Archiv für den ‘intelligenz’ Tag

Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation

Noseletter 69 – Was passiert, wenn man meditiert?

Aufmerksam zu sein und wach,
den Körper, die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen
und sich selbst bewusst zu werden…
das steht im Zentrum einer jeden Meditationspraxis.
Warum?

Über die Magie,

sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken

Aufmerksamkeit

„Zwiebeln zu schneiden ist mit einem scharfen Messer soviel einfacher“, berichtet mein Sitzungspartner über seine Küchen-Arbeits-Meditation. Wir sitzen uns aufrecht gegenüber, es ist der dritte Tag des 7-tägigen Satori Meditationsprozesses. Ich blicke ihm aufmerksam in die Augen und bin gespannt, was er noch sagen wird. Sein Koan (eine mit dem Verstand unlösbare Aufgabe) lautet: „Was ist Bewusstsein?“, eine knifflige Frage, wie ich finde.

Was hat Bewusstsein mit Zwiebelschneiden zu tun?
Er spricht von innen heraus: „Mit Bewusstsein verhält es sich ähnlich, ein scharfes Instrument ist nötig, um es wahrzunehmen. Ich frage mich, wie ich meine Intelligenz schärfen kann, um dem näher zu kommen, was Bewusstsein ist…“

Die Grundlage der Meditation:
Wachsame, freundliche Aufmerksamkeit für sich selbst

Es gibt viele Meditationstechniken, die die Intelligenz schärfen und tiefer in die Zusammenhänge des Lebens blicken lassen, der Satori Prozess ist nur eine davon. So verschieden die Meditationsmethoden auch sein mögen, so haben sie doch eines gemeinsam: Aufmerksamkeit für sich selbst!

Aufmerksamkeit birgt ganz unglaubliche Kräfte in sich. Sie kann Berge versetzen und das ist ganz und gar nicht im übertragenen Sinne gemeint. Die Erforschung des Mondes zum Beispiel, basiert auf Menschen, die ihre hundertprozentige Aufmerksamkeit auf den Mond richteten. Das Unvorstellbare wurde eines Tages real, als der erste Mensch auf dem vorher utopisch weit entfernten Planeten spazierenging.

Aufmerksamkeit enthüllt das individuelle, natürliche Selbst

Ähnlich weltbewegende Ereignisse geschehen, wenn sich die Aufmerksamkeit nach innen, zu sich selbst, richtet. Wie ein scharfes Messer schneidet sie durch gewohnte Dumpfheit oder „Ich-weiß-schon-alles-Mentalität“. Nach und nach enthüllt sich dem aufmerksamen, meditativen Zuschauer der so lang gesuchte Kern: sein ureigenes, natürliches und völlig individuelles Selbst.

In diesem Satori Retreat suche ich nach Antworten auf die Fragen „Was ist Leben?“ und „Was ist Liebe?“. Anstatt die Antwort außerhalb von mir zu suchen, suche ich diesesmal in mir. Ich gebe mir hundertprozentige Aufmerksamkeit. Bald enthüllen sich viele, zutiefst befriedigende Einsichten. Die Weisheit, die durch mich hindurchfließt, bekommt den ganzen Raum an Aufmerksamkeit und beginnt sich zu entfalten.

Ein paar Tage nach der Gruppe sind nur Fetzen des Geschehens in der bewussten Erinnerung – die Momente von Weisheit und das Gefühl unbegrenzt zu sein, arbeiten weiter im Unterbewusstsein. Nach der Erfahrung mit früheren Meditationsprozessen wird es noch einige Zeit brauchen, bis sie sich auf natürliche Weise im Alltag ausdrücken werden. Die Magie der Aufmerksamkeit für mich selbst jedoch lebt präsent in jedem Moment, jetzt…

Links zum Thema Aufmerksamkeit und Meditation

Über Mönche, die ihre Aufmerksamkeit bewusst lenken

Über die bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit

Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Das Mysterium des Wahrnehmens

Wahrnehmen verändert jede Situation

Wahrnehmen lernen

Viel Spaß beim Meditieren
und Sich-selbst-Aufmerksamkeit-schenken

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Disziplin: Lieben und dazulernen wollen

Noseletter 67: Was passiert, wenn man meditiert?

„Jetzt muss ich aber wirklich mal wieder meditieren!“ Kennst du diesen Gedanken? Gleich dahinter kommt dann der Satz: „Warum bringe ich nur nicht die Disziplin auf, regelmäßig zu meditieren?“

Meditation ist Entspannung. Sich eine „Disziplin“ aufzuerlegen, meditieren zu müssen, das passt nicht mit Entspannung zusammen. Disziplin beim Meditieren ist eher Liebe als Zwang.

5 Tipps für Disziplin beim Meditieren

Disziplin-meditation

Es ist ein normaler Mechanismus unseres Körper-Denk-Systems, dass alles, was uns wirklich wertvoll ist, erst einmal aus unserem Bewusstsein weggedrängt wird. (Siehe den Noseletter „Widerstand!“).

Es ist relativ unwahrscheinlich, dass man eines Tages aufwacht und von diesem Tag an regelmäßig meditieren wird. Sich das Meditieren vorzunehmen, hilft auch nichts, das ist so, als ob man den Bock zum Gärtner macht. Dann nimmt sich das Denken vor, nicht mehr denken zu wollen, zu meditieren, und da gibt es doch immer 100 andere wichtigere Dinge vorher zu erledigen…

5 Tipps für mehr Disziplin
(d.h. Meditation lernen zu wollen)

Im Folgenden fünf Tipps,
wie die Dickköpfigkeit des Verstandes ausgetrickst werden kann:

1. Im Leben der Liebe folgen

Das Hauptproblem, wenn wir nicht meditieren, liegt daran, dass wir unser Leben in Gedanken verbringen. Die vielen Konditionierungen, was noch alles gemacht und getan werden muss, rauben die Zeit und den Raum, die für Meditation geschaffen werden müssen.

Das Herz ist stärker als alle Gedanken. Wenn schon kein Raum für Meditation bleibt, für das Herz Raum zu schaffen, fällt meist leichter. Zum Beispiel Zeit mit Menschen zu verbringen, die man liebt. Dinge zu unternehmen, die das Herz berühren. Sachen zu kaufen, die wirklich gemocht werden. Musik zu hören, die das Herz erfüllt.

Ein sanftes Herz verliebt sich schnell in Meditation. Ein offenes Herz liebt es, still zu sein, sich selbst und das was drumherum ist zu lieben. Meditation wird gerne gemacht, wenn das Herz genährt ist.

