einmal vorstellen könnnen. Diese Entspannung befindet sich in jeder Zelle des Körpers, des Gehirns und des emotionalen Körpers. Tiefes Loslassen und Vertrauen, völlige Hingabe an das Leben – das ist Entspannung.

Kristallklare Wahrnehmung

Mit einem zutiefst entspannten Körper und Geist, ist es möglich, die Wirklichkeit kristallklar wahrzunehmen. Wir denken meist, dass wir wissen, was beobachten und wahrnehmen ist. Weit gefehlt. Viele Menschen auf dem Weg meinen, sie würden sich selbst meditativ beobachten, doch in Wahrheit beobachtet der Verstand: ‘Ich’ beobachte ‘mich’. Das Ego beobachtet sich selbst und das hat nichts mit Meditation zu tun. Im meditativen Beobachten gibt es kein ‘Ich’, da ist lediglich Beobachten.

Nicht einmal Werten bewerten…

Sich zu bemühen, niemanden und nichts zu bewerten, ist ein guter Anfang, doch auch das hat nicht viel mit dem Zustand der Meditation zu tun. Nicht-Werten ist der Zustand tiefster Entspannung, universeller Offenheit und Stille, die alles umfassen, sogar das Werten. Zum Beispiel ist es möglich, einen Fehler als solchen zu werten und trotzdem in dem Zustand von Nicht-Werten sein….

Paradox? Ja. Meditation ist paradox. Und dann auch wieder nicht, für den, der aus Erfahrung spricht.

Der Weg zu Meditation:
Meditationstechniken und Spontaneität

Entspannung – Beobachten – Nicht-Werten, diese Zustände sind nicht herbei zu organisieren. Schließlich geht es bei allen dreien darum, Kontrolle loszulassen, das ‘Ich-Gefühl’ (Ego) auf die Seite zu stellen und sich dem Moment hinzugeben. Organisiert, wer anders als das ‘Ich’ würde versuchen, sich zu entspannen, zu beobachten und nicht zu werten?

Wie sich annähern?

Aufgrund dieses Dilemmas für den Meditierenden wurden von den Meistern der Meditation verschiedene Meditationstechniken zur Unterstützung entwickelt. Sie zielen darauf ab, über das ‘Ich’ hinauszugehen und eine direkte Erfahrung von Meditation zu machen. Aktive Meditationen umgehen den analytischen Verstand auf einzigartige Weise, es gibt nichts für ihn zu tun, der Körper schüttelt sich oder tanzt, und die Kontrolle wird nach und nach von selbst aufgegeben… Passive Meditations-Techniken, wie die Vipassana Meditation, benötigen Erfahrung, denn es besteht die Gefahr, dass sich der innere Kontrolleur auf subtilere Ebenen zurückzieht. Wer konzentriert sich sonst auf den Atem?

Im Alltag: Kontrolle aufgeben und spontan sein

Die kontrollierenden Mechanismen des Verstandes verlieren bei einem spontan handelnden Menschen ihre Kraft. Spontaneität, Handeln ohne Nachzudenken, Handeln aus bewusster Präsenz, das ist die beste Möglichkeit, den kontrollierenden Gedanken ein Schnippchen zu schlagen. Eine für unser Denken gefährliche Alternative, die es wie nichts anderes fürchtet. Spontan sein? Ohne Kontrolle handeln? Oh je.

Ausprobieren! Zuerst mit Meditationstechniken, dann auch im Alltag.
Meditation ist nichts für Feiglinge. Meditation ist etwas für Menschen, die die Tiefen ihres Wesens erforschen und erleben möchten. Eine gefährliche Reise, die weit über körperliche Entspannungstechniken hinausgeht.

