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Meditierende leiden weniger

80 Prozent eines Schmerzes sind lediglich die Angst vor dem Schmerz, sagen Fachleute, wie zum Beispiel Ken Wilber, der amerikanische Meditationslehrer. Wir haben Angst vor unangenehmen Gefühlen, wie Leid und Schmerz, und vermeiden sie deshalb, ohne uns darüber bewusst zu sein, dass wir den Schmerz dadurch viel größer machen, als er wirklich ist.

Meditation geht den umgekehrten Weg. Wir beginnen, wahr zu nehmen, was ist: Schmerzhaftes, Grausames, Glückliches, Liebevolles … die ganze Bandbreite der Realität. Das Schmerzempfinden selbst wird nicht durch Meditation beeinflusst, so haben amerikanische Wissenschaftler festgestellt, doch die Reaktion des Gehirns auf die Schmerzreize. Menschen, die regelmäßig meditieren, empfinden Schmerzen genauso, doch reagieren weniger empfindlich auf das damit verbundene Leiden. Die Gelassenheit gegenüber Schmerzen ist nicht nur während der Meditation gegenwärtig, sondern auch danach, im täglichen Leben.

Meditation nimmt Schmerzen das Leid

Tipps

„Wer regelmäßig meditiert, reagiert weniger empfindlich auf Schmerz. Verantwortlich dafür ist ein Rückgang der Aktivität in den Schmerzzentren des Gehirns, haben amerikanische Forscher in einer kleinen Studie gezeigt. Da der Effekt nicht nur während der Meditation selbst auftrat, sondern auch in den Phasen zwischen den Sitzungen, liegt der Dämpfung eher eine grundsätzliche Auswirkung der Meditation als eine akute Beeinflussung des Schmerzes zugrunde. Jahrelange Erfahrung im Meditieren ist dafür jedoch nicht notwendig: Die reduzierte Hirnaktivität war bei Probanden nach fünf Monaten regelmäßiger Meditation genauso stark ausgeprägt wie bei Testteilnehmern mit über 30-jähriger Erfahrung.

Besonders deutlich war der Effekt in den Hirnarealen, die für die emotionale Verarbeitung von Schmerz zuständig sind, schreiben die Forscher. Sie vermuten daher, dass die regelmäßige Meditation nicht das Schmerzempfinden selbst, sondern das damit verbundene Leiden reduziert. Das könnte beispielsweise auf eine vermehrte Produktion körpereigener opiumartiger Substanzen zurückgehen oder aber auf die Verminderung allgemeiner körperlicher Reaktionen wie Anspannung oder Stress, die den Schmerz sonst verstärken.“

Auszug aus www.wissenschaft.de 2006


Meditativer Umgang mit Schmerzen

„Die erste Stufe im Umgang mit Schmerz besteht darin, dass wir uns wirklich der schmerzhaften Empfindungen bewusst sind und bereit sind, sie in diesem Augenblick zuzulassen. Dabei hilft uns die einfache Frage: Kann ich diesen Schmerz wirklich spüren?….oder… Kann ich offen sein für diesen Schmerz?…oder…….Kann ich diesen Schmerz wirklich zulassen?

Wir erforschen den Schmerz, schauen ob er eher diffus ist oder spitz, drücken oder ziehend, pulsierend oder…..

Wir spüren, ob er sich mit der Ein –oder Ausatmung verändert. Wird er stärker oder schwächer oder bleibt er gleich?

Nachdem wir ihn erforscht haben, gehen wir zu einer anderen entfernteren Stelle im Körper, wo es keinen Schmerz gibt im Augenblick, sondern neutrale oder angenehme Empfindungen. Wenn wir zum Beispiel Kopfschmerzen haben, könnten wir unsere Aufmerksamkeit zu den Füßen oder den Händen bringen und dort die Empfindungen spüren.

Das hilft uns, unser Wahrnehmungsfeld zu erweitern, sodass der Schmerz unseren Geist nicht total dominieren kann. Wir geben dem Schmerz einen weiten Raum, in dem er unter anderen Empfindungen da sein kann. Manchmal löst er sich in diesem weiten Raum auf, manchmal bleibt er da.

Natürlich sollten wir zum Zahnarzt, wenn wir Zahnweh haben und abklären ob er helfen kann.

Wir stellen die Frage. Kann ich diesen unangenehmen Empfindungen beispielsweise in meinem Kopf voller Mitgefühl. begegnen? Es ist spannend zu spüren was an dem Ort, wo wir den Schmerz spüren passiert, während wir diese Frage stellen. Wie verändert sich das schmerzhafte Gefühl während wir diese Frage stellen?

