Archiv für den ‘forschung’ Tag
Meditation ist nicht messbar
Noseletter 70 – Was passiert, wenn man meditiert?
Wenn man einen Apfel analysiert,
kann man dann erkennen,
wie der Apfelbaum, von dem er stammt, aussieht?
Wie seine Blüten riechen?
Die gegenwärtigen Anstrengungen der Wissenschaft, zu analysieren was Meditation ist, sind meiner Meinung nach ziemlich absurd. Sie analysieren die Materie, den Körper, die Gehirnfrequenzen und was man sonst noch so an Stofflichkeit bei einem Meditierenden messen kann. Genauestens wird ein Apfel untersucht, der Apfelbaum jedoch, der den Apfel hervorgebracht hat, und das Licht, das ihn nährte, die können durch eine ‘Apfelanalyse’ nicht erfahren werden.
Wenn wir bei dem Bild bleiben, dann wäre Meditation das Licht, das den Baum nährte, der wuchs, erblühte und Früchte trug. Wie soll man über die Analyse eines Apfels die individuellen Eigenschaften des dazugehörigen Baumes, seine Lebensumstände und Konstitution erfahren? Wie soll die Analyse der Gehirnfrequenz eines Menschen während eines bestimmten Moments darüber berichten können, was der Ursprung seines Seins ist?
Der Apfel hat es in sich…
Meditation ist nicht zu analysieren, Meditation ist nur selbst zu erfahren. Der Apfel kennt den Baum, der ihn genährt hat, er war Blüte, er hat die Jahreszeiten mit ihm erlebt und sich mit ihm gewandelt. Er ist ein Teil des Baumes und des Lichts, das ihn nährte. So kann sich ein Apfel der Eigenschaft von Meditation annähern, nicht jedoch ein Wissenschaftler…:))
Wie wirkt Meditation auf das Gehirn?
und andere unbedeutende Fragen…
Welchen Einfluss Meditation auf das Gehirn und den Körper hat, ist natürlich grundsätzlich interessant, genauso interessant, wie zu wissen, woraus sich ein Apfel zusammensetzt. Doch muss man nicht glauben, dadurch ein Verständnis für Meditation gewonnen zu haben.
Aktueller Artikel:
Mystik als angewandte Neurowissenschaft?
„Am Bender Institute of Neuroimaging (Bion) der Universität Gießen erforscht Ott, was während der Meditation im Gehirn passiert. Warum hilft Versenkung bei Angst, Stress oder Schmerzen? Welche Gehirnregionen werden bei mystischen Erfahrungen aktiviert? Kann man solche Bewusstseinsveränderungen überhaupt wissenschaftlich untersuchen?
Ja, behauptet Ott: Mystik sei angewandte Neurowissenschaft, ihre Theorien seien bislang nur nicht sauber aufgeschrieben worden. Die Vorgehensweisen von Yogis, Derwischen oder Einsiedlermönchen seien mit jenen westlicher Wissenschaftler durchaus verwandt. Für beide gelte das Prinzip: „Hypothese, Methode, Ergebnisse“, denn Mystik basiere nicht auf Glauben, sondern auf Erfahrung.“
Meditationsforscher: Achtsamkeit verändert das Gehirn, Stern.de vom 5.5.2009
Komisch, doch ich habe noch nie während meiner Meditation an ‘Hypothese, Methode und Ergebnisse’ gedacht. Du? Naja, ich bin ja auch weder Yogi, noch Derwisch, noch Einsiedlermönch…
Meditation ist jenseits von Gesetzen
Meditation ist…
• … jenseits von Gedanken,
seien sie noch so wissenschaftlich und interessant
• … jenseits von Gesetzen
Meditation ist völlig individuell, vielfältig und unberechenbar; bei dem einen wird sie zu Liebe, bei dem anderen zu Freiheit, und wieder einem anderen zu unspektakulärer Gewöhnlichkeit…
• … ohne Hypothesen
Hypothesen sind Teil eines Ziels – der Erforschung und Konzeptionierung einer unbekannten Größe. Meditation kann nicht zielbewusst erforscht werden, je mehr Meditation erkundet wird, umso unbekannter wird diese Größe. Einstein hatte ähnliches mit der Erforschung des Universums erfahren… Im Falle von Meditation bringen Hypothesen den Forscher nur einen kleinen Schritt weiter – im Hamsterrad.
• … ohne Methode
Da Meditation alles ist und alles durchdringt gibt es keine Methode, sie zu erforschen und zu erfassen. Meditationsmethoden werden lediglich zur Einstimmung benutzt, den Schritt ins Unbekannte zuzulassen, können jedoch Meditation nicht selbst bewirken. Die hängt vom Meditierenden ab.
• … ohne Suche nach Ergebnissen
Die Suche selbst ist das Hindernis, es gibt keine Ergebnisse, die zu erreichen wären.
„Ein Pfund Freiheit, bitte!“
Meditation ist so etwas wie Freiheit, Liebe, Schönheit, Wahrheit… alles Dinge, die nicht messbar sind. Wer diese Dinge erfassen möchte, der braucht nicht etwa die Gehirnströme seines Kopfes zu analysieren, es genügt, sich zu entspannen und die Persönlichkeit hinzugeben, mal sehen, was dann passiert…
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Viel Spaß beim Meditieren
und Apfelbaum-Erforschen
Samarpan
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99 Gründe für Meditation
Noseletter 65 – Was passiert, wenn man meditiert?