2. Ständig über Meditation lesen

Der Verstand, der sich so unbewusst widerspenstig gegen Meditation wehrt, braucht ein wenig Unterstützung, damit Raum fürs Meditieren geschaffen werden kann. Es ist zu empfehlen, ihn konstant mit Information über Meditation zu füttern.

Anstatt die Zeitung zu lesen, vielleicht statt dessen ein paar Worte über Meditation? Auf YouTube.com gibt es unzählige interessante Videoclips über Meditation. Zum Beispiel eine Animation über den Kampf mit den Gedanken. Alle möglichen Meister kommen auf YouTube.com zu Wort und erklären dem Verstand, warum es auch für ihn gut wäre, Meditation zu unterstützen.

Nicht nur das Herz, auch der Verstand braucht Nahrung, um sich sicher zu fühlen. Die heutige Medienlandschaft bietet unzählige Bücher, Zeitschriften, Studien im Internet, Hörbücher, Radio und TV Berichte über die Segnungen von Meditation. Nicht zuletzt sei noch FindYourNose.com und die täglich neuen Beiträge erwähnt, die immer neue Aspekte von Meditation beleuchten.

Hier ein interessanter Artikel von Tulku Thondup, wie man am besten Widerständen gegen Meditation begegnet.

3. An Meditationskursen teilnehmen, Erfahrungen sammeln

Die Intelligenz unserer Zellen merkt sich, wenn etwas dem gesamten System gut getan hat, wie zum Beispiel die Stille während einer Meditationstechnik. Was gut tut wird unbewusst vom Körper unterstützt (wenn wir ihn denn lassen).

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich eine tiefgehende Erfahrung von Meditation zu verschaffen. Am Wochenende einen Meditationskurs mitzumachen, ist eine gute Möglichkeit, dem Körper eine tiefgehende Meditations-Erfahrung zu vermitteln, oder eine frühere Erfahrung wieder aufzufrischen.
Wo werden Meditationskurse angeboten?
Über Pfingsten läuft ein für Herz, Verstand und Körper wirkender Meditationskurs, den ich selbst leite. In den meisten Osho Zentren finden regelmäßig Meditationskurse statt: Wo meditieren? Dann gibt es viele Yoga und Meditation Seminare, MBSR, Buddhistische Meditationskurse, Zen Kurse… Meditation ist in aller Munde!

4. Spezielle Meditationstechniken ausprobieren

Es gibt spezielle Meditationstechniken, die genau darauf ansetzen, die Freude an Meditation zu erhöhen. Das ist, was ich Disziplin nenne. Siehe auch einen älteren Artikel dazu: Disziplin bedeutet, dazu lernen zu wollen

Die Kunst ist, ins Unterbewusstsein einzudringen und dort die gute Nachricht der Meditation zu hinterlassen. Die buddhistische Tradition hat hierzu eine Technik erschaffen: Anapan Sati Yog – Einen Entschluss tief ins Unterbewusstsein bringen.
Aktive Meditationstechniken haben Elemente in sich, bei denen sich Endorphine ausschütten. Zusätzlich hilft der starke Reinigungsprozess einer aktiven Meditation, die Lust am Leben (und damit am Meditieren) wieder zu gewinnen.
Beispiele für aktive Meditationen, die man gut alleine zu Hause machen kann:

Die OSHO Kundalini Meditation
OSHO Nataraj Meditation
OSHO Nadabrahma Meditation
Die Gibberish Meditation – Fitness fürs Gehirn

5. Verbündete suchen

„Komm’, lass uns zusammen 21 Tage Dynamische Meditation machen!“
Zusammen macht es manchmal Spaß, mit ausgefallenen Techniken zu experimentieren, Dinge im Alltag auszuprobieren und neue Meditationsabenteuer einzugehen. Finde Gleichgesinnte, die auch zu Experimenten bereit sind.

Du kannst davon ausgehen, dass ganz in deiner Nähe Menschen wohnen, die sich für Meditation interessieren. Vielleicht sind sie übers Internet oder über Bekannte und Freunde zu finden, die wieder jemanden anders kennen. Und falls nicht, genügt es vielleicht auch, sich über die Ferne zu verabreden. Ich habe viele Meditationsfreunde über der ganzen Welt verstreut, mit denen ich es genieße, mich ab und zu über Erfahrungen und neueste Erkenntnisse auszutauschen.

Finde am besten selbst heraus, was genau es in dir und deinem Leben ist, das verhindert, Raum für Meditation zu schaffen und experimentiere mit Lösungen.

Viel Spaß beim Dazulernen und Meditieren

Samarpan

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Die bisherigen Noseletter
Was passiert, wenn man meditiert?

Drei Säulen der Meditation: entspannen, beobachten, nicht werten
99 Gründe für Meditation
Freundlichkeit zu sich selbst
Wechselspiel der Gehirnhälften
Kleinigkeiten aus einem einfachen Leben
Der Leere auf der Spur
Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Das Gehirn funktioniert besser
Das Leben lieben
Versagen bringt Erkennen
Seine eigenen Erkenntnisse bemuttern
Forschergeist
Heilung
Meine Lieblings-Noseletter des letzten Jahres
Leben in Unsicherheit
Wann soll man meditieren?
Die Hüllen fallen und man ist nackt und natürlich
Wie lange muss ich meditieren?
Eine Zuflucht, die in mir selbst ist
Müdigkeit wehrt Gefühle ab
Intelligenz des Herzens
Verschiedene Meditationstechniken
Man nimmt das Leben leicht
Über das spirituelle Ego
Alzheimer und Meditation
Put-Zen – innen wie außen
I Celebrate Myself
Versteckte Wunden öffnen sich…
Das Wunder von CHI – Lebensenergie
Ungestört auf seinem Weg
Meditation macht reich
Meditation macht sexuell
Meditation ist kein Trostpflästerchen
Das Glück des Alleinseins
Meditation breitet sich in der Welt aus
Vom Sex zur Liebe zum Mitgefühl
Widerstand!
Mit Totalität fühlen
Spiritueller Kitsch und das leere Herz
Intelligente Entscheidungen
Ein Sinn für Schönheit
Meditierende leiden weniger
Das Wunder der Hingabe
Man lernt zu sterben
Wunschlos glücklich
Konzentration ist keine Meditation
Vollmond und Meditation
Geduld! Abwarten und Tee trinken
Wie die Gehirnwellen eines Kleinkindes
Das Herz in der Meditation
Die Antwort ist Nichts!
Zehn Mythen – Das, was Meditation nicht ist
Jogging oder Dynamische Meditation?
Weniger Dramen im Leben
Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken
Das „Gute Auge“ der Meditation
Von Nonnen und deren Schläfenlappen
Liebe und Hingabe erhöhen Bewusstheit
Besser Tennis Spielen durch Meditation
Gesundheit durch Achtsamkeit
Können Meditationstechniken gefährlich sein?
Meditation gegen Grippe?
Die richtige Körperhaltung beim Meditieren
Mehr Achtsamkeit im Alltag durch Meditation
Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Drei Säulen der Meditation: Entspannen, beobachten, nicht werten

Entspannen – beobachten – nicht-werten,
die drei Säulen der Meditation, bergen unendliche Schätze für unendliche Tiefen, die in jeder einzelnen Zelle des Körpers erfahren werden können.