Geeignete Meditationstechniken

Tanzen
Sich schütteln
Summen
Brabbeln

Viel Spaß beim Entspannen, Beobachten und Nicht-Werten

Samarpan

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Man nimmt das Leben leicht

Meditation macht das Leben leicht. Man lernt, Dinge, die manchmal stressig erscheinen, spielerisch zu nehmen. Für mich ist es zum Beispiel der wöchentliche Noseletter. Heute wird darin mit Bildern gespielt, ich stelle ein paar Videoclips über Meditation, über Loslassen, vor: Informatives, Unterhaltsames und auch Lustiges.

Noseletter 43 – Was passiert, wenn man meditiert?

Tipps

Menschen, die meditieren, haben oft etwas Leichtlebiges an sich, sie haben gelernt, loszulassen, während der Meditationspraxis wie auch im Leben. So schmerzhaft und schwierig das Loslassen manchmal ist, mit tiefergehender Übung passiert etwas ganz Neues: Das Leben wird zum Spiel. Es wird zum spielerischen Tanz um einen, sich ständig wandelnden Fluss von Ereignissen.
Loslassen von Stimmungen
Ein lustiger Videoclip von einem kleinen Jungen, dem es leicht fällt, zwischen Emotionen zu wechseln. Vielleicht eine Anregung, Stress zu entspannen?
Der böse Blick – Evil Eye


Loslassen von Vorstellungen
Hier ein Anschauungsbeispiel, wie spielerisch man Klimaanlagen verkaufen kann …
Indisch-schwäbisches Drama


Loslassen von Freunden und Geliebten
Zwei junge Männer hatten mit großer Liebe und Hingabe einen kleinen Löwen aufgezogen. Irgendwann wurde er zu groß und sie mussten ihn loslassen, entlassen in die afrikanische Wildnis. Nach einem Jahr trafen sie ihn wieder, unsicher, ob er sie überhaupt erkennen würde …?
Wiedersehen mit Christian, dem Löwen


Loslassen von Ängsten
Manchmal muss man seine Furcht loslassen, wie hier in dem folgenden Videoclip, auf einem unglaublichem Fußweg in den Bergen…
In großer Höhe


Loslassen von seiner Identität
Ram Dass war und ist ein bekannter spiritueller Lehrer seit den 70iger Jahren bis heute. Ein Gehirnschlag machte ihm schlagartig klar, wo er mit seiner Meditation stand:

„Im Krankenhaus schaute ich einfach nur an die Decke. Hier lag ich, Mr. Spirituell, und in meinem eigenen Tod orientierte ich mich nicht am Geistigen. Es zeigte mir, wieviel Arbeit ich noch zu tun habe, denn das war der Test – durch den ich durchgefallen war.“
Ram Dass – Fierce Grace, 1. Teil


Am Ende des Films sagt Ram Dass:

„Vor dem Gehirnschlag trödelte ich durchs Leben und ich dachte, dass wäre alles, was es zu erfahren gibt. Aber der Gehirnschlag ist wie eine völlig neue Geburt. Ich habe Eigenschaften in mir entdeckt, die niemals vorher rausgekommen waren, niemals. Ich bin jetzt im Frieden, wie ich es noch nie vorher war. Der Frieden entsteht daraus, dass ich mich in diesem Moment niederlasse.
Dieser Moment ist in Ordnung.
Jetzt ist dieser Moment in Ordnung.“
Ram Dass – Fierce Grace, 10. Teil

Loslassen
Chinmaya Dunster, Musiker und Filmemacher, fing Lächeln von Menschen ein, die – nach unserer Vorstellung – nicht viel zu lachen haben …
Lächeln am indischen Straßenrand


Viel Spaß beim Meditieren
und das Leben leicht nehmen
wünscht

Samarpan


PS: Spielerisch und leicht – TaKeTiNa
PPS: Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein


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Welche Meditationstechnik passt zu mir?