Diese Frage lässt Offenheit und Empfänglichkeit für unser Leben in diesem Augenblick in unserem Bewusstsein entstehen. Und das ist die wichtigste innere Haltung, die wir dem körperlichen Schmerz entgegenbringen können, damit er sich nicht in Leiden, in geistigen Schmerzen weiter fortsetzt. Die geistige Übung, mit Schmerzen achtsam, offen und mitfühlend umzugehen können wir unser ganzes Leben lang praktizieren, denn Gelegenheiten dazu gibt es viele. Sie bringt unserem Geist Frieden, Gelassenheit und Stabilität, der normalerweise bei der kleinsten körperlichen Unbequemlichkeit in die Reaktion von „Fight or Flight“ (=dagegen ankämpfen oder fliehen) verfällt.“

Aus Annabels Meditations Blog


Schmerzen, die sich lohnen

„… In deine Muskulatur, in die Struktur deines Körpers haben sich durch Unterdrückung viele Dinge eingenistet. Wenn du Wut unterdrückst, geht das Gift in deinen Körper. Es geht in die Muskeln, es geht ins Blut. … Wenn du nun anfängst zu meditieren, werden all diese Giftstoffe freigesetzt und überall, wo der Körper stagniert, muss es schmelzen, wird es wieder flüssig werden. Das ist eine große Anstrengung. Wenn du vierzig Jahre lang ein falsches Leben gelebt hast und dann plötzlich meditierst…

Der ganze Körper ist in einem Aufruhr. Du wirst überall im Körper Schmerzen haben. Aber diese Schmerzen sind gut und du musst sie willkommen heißen. Erlaube dem Körper, wieder zu fließen. Er wird wieder anmutig und kindlich werden. Du wirst deine Lebendigkeit wiedergewinnen. Aber ehe diese Lebendigkeit da ist, müssen die toten Teile gerade gebogen werden, und das tut ein bisschen weh…“

Mehr darüber auf FindYourNose.com


Eines kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Das Leben macht mehr Spaß, wenn die Angst vor Schmerzen wegfällt …
So wünsche ich euch eine schmerzhafte Zeit in der nächsten Woche, ( :-) ) damit ausprobiert werden kann, wie sich das Seifenblasen-Monster Leiden minimieren lässt.
Eine wundervolle, entspannte und liebevolle Zeit …

Samarpan
PS: Etwas für Leute, die sensibler mitfühlen wollen

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Jogging oder Dynamische Meditation?

Joggen ist ein beliebter Sport, wohl auch aus dem Grund, weil er Momente der Freude mit sich bringt – dann, wenn das Laufen anstrengungslos wird. In diesem Sinne belebt joggen den Körper und die Psyche, doch mit Meditation ist das nicht zu vergleichen. Dynamische Meditationstechniken gehen weit über den Körper und über die Psyche hinaus. Der Zustand von Schwerelosigkeit beim Laufen ist toll, doch die bestehenden Gefühle und Emotionen bleiben unberührt. Man läuft und läuft und fühlt sich gut danach, doch im Grunde bleibt alles beim Alten. Reale Zwänge des Alltags fallen erst ab, wenn man sich für seine Gefühle öffnen kann. Die Dynamischen Meditationstechniken geben dafür Raum und gehen noch weiter – bis zur ursprünglichen Lebensenergie des Meditierenden. Ein Artikel von Dr. Devapath Peters.

Sport, Therapie, Dynamische Meditation

Tipps

Die jüngere Generation von Tennis Spielern seufzt heutzutage lauter auf dem Platz, doch generell ist es im Sport nicht akzeptabel, Emotionen auszudrücken. Jogging entlädt einige emotionale Energie, doch bleibt an der Oberfläche der Emotionen. Man kann beim Joggen schon einigen Ärger loswerden … doch generell wird das Joggen mehr dazu benutzt, die Emotionen zu unterdrücken und zu kontrollieren, als sie zu transformieren und die Kunst des Fühlens wieder zu gewinnen. Im Gegensatz zu normalen Sportarten, hilft die Dynamische Meditation zu tieferen Schichten der Persönlichkeit vorzudringen. Sport berührt nur die äußeren Ebenen der Persönlichkeit, das ist zum Beispiel der entspanntere Umgang mit gesellschaftlichen, sozialen Verhaltensregeln. (Man fällt nicht so unangenehm auf, da die Wut nicht mehr im Gesicht sitzt…)

Therapie geht ein wenig tiefer, doch bleibt ebenfalls an der persönlichen Konditionierung haften. In der Therapie öffnet man sich für die verbotenen Ebenen, auch den verbotenen Ausdruck. Reich nannte das die Ebene von Zerstörung, Katharsis oder Negativität. Danach erreicht Therapie auch manchmal Ebenen von Lebensenergie, wo wir uns wieder mit unserer Lebensfreude verbinden. Freud ging noch einen Schritt weiter, zu der Ebene vom Sterben, den er allerdings später wieder verneinte. Hier hört Therapie auf.