Meditation ist viel mehr als ein bisschen Entspannung,
ein bisschen Beobachten und dabei niemanden zu verurteilen…

Noseletter 66 – Was passiert, wenn man meditiert?

Tiefes Vertrauen, kristallklare Wahrnehmung
und universelle Offenheit

Meditation-nicht-urteilen

Die drei Grundprinzipien der Meditation

‘Entspannen’
‘Beobachten’
‘Nicht-Werten’

sind eigentlich das gleiche. In der Tiefe sind sie Ausdruck des selben Zustandes – Meditation. Drei, miteinander verbundene Fingerzeige, die in die gleiche Richtung gehen – nach innen.

Sie unterstützen sich gegenseitig:
Entspannen, Beobachten, Nicht-Werten

• Nichts und niemanden zu bewerten schafft Entspannung

• Beobachten geschieht durch Entspannung von Körper und Gedanken

• Waches Wahrnehmen ist möglich, wenn nicht gewertet wird

• Entspannung macht es einfach, nicht zu werten…

Entspannen, beobachten und nicht-werten können nicht wirklich voneinander getrennt werden. Sie hängen voneinander ab, sie sind interdependent. Sie sind aus dem gleichen Stoff gemacht: Meditation, Tao, Nirvana, Dhamma, Bewusstsein, dem Urgrund des Seins… Dorthin geht die Reise.

Die Kunst, sich nichts vorzumachen

Entspannt und aufmerksam eine Tasse Tee zu trinken, ist zwar eine feine Sache, doch mit Meditation hat das noch nicht viel zu tun.

Bis in die kleinste Zelle entspannen

In den Medien wird über Meditation berichtet, sie würde gut entspannen und bei Stress helfen. Ein paar kleine Atemübungen und Yoga Positionen, eine geführte Entspannung und schon befindet man sich in Meditation!? Weit gefehlt. Meditation ist der Zustand einer solch tiefen Entspannung, wie wir sie uns nicht einmal vorstellen könnnen. Diese Entspannung befindet sich in jeder Zelle des Körpers, des Gehirns und des emotionalen Körpers. Tiefes Loslassen und Vertrauen, völlige Hingabe an das Leben – das ist Entspannung.

Kristallklare Wahrnehmung

Mit einem zutiefst entspannten Körper und Geist, ist es möglich, die Wirklichkeit kristallklar wahrzunehmen. Wir denken meist, dass wir wissen, was beobachten und wahrnehmen ist. Weit gefehlt. Viele Menschen auf dem Weg meinen, sie würden sich selbst meditativ beobachten, doch in Wahrheit beobachtet der Verstand: ‘Ich’ beobachte ‘mich’. Das Ego beobachtet sich selbst und das hat nichts mit Meditation zu tun. Im meditativen Beobachten gibt es kein ‘Ich’, da ist lediglich Beobachten.

Nicht einmal Werten bewerten…

Sich zu bemühen, niemanden und nichts zu bewerten, ist ein guter Anfang, doch auch das hat nicht viel mit dem Zustand der Meditation zu tun. Nicht-Werten ist der Zustand tiefster Entspannung, universeller Offenheit und Stille, die alles umfassen, sogar das Werten. Zum Beispiel ist es möglich, einen Fehler als solchen zu werten und trotzdem in dem Zustand von Nicht-Werten sein….

Paradox? Ja. Meditation ist paradox. Und dann auch wieder nicht, für den, der aus Erfahrung spricht.

Der Weg zu Meditation:
Meditationstechniken und Spontaneität

Entspannung – Beobachten – Nicht-Werten, diese Zustände sind nicht herbei zu organisieren. Schließlich geht es bei allen dreien darum, Kontrolle loszulassen, das ‘Ich-Gefühl’ (Ego) auf die Seite zu stellen und sich dem Moment hinzugeben. Organisiert, wer anders als das ‘Ich’ würde versuchen, sich zu entspannen, zu beobachten und nicht zu werten?

Wie sich annähern?

Aufgrund dieses Dilemmas für den Meditierenden wurden von den Meistern der Meditation verschiedene Meditationstechniken zur Unterstützung entwickelt. Sie zielen darauf ab, über das ‘Ich’ hinauszugehen und eine direkte Erfahrung von Meditation zu machen. Aktive Meditationen umgehen den analytischen Verstand auf einzigartige Weise, es gibt nichts für ihn zu tun, der Körper schüttelt sich oder tanzt, und die Kontrolle wird nach und nach von selbst aufgegeben… Passive Meditations-Techniken, wie die Vipassana Meditation, benötigen Erfahrung, denn es besteht die Gefahr, dass sich der innere Kontrolleur auf subtilere Ebenen zurückzieht. Wer konzentriert sich sonst auf den Atem?

Im Alltag: Kontrolle aufgeben und spontan sein

Die kontrollierenden Mechanismen des Verstandes verlieren bei einem spontan handelnden Menschen ihre Kraft. Spontaneität, Handeln ohne Nachzudenken, Handeln aus bewusster Präsenz, das ist die beste Möglichkeit, den kontrollierenden Gedanken ein Schnippchen zu schlagen. Eine für unser Denken gefährliche Alternative, die es wie nichts anderes fürchtet. Spontan sein? Ohne Kontrolle handeln? Oh je.

Ausprobieren! Zuerst mit Meditationstechniken, dann auch im Alltag.
Meditation ist nichts für Feiglinge. Meditation ist etwas für Menschen, die die Tiefen ihres Wesens erforschen und erleben möchten. Eine gefährliche Reise, die weit über körperliche Entspannungstechniken hinausgeht.