Vieles passiert, wenn man meditiert. Hier eine – unvollständige – Liste, mit 99 guten Gründen für Meditation…
Was passiert eigentlich, wenn man meditiert?
99 Antworten
1. Man hat einen ewigen Begleiter – den Atem
2. Man beginnt, sich zu lieben
3. Mehrmals am Tag fühlt man, dass sich dieser Moment zu leben lohnt
4. Man freut sich über Herausforderungen
5. Man genießt es, sich zu entspannen
6. Es entsteht körperliches Wohlbefinden
7. Man fühlt sich dankbar
8. Man lernt, loszulassen
9. Die kleinen Dinge im Leben sind genauso wichtig wie die großen
10. Freunde – das sind Menschen, Tiere und Pflanzen
11. Man lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu hören
12. Man liebt andere Menschen für das, was sie sind
13. Man lässt es, mit sich selbst zu kämpfen
14. Man handelt spontan
15. Morgens aufzustehen ist ein Geschenk, genauso, wie abends ins Bett zu gehen
16. Man entwickelt einen eigenen Stil beim Kochen, Malen, Gehen
17. Der Körper balanciert sich aus, so auch das Leben
18. Man hat viel Energie für die wichtigen Dinge im Leben
19. Man bekommt nicht so schnell eine Grippe, weil das Immunsystem sich verbessert
20. Man braucht nur noch sich selbst zu gehorchen
21. Leere Zwischenräume werden interessant
22. Man liebt es, zuzuhören
23. Man wird kreativ mit Tätigkeiten, bei denen man es nie erwartet hätte, zum Beispiel Putzen
24. Man regt sich nicht mehr über Dinge auf, die nicht funktionieren
25. Man erblüht mit seinem Wesen
26. Sicherheit ist etwas, was man in sich und nicht außerhalb findet
27. Man freut sich darüber, eigene Unbewusstheit zu sehen
28. Man fließt wie der Fluss ins Meer
29. Das Essen und der Tee schmecken köstlich
30. Man erfährt, was es bedeutet, zu sterben
31. Die Reaktionsfähigkeit wird schneller
32. Man lernt, über sich selbst zu lachen und über andere
33. Der Geruch einer Rose verzückt
34. Man verhält sich konstruktiv
35. Man erfährt Schönheit, Wahrheit und Göttlichkeit
36. Farben werden intensiv wahrgenommen
37. Man lebt seine Wahrheit
38. Man findet in jeder Situation einen Ruhepol
39. Die Urteile der anderen werden zur Anregung, nicht zur Bedrohung
40. Man lernt sich hinzugeben, im täglichen Leben, in der Liebe und auch im Tod
41. Man liebt es, dazu zu lernen
42. Das Leben vereinfacht sich
43. Entscheidungen zu treffen wird leicht
44. Man geht ungestört seinen Weg
45. Glück ist, wenn man alleine ist
46. Veränderung wird zum Lebensstil
47. Wut, Eifersucht und Sorgen verlieren an Intensität
48. Man hört auf, zu hoffen
49. Man lässt es, wegzurennen und zu vermeiden
50. Man lernt, Schmerzen als Ton wahrzunehmen
51. Katastrophen werden zu einer Gelegenheit für Bewusstheit
52. Man erkennt, dass das Leben aus vielen Facetten besteht
53. Man muss niemanden mehr verurteilen, auch nicht sich selbst
54. Man lernt, nichts zu tun
55. Man vertraut dem Leben
56. Der Bauch entspannt sich
57. Schönheit ist nicht mehr eine Frage der Figur
58. Man lernt, dass es viele Wahrheiten gibt
59. Man freut sich über die Vielfalt an Formen
60. Oben und unten, besser und schlechter, richtig und falsch haben keine Bedeutung
61. Man liebt Stille, selbst im größten Lärm
62. Zuhause ist innen
63. Sanfte, freundliche, warme und gütige Momente sind Teil des Alltags
64. Stressgedanken werden mit Abstand beobachtet
65. Man muss nicht mehr auf die Emotionen anderer reagieren, sondern hat eine Wahltext
66. Man entdeckt völlig neue Seiten an sich
67. Man lernt, still zu sitzen und einfach zu sein
68. Man genießt die Luft, die man atmet
69. Man ist allein und hat doch viele Freunde
70. Sex wird zur Meditationserfahrung
71. Man handelt intelligent, im Sinne von situationsgerecht
72. Man kann ohne Grund lachen und weinen
73. Man lernt seine Denk- und Funktionsweise kennen
74. Man beginnt, den Körper und seine Bedürfnisse zu verstehen
75. Minderwertigkeit und Zweifel an sich selbst verschwinden
76. Man lernt, Gegensätze als sinnvolle Ergänzung zu verstehen
77. Man wird cool in jeder Hinsicht
78. Man findet seinen eigenen Rhythmus
79. Man muss seinen Ärger nicht an anderen Menschen auslassen
80. Man hat den Mut zur Lücke
81. Lieben wird einfach
82. Man schaut Menschen zu, ohne sie zu bewerten
83. Man findet Gefallen an Langsamkeit
84. Man lacht aus dem Bauch heraus
85. Man entwickelt Sorgfalt – sich, dem Partner und allen Lebewesen gegenüber
86. Man lebt in dem Gefühl, Zeit zu haben und empfänglich sein zu können
87. Mit Freunden geht man lieber Tee trinken als ins Kino
88. Die Dinge ordnen sich – im Körper, wie im Leben
89. Man lebt in der Welt wie ein Schauspieler in einem Theaterstück
90. Das Unbekannte ist interessant und wird gesucht
91. Man kann über Politiker lachen
92. Man denkt mit, man fühlt mit
93. Der Sohn, die Tochter, die Verwandten, werden zu Freunden
94. Wertvolle Schmuckstücke verlieren ihren Wert
95. Man genießt es, zu warten
96. Wer A sagt, muss nicht unbedingt auch B sagen – Sklaventum verlassen
97. Das Leben wird lebendiger
98. Man lernt, aus der Stille zu sprechen und zu handeln
99. Man muss nichts vollenden – der Moment ist vollendet…
… so auch diese Liste, die noch endlos weitergeführt werden könnte.
