Archiv für den ‘dankbarkeit’ Tag
Meditation = sich selbst feiern
Gespeichert unter: bewusstsein, effekte durch meditation, intelligenz, meditationspraxis, wahrnehmung | Schlagworte: dankbarkeit, fromm, lebendigkeit, lebensfreude, meditation, meditationstechnik, sich feiern, zeitverschwendung
Kommentar schreiben Noseletter 39 – Was passiert, wenn man meditiert?
Meditation führt nicht nur in einen natürlichen Zustand des Glücklichseins mit sich selbst – Meditation und Feiern sind das Selbe, sie sind eins! Meditieren ist gleichzusetzen mit sich selbst zu feiern, Lebendigkeit in Dankbarkeit zu genießen.
„I celebrate myself“ — „Ich feiere mich selbst“, sagte einst der amerikanische Poet Walt Whitman und damit trifft er genau den Kern der Meditation. Meditation ist Sich Feiern! Wer Meditation nur als Pflicht erfüllt, der verpasst das Wesen der Meditation. Veetman hat einmal gesagt: „Feiere die Zeit der Meditation und wenn du das nicht kannst, dann lass es gleich bleiben, dann ist Meditieren reine Zeitverschwendung.“
„Millionen von Menschen verpassen Meditation, weil Meditation eine falsche Bedeutung bekommen hat. Sie erscheint sehr düster und ernsthaft, so dass sie nur etwas für sehr unlebendige und „fromme“ Menschen zu sein scheint, die jegliche Freude am Leben verloren haben.
Ein wahrhaft meditierender Mensch wird lebendig, wach und spielerisch. Er erlebt das Leben voller Freude und Dankbarkeit. Er ist nicht ernsthaft, er ist entspannt und genießt das Leben in vollen Zügen. Er erfährt das Leben nicht als ein Problem das er lösen muss, sondern als ein Mysterium, das er feiern kann.“
www.meditationincelebration.com
Meditationstechniken sind keine bloßen Geist- und Körperertüchtigungen, die man schnell mal absolviert und dann wird das Leben schön! Meditation an sich ist das schöne Leben, das mit Dankbarkeit während der Meditation erkannt wird. Wenn die Meditationspraxis nicht erfüllend ist, dann sollte man vielleicht die Methode wechseln – zu einer, bei der das Herz aufgeht. Oder, der Praktizierende selbst ist unbewusst damit beschäftigt, ein „Meditationsziel“ erreichen zu wollen, was der Freude und Feierstimmung des Moments entgegen steht.
„In der Grenzsituation von Sein und Nichtsein ist alles, das ist, ein Grund zum Feiern – egal, was es ist. Nur das Dasein an sich, das Lebendürfen, das Teilnehmendürfen, das sich Bewegendürfen, ist ein Grund zum Feiern, ist Feiern. Dieses Bewusstsein ist es, das uns in der Feier mit großer Dankbarkeit erfüllt. Das uns erfüllt und zufrieden macht, das die Momente der Feier einzigartig macht – das Bewusstsein, dass wir immer und in jedem Moment auf der Grenze von Sein und Nichtsein stehen und uns dem Leben, dem Sein, zuwenden dürfen.“
„Das ganze Leben ist in Wirklichkeit vollkommen und eine Feier. Meist nehmen wir dies aber auf Grund unserer Erwartungen und Muster nicht wahr. Meditation hilft uns, das Leben wieder bewusst und entspannt in seiner Vollkommenheit wahr zu nehmen und zu feiern.“
Und schließlich ein Auszug aus dem treffenden Gedicht von Walt Whitman
… „I CELEBRATE myself“ …
„ICH FEIERE mich selbst;
und was ich mir denke, das sollst auch du dir denken;
denn jedes kleinste Atom, das zu mir gehört,
gehört genauso auch zu dir.
Ich hänge herum und lade meine Seele ein;
ich lehne mich an und mache es mir bequem,
dabei beobachte ich den Speer eines Sommergrases…
Häuser und Zimmer sind voller Parfüm -
die Regale sind mit Parfüm vollgestopft;
ich atme den Duft in mich hinein und kenne ihn und mag ihn;
die Destillation könnte mich auch berauschen,
doch das lasse ich nicht zu.
