Archiv für den ‘gehirnforschung’ Tag
Meditation ist nicht messbar
Noseletter 70 – Was passiert, wenn man meditiert?
Wenn man einen Apfel analysiert,
kann man dann erkennen,
wie der Apfelbaum, von dem er stammt, aussieht?
Wie seine Blüten riechen?
Die gegenwärtigen Anstrengungen der Wissenschaft, zu analysieren was Meditation ist, sind meiner Meinung nach ziemlich absurd. Sie analysieren die Materie, den Körper, die Gehirnfrequenzen und was man sonst noch so an Stofflichkeit bei einem Meditierenden messen kann. Genauestens wird ein Apfel untersucht, der Apfelbaum jedoch, der den Apfel hervorgebracht hat, und das Licht, das ihn nährte, die können durch eine ‘Apfelanalyse’ nicht erfahren werden.
Wenn wir bei dem Bild bleiben, dann wäre Meditation das Licht, das den Baum nährte, der wuchs, erblühte und Früchte trug. Wie soll man über die Analyse eines Apfels die individuellen Eigenschaften des dazugehörigen Baumes, seine Lebensumstände und Konstitution erfahren? Wie soll die Analyse der Gehirnfrequenz eines Menschen während eines bestimmten Moments darüber berichten können, was der Ursprung seines Seins ist?
Der Apfel hat es in sich…
Meditation ist nicht zu analysieren, Meditation ist nur selbst zu erfahren. Der Apfel kennt den Baum, der ihn genährt hat, er war Blüte, er hat die Jahreszeiten mit ihm erlebt und sich mit ihm gewandelt. Er ist ein Teil des Baumes und des Lichts, das ihn nährte. So kann sich ein Apfel der Eigenschaft von Meditation annähern, nicht jedoch ein Wissenschaftler…:))
Wie wirkt Meditation auf das Gehirn?
und andere unbedeutende Fragen…
Welchen Einfluss Meditation auf das Gehirn und den Körper hat, ist natürlich grundsätzlich interessant, genauso interessant, wie zu wissen, woraus sich ein Apfel zusammensetzt. Doch muss man nicht glauben, dadurch ein Verständnis für Meditation gewonnen zu haben.
Aktueller Artikel:
Mystik als angewandte Neurowissenschaft?
„Am Bender Institute of Neuroimaging (Bion) der Universität Gießen erforscht Ott, was während der Meditation im Gehirn passiert. Warum hilft Versenkung bei Angst, Stress oder Schmerzen? Welche Gehirnregionen werden bei mystischen Erfahrungen aktiviert? Kann man solche Bewusstseinsveränderungen überhaupt wissenschaftlich untersuchen?
Ja, behauptet Ott: Mystik sei angewandte Neurowissenschaft, ihre Theorien seien bislang nur nicht sauber aufgeschrieben worden. Die Vorgehensweisen von Yogis, Derwischen oder Einsiedlermönchen seien mit jenen westlicher Wissenschaftler durchaus verwandt. Für beide gelte das Prinzip: „Hypothese, Methode, Ergebnisse“, denn Mystik basiere nicht auf Glauben, sondern auf Erfahrung.“
Meditationsforscher: Achtsamkeit verändert das Gehirn, Stern.de vom 5.5.2009
Komisch, doch ich habe noch nie während meiner Meditation an ‘Hypothese, Methode und Ergebnisse’ gedacht. Du? Naja, ich bin ja auch weder Yogi, noch Derwisch, noch Einsiedlermönch…
Meditation ist jenseits von Gesetzen
Meditation ist…
• … jenseits von Gedanken,
seien sie noch so wissenschaftlich und interessant
• … jenseits von Gesetzen
Meditation ist völlig individuell, vielfältig und unberechenbar; bei dem einen wird sie zu Liebe, bei dem anderen zu Freiheit, und wieder einem anderen zu unspektakulärer Gewöhnlichkeit…
• … ohne Hypothesen
Hypothesen sind Teil eines Ziels – der Erforschung und Konzeptionierung einer unbekannten Größe. Meditation kann nicht zielbewusst erforscht werden, je mehr Meditation erkundet wird, umso unbekannter wird diese Größe. Einstein hatte ähnliches mit der Erforschung des Universums erfahren… Im Falle von Meditation bringen Hypothesen den Forscher nur einen kleinen Schritt weiter – im Hamsterrad.
