Archiv für den ‘chi’ Tag
Meine Lieblings-Noseletter
FindYourNose.com ist 1 Jahr alt geworden. Anlass für mich, zurück zu schauen und noch einmal meine Lieblings-Noseletter in Erinnerung zu bringen.
Noseletter 52 – Was passiert, wenn man meditiert?

Geduld! Abwarten und Tee trinken
Warten ist schwer auszuhalten. Nicht nur im Alltag, sondern gerade auch beim Meditieren. Da hört man von großen Dingen, die passieren, wenn man meditiert (ich denke nur an die Schläfenlappen der Nonnen aus Noseletter 9, deren niedrige Gehirn Frequenzen ein All-Eins-Gefühl produzierten) … und selbst sitzt man da und es passiert nichts. So denkt man. Stimmt aber gar nicht. Warten können ebnet den Weg.
Ein Sinn für Schönheit
Meditation verstärkt das Fühlen und Empfinden. Jemand, der regelmäßig meditiert, wird sensibler für den Körper und dessen Sinnesorgane. Das hat viele Auswirkungen – nicht nur angenehme! Manchmal kann schnelle Gereiztheit durch Lärm und Störungen entstehen, die so manchen Meditierer zur Qual für die Umgebung werden lassen. Nach und nach entsteht jedoch ein tieferes Verständnis für den neuen Zustand von Sensitivität. Die erhöhte Wahrnehmung bringt nämlich andererseits eine neue Welt an Wundern mit sich, die den Beobachter staunend verweilen lässt. Gerade jetzt im Frühling beginnen Blätter vor Lebensfreude zu tanzen, Blüten sich der Liebe zu öffnen und die Luft in heiteren Klängen zu schwingen.
Die erhöhte Sensitivität eines meditierenden Menschen drängt ihn oft dazu, seine Erfahrung und Wahrnehmungen auszudrücken. Es entsteht objektive Kunst, das ist Kunst, die nicht vom Denken abhängig ist und einen Hauch von Stille und Lebensfreude in sich trägt.
In dem heutigen Noseletter zeige ich ein paar Beispiele und Links zu Kunst dieser Art.
Der Künstler, der über sich staunt
Widerstand!
Wenn wir keinen Widerstand gegen Schönheit, Wahrheit und Seligkeit hätten, dann bräuchten wir keine Meditationsmethoden. Es ist ganz normal – für jeden Menschen – sich gegen das zu wehren, was ihm gut tut und was für ihn natürlich ist.
Meditationstechniken helfen, Widerstände als solche zu erkennen. Die dynamischen Methoden verstärken die Widerstände sogar noch absichtlich, damit sie noch besser wahrgenommen werden können. Selig lächelnde Abbilder von mediterenden Menschen verbergen die nüchterne Realität, der jeder von ihnen unweigerlich vorher begegnen musste: Der liebevollen, wachsamen Sicht dessen, was sich als besonders wichtig und unglaublich dringend verkauft – dem Widerstand.
Offensichtliche und subtile Abwehrmechanismen
Meditation ist kein Trostpflästerchen
Als ich zu meditieren begann, war mein Leben ein einziges Chaos, nichts schien am richtigen Platz zu sein – weder die Beziehung, noch die Arbeit, noch die Wohnung und am allerwenigsten ich selbst. „Ein bisschen Entspannung wird mir gut tun,“ dachte ich und begann die aktiven Osho Meditationen zu machen. Als sportliche Herausforderung sozusagen. Ich hatte keine Hoffnung damals, wirklich etwas in meinem Leben zu verändern. Die Probleme waren zu viele und noch dazu erschienen sie „Gott-gegeben“, was bedeutet, ausweglos. Ich suchte nach einem Trostpflästerchen und dachte, Meditation könnte mir etwas vom Druck im Magen abnehmen. Es kam anders, der Druck vergrößerte sich. Meditation ist kein Trostpflästerchen, Meditation bewirkt die totale Veränderung.
Meditation bringt die totale Veränderung
Das ist der richtige Link im Text:
Wird Meditation mir helfen, glücklich zu sein?
Das Wunder von CHI – Lebensenergie
Manchmal fühle ich mich, als ob ich wenig Chi (auch Ki oder Qi), Lebensenergie, hätte. Heute, zum Beispiel, schleppe ich mich dahin und es scheint, als ob es kein Chi in mir gäbe. Das Chi ist jedoch nur zugeschüttet von Gedanken und Gefühlen. Meditation befreit das Chi. Wenn das Chi fließt, dann passieren ganz unglaubliche Dinge, wovon ich heute einen kleinen Geschmack geben möchte…
Unglaubliche Videos über das Chi
Intelligenz des Herzens
Es ist unerklärlich, was passiert, wenn man meditiert. Seit 45 Wochen versuche ich das Unaussprechliche festzuhalten und habe mich heute dazu entschlossen, einmal bewegende Bilder sprechen zu lassen. Bilder von Meistern der Meditation, deren Intelligenz nicht nur aus dem Herzen scheint, sondern auch aus deren Augen…
Und hier kommt mein Noseletter Favourit:
Man lernt zu sterben
Das Leben scheint nie genug zu sein, der Tod kommt immer zu früh. Stellt euch nur einmal vor, jetzt, in diesem Moment zu sterben … Es wäre zu früh. 1000 Jahre wären nicht genug. In der Meditation erfährt sich ein anderes Leben, das, was niemals stirbt. Durch Meditation entsteht die innere Gewissheit, dass Sterben und Leben zusammen gehören. Die Hingabe an diese Erfahrung bringt Dankbarkeit mit sich.