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Man lernt zu sterben

Das Leben scheint nie genug zu sein, der Tod kommt immer zu früh. Stellt euch nur einmal vor, jetzt, in diesem Moment zu sterben … Es wäre zu früh. 1000 Jahre wären nicht genug. In der Meditation erfährt sich ein anderes Leben, das, was niemals stirbt. Durch Meditation entsteht die innere Gewissheit, dass Sterben und Leben zusammen gehören. Die Hingabe an diese Erfahrung bringt Dankbarkeit mit sich.

Hingabe an die Realität

Tipps

Ich habe ungefähr 30 Websites zu dem Thema Meditation und Sterben befragt, und keine zündet mich an. Ich habe köstliche Weisheiten gelesen, wunderbare Worte, auch aus Erfahrung, doch nichts erreicht mich wirklich. Den ganzen Tag über warte ich darauf, dass Klarheit zum Thema für den heutigen Noseletter entsteht. Ich habe soviel meditiert in meinem Leben, ich werde doch wohl beschreiben können, was es heißt, in der Meditation zu sterben! Ich habe es doch selbst erlebt.

Ich stehe auf, gehe zum Kühlschrank, dann zur Schokolade, dann zum Bett, dann zu eingehenden Emails, dann zu den Fischen und wieder zurück zum Noseletter. Ich lese, verarbeite… und lese wieder Einsichten über den Tod des Egos, über Dharma, über Tao, über All Eins Sein, über loslassen, über da sein lassen, über nichts tun können und nichts tun, beobachten, wahrnehmen, sich hingeben, sich auflösen… über bewusste Dankbarkeit, über die innere Natur, über spirituelle Krisen, über Gier und Hass als Urgrund des Nicht Verstehens, über die Illusion des ICH …

Doch was ich auch lese, es bleiben Worte. Ich schaue bei mir: Viele Vorstellungen sind auf meinem Weg durch den Prozess von Meditation gestorben. Viele Pläne, Wünsche, Träume. Auch wenn ich meist dabei erzitterte, so vertiefte sich das Vertrauen ins Leben.

Lernen, zu sterben und zu vertrauen

In diesem Moment stirbt mein Anspruch einen klaren, leichten, wissenschaftlichen und erfreuenden Noseletter zu schreiben. Ein unangenehmes Gefühl. Ich bleibe ein paar Momente dabei, mit dem Gefühl von Misserfolg im Magen, dem dumpfen Schmerz und sterbe. Lasse los. Okay. Der Schmerz ist immer noch da, aber er wird schwächer. Die Wahrnehmung von Vertrauen dehnt sich aus. Es ist, wie es ist.

So kann ich aus meiner eigenen, gegenwärtigen, momentanen Erfahrung sagen, dass Sterben zunächst unangenehm ist. Hingabe an das, was ist, befreit.


Ein Haiku

Schmetterlinge folgen liebevoll
dem Blumengebinde
auf dem Sarg.

Alles Liebe
von
Samarpan

PS: Eine Chirurgin, die Meditation kennen gelernt hat, lehrt Ayurveda Yoga Massage

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Konzentration ist keine Meditation

Durch Konzentrations Techniken lässt sich einiges bewirken. Von den Yogis, die auf Nägeln schlafen, haben wir als Kind gehört. Dann gibt es Yogis, die 30 Jahre lang üben, Wasser durch ihren Penis „zu trinken“, beziehungsweise in den Körper aufzunehmen. Oder andere, die über Stunden klinisch tot sind, um schließlich wieder ins Leben zurückzukehren. Es gibt viele schier unglaubliche Phänomene, die unter der Bezeichnung „Meditation“ laufen, doch eigentlich Konzentrationsübungen sind.