Viel Spaß beim Meditieren
Samarpan
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Freundlichkeit zu sich selbst
Was passiert, wenn man meditiert?
Wer sich auf die Reise in die Welt der Meditation begibt, erfährt zunächst bittere Wahrheiten über sich selbst. Einsichten über alltägliche Gewalt und Hass – nicht nur nach außen gerichtet, sondern vor allem gegen sich selbst. Freundlichkeit und Güte sich selbst gegenüber sind ein Schlüssel für mehr Bewusstheit und Intelligenz.
Schlüssel für Intelligenz: Güte
Jedem Meditierenden, egal, wie lange er meditiert, geschehen Momente von Glück und tiefer Entspannung in der Meditation. Nach der Meditations-Praxis beginnt dann die Kür: das tägliche Leben.
Das Leben zeigt sich mit den durch Meditation geschärften Sinnen in einer neuen Weise. Was da zu sehen ist, ist meist nicht angenehm: Angst, Angst, Angst, Sorge und Angst, Gewalt, Wut, Neid, Widerstand… deutlich bei jedem anderen zu sehen und (etwas Nebulöser) auch bei sich selbst.
Ringen um Intelligenz
„Glücklicher durch Meditation“ lautet die Überschrift des unten stehenden Berichtes über buddhistische Mönche. Naja, würde ich heute sagen, ja, mein Leben ist durch Meditation glücklicher geworden, doch das war und ist immer noch harte Arbeit. Es ist das Ringen um die Intelligenz, den Unbewusstheiten des Lebens nicht mehr auszuweichen, sondern ihnen aus einem freundlichen Zustand von Entspannung heraus zu begegnen. Das bedeutet, unbewusste Reaktionen von anderen und sich selbst kühl und im Detail wahrzunehmen und dadurch intelligenter als vorher handeln zu können.
Der härteste Widersacher – Ich selbst
Mein schlimmster Feind sind nicht etwa die anderen, sondern ich selbst. Mit niemandem kann ich so gnadenlos unbewusst umgehen, wie mit mir selbst. Ich verdamme mich für einfache Menschlichkeiten, setze mir unerreichbare Ziele und fordere von mir, ohne überhaupt wahrzunehmen, dass ich fordere. Nicht, dass solche Feinseligkeit etwas besonderes wäre, jeder Mensch geht in seiner eigenen Weise gegen sich. Ich lebe in „guter“, unbewusster Gesellschaft.
Nichts kann helfen – weder ein Meister, noch Atem-Beobachten, noch ein Noseletter – die gegen mich gerichteten Unbewusstheiten aufzulösen. Nur eines hilft: die eigene Intelligenz. Sie muss entdeckt und genährt werden. Ein waghalsiges Unternehmen für jemanden, der sich selbst verdammt!
Was passiert also, wenn man meditiert?
• Man sieht die eigenen Unbewusstheiten
• Langsam, langsam schämt man sich nicht mehr dafür
• Durch Freundlichkeit mit sich selbst findet sich ein intelligenter Weg zu mehr Bewusstheit.
Einige wissenschaftliche Links über Meditation
Glücklicher durch Meditation
„Erfahrene Buddhisten sind in der Lage, ihr Gehirn durch bestimmte Meditationstechniken so zu trainieren, dass es auf bestimmte Reize von außen nur noch mit positiven Emotionen reagiert.“
Buddhisten sind messbar glücklichere Menschen
Neue Wahrnehmung
„Optische Illusionen bei meditierenden Mönchen rufen zum Teil gänzlich neue Wahrnehmungs-Effekte hervor.“
Meditation und Wahrnehmung
Meditation im Gefängnis
„Die Vipassana Meditation (eine stille Atem-Meditation) hatte nicht nur das Verhalten von Gefängnisinsassen und ihre Kooperationswilligkeit verbessert. Die Häftlinge, die die Technik geübt hatten, neigten auch weniger zur Depression. Sie fühlten sich weniger hilflos, hoffnungslos und feindselig. Außerdem rauchten sie seltener. In den USA war laut einer Studie des National Institute of Health die Abhängigkeit von Drogen und Alkohol unter den Häftlingen zurückgegangen.“
Meditation hilft Gefängnisinsassen
Weniger Schmerzen durch Meditation
„Wer regelmäßig meditiert, reagiert weniger empfindlich auf Schmerz. Verantwortlich dafür ist ein Rückgang der Aktivität in den Schmerzzentren des Gehirns, haben amerikanische Forscher in einer kleinen Studie gezeigt.“
Weniger Schmerz mit Meditation
Siehe zum Thema Schmerz auch den früheren Noseletter:
Meditierende leiden weniger
Und eine ganz andere Perspektive über Schmerzen beim Meditieren:
Schmerzen, die sich lohnen
Viel Spaß beim Meditieren
und Freundlich-zu-sich-selbst-sein
Samarpan
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Mönche, die mit ihren Gehirnhälften spielen
Im Januar Noseletter geht es um die zwei Welten unserer Gehirnhälften. In wissenschaftlichen Studien hatten tibetische Mönche den folgenden Test gemacht und bewiesen, wie sie durch Meditation ihre Gehirnhälften unabhängig voneinander benutzen können. Mache selbst den Test und erfahre, wo du stehst.