• … ohne Methode
Da Meditation alles ist und alles durchdringt gibt es keine Methode, sie zu erforschen und zu erfassen. Meditationsmethoden werden lediglich zur Einstimmung benutzt, den Schritt ins Unbekannte zuzulassen, können jedoch Meditation nicht selbst bewirken. Die hängt vom Meditierenden ab.
• … ohne Suche nach Ergebnissen
Die Suche selbst ist das Hindernis, es gibt keine Ergebnisse, die zu erreichen wären.
„Ein Pfund Freiheit, bitte!“
Meditation ist so etwas wie Freiheit, Liebe, Schönheit, Wahrheit… alles Dinge, die nicht messbar sind. Wer diese Dinge erfassen möchte, der braucht nicht etwa die Gehirnströme seines Kopfes zu analysieren, es genügt, sich zu entspannen und die Persönlichkeit hinzugeben, mal sehen, was dann passiert…
Verwandte Artikel über Wissenschaft und Meditation
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Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl
Positive Effekte auf Immunsystem und Gehirn durch Meditation
Viel Spaß beim Meditieren
und Apfelbaum-Erforschen
Samarpan
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Mönche, die mit ihren Gehirnhälften spielen
Im Januar Noseletter geht es um die zwei Welten unserer Gehirnhälften. In wissenschaftlichen Studien hatten tibetische Mönche den folgenden Test gemacht und bewiesen, wie sie durch Meditation ihre Gehirnhälften unabhängig voneinander benutzen können. Mache selbst den Test und erfahre, wo du stehst.
Wechselspiel von Worten zu Farben
Wie weit geht deine Entspannung?
Versuche, den obenstehenden Text im Bild zu lesen.
Kannst du das, ohne dabei zu zögern?
Kannst du auch die Farben vorlesen und nicht das Wort?
Konflikt der Gehirnhälften
Was passiert in dem Test mit dem Gehirn? Beim Lesen entsteht ein Konflikt zwischen den beiden Gehirnhälften. Die eine Gehirnhälfte versucht, die Farbe zu bestimmen, während die andere darauf besteht, das Wort zu sagen.
Dieser Test wurde mit tibetischen Mönchen durchgeführt, die ihn ohne Schwierigkeiten bewältigten. Sie konnten die Worte genauso schnell vorlesen, wie die Farben. Woher kommt das? Menschen, die meditieren, haben die Fähigkeit, die Funktionen ihrer Gehirnhälften unbeteiligt zuzulassen.
Im Deutschlandfunk gab es Ende Dezember 2008 einen empfehlenswerten Hörfunkbeitrag, der darauf eingeht.
Neuronen und Nirwana Teil 2, Wie das Gehirn die Welt überwindet
Wechsle die Gehirnhälfte
Normalerweise befinden wir uns in der ‘Wort-Welt’, was bei diesem Test, Probleme verursacht. Es ist jedoch relativ einfach, in die ‘Farb-Welt’ zu wechseln. Probiere es aus:
Entspanne den Bauch und schaue mit weichem, offenen Blick auf alle Farben, ohne auf die Schrift zu achten. Entspanne! Es gibt nichts zu erreichen. Entspanne die Gesichtszüge. Dann gehe langsam von einer Farbe zur anderen, während du in der Entspannung bleibst. Der Zustand ist der eines Kindes, das sich einfach nur Farben ansieht und noch keine Worte lesen kann. Bleibe in dieser Welt und lese eine Farbe nach der anderen vor.
