Hindernisse beim Meditieren 2. Teil
Noseletter 76 – Was passiert, wenn man meditiert?
In diesem Noseletter der zweite Teil gängiger Stolperfallen in der Meditation
Hindernisse erkennen
Meditation ist ein individuelles Abenteuer. Wenn hier allgemeine Hindernisse in der Meditation beschrieben werden, dann nur um zu helfen, den eigenen richtigen Weg zu finden.
Aus dem letzen Noseletter:
Hindernisse beim Meditieren 1 – 4
Hindernis 5:
Zuviel Aufmerksamkeit auf der „richtigen“ Sitzhaltung
Hauptsache, ungestört sitzen
Halte dich beim Meditieren nicht mit der „richtigen“ Sitzhaltung auf. Wenn du in der Lotus Position sitzen kannst, dann ist es gut, wenn nicht, auch gut. Sitze in einer Weise, die dir leicht fällt, auf einem Stuhl vielleicht, oder in einem Sessel. Es ist gut, wenn die Wirbelsäule gerade ist, doch auch das musst du nicht zu ernst nehmen. Die gerade Sitzhaltung der Buddhastatuen ist lediglich ein Hinweis auf etwas, was innen passiert. Finde deine eigene Position, in der du aufmerksam und wach bleiben kannst.
Hindernis 6:
Zu aktiv oder zu passiv sein
In der Mitte bleiben
Viele Meditierende werden entweder zu aktiv oder sie tun überhaupt nichts mehr. Wenn du zu schnell bist und zuviel tust, dann erschaffst du in dir Unruhe. Wenn du nichts mehr tust, dann wirst du verschlafen und lethargisch. Bleibe am besten in der Mitte. Iss nicht zuviel und hungere nicht zuviel. Schlafe nicht zuviel und schlafe nicht zu wenig. Jede Art von Extremen sollten vermieden werden.
„Wenn jemand diese Art von Balance zwischen Anstrengung und Anstrengungslosigkeit erreicht, zwischen Zweck und Zwecklosigkeit, zwischen Sein und Nicht-Sein, zwischen Denken und Nicht-Denken, zwischen Handeln und Nicht-Handeln… dann kann er sich erlauben, mit dem Gang der Dinge zu fließen. Dann kann er sich selbst loslassen.“
Osho – Zitat Auszug aus Secret of Secrets,Vol. II
Hindernis 7:
Meditation zu ernst nehmen
Behalte dir deinen Humor
Es passiert leicht, dass man beim Meditieren zu ernst wird. Religiöse Menschen werden oft traurig und lebensverneinend. Wenn du zu ernst wirst, versinkst du in deiner eigenen Dunkelheit, in deiner Negativität. Eine wirklich religiöse Person hat Sinn für Humor, ist lebensbejahend und freudig. Er geht völlig in seiner „Arbeit“ auf, doch ist nicht zwanghaft und kalt. Achte darauf, warm zu bleiben und dich nicht besser als andere zu fühlen.
Hindernis 8:
Mit Gedanken kämpfen und psychoanalysieren
Bleibe im Beobachten
Durch Meditation wirst du dir vieler Gedanken bewusst. Gedanken werden überall um dich herum sein. Der normale Instinkt ist, mit ihnen zu kämpfen und sie zu unterdrücken. Durch Kampf wird man niemals frei von Gedanken. Gedanken sind nicht existent und du kannst nicht mit Schatten kämpfen.
Psychoanalytiker wählen die zweite Methode, sie kämpfen nicht mit Gedanken, sondern gehen mit ihnen mit. Auf der Couch wird jeder Assoziation nachgehangen und das fühlt sich zunächst entspannend an. Es wird nicht mehr mit den Gedanken gekämpft und das ist entspannend. Mit Gedanken mitzugehen verringert jedoch nicht den Gedankenstrom, die Gedanken bestehen fort.
Der Vorschlag der Buddhas ist, die Gedanken sein zu lassen. Völlig ruhig und ungestört beobachten, wie sie kommen und gehen. Dadurch werden sie weniger und nach und nach entsteht Stille.
Teil 3 der Meditationshindernisse im nächsten Noseletter….
Hindernisse beim Meditieren 1. Teil
Hindernisse in der Meditation – verwandte Beiträge
Die Zuflucht, die in mir selbst ist
Wie lange muss ich meditieren?
Put-Zen – innen wie außen
Von der Achterbahn zur Liebe
Mönche, die mit ihren Gehirnhälften spielen
„Du verstehst mich nicht!“
… und viele andere mehr
Den kostenlosen Noseletter hier bestellen
Bisher keine Kommentare
Hinterlasse eine Antwort