Geeignete Meditationstechniken

Tanzen
Sich schütteln
Summen
Brabbeln

Viel Spaß beim Entspannen, Beobachten und Nicht-Werten

Samarpan

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Freundlichkeit zu sich selbst

Was passiert, wenn man meditiert?

Wer sich auf die Reise in die Welt der Meditation begibt, erfährt zunächst bittere Wahrheiten über sich selbst. Einsichten über alltägliche Gewalt und Hass – nicht nur nach außen gerichtet, sondern vor allem gegen sich selbst. Freundlichkeit und Güte sich selbst gegenüber sind ein Schlüssel für mehr Bewusstheit und Intelligenz.

Schlüssel für Intelligenz: Güte

Meditation-freundlich

Jedem Meditierenden, egal, wie lange er meditiert, geschehen Momente von Glück und tiefer Entspannung in der Meditation. Nach der Meditations-Praxis beginnt dann die Kür: das tägliche Leben.

Das Leben zeigt sich mit den durch Meditation geschärften Sinnen in einer neuen Weise. Was da zu sehen ist, ist meist nicht angenehm: Angst, Angst, Angst, Sorge und Angst, Gewalt, Wut, Neid, Widerstand… deutlich bei jedem anderen zu sehen und (etwas Nebulöser) auch bei sich selbst.

Ringen um Intelligenz

„Glücklicher durch Meditation“ lautet die Überschrift des unten stehenden Berichtes über buddhistische Mönche. Naja, würde ich heute sagen, ja, mein Leben ist durch Meditation glücklicher geworden, doch das war und ist immer noch harte Arbeit. Es ist das Ringen um die Intelligenz, den Unbewusstheiten des Lebens nicht mehr auszuweichen, sondern ihnen aus einem freundlichen Zustand von Entspannung heraus zu begegnen. Das bedeutet, unbewusste Reaktionen von anderen und sich selbst kühl und im Detail wahrzunehmen und dadurch intelligenter als vorher handeln zu können.

Der härteste Widersacher – Ich selbst

Mein schlimmster Feind sind nicht etwa die anderen, sondern ich selbst. Mit niemandem kann ich so gnadenlos unbewusst umgehen, wie mit mir selbst. Ich verdamme mich für einfache Menschlichkeiten, setze mir unerreichbare Ziele und fordere von mir, ohne überhaupt wahrzunehmen, dass ich fordere. Nicht, dass solche Feinseligkeit etwas besonderes wäre, jeder Mensch geht in seiner eigenen Weise gegen sich. Ich lebe in „guter“, unbewusster Gesellschaft.

Nichts kann helfen – weder ein Meister, noch Atem-Beobachten, noch ein Noseletter – die gegen mich gerichteten Unbewusstheiten aufzulösen. Nur eines hilft: die eigene Intelligenz. Sie muss entdeckt und genährt werden. Ein waghalsiges Unternehmen für jemanden, der sich selbst verdammt!

Was passiert also, wenn man meditiert?

• Man sieht die eigenen Unbewusstheiten
• Langsam, langsam schämt man sich nicht mehr dafür
• Durch Freundlichkeit mit sich selbst findet sich ein intelligenter Weg zu mehr Bewusstheit.

Einige wissenschaftliche Links über Meditation

Glücklicher durch Meditation
„Erfahrene Buddhisten sind in der Lage, ihr Gehirn durch bestimmte Meditationstechniken so zu trainieren, dass es auf bestimmte Reize von außen nur noch mit positiven Emotionen reagiert.“
Buddhisten sind messbar glücklichere Menschen

Neue Wahrnehmung
„Optische Illusionen bei meditierenden Mönchen rufen zum Teil gänzlich neue Wahrnehmungs-Effekte hervor.“
Meditation und Wahrnehmung

Meditation im Gefängnis
„Die Vipassana Meditation (eine stille Atem-Meditation) hatte nicht nur das Verhalten von Gefängnisinsassen und ihre Kooperationswilligkeit verbessert. Die Häftlinge, die die Technik geübt hatten, neigten auch weniger zur Depression. Sie fühlten sich weniger hilflos, hoffnungslos und feindselig. Außerdem rauchten sie seltener. In den USA war laut einer Studie des National Institute of Health die Abhängigkeit von Drogen und Alkohol unter den Häftlingen zurückgegangen.“
Meditation hilft Gefängnisinsassen

Weniger Schmerzen durch Meditation
„Wer regelmäßig meditiert, reagiert weniger empfindlich auf Schmerz. Verantwortlich dafür ist ein Rückgang der Aktivität in den Schmerzzentren des Gehirns, haben amerikanische Forscher in einer kleinen Studie gezeigt.“
Weniger Schmerz mit Meditation

Siehe zum Thema Schmerz auch den früheren Noseletter:
Meditierende leiden weniger

Und eine ganz andere Perspektive über Schmerzen beim Meditieren:
Schmerzen, die sich lohnen

Viel Spaß beim Meditieren
und Freundlich-zu-sich-selbst-sein

Samarpan

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Mönche, die mit ihren Gehirnhälften spielen

Im Januar Noseletter geht es um die zwei Welten unserer Gehirnhälften. In wissenschaftlichen Studien hatten tibetische Mönche den folgenden Test gemacht und bewiesen, wie sie durch Meditation ihre Gehirnhälften unabhängig voneinander benutzen können. Mache selbst den Test und erfahre, wo du stehst.

Wechselspiel von Worten zu Farben

Sehen-meditation

Wie weit geht deine Entspannung?

Versuche, den obenstehenden Text im Bild zu lesen.
Kannst du das, ohne dabei zu zögern?
Kannst du auch die Farben vorlesen und nicht das Wort?

Konflikt der Gehirnhälften

Was passiert in dem Test mit dem Gehirn? Beim Lesen entsteht ein Konflikt zwischen den beiden Gehirnhälften. Die eine Gehirnhälfte versucht, die Farbe zu bestimmen, während die andere darauf besteht, das Wort zu sagen.

Dieser Test wurde mit tibetischen Mönchen durchgeführt, die ihn ohne Schwierigkeiten bewältigten. Sie konnten die Worte genauso schnell vorlesen, wie die Farben. Woher kommt das? Menschen, die meditieren, haben die Fähigkeit, die Funktionen ihrer Gehirnhälften unbeteiligt zuzulassen.