Die Atmosphäre ist kein Parfüm -
sie hat keinen Geschmack von Destillation -
sie ist geruchlos;
sie ist für immer für meinen Mund -
ich bin in sie verliebt;
ich werde zur Böschung am Waldrand gehen,
die Maske ablegen und nackt werden;
ich bin total verrückt danach,
mit mir in Kontakt zu sein.“
Hier zeigt sich jemand, der sich feiert
Viel Spaß beim Meditieren und Sich Feiern
wünscht
Samarpan
PS: Englisch lernen per Telefon
PPS: Ich feiere mich in dieser Woche ganz offiziell…
Den wöchentlichen Noseletter hier bestellen!
Man lernt zu sterben
Gespeichert unter: bewusstsein, effekte durch meditation, schwierigkeiten, sterben | Schlagworte: angst, dankbarkeit, hingabe, keine angst, leben, loslassen, meditation, sterben, tod, vertrauen
Kommentar schreiben Das Leben scheint nie genug zu sein, der Tod kommt immer zu früh. Stellt euch nur einmal vor, jetzt, in diesem Moment zu sterben … Es wäre zu früh. 1000 Jahre wären nicht genug. In der Meditation erfährt sich ein anderes Leben, das, was niemals stirbt. Durch Meditation entsteht die innere Gewissheit, dass Sterben und Leben zusammen gehören. Die Hingabe an diese Erfahrung bringt Dankbarkeit mit sich.
Hingabe an die Realität

Ich habe ungefähr 30 Websites zu dem Thema Meditation und Sterben befragt, und keine zündet mich an. Ich habe köstliche Weisheiten gelesen, wunderbare Worte, auch aus Erfahrung, doch nichts erreicht mich wirklich. Den ganzen Tag über warte ich darauf, dass Klarheit zum Thema für den heutigen Noseletter entsteht. Ich habe soviel meditiert in meinem Leben, ich werde doch wohl beschreiben können, was es heißt, in der Meditation zu sterben! Ich habe es doch selbst erlebt.
Ich stehe auf, gehe zum Kühlschrank, dann zur Schokolade, dann zum Bett, dann zu eingehenden Emails, dann zu den Fischen und wieder zurück zum Noseletter. Ich lese, verarbeite… und lese wieder Einsichten über den Tod des Egos, über Dharma, über Tao, über All Eins Sein, über loslassen, über da sein lassen, über nichts tun können und nichts tun, beobachten, wahrnehmen, sich hingeben, sich auflösen… über bewusste Dankbarkeit, über die innere Natur, über spirituelle Krisen, über Gier und Hass als Urgrund des Nicht Verstehens, über die Illusion des ICH …
Doch was ich auch lese, es bleiben Worte. Ich schaue bei mir: Viele Vorstellungen sind auf meinem Weg durch den Prozess von Meditation gestorben. Viele Pläne, Wünsche, Träume. Auch wenn ich meist dabei erzitterte, so vertiefte sich das Vertrauen ins Leben.
Lernen, zu sterben und zu vertrauen
In diesem Moment stirbt mein Anspruch einen klaren, leichten, wissenschaftlichen und erfreuenden Noseletter zu schreiben. Ein unangenehmes Gefühl. Ich bleibe ein paar Momente dabei, mit dem Gefühl von Misserfolg im Magen, dem dumpfen Schmerz und sterbe. Lasse los. Okay. Der Schmerz ist immer noch da, aber er wird schwächer. Die Wahrnehmung von Vertrauen dehnt sich aus. Es ist, wie es ist.
So kann ich aus meiner eigenen, gegenwärtigen, momentanen Erfahrung sagen, dass Sterben zunächst unangenehm ist. Hingabe an das, was ist, befreit.
Ein Haiku
Schmetterlinge folgen liebevoll
dem Blumengebinde
auf dem Sarg.