Wechselspiel von Worten zu Farben
Wie weit geht deine Entspannung?
Versuche, den obenstehenden Text im Bild zu lesen.
Kannst du das, ohne dabei zu zögern?
Kannst du auch die Farben vorlesen und nicht das Wort?
Konflikt der Gehirnhälften
Was passiert in dem Test mit dem Gehirn? Beim Lesen entsteht ein Konflikt zwischen den beiden Gehirnhälften. Die eine Gehirnhälfte versucht, die Farbe zu bestimmen, während die andere darauf besteht, das Wort zu sagen.
Dieser Test wurde mit tibetischen Mönchen durchgeführt, die ihn ohne Schwierigkeiten bewältigten. Sie konnten die Worte genauso schnell vorlesen, wie die Farben. Woher kommt das? Menschen, die meditieren, haben die Fähigkeit, die Funktionen ihrer Gehirnhälften unbeteiligt zuzulassen.
Im Deutschlandfunk gab es Ende Dezember 2008 einen empfehlenswerten Hörfunkbeitrag, der darauf eingeht.
Neuronen und Nirwana Teil 2, Wie das Gehirn die Welt überwindet
Wechsle die Gehirnhälfte
Normalerweise befinden wir uns in der ‘Wort-Welt’, was bei diesem Test, Probleme verursacht. Es ist jedoch relativ einfach, in die ‘Farb-Welt’ zu wechseln. Probiere es aus:
Entspanne den Bauch und schaue mit weichem, offenen Blick auf alle Farben, ohne auf die Schrift zu achten. Entspanne! Es gibt nichts zu erreichen. Entspanne die Gesichtszüge. Dann gehe langsam von einer Farbe zur anderen, während du in der Entspannung bleibst. Der Zustand ist der eines Kindes, das sich einfach nur Farben ansieht und noch keine Worte lesen kann. Bleibe in dieser Welt und lese eine Farbe nach der anderen vor.
‘Wort-Welt’ und ‘Farb-Welt’
Das ist, was in Meditation passiert. Die Welt wird mit unschuldigem Blick gesehen, sie wird zur weiten und lebendigen ‘Farb-Welt’. Was nicht bedeutet, dass nicht jederzeit wieder zur ‘Wort-Welt’ gewechselt werden kann. Die ‘Wort-Welt’ ist die Welt der Gedanken, Sorgen, Ängste. Ganz ähnlich wie beim Lesen in dem Test ist der Meditierende fähig, diese Welt lediglich wie eine Form anzusehen. Worte, Emotionen (Gefühls-Dramen) oder Gedanken sind vorhanden, doch wie die Worte im Test können sie unbeachtet beiseite gestellt werden.
Die ‘Farb-Welt’ ist die ungefilterte, sinnliche Welt. Da gibt es Gerüche, Geschmack, Farben, Gefühle und Klänge, die direkt erfahren werden können. Die sinnliche ‘Farb-Welt’ existiert genau jetzt und genau hier. Deshalb benutzen viele Meditationstechniken die Sinne, um aus dem unwirklichen Gedankenstrom der ‘Wort-Welt’ in die Gegenwart und dessen Realität zu wechseln.
Beispiele für ‘Farb-Welt-Meditationen’
• Gefühle vertiefen, Sinne benutzen
• Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
• Auf Worte verzichten und still werden
Sprung in die Stille
Die Wahrnehmung der ‘Wort-Welt’ und die direkte Erfahrung der ‘Farb-Welt’ sind jedoch nicht das Ende der Reise. In der Meditation geht es über diese Welten hinaus, zu der einzigartigen Qualität, die beide Welten sehen kann. Zur bewussten Wahrnehmung dessen, was jenseits von Farben und Formen besteht. Es gibt viele Worte dafür: Stille, Urgrund des Seins, das Nichts, Ursprünglichkeit, der innere Buddha, Meditation…
Worte können nichts darüber erzählen – zumindest meine nicht. Deshalb endet dieser Noseletter hier.
Viel Spaß beim Meditieren
und dem Erforschen von ‘Wort-’ und ‘Farb-Welten’
Samarpan
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Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Noseletter 59 – Was passiert, wenn man meditiert?
In schwierigen Zeiten, dann, wenn wenig Geld da ist, wenn die Beziehung kriselt, wenn die Gesundheit schwach ist… dann laufen Gedanken und Emotionen auf Hochtouren. Wie praktisch ist es dann, in der Meditation wirklich tief erfahren zu haben, dass wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sind.