Im Deutschlandfunk gab es Ende Dezember 2008 einen empfehlenswerten Hörfunkbeitrag, der darauf eingeht.
Neuronen und Nirwana Teil 2, Wie das Gehirn die Welt überwindet

Wechsle die Gehirnhälfte

Normalerweise befinden wir uns in der ‘Wort-Welt’, was bei diesem Test, Probleme verursacht. Es ist jedoch relativ einfach, in die ‘Farb-Welt’ zu wechseln. Probiere es aus:

Entspanne den Bauch und schaue mit weichem, offenen Blick auf alle Farben, ohne auf die Schrift zu achten. Entspanne! Es gibt nichts zu erreichen. Entspanne die Gesichtszüge. Dann gehe langsam von einer Farbe zur anderen, während du in der Entspannung bleibst. Der Zustand ist der eines Kindes, das sich einfach nur Farben ansieht und noch keine Worte lesen kann. Bleibe in dieser Welt und lese eine Farbe nach der anderen vor.

‘Wort-Welt’ und ‘Farb-Welt’

Das ist, was in Meditation passiert. Die Welt wird mit unschuldigem Blick gesehen, sie wird zur weiten und lebendigen ‘Farb-Welt’. Was nicht bedeutet, dass nicht jederzeit wieder zur ‘Wort-Welt’ gewechselt werden kann. Die ‘Wort-Welt’ ist die Welt der Gedanken, Sorgen, Ängste. Ganz ähnlich wie beim Lesen in dem Test ist der Meditierende fähig, diese Welt lediglich wie eine Form anzusehen. Worte, Emotionen (Gefühls-Dramen) oder Gedanken sind vorhanden, doch wie die Worte im Test können sie unbeachtet beiseite gestellt werden.

Die ‘Farb-Welt’ ist die ungefilterte, sinnliche Welt. Da gibt es Gerüche, Geschmack, Farben, Gefühle und Klänge, die direkt erfahren werden können. Die sinnliche ‘Farb-Welt’ existiert genau jetzt und genau hier. Deshalb benutzen viele Meditationstechniken die Sinne, um aus dem unwirklichen Gedankenstrom der ‘Wort-Welt’ in die Gegenwart und dessen Realität zu wechseln.

Beispiele für ‘Farb-Welt-Meditationen’

Gefühle vertiefen, Sinne benutzen

Gedanken ignorieren

Mitten im größten Verlangen – wende dich ab

Auf Worte verzichten und still werden

Sprung in die Stille

Die Wahrnehmung der ‘Wort-Welt’ und die direkte Erfahrung der ‘Farb-Welt’ sind jedoch nicht das Ende der Reise. In der Meditation geht es über diese Welten hinaus, zu der einzigartigen Qualität, die beide Welten sehen kann. Zur bewussten Wahrnehmung dessen, was jenseits von Farben und Formen besteht. Es gibt viele Worte dafür: Stille, Urgrund des Seins, das Nichts, Ursprünglichkeit, der innere Buddha, Meditation…

Worte können nichts darüber erzählen – zumindest meine nicht. Deshalb endet dieser Noseletter hier.

Viel Spaß beim Meditieren
und dem Erforschen von ‘Wort-’ und ‘Farb-Welten’

Samarpan

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Der Noseletter wird aus finanziellen Gründen nur noch ein- zweimal im Monat erscheinen. Den monatlichen Noseletter hier bestellen

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Kleinigkeiten aus einem einfachen Leben

Heute ein kleiner Mix aus diesem und jenem, lustige und nette Kleinigkeiten aus dem täglichen Leben…

Neu-jahr-noseletter

Dies und das zum Neubeginn

Zu Anfang des Neuen Jahres ein Orakel mit Gummibärchen. Stelle dir eine Frage und hier bekommst du die Antwort von dem Gummibärchen Orakel

In seinen Namen schauen

Was bedeuten wohl:
‘Esel Torten’ oder
‘Lerne es tot’ oder
‘Selten Tore’?

Das alles heißt Noseletter!
(‘Lerne es tot’ ist ja nicht gerade der Hit. Ist wahrscheinlich höchst spirituell gemeint…)
Mit Hilfe eines Anagramm-Generators kannst du entdecken, was hinter deinem Namen steckt…

Unschuld entdecken

Eine 6-jährige, die die Herzen der Engländer eroberte
(und auch meins)
Connie Talbot – eine sooo süße Stimme

Neu überdenken

Gebete für den Präsidenten
Eine Internetseite, die Millionen mobilisieren möchte, „täglich für unseren Präsidenten, unsere Führer, unsere Nation und unsere Streitkräfte zu beten“
Hätte irgendwie besser laufen können im letzten Jahr, nicht?
The Presidential Prayer Team

Ein leichtes Herz pflegen

Da braucht es wohl noch ein wenig Übung für die meisten von uns….
Wie man in ein kleines Auto einsteigt

**

Da kann ich wirklich laut lachen…
Französische Polizei einmal anders

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Lustiges unter anderem über Unternehmensberater
Volker Pispers 2004, Berufsgruppen, die diese Welt nicht braucht

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Ok,ok, kann doch jedem Mal passieren…
Die Abkürzung für Intelligenzquotient

Entspannen

Ein Platz für Demut – Natur!
A Place to be humble

Abenteuer

Abenteuer mit sich selbst wagen. Vielleicht mal einen unterstützenden Platz besuchen?
Erfahrungen mit dem Osho Resort

Viel Spaß beim Meditieren
und dem täglichen Neubeginn

Samarpan

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Das Gehirn funktioniert besser

Noseletter 58 – Was passiert, wenn man meditiert?

Nur 20 – 40 Minuten lang bewusst wahrnehmen und die grauen Gehirnzellen vermehren sich. Nach einem brandaktuellen Interview vom Spiegel mit einer amerikanischen Hirnforscherin verursacht Meditieren erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit. Zum Beispiel altert durch regelmäßige Meditation das Gehirn langsamer…

Meditation lässt das Gehirn wachsen

Gehirn-meditieren

„Einem Bericht des New Scientist vom 15. November 2005 zufolge haben Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert.

Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt, wie auch der präfrontale Cortex und das rechte vordere Insolinom.“

Forscher haben entdeckt, dass Meditation das Gehirn aufbaut

2 Monate Meditation und das Gehirn ist verändert

Auszüge aus einem Interview mit Sara Lazar, Hirnforscherin am Massachusetts General Hospital:

„Die ersten Veränderungen zeigen sich schon, wenn man nur zwei Monate lang regelmäßig meditiert. Beispielsweise erhöht sich die Dichte der grauen Substanz. Unsere Daten legen nahe: Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn.