‘Wort-Welt’ und ‘Farb-Welt’
Das ist, was in Meditation passiert. Die Welt wird mit unschuldigem Blick gesehen, sie wird zur weiten und lebendigen ‘Farb-Welt’. Was nicht bedeutet, dass nicht jederzeit wieder zur ‘Wort-Welt’ gewechselt werden kann. Die ‘Wort-Welt’ ist die Welt der Gedanken, Sorgen, Ängste. Ganz ähnlich wie beim Lesen in dem Test ist der Meditierende fähig, diese Welt lediglich wie eine Form anzusehen. Worte, Emotionen (Gefühls-Dramen) oder Gedanken sind vorhanden, doch wie die Worte im Test können sie unbeachtet beiseite gestellt werden.
Die ‘Farb-Welt’ ist die ungefilterte, sinnliche Welt. Da gibt es Gerüche, Geschmack, Farben, Gefühle und Klänge, die direkt erfahren werden können. Die sinnliche ‘Farb-Welt’ existiert genau jetzt und genau hier. Deshalb benutzen viele Meditationstechniken die Sinne, um aus dem unwirklichen Gedankenstrom der ‘Wort-Welt’ in die Gegenwart und dessen Realität zu wechseln.
Beispiele für ‘Farb-Welt-Meditationen’
• Gefühle vertiefen, Sinne benutzen
• Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
• Auf Worte verzichten und still werden
Sprung in die Stille
Die Wahrnehmung der ‘Wort-Welt’ und die direkte Erfahrung der ‘Farb-Welt’ sind jedoch nicht das Ende der Reise. In der Meditation geht es über diese Welten hinaus, zu der einzigartigen Qualität, die beide Welten sehen kann. Zur bewussten Wahrnehmung dessen, was jenseits von Farben und Formen besteht. Es gibt viele Worte dafür: Stille, Urgrund des Seins, das Nichts, Ursprünglichkeit, der innere Buddha, Meditation…
Worte können nichts darüber erzählen – zumindest meine nicht. Deshalb endet dieser Noseletter hier.
Viel Spaß beim Meditieren
und dem Erforschen von ‘Wort-’ und ‘Farb-Welten’
Samarpan
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MediMedia – Meditation in den Medien
Bücher, Musik, Filme
Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Noseletter 59 – Was passiert, wenn man meditiert?
In schwierigen Zeiten, dann, wenn wenig Geld da ist, wenn die Beziehung kriselt, wenn die Gesundheit schwach ist… dann laufen Gedanken und Emotionen auf Hochtouren. Wie praktisch ist es dann, in der Meditation wirklich tief erfahren zu haben, dass wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sind.
Stilles Wahrnehmen
Nein, nein, das Leben wird nicht kalt und grau, wenn Emotionen keine große Bedeutung mehr gegeben wird. Im Gegenteil, ohne Emotionen ist Platz für die wirklichen Gefühle im Leben, Liebe, Mitgefühl, Freude, Trauer, Dankbarkeit… Situationen bleiben das, was sie sind und werden nicht von Gedanken in Horrorszenarien umgewandelt.
Gedanken als bloße Gedanken wahrnehmen
1979 entwickelte Jon Kabat-Zinn die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), die bei depressiven Patienten eingesetzt wurde. „Diese Methode der Achtsamkeit trainiert, die vollständige Aufmerksamkeit in stets akzeptierender Weise auf Erfahrungen zu richten, welche im gegenwärtigen Moment passieren.“… „Die Meditation lehrt sie, (auch depressive) Gedanken lediglich als Gedanken, und nicht als etwas Substantielles wahrzunehmen.“
Aus einem interessanten Artikel über Wissenschaft und Meditation auf Heise:
Gib dem Affen Zucker
Auf dem Fernsehsender arte wissenschaft wurde im Februar 2007 eine Dokumentation „Mönche im Labor“ ausgestrahlt. Neurowissenschaftler trafen sich mit buddhistischen Mönchen, die Meditationstechniken praktizieren, mit denen sie Konzentration und Gefühle steuern können. Eine spannende Begegnung Jahrtausendealter Tradition und moderner Technik. Die Dokumentation zeigt Neurowissenschaftler in ihren Laboren, die Versuche mit praktizierenden Buddhisten durchführen. Sie verschafft Einblicke in das Verhältnis zwischen Körper und Geist und die faszinierende Formbarkeit des Gehirns.