Stilles Wahrnehmen
Nein, nein, das Leben wird nicht kalt und grau, wenn Emotionen keine große Bedeutung mehr gegeben wird. Im Gegenteil, ohne Emotionen ist Platz für die wirklichen Gefühle im Leben, Liebe, Mitgefühl, Freude, Trauer, Dankbarkeit… Situationen bleiben das, was sie sind und werden nicht von Gedanken in Horrorszenarien umgewandelt.
Gedanken als bloße Gedanken wahrnehmen
1979 entwickelte Jon Kabat-Zinn die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), die bei depressiven Patienten eingesetzt wurde. „Diese Methode der Achtsamkeit trainiert, die vollständige Aufmerksamkeit in stets akzeptierender Weise auf Erfahrungen zu richten, welche im gegenwärtigen Moment passieren.“… „Die Meditation lehrt sie, (auch depressive) Gedanken lediglich als Gedanken, und nicht als etwas Substantielles wahrzunehmen.“
Aus einem interessanten Artikel über Wissenschaft und Meditation auf Heise:
Gib dem Affen Zucker
Auf dem Fernsehsender arte wissenschaft wurde im Februar 2007 eine Dokumentation „Mönche im Labor“ ausgestrahlt. Neurowissenschaftler trafen sich mit buddhistischen Mönchen, die Meditationstechniken praktizieren, mit denen sie Konzentration und Gefühle steuern können. Eine spannende Begegnung Jahrtausendealter Tradition und moderner Technik. Die Dokumentation zeigt Neurowissenschaftler in ihren Laboren, die Versuche mit praktizierenden Buddhisten durchführen. Sie verschafft Einblicke in das Verhältnis zwischen Körper und Geist und die faszinierende Formbarkeit des Gehirns.
‘Mönche im Labor’, Artikel auf arte
Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl
Ich empfehle, sich die Dokumentation „Mönche im Labor“ anzusehen. Nicht nur, dass man in diesem Film beeindruckende meditierende Menschen sehen kann, die allein schon durch die Art wie sie sind, viel über Meditation aussagen. In diesem Film wird auch von Experimenten berichtet, die zeigen, wie uns Emotionen normalerweise steuern. Es gibt zum Beispiel eine Sequenz in der Dokumentation, bei der einem Mönch in einem Versuch unter die Haut gehende Bilder gezeigt werden und die einzige Reaktion des Meditierenden sind leicht bebende Nasenflügel. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass er kein Mitgefühl hatte. Der gleiche Versuch mit Studenten zeigt, wie deren Gesichter auf alles reagieren, was ihnen von außen angetragen wird. Die Reaktionen ihrer Gesichter wurden dokumentiert und es wird sichtbar, wie sehr ihre Gedanken ihr Leben steuern.
Die erhellende, wissenschaftliche und gut verständliche Dokumentation ist auf YouTube hochgeladen. Wer nicht die Zeit hat, sich alles anzusehen, dem empfehle ich vor allem die Teile 3, 4 und 5.
3. Glücklicher durch trainierte Emotionen
4. Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht
Wenn Gedanken und Emotionen verrückt spielen…
Gedanken ignorieren
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
Wutenbrannt? Sei wie tot
Die Stopp! Meditation
Viel Spaß beim Meditieren
und einem einfachen Leben
Samarpan
PS: Wer Einkäufe lieber in Stille erledigt, hier eine gute Empfehlung: Zwei kleine Experimente beim Einkaufen
PPS: Einen spirituellen Film ansehen – Bilder aus dem Unterbewusstsein
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Das Gehirn funktioniert besser
Noseletter 58 – Was passiert, wenn man meditiert?
Nur 20 – 40 Minuten lang bewusst wahrnehmen und die grauen Gehirnzellen vermehren sich. Nach einem brandaktuellen Interview vom Spiegel mit einer amerikanischen Hirnforscherin verursacht Meditieren erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit. Zum Beispiel altert durch regelmäßige Meditation das Gehirn langsamer…
Meditation lässt das Gehirn wachsen
„Einem Bericht des New Scientist vom 15. November 2005 zufolge haben Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert.
Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt, wie auch der präfrontale Cortex und das rechte vordere Insolinom.“
Forscher haben entdeckt, dass Meditation das Gehirn aufbaut
2 Monate Meditation und das Gehirn ist verändert
Auszüge aus einem Interview mit Sara Lazar, Hirnforscherin am Massachusetts General Hospital:
„Die ersten Veränderungen zeigen sich schon, wenn man nur zwei Monate lang regelmäßig meditiert. Beispielsweise erhöht sich die Dichte der grauen Substanz. Unsere Daten legen nahe: Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn.
Wir wissen, dass verschiedene Mechanismen am Werk sein können. Dazu gehört eine vermehrte Bildung von Blutgefäßen im Gehirn sowie eine Zunahme der Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Bisher vor allem im sogenannten Insellappen, der zum Großhirn gehört und für das Erkennen innerer Empfinden eine Rolle spielt. Überdies war eine Region im frontalen Kortex verändert, der wichtig ist für Aufmerksamkeit und Gedächtnis.“
Auszug aus Spiegel Online vom 25.11.2008
Weitere Information:
Harvardscience: Meditation associated with changes in brain, aging und
Harvardscience: Meditation found to increase brain size
Verdichtung ‘grauer Gehirnzellen’
„Im Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen, wurde innerhalb von Meditationsstudien der Frage nachgegangen, wie sich Meditationstraining auf die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt.