Alles Liebe
von
Samarpan
PS: Eine Chirurgin, die Meditation kennen gelernt hat, lehrt Ayurveda Yoga Massage
Weniger Dramen im Leben
Gespeichert unter: bewusstsein, effekte durch meditation, forschung, gehirnforschung, wissenschaft | Schlagworte: angst, ausflippen, beobachten, dankbarkeit, drama, emotionen, freude, gefühle, meditation, reaktion, wahrnehmen
Kommentar schreiben Oft genug passieren Dinge im Leben, die einen wirklich zum Ausflippen bringen. Das Herz rast, die Angst versteift den Nacken und der Magen dreht sich um – ein nicht sehr gesunder Zustand. Mit Ruhe und Abstand gesehen, entpuppen sich oft die furchtbaren Ereignisse lediglich als Missgeschick, das intelligent zu lösen ist. Wie eine Studie im International Journal of Neuroscience zeigt, macht Meditation resistenter gegen „Ausflipp-Situationen“. Es gibt weniger Drama im Leben eines Meditierenden, dafür mehr echte Gefühle, wie Liebe, Dankbarkeit und Freude.
Die emotionale Achterbahn wird zum Kinderkarussell

In der Studie wurden 25 Menschen mit langjähriger Meditationserfahrung und einer Kontrollgruppe ein gewalttätiger, stressreicher Film gezeigt. Eine Gruppe von Teenagern folterte zuerst eine Famile und brachte dann ein Familienmitglied nach dem anderen um. (Manchmal frage ich mich, warum jemand so was überhaupt verfilmt …)
Getestet wurden psychologische, physiologische und elektrophysiologische Reaktionen auf das Gesehene. Die Meditierenden hatten überall wesentlich geringere Reaktionen als die Kontrollgruppe. In einem Selbsteinschätzungstest wurden die Probanten gefragt, wie sie selbst ihre Gefühle bewerten würden. Die Angaben der Meditierenden unterschieden sich besonders signifikant bei den Emotionen von Abscheu, Wut, Angst und Unbehagen. Die Meditierer konnten während des Films wesentlich gelassener bleiben, als die nicht meditierende Kontrollgruppe. Sie zeigten auch geringere Hautwiderstände, einem autonomen, von ihrer Einschätzung unabhängigen Test. Im Gehirn wurde im Frontalbereich eine erhöhte Gamma Aktivität festgestellt. Die Kontrollgruppe hatte eine höhere Fokussierung, was bedeutet, sie waren vom Geschehen im Film aufgesogen, wogegen die Meditierenden eine weitere, ungerichtete Aufmerksamkeit zulassen konnten.
Der Test zeigte, dass langjährige Meditation resistenter gegen den normalen Dramenstress des Alltags macht. Meditierende reagieren emotional gelassener und unberührter als nicht meditierende Menschen. Es sei angemerkt, dass weniger Emotionen allerdings nicht bedeutet, gefühlsarm zu sein. Die wahren Gefühle werden stärker durch Meditation, die reaktiven, anerzogenen Emotionen verflüchtigen sich.
Weitere Ergebnisse diverser Studien zum Thema Meditation
Falls ihr Lust habt, gelassen mit eigenen und fremden Gefühlsausbrüchen umgehen zu lernen und auf dem Trockenen üben wollt, dann empfehle ich die Movie Meditation. Wenn ihr Herausforderungen sucht, dann schaut mal auf FindYourNose.com in die Filmliste. Dort gibt es Filme zu den unterschiedlichsten Dramen des Lebens. Bestimmt wirst du welche finden, die das vorführen, was dich normalerweise zum Ausflippen bringt. Filme meditativ anzuschauen ist eine unterhaltsame Art zu lernen, in jeder Lebenssituation zentriert zu bleiben.
Viel Spaß beim Meditieren und cool bleiben
wünscht euch
Samarpan
PS: Auf FindYourNose.com gibt es jetzt Mini Websites für Leute, die keine Website haben und im Internet präsent sein wollen. Oder für Leute, die auf ihre bestehende Website aufmerksam machen wollen.