Dynamische Meditation geht über die Schicht des Sterbens hinaus zum Zentrum, zum Wesen, zur Buddha Natur des Menschen. (Oder wie wir das auch immer nennen wollen). Viele Therapien sprechen ebenfalls von der Erreichung des Wesenskerns, doch in Meditation wird es klarer, dass es noch wesentlich tiefere Ebenen gibt, als solche, die durch Therapie erreicht werden können. Meditation dringt zur Ebene der Buddha Natur vor, bei der das ganze Leben zu einem einzigen Fest wird.

In seinem Artikel führt Dr. Peters aus, wie die OSHO Dynamische Meditation Schritt für Schritt die einzelnen Ebenen der Persönlichkeit verändert. Mehr über die Technik der Dynamischen Meditation hier. Es ist ein interessanter Artikel, besonders auch für Leute, die die Dynamische Meditation schon einmal gemacht haben, da er interessante Hintergründe der Technik aufzeigt.

Dr. Peters Artikel über Dynamische Meditation

Ich bin ein absoluter Fan der OSHO Dynamischen Meditation, es gibt nichts besseres! Wenn ihr in der Nähe von Köln seid, dann kommt doch mal Sonntag Morgen um 6.45 Uhr ins Osho Uta Institut, in die Venloerstr. 5-7. Da leite ich regelmäßig die Dynamische Meditation und es wäre mir eine Freude, euch persönlich für diese einzigartige Technik zu begeistern.
Viel Spaß beim Feiern und Meditieren

wünscht euch

Samarpan
PS: Hier ist ein Platz, seine Individualität öffentlich zu feiern

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Meditation gegen Grippe?

Dass Meditationstechniken Spaß machen und erfüllend sind, das haben wir schon erfahren. Erfreulich ist zu hören, dass Still Sitzen womöglich auch noch einen Schnupfen verhindert …

Positive Effekte auf Immunsystem und Gehirn durch Meditation

Tipps

Meditation kann sich langfristig positiv auf Gehirnfunktionen und auf das Immunsystem auswirken. Das berichtet ein Forscherteam der Universität Wisconsin in Madison (USA) in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine. Obwohl Meditation schon lange als wirksames Mittel zur Verringerung von Stress und Angst gilt, zeigt die Untersuchung erstmals, dass sie auch einen günstigen Einfluss auf bestimmte körperliche Vorgänge haben kann.

Die Wissenschaftler um Richard Davidson verwendeten die so genannte Aufmerksamkeits-Meditation. Dabei hat der Meditierende die Aufgabe, sich intensiv auf seine momentanen Gefühle und Gedanken zu konzentrieren, ohne sie jedoch zu bewerten. Die 25 Personen der Meditationsgruppe nahmen acht Wochen lang an einem Meditationskurs teil und meditierten jeden Tag selbst zuhause. Eine Vergleichsgruppe mit 16 Personen erhielt dagegen kein Meditationstraining.

Nach Abschluss des Trainings untersuchten die Psychologen die Gehirnaktivität im vorderen Bereich des Kopfes. Frühere Studien hatten ergeben, dass eine stärker linksseitig betonte Aktivität mit positiven Gefühlen zusammenhängt. Tatsächlich zeigten die Meditierenden eine stärkere linksseitige Aktivierung als die Kontrollpersonen, die nicht meditiert hatten.

Zusätzlich verabreichten die Forscher den Probanden am Ende des Trainings eine Grippeimpfung und maßen vier und acht Wochen nach der Impfung die Zahl der Grippeantikörper. Zwar stieg die Zahl der Antikörper im Blut in beiden Gruppen an, jedoch war der Anstieg in der Meditationsgruppe deutlich höher als in der Vergleichsgruppe.

Die Ergebnisse müssten jedoch durch weitere Studien untermauert werden, um eindeutige Aussagen treffen zu können, betont Davidson. Die Forschergruppe plant weiterhin, die Auswirkungen von Meditation auf bestimmte Erkrankungen zu untersuchen.

Artikel aus www.wissenschaft.de, 2003
Viel Spaß beim Meditieren ohne Niesen

wünscht euch

Samarpan


PS: Der Tipp der Woche ist interessant für Leute, die sich auf so mancher Massageliege einen Schnupfen geholt haben …

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