Der Vergleich von Meditierenden und Nichtmeditierenden ergab eine deutlich höhere Konzentration grauer Substanz in verschiedenen Hirnarealen bei den Meditierenden. Die graue Substanz im Gehirn ist die Schicht, in der unter anderem die Zellkörper der Nervenzellen lokalisiert sind. Allgemein wird angenommen: Eine dickere Schicht beziehungsweise eine größere Konzentration an grauer Substanz verbessert die jeweilige Funktion des Hirnareals.
Emotionales Umlernen wird möglich
Insbesondere zeigen sich Effekte im insulären Kortex, in dem Signale aus dem Körperinnern repräsentiert werden, sowie im Hippocampus. Dieser spielt eine ganz wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis und – als Teil des Limbischen Systems – für die Emotionen. Interessante Veränderungen bei den Meditierenden fanden wir zudem in einer Region, die für das Regulieren von Emotionen zuständig ist – dem orbitofrontalen Kortex. Dieses Areal unterstützt das Umlernen von Emotionen. Löst etwa eine Situation bei einem Menschen normalerweise Angst aus, dann ist es diese Region, die daran beteiligt ist, wenn der Betreffende lernt, auf die gleiche Situation eine andere, positive Gefühlsreaktion zu entwickeln.
Geistige Flexibilität
Es gibt erste Hinweise darauf, dass Meditation hier ebenfalls strukturelle Veränderungen bewirkt. Ganz konkret: Je mehr Zeit die Praktizierenden in ihr Meditationstraining investieren, desto größer ist offensichtlich die Konzentration grauer Substanz in dieser Hirnregion. Möglicherweise ist es diese Veränderung im Volumen und damit in der Verschaltung, die den Meditierenden hilft, die Umwelt mit „neuen Augen zu sehen“ und eingefahrene emotionale Reaktionsmuster durch eine offene, wohlwollende Haltung zu ersetzen – eine geistige Flexibilität, die bei vielen mit zunehmendem Alter nachlässt.“
Auszug aus Eine betörende Flucht aus der Gedankenflut
Fitness fürs Gehirn
Meditationsmethoden, die das Gehirn stärken
Gibberisch Meditation
Betrachte die Vergangenheit wie einen Traum
Bei Albträumen und Schlafstörungen
Schauen lernen
… und viele andere mehr.
Viel Spaß beim Meditieren
und einem lebensfrohen Gehirn
wünscht
Samarpan
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Meditierende leiden weniger
80 Prozent eines Schmerzes sind lediglich die Angst vor dem Schmerz, sagen Fachleute, wie zum Beispiel Ken Wilber, der amerikanische Meditationslehrer. Wir haben Angst vor unangenehmen Gefühlen, wie Leid und Schmerz, und vermeiden sie deshalb, ohne uns darüber bewusst zu sein, dass wir den Schmerz dadurch viel größer machen, als er wirklich ist.
Meditation geht den umgekehrten Weg. Wir beginnen, wahr zu nehmen, was ist: Schmerzhaftes, Grausames, Glückliches, Liebevolles … die ganze Bandbreite der Realität. Das Schmerzempfinden selbst wird nicht durch Meditation beeinflusst, so haben amerikanische Wissenschaftler festgestellt, doch die Reaktion des Gehirns auf die Schmerzreize. Menschen, die regelmäßig meditieren, empfinden Schmerzen genauso, doch reagieren weniger empfindlich auf das damit verbundene Leiden. Die Gelassenheit gegenüber Schmerzen ist nicht nur während der Meditation gegenwärtig, sondern auch danach, im täglichen Leben.
Meditation nimmt Schmerzen das Leid

„Wer regelmäßig meditiert, reagiert weniger empfindlich auf Schmerz. Verantwortlich dafür ist ein Rückgang der Aktivität in den Schmerzzentren des Gehirns, haben amerikanische Forscher in einer kleinen Studie gezeigt. Da der Effekt nicht nur während der Meditation selbst auftrat, sondern auch in den Phasen zwischen den Sitzungen, liegt der Dämpfung eher eine grundsätzliche Auswirkung der Meditation als eine akute Beeinflussung des Schmerzes zugrunde. Jahrelange Erfahrung im Meditieren ist dafür jedoch nicht notwendig: Die reduzierte Hirnaktivität war bei Probanden nach fünf Monaten regelmäßiger Meditation genauso stark ausgeprägt wie bei Testteilnehmern mit über 30-jähriger Erfahrung.
Besonders deutlich war der Effekt in den Hirnarealen, die für die emotionale Verarbeitung von Schmerz zuständig sind, schreiben die Forscher. Sie vermuten daher, dass die regelmäßige Meditation nicht das Schmerzempfinden selbst, sondern das damit verbundene Leiden reduziert. Das könnte beispielsweise auf eine vermehrte Produktion körpereigener opiumartiger Substanzen zurückgehen oder aber auf die Verminderung allgemeiner körperlicher Reaktionen wie Anspannung oder Stress, die den Schmerz sonst verstärken.“
Auszug aus www.wissenschaft.de 2006
Meditativer Umgang mit Schmerzen
„Die erste Stufe im Umgang mit Schmerz besteht darin, dass wir uns wirklich der schmerzhaften Empfindungen bewusst sind und bereit sind, sie in diesem Augenblick zuzulassen. Dabei hilft uns die einfache Frage: Kann ich diesen Schmerz wirklich spüren?….oder… Kann ich offen sein für diesen Schmerz?…oder…….Kann ich diesen Schmerz wirklich zulassen?