Im Yoga wird die Konzentration als Vorstufe der Meditation praktiziert. Das ist ein langer Weg schwierigster Übungen, durch die sich der Verstand so erschöpft, dass das Los Lassen am Ende des Wegs leicht fällt. Dann passiert Meditation. Meditation ist keine Konzentration, sondern ein Zustand ohne Ziel, ohne Absicht, ohne etwas Erreichen zu wollen …

Trotzdem der Weg des Yoga die Konzentration also nur als Vorstufe zur eigentlichen Meditation versteht, wollen wir uns heute einem Phänomen widmen, das durch Visualisierung erreicht werden kann: Tummo, das ist eine Methode aus dem eiskalten Tibet, die die Erhöhung der Körpertemperatur bis zu 8,3 Grad bewirkt. Die Technik wird von Mönchen praktiziert, die im Schnee oder in eisigen Höhlen meditieren (müssen). Der Holländer Wim Hof hat 10 Jahre Tummo praktiziert und sich im Januar 72 Minuten lang in Eis gepackt. Damit ist er ins Guiness Buch der Weltrekorde eingegangen.

Sich 72 Minuten in Eis packen und andere Kuriositäten

Tipps

Es ist beeindruckend zu sehen, wozu der menschliche Geist fähig ist. Mönche aus den unterschiedlichsten Kulturen haben sich weißer Magie verschrieben und werden als Heiler, als Yogis, als Heilige verehrt. Es ist manchmal unglaublich, was möglich ist, wenn der Verstand ganz auf ein Ziel ausgerichtet und konzentriert wird. Ohne einen Meister zahlt der Magier meist einen hohen Preis dafür – denn Konzentration verstärkt das Ego. Der Meister hilft, die Fallen des spirituellen Egos zu umschiffen und ist deshalb notwendig auf dem Weg zu Meditation.

Heute möchte ich mich dem Holländer Wim Hof widmen und an seinem Beispiel das Phänomen des Yogis oder Magiers genauer ansehen. Er ist ein westlicher Yogi, der viele Jahre „Tummo“ praktizierte. Wim Hof ist als „der Eismann“ bekannt. Er schwimmt nackt unter Eisschollen hindurch, joggt barfuß durch Schneelandschaften und steht 72 Minuten lang in einem künstlichen Eiswürfel mitten in New York.

Ich fand es interessant, mehr über seine Persönlichkeit zu erfahren und habe ein paar Videos über ihn gefunden. Macht euch selbst ein Bild von ihm:
• Ein Foto mit leicht gerötetem Näschen

• In Chelsea, im Eiswürfel

• Ein Rundum Video„A Man Can Do More Than He Thinks“

Auf YouTube.com gibt es noch weitere spannende Videos von ihm.

Wie hält er das aus? Was ist Tummo?
Laut Wikipedia ist „Tummo (tibetisch für „innere Hitze, inneres Feuer, der/die Grimmige, rasendes Weib) eine tibetische Bezeichnung für eine fortgeschrittene, tantrische Meditationstechnik des Vajrayana-Buddhismus. Äußeres Ziel und damit der Ursprung des Namens dieser kontemplativen Praxis ist die bewusste Erhöhung der Körpertemperatur bei gleichzeitiger Immunisierung gegen niedrige Umgebungs-Temperaturen ohne die Zuhilfenahme äußerer Mittel.“ Mehr Informationen im englischen Wikipedia.
Eine detailierte Beschreibung von Tummo gibt Jürgen Fischer:

Der Praktizierende lenkt auf dem zentralen Energiekanal entlang der Wirbelsäule zwei farbige – ein rotes und eine weißes – Energiebällchen vom Becken und vom Scheitel aus mit hoher Geschwindigkeit gegeneinander und vereinigt sie sozusagen in einer visualisierten „Kernfusion“. Als Ergebnis dieser Meditation entsteht physische Hitze, d.h. der Körper erwärmt sich, unabhängig von der Außentemperatur.
Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass Visualisierungs-Techniken dieser Art nur unter Anleitung eines Meisters gemacht werden sollten. Es ist leicht, sich darin zu verlieren …
Viel Spaß beim Meditieren und Los Lassen

wünscht euch

Samarpan

PS: Statt sich warme Gedanken zu machen, wie wärs mit ein wenig Puls fühlen? Den eigenen Pulsschlag des Herzens?

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