Wir wissen, dass verschiedene Mechanismen am Werk sein können. Dazu gehört eine vermehrte Bildung von Blutgefäßen im Gehirn sowie eine Zunahme der Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Bisher vor allem im sogenannten Insellappen, der zum Großhirn gehört und für das Erkennen innerer Empfinden eine Rolle spielt. Überdies war eine Region im frontalen Kortex verändert, der wichtig ist für Aufmerksamkeit und Gedächtnis.“

Auszug aus Spiegel Online vom 25.11.2008
Weitere Information:
Harvardscience: Meditation associated with changes in brain, aging und
Harvardscience: Meditation found to increase brain size

Verdichtung ‘grauer Gehirnzellen’

„Im Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen, wurde innerhalb von Meditationsstudien der Frage nachgegangen, wie sich Meditationstraining auf die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt.

Der Vergleich von Meditierenden und Nichtmeditierenden ergab eine deutlich höhere Konzentration grauer Substanz in verschiedenen Hirnarealen bei den Meditierenden. Die graue Substanz im Gehirn ist die Schicht, in der unter anderem die Zellkörper der Nervenzellen lokalisiert sind. Allgemein wird angenommen: Eine dickere Schicht beziehungsweise eine größere Konzentration an grauer Substanz verbessert die jeweilige Funktion des Hirnareals.

Emotionales Umlernen wird möglich

Insbesondere zeigen sich Effekte im insulären Kortex, in dem Signale aus dem Körperinnern repräsentiert werden, sowie im Hippocampus. Dieser spielt eine ganz wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis und – als Teil des Limbischen Systems – für die Emotionen. Interessante Veränderungen bei den Meditierenden fanden wir zudem in einer Region, die für das Regulieren von Emotionen zuständig ist – dem orbitofrontalen Kortex. Dieses Areal unterstützt das Umlernen von Emotionen. Löst etwa eine Situation bei einem Menschen normalerweise Angst aus, dann ist es diese Region, die daran beteiligt ist, wenn der Betreffende lernt, auf die gleiche Situation eine andere, positive Gefühlsreaktion zu entwickeln.

Geistige Flexibilität

Es gibt erste Hinweise darauf, dass Meditation hier ebenfalls strukturelle Veränderungen bewirkt. Ganz konkret: Je mehr Zeit die Praktizierenden in ihr Meditationstraining investieren, desto größer ist offensichtlich die Konzentration grauer Substanz in dieser Hirnregion. Möglicherweise ist es diese Veränderung im Volumen und damit in der Verschaltung, die den Meditierenden hilft, die Umwelt mit „neuen Augen zu sehen“ und eingefahrene emotionale Reaktionsmuster durch eine offene, wohlwollende Haltung zu ersetzen – eine geistige Flexibilität, die bei vielen mit zunehmendem Alter nachlässt.“

Auszug aus Eine betörende Flucht aus der Gedankenflut

Fitness fürs Gehirn

Meditationsmethoden, die das Gehirn stärken
Gibberisch Meditation

OSHO Nadabrahma Meditation

Betrachte die Vergangenheit wie einen Traum

OSHO Devavani Meditation

Berühre sanft deine Augen

Bei Albträumen und Schlafstörungen

Schauen lernen
… und viele andere mehr.

Viel Spaß beim Meditieren
und einem lebensfrohen Gehirn

wünscht
Samarpan

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Meine Lieblings-Noseletter

FindYourNose.com ist 1 Jahr alt geworden. Anlass für mich, zurück zu schauen und noch einmal meine Lieblings-Noseletter in Erinnerung zu bringen.

Noseletter 52 – Was passiert, wenn man meditiert?

Noseletter-52

Geduld! Abwarten und Tee trinken

Warten ist schwer auszuhalten. Nicht nur im Alltag, sondern gerade auch beim Meditieren. Da hört man von großen Dingen, die passieren, wenn man meditiert (ich denke nur an die Schläfenlappen der Nonnen aus Noseletter 9, deren niedrige Gehirn Frequenzen ein All-Eins-Gefühl produzierten) … und selbst sitzt man da und es passiert nichts. So denkt man. Stimmt aber gar nicht. Warten können ebnet den Weg.

Warten bis in alle Ewigkeit

Ein Sinn für Schönheit

Meditation verstärkt das Fühlen und Empfinden. Jemand, der regelmäßig meditiert, wird sensibler für den Körper und dessen Sinnesorgane. Das hat viele Auswirkungen – nicht nur angenehme! Manchmal kann schnelle Gereiztheit durch Lärm und Störungen entstehen, die so manchen Meditierer zur Qual für die Umgebung werden lassen. Nach und nach entsteht jedoch ein tieferes Verständnis für den neuen Zustand von Sensitivität. Die erhöhte Wahrnehmung bringt nämlich andererseits eine neue Welt an Wundern mit sich, die den Beobachter staunend verweilen lässt. Gerade jetzt im Frühling beginnen Blätter vor Lebensfreude zu tanzen, Blüten sich der Liebe zu öffnen und die Luft in heiteren Klängen zu schwingen.

Die erhöhte Sensitivität eines meditierenden Menschen drängt ihn oft dazu, seine Erfahrung und Wahrnehmungen auszudrücken. Es entsteht objektive Kunst, das ist Kunst, die nicht vom Denken abhängig ist und einen Hauch von Stille und Lebensfreude in sich trägt.

In dem heutigen Noseletter zeige ich ein paar Beispiele und Links zu Kunst dieser Art.

Der Künstler, der über sich staunt

Widerstand!

Wenn wir keinen Widerstand gegen Schönheit, Wahrheit und Seligkeit hätten, dann bräuchten wir keine Meditationsmethoden. Es ist ganz normal – für jeden Menschen – sich gegen das zu wehren, was ihm gut tut und was für ihn natürlich ist.

Meditationstechniken helfen, Widerstände als solche zu erkennen. Die dynamischen Methoden verstärken die Widerstände sogar noch absichtlich, damit sie noch besser wahrgenommen werden können. Selig lächelnde Abbilder von mediterenden Menschen verbergen die nüchterne Realität, der jeder von ihnen unweigerlich vorher begegnen musste: Der liebevollen, wachsamen Sicht dessen, was sich als besonders wichtig und unglaublich dringend verkauft – dem Widerstand.