Wir erforschen den Schmerz, schauen ob er eher diffus ist oder spitz, drücken oder ziehend, pulsierend oder…..
Wir spüren, ob er sich mit der Ein –oder Ausatmung verändert. Wird er stärker oder schwächer oder bleibt er gleich?
Nachdem wir ihn erforscht haben, gehen wir zu einer anderen entfernteren Stelle im Körper, wo es keinen Schmerz gibt im Augenblick, sondern neutrale oder angenehme Empfindungen. Wenn wir zum Beispiel Kopfschmerzen haben, könnten wir unsere Aufmerksamkeit zu den Füßen oder den Händen bringen und dort die Empfindungen spüren.
Das hilft uns, unser Wahrnehmungsfeld zu erweitern, sodass der Schmerz unseren Geist nicht total dominieren kann. Wir geben dem Schmerz einen weiten Raum, in dem er unter anderen Empfindungen da sein kann. Manchmal löst er sich in diesem weiten Raum auf, manchmal bleibt er da.
Natürlich sollten wir zum Zahnarzt, wenn wir Zahnweh haben und abklären ob er helfen kann.
Wir stellen die Frage. Kann ich diesen unangenehmen Empfindungen beispielsweise in meinem Kopf voller Mitgefühl. begegnen? Es ist spannend zu spüren was an dem Ort, wo wir den Schmerz spüren passiert, während wir diese Frage stellen. Wie verändert sich das schmerzhafte Gefühl während wir diese Frage stellen?
Diese Frage lässt Offenheit und Empfänglichkeit für unser Leben in diesem Augenblick in unserem Bewusstsein entstehen. Und das ist die wichtigste innere Haltung, die wir dem körperlichen Schmerz entgegenbringen können, damit er sich nicht in Leiden, in geistigen Schmerzen weiter fortsetzt. Die geistige Übung, mit Schmerzen achtsam, offen und mitfühlend umzugehen können wir unser ganzes Leben lang praktizieren, denn Gelegenheiten dazu gibt es viele. Sie bringt unserem Geist Frieden, Gelassenheit und Stabilität, der normalerweise bei der kleinsten körperlichen Unbequemlichkeit in die Reaktion von „Fight or Flight“ (=dagegen ankämpfen oder fliehen) verfällt.“
Schmerzen, die sich lohnen
„… In deine Muskulatur, in die Struktur deines Körpers haben sich durch Unterdrückung viele Dinge eingenistet. Wenn du Wut unterdrückst, geht das Gift in deinen Körper. Es geht in die Muskeln, es geht ins Blut. … Wenn du nun anfängst zu meditieren, werden all diese Giftstoffe freigesetzt und überall, wo der Körper stagniert, muss es schmelzen, wird es wieder flüssig werden. Das ist eine große Anstrengung. Wenn du vierzig Jahre lang ein falsches Leben gelebt hast und dann plötzlich meditierst…
Der ganze Körper ist in einem Aufruhr. Du wirst überall im Körper Schmerzen haben. Aber diese Schmerzen sind gut und du musst sie willkommen heißen. Erlaube dem Körper, wieder zu fließen. Er wird wieder anmutig und kindlich werden. Du wirst deine Lebendigkeit wiedergewinnen. Aber ehe diese Lebendigkeit da ist, müssen die toten Teile gerade gebogen werden, und das tut ein bisschen weh…“
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Eines kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Das Leben macht mehr Spaß, wenn die Angst vor Schmerzen wegfällt …
So wünsche ich euch eine schmerzhafte Zeit in der nächsten Woche, (
) damit ausprobiert werden kann, wie sich das Seifenblasen-Monster Leiden minimieren lässt.
Eine wundervolle, entspannte und liebevolle Zeit …
Samarpan
PS: Etwas für Leute, die sensibler mitfühlen wollen
Liebe und Hingabe erhöhen Bewusstheit
Die Gammafrequenz im Gehirn scheint dafür verantwortlich zu sein, dass wir eine Tasse Kaffee als solche erkennen. Die Gamma Wellen steigen auf unerwartete Höhen an, wenn das Körper-Denk-System von bedingungsloser Liebe durchflutet wird.
Forscher der Universität Wisconsin untersuchten buddhistische „Profi-Meditierer“, Schüler des Dalai Lama, mit mehr als 10.000 Stunden Meditationspraxis, während diese ihren Geist mit Liebe und Hingabe durchfließen ließen. Es stellte sich heraus, dass die Gamma Wellen während der Meditation auf über 40 Hertz anstiegen. Gammawellen von 30 Hertz sollen für geistige Höchstleistungen verantwortlich sein …
Tiefe Veränderungen des Seins

„Meditation heißt nicht, unter einem Mangobaum zu sitzen und eine nette Zeit zu haben.“ Es sei alles andere als Entspannung. „Es geht um tiefe Veränderungen des Seins. Auf lange Sicht wird man eine andere Person“, sagt der Wissenschaftler Matthieu Ricard in einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.