‘Mönche im Labor’, Artikel auf arte
Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl
Ich empfehle, sich die Dokumentation „Mönche im Labor“ anzusehen. Nicht nur, dass man in diesem Film beeindruckende meditierende Menschen sehen kann, die allein schon durch die Art wie sie sind, viel über Meditation aussagen. In diesem Film wird auch von Experimenten berichtet, die zeigen, wie uns Emotionen normalerweise steuern. Es gibt zum Beispiel eine Sequenz in der Dokumentation, bei der einem Mönch in einem Versuch unter die Haut gehende Bilder gezeigt werden und die einzige Reaktion des Meditierenden sind leicht bebende Nasenflügel. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass er kein Mitgefühl hatte. Der gleiche Versuch mit Studenten zeigt, wie deren Gesichter auf alles reagieren, was ihnen von außen angetragen wird. Die Reaktionen ihrer Gesichter wurden dokumentiert und es wird sichtbar, wie sehr ihre Gedanken ihr Leben steuern.
Die erhellende, wissenschaftliche und gut verständliche Dokumentation ist auf YouTube hochgeladen. Wer nicht die Zeit hat, sich alles anzusehen, dem empfehle ich vor allem die Teile 3, 4 und 5.
3. Glücklicher durch trainierte Emotionen
4. Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht
Wenn Gedanken und Emotionen verrückt spielen…
Gedanken ignorieren
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
Wutenbrannt? Sei wie tot
Die Stopp! Meditation
Viel Spaß beim Meditieren
und einem einfachen Leben
Samarpan
PS: Wer Einkäufe lieber in Stille erledigt, hier eine gute Empfehlung: Zwei kleine Experimente beim Einkaufen
PPS: Einen spirituellen Film ansehen – Bilder aus dem Unterbewusstsein
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Das Gehirn funktioniert besser
Noseletter 58 – Was passiert, wenn man meditiert?
Nur 20 – 40 Minuten lang bewusst wahrnehmen und die grauen Gehirnzellen vermehren sich. Nach einem brandaktuellen Interview vom Spiegel mit einer amerikanischen Hirnforscherin verursacht Meditieren erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit. Zum Beispiel altert durch regelmäßige Meditation das Gehirn langsamer…
Meditation lässt das Gehirn wachsen
„Einem Bericht des New Scientist vom 15. November 2005 zufolge haben Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert.
Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt, wie auch der präfrontale Cortex und das rechte vordere Insolinom.“
Forscher haben entdeckt, dass Meditation das Gehirn aufbaut
2 Monate Meditation und das Gehirn ist verändert
Auszüge aus einem Interview mit Sara Lazar, Hirnforscherin am Massachusetts General Hospital:
„Die ersten Veränderungen zeigen sich schon, wenn man nur zwei Monate lang regelmäßig meditiert. Beispielsweise erhöht sich die Dichte der grauen Substanz. Unsere Daten legen nahe: Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn.