Offensichtliche und subtile Abwehrmechanismen

Meditation ist kein Trostpflästerchen

Als ich zu meditieren begann, war mein Leben ein einziges Chaos, nichts schien am richtigen Platz zu sein – weder die Beziehung, noch die Arbeit, noch die Wohnung und am allerwenigsten ich selbst. „Ein bisschen Entspannung wird mir gut tun,“ dachte ich und begann die aktiven Osho Meditationen zu machen. Als sportliche Herausforderung sozusagen. Ich hatte keine Hoffnung damals, wirklich etwas in meinem Leben zu verändern. Die Probleme waren zu viele und noch dazu erschienen sie „Gott-gegeben“, was bedeutet, ausweglos. Ich suchte nach einem Trostpflästerchen und dachte, Meditation könnte mir etwas vom Druck im Magen abnehmen. Es kam anders, der Druck vergrößerte sich. Meditation ist kein Trostpflästerchen, Meditation bewirkt die totale Veränderung.

Meditation bringt die totale Veränderung

Das ist der richtige Link im Text:
Wird Meditation mir helfen, glücklich zu sein?

Das Wunder von CHI – Lebensenergie

Manchmal fühle ich mich, als ob ich wenig Chi (auch Ki oder Qi), Lebensenergie, hätte. Heute, zum Beispiel, schleppe ich mich dahin und es scheint, als ob es kein Chi in mir gäbe. Das Chi ist jedoch nur zugeschüttet von Gedanken und Gefühlen. Meditation befreit das Chi. Wenn das Chi fließt, dann passieren ganz unglaubliche Dinge, wovon ich heute einen kleinen Geschmack geben möchte…

Unglaubliche Videos über das Chi

Intelligenz des Herzens

Es ist unerklärlich, was passiert, wenn man meditiert. Seit 45 Wochen versuche ich das Unaussprechliche festzuhalten und habe mich heute dazu entschlossen, einmal bewegende Bilder sprechen zu lassen. Bilder von Meistern der Meditation, deren Intelligenz nicht nur aus dem Herzen scheint, sondern auch aus deren Augen…

Meditation macht intelligent

Und hier kommt mein Noseletter Favourit:

Man lernt zu sterben

Das Leben scheint nie genug zu sein, der Tod kommt immer zu früh. Stellt euch nur einmal vor, jetzt, in diesem Moment zu sterben … Es wäre zu früh. 1000 Jahre wären nicht genug. In der Meditation erfährt sich ein anderes Leben, das, was niemals stirbt. Durch Meditation entsteht die innere Gewissheit, dass Sterben und Leben zusammen gehören. Die Hingabe an diese Erfahrung bringt Dankbarkeit mit sich.

Der Tod kommt beim Noseletter-schreiben

(In den Noselettern sind manche Links veraltet und sie funktionieren nicht mehr…)
Viel Spaß beim Meditieren
wünscht

Samarpan

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Die Intelligenz des Herzens erblüht

Noseletter 45 – Was passiert, wenn man meditiert?

Es ist unerklärlich, was passiert, wenn man meditiert. Seit 45 Wochen versuche ich das Unaussprechliche festzuhalten und habe mich heute dazu entschlossen, einmal bewegende Bilder sprechen zu lassen. Bilder von Meistern der Meditation, deren Intelligenz nicht nur aus dem Herzen scheint, sondern auch aus deren Augen…

Tipps

Um einmal darzustellen, wie sich Intelligenz durch Meditation manifestieren kann, habe ich mehrere Video Clips von Meistern gesammelt, deren Intelligenz relativ leicht wahrzunehmen ist. Heute geht es also nicht so sehr um die Worte, die in den Videos gesprochen werden, sondern es ist der Versuch, Intelligenz abzubilden.

Meher Baba (1894-1969)
Wortlose Intelligenz

Wir beginnen mit Meher Baba. Meher Baba kritisierte, dass Leute sich anschreien: „Je größer die Liebe, desto sanfter die Stimme.“ Letztlich brauche man gar keine Worte mehr. Deshalb schwieg er vom 10. Juli 1925 an die restlichen 44 Jahre seines Lebens. Um sich mitzuteilen, nutzte er fortan Buchstabentafeln und ab 1954 Handzeichen.
Interview mit Meher Baba, 1932
Avatar Meher Baba

Jiddhu Krishnamurti (1895-1986)
Intelligenz hat seine eigene Disziplin

„Die Wahrheit ist ein Land ohne vorgegebene Wege“, sagt Jiddhu Krishnamurti. Keine Methode, keine Religion, kein Lehrer könne zur Wahrheit führen. Jeder sei für seinen Weg selbst verantwortlich.
Krishnamurti über Intelligenz und Disziplin
Why don’t you change?

Georges Iwanowitsch Gurdjieff (1866-1949)
Harmonische Entwicklung des Menschens

Georges Iwanowitsch Gurdjieff spricht von einem Vierten Weg als Synthese und Weiterentwicklung der drei traditionellen Wege zur Evolution des Denkens (Yogi), des Fühlens (Mönch) und des Körpers (Fakir). Demnach verläuft der Vierte Weg im täglichen Leben – nicht etwa hinter Klostermauern oder im fernen Himalaya.
Tribute to Gurdjieff
The Forth Way – Fotos und Texte

Suzuki Shunryū Roshi (1905-1971)
„Dieser Kuchen ist köstlich“

Suzuki Shunryū Roshi soll auf seinem Totenbett nach einem Stück Kuchen als letzten Wunsch verlangt haben. Seine letzten Worte waren:“Mmmhhh, dieser Kuchen ist köstlich.** (Die letzten Worte eines Meisters sind traditionell die Zusammenfassung seiner Lehre.)
Sound and Noise

Taisen Deshimaru (1914-1982)
Einzig konzentriertes Sitzen

Taisen Deshimaru, japanischer Zen-Meister in der Sōtō-Linie, ließ sich in Paris nieder und versammelte in kurzer Zeit eine Schar Anhänger um sich, mit denen er sehr erfolgreich die Verbreitung des Zen-Buddhismus in Europa begann. Es entstanden zahlreiche neue Zen-Gruppen, die die Praxis des Zazen (Shikantaza: Einzig konzentriertes Sitzen) übten.
How to sit in Zazen
Mildtätige Schläge vom Meister

Osho (1931-1990)
Das Leben in allen seinen Facetten lieben und feiern

Osho sagt, jede wie auch immer geartete Tätigkeit kann dem inneren Wachstum dienen. Osho widerspricht sich oft selbst, bewusst, denn er will vermitteln, dass es nicht auf die Worte ankommt, sondern vielmehr darum geht, die Bindung an deren Bedeutung und Inhalte fallen zu lassen – wer die Wahrheit sucht, muss den Sprung ins Unbekannte wagen.
Selling Bliss
Anybody who gives you a belief system is your enemy


Alle Meister, die ihr hier gesehen habt, sind ganz normale Menschen, die nur ein wenig intelligenter sind als der Rest der Welt, das ist alles. So intelligent, wie du und ich in unserer eigenen Weise sein können.