Der Tod kommt beim Noseletter-schreiben
(In den Noselettern sind manche Links veraltet und sie funktionieren nicht mehr…)
Viel Spaß beim Meditieren
wünscht
Samarpan
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Ungestört seinen Weg gehen
Noseletter 36 – Was passiert, wenn man meditiert?
Es gibt Zeiten, da mangelt es jedem von uns an Zentrierung. Menschen, Situationen, Gefühle reißen in verschiedene Richtungen und wir erschöpfen uns in dem Versuch, alles unter einen Hut zu bekommen. Wenn man nicht „NEIN!“ sagen kann, dann mangelt es an Hara Qualität – der Eigenschaft, in sich zu ruhen und ungestört zu sein.
Habt ihr schon mal was von Sumo Ringern gehört? Sumo Ringer, das sind die großen, dicken, japanischen Ringer, deren Sport es ist, sich gegenseitig aus dem Zentrum im Bauch zu bringen. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt dem Hara, dem inneren Zentrum von Stärke und Kraft. Meditation führt geradeaus dorthin.
Ohne Zugang zum inneren Zentrum ist das Leben schwer. Ohne Zentrierung bläst uns das leiseste Windchen um. Meditation führt zur Stärkung der Zentrierung im Bauch. Ein starkes Hara bedeutet große Stärke, Ausgewogenheit und Unerschütterlichkeit. Das Hara liegt einige Zentimeter unter dem Bauchnabel und ist die Quelle von Ki (Chi), der Lebensenergie.
Nur mal so, um ein Gefühl für das Hara zu bekommen – ein paar Videos über die japanischen Sumo Ringer. Sie ruhen völlig ungestört in ihrem großen Bauch und entwickeln eine unglaubliche Kraft aus ihrem Hara. (Die Videos sind eine gute Gelegenheit, in den eigenen Bauch zu entspannen und ihn wertzuschätzen…)
Ein kurzes Video über die Sumo Ringer, Einführung in die Tradition mit hautnahen Bildern! (Auf Englisch)
Und noch ein Link über den Meister der Sumo, Asashouryuu, den stärksten der Sumo Ringer. Er ist trotz seines Gewichtes wendig und schnell, hundertprozentig präsent, standfest, er sieht genau, wo sein Gegner aus der Balance ist und hebt ihn mit seinen flexiblen Angriffen einfach aus dem Stand. So lebt ein Meister der Meditation. Wach, präsent, standfest in seiner Individualität, unerschütterlich, zentriert, mutig.
Sumo Meister Asashouryuu — das Video ist auf Japanisch, doch die Bilder sprechen für sich.
Jack Kornfield, ein bekannter Meditationslehrer, erzählt von einem Football Trainer, der seine Jungs über das „Zentrum der Schwerkraft“ belehrte. Er sagte ihnen: „Wenn du mit einem hoch gelegenen Schwerkraft-Zentrum rumläufst, dann wirft dich dein Gegner zu Boden. Bewege dich also, als ob dein Zentrum ein paar Zentimeter unterhalb des Bauchnabels wäre…“
Fußball mit Sumo Ringern, bei dem ihre Wendigkeit und Stärke zu sehen ist (lustiger Werbeclip)
In einer anderen Geschichte erzählt Jack Kornfield über einen Aikido Meister, der über Bewusstheit im Hara lehrte. Er demonstrierte, wie wichtig es sei, diesen einen Punkt in sich zu erhalten, nicht nur im Aikido, sondern im täglichen Leben. Wenn er seine Aufmerksamkeit auf das Hara lenkte, war er nicht von der Stelle zu bewegen. Mehrere Männer, die viel größer als er waren, konnten ihn nicht hochheben oder von seinem Stand wegschieben. In der Demonstration konnte er jedoch sechs angreifende Schüler in einem anmutigen und fast anstrengungslosen Tanz zu Boden werfen.
Jack Kornfields Anregungen zum Hara
Die Sumo Ringer oder Aikido Meister mögen für uns außergewöhnlich aussehen und doch sind sie nur ein Spiegel dessen, was für uns alle auf geistiger Ebene möglich ist. Mit der Wahrnehmung und Entspannung ins Hara können wir ungehindert unseren Weg gehen, egal, wer oder was sich uns in den Weg stellt. Durch Meditation entwickelt sich der gleiche Instinkt, der gleiche Mut, die gleiche Stärke wie die eines Sumo Ringers.
Eine umfassende, sehr gute Beschreibung, wie sich das Hara im Alltag auswirkt, hat Elvira Schneider gegeben.
Und noch eine Meditationstechnik, die das Hara stärkt
wünscht
Samarpan
PS: Man muss kein Sumo Ringer werden – oder vielleicht doch? Zentrierung für Führungskräfte – ein Meditationsseminar
PPS: Filme, die sich um das Thema „Hara“ drehen …
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