Angenommen, wir sitzen vor einer Tasse Kaffee. Was wir bewusst wahrnehmen, ist der Gesamteindruck. Die einzelnen Aspekte verarbeitet das Gehirn aber in verschiedenen Arealen. Eine Region erkennt die Farbe braun, eine andere identifiziert das Aroma, eine dritte die Form der Tasse. Das Areal, das alle Teile des Puzzles zu einem Ganzen verbindet, wurde bisher nicht gefunden. Deshalb vermutet man, dass die beteiligten Nervenzellen über eine Art Erkennungscode kommunizieren: die Gamma-Frequenz. Schwingen die Signale für „braun“, „Aroma“ und „Tasse“ im Gleichtakt, taucht der Kaffee vor dem inneren Auge auf. Nach dieser Theorie sind Gamma-Wellen also eine übergeordnete Steuerfrequenz, welche die Hirnareale synchronisiert und zusammenführt. So entstehen Wahrnehmungen, aber auch Bewusstseinszustände.
Der Forscher Davidson registrierte mit 256 über den gesamten Schädel verteilten Messfühlern die Hirnströme der Meditations-Profis, während sie ihren Geist mit Liebe und Hingabe durchfließen ließen. Eine Gruppe Meditationsnovizen diente zum Vergleich. Der Blick auf die Messwerte offenbarte eklatante Unterschiede. Im Gehirn der Mönche stieg die so genannte Gamma-Aktivität während der Meditation stark an, während sie sich bei den ungeübten Probanden kaum erhöhte. Außerdem waren diese schnellen, hochfrequenten Hirnströme besser organisiert und koordiniert. Und die Wellen huschten über das gesamte Denkorgan. „In der Regel sind Gamma-Wellen sowohl zeitlich als auch räumlich begrenzt“, erklärt Ulrich Ott. „Sie tauchen nur kurz irgendwo im Gehirn auf.“ Wann, kann die Hirnforschung nicht mit letzter Sicherheit sagen.
Jene extrem koordinierten Gamma-Oszillationen, die Davidson bei den Mönchen registrierte, würden unter normalen Umständen nie auftreten, meint Ulrich Ott. Seine Erklärung: „Wenn alle Nervenzellen synchron schwingen, wird alles eins, man differenziert weder Subjekt noch Objekt. Exakt das ist die zentrale Aussage der spirituellen Erfahrung.“
Auszug aus: Die Süddeutsche Zeitung, 2005
Na denn, viel Spaß beim Meditieren und Lieben
wünscht euch
Samarpan
PS: Wer Weiblichkeit liebt, der sollte sich mal „Shaktis Geheimnis“ ansehen …
PPS: Auf FindYourNose.com gibt es einen neuen Menüpunkt unter Sich Feiern: Abschied. Dort werden rebellische Zitate von Osho, Pakhi, Veetman und anderen kompetenen Menschen übers Sterben zu lesen sein. Ästhetisches Sterben, mit Lachen und Meditation — na, wenn das nicht (r)evolutionär ist?
Besser Tennis Spielen durch Meditation
Seit Jahren hatte ich kein Tennis mehr gespielt und gedacht, ich würde keinen mehr Ball treffen. Das Gegenteil war der Fall. Ich sah jeden einzelnen Ball klar und wie in Zeitlupe ankommen und auch mein Körper konnte schneller reagieren als früher – obwohl ich 20 Jahre älter und unsportlicher war als damals, zu meiner Jugend im Tennis Verein.
In einer Vorstudie (2005) bewies der Wissenschaftler Bruce O´Hare von der Universität Kentucky, wie stark Meditation die Reaktionsfähigkeit von Testpersonen beeinflusst. Mir erscheint die Untersuchung signifikant, deshalb soll sie hier erwähnt werden.
Noch erholsamer als Schlafen — Meditieren!

Ein 40 minütiges Schläfchen am Nachmittag tankt alle Energieressourcen auf und die geistige Schärfe regeneriert sich. Das ist längst erwiesen. Die amerikanischen Forscher aus Lexington wollten wissen, ob Meditation den gleichen Effekt hat. Sie ließen Testpersonen auf einen Bildschirm schauen und auftauchende Bilder mit einem Knopf melden. Normalerweise benötigen die Leute eine Reaktionszeit von 200 bis 300 Millisekunden. Wem Schlaf entzogen wird, der braucht wesentlich länger und manchmal verpasst er das auftauchende Bild ganz und gar.
Zehn Freiwillige ließen in der Studie ihre Reaktionsfähigkeit testen. Es wurde geprüft, wie sich diese nach einem 40 minütigen Schläfchen, nach einer Meditation, nach Lesen oder leichter Unterhaltung verändert. Von dem Schläfchen wusste man bereits, dass es die Ergebnisse verbessert. Was die Forscher jedoch erstaunte, waren die Auswirkung von Meditation. Meditation war die einzige Entspannungstechnik, die zu sofortiger Verbesserung der Reaktion führte. Und das, obwohl keiner der Testpersonen Erfahrung im Meditieren hatte.
„Jede einzelne Person zeigte eine Verbesserung,“ sagt O´Hara. Warum genau, so gesteht er, ist nicht zu erklären. Das Team untersucht nun erfahrene Meditierer, die mehrere Stunden täglich praktizieren.
Artikel aus New Scientist, „Meditation builds up the Brain“
Na denn, viel Spaß beim Meditieren und Tennis spielen
wünscht euch
Samarpan
PS: Tipp für ständige-am-Computer-Sitzer-mit-Hang-zu-Krampfadern
PPS: Selbst wenn du Actionfilme nicht leiden kannst, lies dir doch mal die Spielfilm Vipassana über Action Filme durch. Vielleicht bekommst du eine Anregung für aufregende Momente im täglichen Leben. Bei mir hats geklappt.
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