Und noch was zum Schluss:
Perfekte Meister gibt es zu jeder Zeit

Viel Spaß mit der Intelligenz des Herzens
wünscht

Samarpan
PS: Jemand mit Intelligenz in seinen Händen


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Die Sekunden Meditation für mehr Wachheit im Alltag

Stille, heitere Artikel im Zen Shop

Das Glück des Alleinseins

Schon als ich 20 Jahre alt war und mich ziemlich alleine fühlte, hatte ich Angst davor, als alte Frau einsam vor dem Fernseher zu sterben. Damals hatte ich keine Ahnung von Meditation und der Köstlichkeit, die Alleinsein mit sich bringt. Heute ist es ein Genuss, wirklich alleine mit mir selbst zu sein, meine eigene Art genießend, in freudiger Unterstützung und warmer Akzeptanz, dessen, was ich gerade bin. Die einsame und abgestorbene Frau, die ich befürchtet hatte, zu werden, ist nicht mehr zu finden. Das Alleinsein hat nicht nur seine Bedrohung verloren, sondern ist vielmehr zum inneren Zuhause geworden. (Und wenn ich doch mal was fernsehen will, dann kann ich ja meinem Denken zuschauen …)

Alleinsein – die Quelle allen Reichtums

Tipps

Einerseits hatte ich mich früher sehr einsam und unglücklich übers Alleinsein gefühlt, andererseits war ich aber auch von den vielen „du sollst“ und „du musst“ aus meiner Umgebung überfordert und suchte die Einsamkeit zur Entlastung und Ruhe. Meditation gab mir dann die Erfahrung von alleine sein, zunächst im Sinne von „ohne die anderen“, alleine, ohne sie, weder in körperlicher Gegenwart, noch in geistiger in meinem Kopf. Mehr und mehr verschwanden die Anderen, wenn ich alleine war. Das Alleinsein wurde wirkliches Alleinsein, die entspannte Wahrnehmung meiner selbst. Shantam Dheeraj, der Meister von Tibetan Pulsing, hat einmal gesagt: „Alles, was die Menschen suchen, kaufen oder besitzen wollen, ist Entspannung.“ Alleinsein ist, mich in mir selbst auszuruhen. Alles, was mir heute wertvoll ist, kommt aus dem Zustand entspannten, freudigen Alleinseins.

Ein ZItat von Jiddu Krishnamurti: „Ich weiß nicht, ob Du jemals meditiert hast, ob Du jemals allein, ganz für Dich warst, weit entfernt von allen Dingen; von jedem Menschen, von allem Denken und Trachten – ob Du jemals vollkommen allein warst, nicht isoliert, nicht zurückgezogen in irgendeinen phantastischen Traum oder eine Vision, sondern weit weg von allem, so dass es in Dir nichts Erkennbares gibt, nichts, das Du durch Denken oder Fühlen erreichst – , so entrückt, dass in dieser großen Einsamkeit das tiefe Schweigen zu der einzigen Blüte wird, dem einzigen Licht und einem Zustand, der vom Denken her nicht zu ermessen ist.“
Jiddu Krishnamurti

In Büchern über die Kabbala wird Meditation und „das Alleinsein zu praktizieren“ gepriesen. Peter Staaden schreibt: „…Jedoch wurden diese Handlungen nicht aus egoistischen Gründen, zur Selbstheilung, oder Erreichung besonderer Fähigkeiten einfach technisch ausgeübt, sondern weil es für diese Personen von Oben so vorgesehen war, solche Dinge zu tun, um noch altruistischer zu werden. Die Techniken und deren Wirkung wurden diesen Personen von Innen enthüllt.
Zur Website

Alleinsein in Meditation bewirkt Intelligenz, Kreativität, Intuition und Stärke und, wie oben beschrieben, Altruismus. Das Wort Altruismus ist meiner Meinung nach ein altes Wort für Mitgefühl. Es passiert ein paradoxes Phänomen: Alleinsein öffnet die Türe zum Anderen. Anfangs hatte ich Sorge, dass ich durch meine Rückzüge aus der Welt den Kontakt verlieren würde. Es war erleichternd zu erfahren, dass sich diese Angst nicht bewahrheitete. Tatsächlich entwickelte sich durch Alleinsein Mitgefühl, Freundschaft, Liebe. Ich lebe heute alleine und habe viele, wirklich gute Freunde, mit denen ich herzliche und liebevolle Beziehungen erlebe.

Ein Erfahrungsbericht von Giten, der seine Eltern als Teenager verloren hatte: „Am Anfang war Alleinsein nur schmerzhaft und jedesmal, wenn ich tiefer in Liebe und Beziehungen ging, starrte mich der Tod an. Dies machte mir schmerzhaft meine eigene innere Einsamkeit bewusst. Je tiefer wir lieben, desto mehr begegnen wir unserer Einsamkeit. Erst nach vielen Jahren bekam ich eine Ahnung von einer anderen Art von Alleinsein. Das war die meditative, in der ich mich ausruhen konnte. Mein eigenes, inneres Alleinsein wurde zu einer Quelle von Liebe, Freude und Stille. Es war der Geschmack eines reinen Alleinseins, in dem ich so glücklich und zufrieden mit mir selbst sein konnte, dass ich niemanden oder irgendetwas sonst außerhalb von mir brauchte. Und ich erkannte auch, dass dieses meditatives Alleinsein eine innere Tür sein könnte zu etwas, das größer als ich selbst bin. Eine Türe zur Einheit mit der Existenz.“
Website von Giten
Und falls ihr Schwierigkeiten habt, euch zurück zu ziehen, dann gibt’s hier eine lustige Anleitung für einen praktischen, hausgemachten Retreat Raum…

Viel Spaß beim Meditieren und Alleinsein
wünscht euch

Samarpan
PS: Falls euch das Thema Alleinsein interessiert, Ende Juni 2008 biete ich ein Meditationsseminar zu diesem Thema an

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