Wir wissen, dass verschiedene Mechanismen am Werk sein können. Dazu gehört eine vermehrte Bildung von Blutgefäßen im Gehirn sowie eine Zunahme der Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Bisher vor allem im sogenannten Insellappen, der zum Großhirn gehört und für das Erkennen innerer Empfinden eine Rolle spielt. Überdies war eine Region im frontalen Kortex verändert, der wichtig ist für Aufmerksamkeit und Gedächtnis.“
Auszug aus Spiegel Online vom 25.11.2008
Weitere Information:
Harvardscience: Meditation associated with changes in brain, aging und
Harvardscience: Meditation found to increase brain size
Verdichtung ‘grauer Gehirnzellen’
„Im Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen, wurde innerhalb von Meditationsstudien der Frage nachgegangen, wie sich Meditationstraining auf die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt.
Der Vergleich von Meditierenden und Nichtmeditierenden ergab eine deutlich höhere Konzentration grauer Substanz in verschiedenen Hirnarealen bei den Meditierenden. Die graue Substanz im Gehirn ist die Schicht, in der unter anderem die Zellkörper der Nervenzellen lokalisiert sind. Allgemein wird angenommen: Eine dickere Schicht beziehungsweise eine größere Konzentration an grauer Substanz verbessert die jeweilige Funktion des Hirnareals.
Emotionales Umlernen wird möglich
Insbesondere zeigen sich Effekte im insulären Kortex, in dem Signale aus dem Körperinnern repräsentiert werden, sowie im Hippocampus. Dieser spielt eine ganz wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis und – als Teil des Limbischen Systems – für die Emotionen. Interessante Veränderungen bei den Meditierenden fanden wir zudem in einer Region, die für das Regulieren von Emotionen zuständig ist – dem orbitofrontalen Kortex. Dieses Areal unterstützt das Umlernen von Emotionen. Löst etwa eine Situation bei einem Menschen normalerweise Angst aus, dann ist es diese Region, die daran beteiligt ist, wenn der Betreffende lernt, auf die gleiche Situation eine andere, positive Gefühlsreaktion zu entwickeln.
Geistige Flexibilität
Es gibt erste Hinweise darauf, dass Meditation hier ebenfalls strukturelle Veränderungen bewirkt. Ganz konkret: Je mehr Zeit die Praktizierenden in ihr Meditationstraining investieren, desto größer ist offensichtlich die Konzentration grauer Substanz in dieser Hirnregion. Möglicherweise ist es diese Veränderung im Volumen und damit in der Verschaltung, die den Meditierenden hilft, die Umwelt mit „neuen Augen zu sehen“ und eingefahrene emotionale Reaktionsmuster durch eine offene, wohlwollende Haltung zu ersetzen – eine geistige Flexibilität, die bei vielen mit zunehmendem Alter nachlässt.“
Auszug aus Eine betörende Flucht aus der Gedankenflut
Fitness fürs Gehirn
Meditationsmethoden, die das Gehirn stärken
Gibberisch Meditation
Betrachte die Vergangenheit wie einen Traum
Bei Albträumen und Schlafstörungen
Schauen lernen
… und viele andere mehr.
Viel Spaß beim Meditieren
und einem lebensfrohen Gehirn
wünscht
Samarpan
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Wie die Gehirnwellen eines Kleinkindes
Die Wahrnehmung eines Kleinkindes ist ähnlich der des Dalai Lamas. (Ob der Dalai Lama deshalb so unschuldig wirkt?) Sowohl ein Kleinkind als auch der Dalai Lama verfügen über eine Gehirnfrequenz von etwa fünf Hertz (fünf Schwingungen pro Sekunde). Die eines „normalen“ Erwachsenen liegt bei elf Hertz. Fünf Hertz werden von uns Erwachsenen nur im Tiefschlaf oder in Meditation erreicht. Zudem gleichen sich die Frequenzen bei Kleinkindern im Gehirn an. Das bedeutet, sie schwingen in beiden Gehirnhälften in einem ähnlichen Rhythmus. Das bewirkt eine erstaunliche Fähigkeit zur Wahrnehmung. Kleinkinder sind sich dessen nicht bewusst – Meditierer schon.
Kreativ, intuitiv und die Fähigkeit, wahrzunehmen

Die bei Kleinkindern und Meditierern festgestellten langsamen Schwingungsfrequenzen und deren Angleichung untereinander in Höhe und Tiefe haben eine große Auswirkung im Gehirn: Beide Gehirnhälften, sowie alle Gehirnareale werden ganzheitlich miteinander verbunden. Kleinkinder empfangen und senden nicht nur auf einer anderen Frequenz als normale Erwachsene, sondern sie verfügen auch über ein doppelt so hohes Potential für Transformation, da das Gehirn auf „einer Welle liegt“.
Was passiert, wenn sich Gehirnfrequenzen angleichen?
Wenn zum Beispiel in unserem Gehirn das Reptilienhirn, das limbische System sowie der Neokortex auf einer ähnlichen Frequenz Informationen verarbeiten, dann kann das Gesamtpotential des Menschen genutzt werden: Gefühl, Logik, Erfahrung, archaisches Wissen und intuitiver Zugang sind gleichgestellt und in bestem Austausch miteinander.
Das Gehirn hat eine Million mal langsamere Verbindungen als ein Computer, arbeitet aber eine Million mal schneller. Es gibt bisher keine Erklärungen, wie dies möglich ist. Die Snchronisation der Gehirnfrequenzen mag eine Erklärung sein. Ein synchronisiertes Nervensystem bringt eine enorm gesteigerte Anpassungs- und Leistungsfähigkeit mit sich. Wenn dieses Prinzip auch im Gehirn wirkt, wäre die Leistungsfähigkeit des Gehirns erklärbar.
Ein gut synchronisiertes Nervensystem stellt den Zustand höchsten Bewusstseins dar: hohe Konzentration und rationale Fähigkeiten bei voller Kreativität, hohe Wahrnehmungs-Sensibilität bei zugleich hoher Intuition. Wir können auch Informationen und Entwicklungen in unsere neuronalen Entscheidungsprozesse einfließen lassen, die uns nicht bewusst sind.
Bei der Messung des Lama Doboom Tulku am 12.12.2002 lag der Normalzustand der Gehirnfrequenz quasi permanent bei oder unter fünf Hz, wie beim Kleinkind. Auch in der westlichen Welt gelten die höchsten Lamas als besonders weise. Daher scheint es so zu sein, dass
a) der Mensch erwachsen werden kann, ohne diesen Einheitszustand zu verlieren und
b) die Fähigkeiten des Erwachsenen durch niedere Gehirnfrequenzen und deren Synchronisation deutlich an Qualität gewinnen.
Nachzulesen auf www.global-brain-sounds.info
Falls noch irgendwelche Fragen bestehen, darüber, was Meditation bewirkt, hier eine unmissverständliche Antwort:
Von einem Zenmeister wird berichtet, dass er einst auf die Frage, was ihm denn das viele Sitzen in Meditation gebracht hätte, sich umdrehte, seinen Rock hob und seinen Hintern zeigte. Der war vom vielen Sitzen ledern und schrumpelig geworden.
Viel Spaß beim Meditieren und mit langsam schwingenden, synchronisierten Gehirnarealen und dessen Effekten
wünscht euch
Samarpan
PS: Musst du eine Entscheidung treffen? Dann schaue doch mal auf den Tipp der Woche
Von Nonnen und deren Schläfenlappen
Es gibt Versuche in der Wissenschaft, Meditation biologisch, neurologisch, psychologisch, physiologisch … kurz, auf allen Ebenen des Körpers zu erklären. In Studien von Andrew Newberg, von der Universität Pennsylvania Medical School, wird berichtet, wie sich mystische Erfahrungen im Gehirn auswirken. 36 Nonnen wurden während sie beteten untersucht. Immer wenn sie sich „Gott“ nahe fühlten, zogen sie an einem Messband, worauf ihre Gehirnaktivität gescannt wurde. Es zeigte sich, dass die Schläfenlappen besonders niedrige Aktivität während dieser Zeit hatten und damit sei das „All-Eins-Gefühl“ zu erklären.
Der weltweit bekannte Autor und für authentische Spiritualität eintretende Ken Wilber bezeichnete es als albern, mystische Erfahrung wie „neurologische Rülpser“ zu behandeln. Nach dem Studium unzähliger Untersuchungen über Meditation, bin ich ihm höchst dankbar für diesen Ausspruch. Meditation bringt Unglaubliches im Körper-Geist-System zustande, was nicht mehr angezweifelt werden kann. Für diesen Noseletter erlaube ich mir jedoch eine Pause von dem Gewirr an klinischen Fachausdrücken und beschreibe die Meditationserfahrung eines ganz normalen Menschen. Mir selbst.
Meditation passiert im täglichen Leben – ein Erfahrungsbericht

Nach ziemlich anstrengenden Körperübungen war das Still Sitzen gut für mich, es hat mir Spaß gemacht. Die Beine sind zwar manchmal eingeschlafen, doch sonst war alles ziemlich wach innen drinnen. Die Gedanken plapperten vor sich hin … Es ist nichts Großartiges passiert, außer, dass ich irgendwie mehr Kontakt zu mir selbst habe.
Danach, in der Arbeit war ich zunächst erschöpft, das Denken wollte nicht so richtig losspurten. Interessanterweise haben sich die Dinge trotzdem erledigt. Das war eine gute Erfahrung. Ich dachte, ich würde nichts tun, und am Ende des Tages war dann doch alles erledigt.
Einmal hatte ich Feuer gefangen, als mich eine Frau am Telefon mit einer schon besprochenen Sache erneut nervte. Ich bemerkte, wie meine Stimme gemein wurde und zügelte mich. Die Frau hatte auf meine leicht gewaltsame Stimme störrisch reagiert. Ganz natürlich wurde klar, dass gemein sein in diesem Fall nichts helfen wird. Ich lenkte ein, gab uns eine Auszeit und sagte, ich würde das noch mal prüfen und später zurückrufen. In der Auszeit hatte ich eine neue Idee und schließlich löste sich alles in Wohlgefallen auf.
Ein gutes Beispiel dafür, wie Wachheit und Aufmerksam-Sein nach der eigentlichen Meditationszeit nachwirken. Als ich von der Arbeit nach Hause radelte, entdeckte ich mich als neidisch. Eine schöne junge Frau fuhr in einem schwarzen Flitzer vorbei und ich erkannte, dass diese jugendliche Zeit für immer vorbei war. So etwas wie Neid drang mir in den Magen.
Eine Stunde still sitzen am Tag und während des restlichen Tages werden Gedanken laut und Gefühle überdeutlich.
Meditation ist, sich in freundlicher Art mit dem vertraut machen, was in unserem Körper und Denken vorgeht, sagt Sakyong Mipham, ein buddhistischer Mönch. Das kann alles Mögliche sein, Eifersucht, Ärger oder andere Gefühle und Gedanken. Hier ein Link zu einem kurzen, empfehlenswerten Vortrag in englischer Sprache, den ich sehr interessant zum Thema Meditation im Alltag finde. „Meditation is like drinking water“
Wer in diesem Noseletter die wissenschaftlichen Links vermisst, hier noch drei zum Schmökern:
Wissenschaftler scannen Gehirne von Nonnen
Gott und das Gehirn: Wie wir auf Spiritualität programmiert sind
Mehr Laborwissenschaft dann im nächsten Noseletter …
Viel Spaß beim Meditieren
wünscht euch
Samarpan
PS:Seid ihr schon mal durch ein Sternentor gegangen? Nein? Dann schaut mal hier drauf …
PPS: Auf FindYourNose.com gibt es zwei neue Navigationspunkte zum Thema Meditation — Einen unter Lieben, den anderen unter Arbeiten ….
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