Paradoxien in der Meditation

Noseletter 72 – Was passiert, wenn man meditiert?

Ein Paradox, das ist, wenn ein Mensch einen Zustand erfährt und zur gleichen Zeit noch einen anderen. Ist das möglich? Kann man schlafen und dabei wach sein? Kann man entspannt sein und dabei total aktiv? Meditation ist die Kunst, Paradoxien zu erkennen und zu erforschen.

Unerklärliche Phänomene beim Meditieren

Paradox-meditation

Der Verstand sagt: „Nein, es gibt keine Paradoxien“ (auch wenn die Alltagserfahrung eine andere ist) – ein Ding kann nur eines sein und nicht zwei!“

Tja. Die Wahrheit ist, dass das ganze Leben aus Paradoxien besteht, eine Tatsache, die wir gerne vor unseren Augen verbergen. Durch Meditation erfährt der Meditierende am eigenen Leib, wie sehr die Wirklichkeit aus Paradoxien gewoben ist und die Dinge auf ganz unerklärliche, erklärliche Weise zusammenhängen.

Beispiele für Paradoxien,
die in der Meditation erfahren werden

Meditations-Koans:
Unlösbaren Fragen begegnen

Das bekannteste Beispiel für Paradoxien in der Meditation ist die Koan Meditation. Bei dieser Art Meditationstechnik begibt sich der Meditierende bewusst in ein Paradox. Vom Meister wird eine Frage gestellt, die nicht mit Worten zu beantworten ist: Eine unlösbare Aufgabe, die jedoch zu lösen ist – das ist das Paradox daran. Es liegt eine Antwort in jedem Paradox und diese gilt es zu finden.

In der Meditation bringt Versagen Erfolg

Meditieren ist eine paradoxe Sache: Durch Scheitern und Versagen geschieht Erkennen. Erfolgreich in der Meditation zu sein, bedeutet in gewissem Sinne mit all seinen Anstrengungen zu scheitern. Die völlige Aufgabe jeder Erwartung und Hoffnung öffnet die Augen. In der Hoffnungslosigkeit selbst geschieht Hingabe an die Wahrheit, an die Wirklichkeit, an das, was jetzt, in diesem Moment ist.

Nichts passiert in der Meditation
und gleichzeitig geschehen ganz unglaubliche Dinge

Es ist unerklärlich, doch machen diese Erfahrung alle Menschen, die meditieren. Sie tun nichts, sitzen einfach nur da, sind wach und aufmerksam, und beginnen plötzlich Zusammenhänge in ihrem Leben zu verstehen… Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation

Total aktiv meditieren und dabei völlig entspannt sein

In allen aktiven Meditationen ist diese Kunst zu erfahren: Der Körper wird total aktiviert und ist in großer Aufregung, während gleichzeitig innen alles ruhig und entspannt ist.

Nichts wissen und dabei alles wissen

Nicht nur Sokrates wusste, dass er nichts weiß, auch jeder meditierende Mensch entdeckt diese Wahrheit. Die andere Seite des Nicht-Wissens ist die Erfahrung eines tiefen, inneren Wissens, das sich auch auf Zusammenhänge in der Welt bezieht. Wer mehr darüber wissen will – meditieren!“

Schlafen und gleichzeitig wach sein

In der stillen Phase der aktiven OSHO Kundalini Meditation geschieht es oft: Ich höre mich schnarchen! Offensichtlich schlafe ich, sonst würde ich nicht schnarchen, und genauso offensichtlich bin ich wach, sonst würde ich mich nicht schnarchen hören…

Mit anderen sein und dabei völlig allein sein

Es ist beglückend, mit anderen Suchern zu meditieren. Die meditative Energie des einzelnen überträgt sich auf alle und erhöht die Gesamtenergie. Menschen mit Totalität stecken sich gegenseitig an. Gleichzeitig ist der Meditierende völlig alleine in der Meditation. Es besteht das innere Wissen, in sich im Alleinsein zuhause zu sein, gleichgültig, ob jemand in der Umgebung mit meditiert oder nicht. Das Glück des Alleinseins

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Viel Spaß beim Meditieren
und Paradoxien entdecken

Samarpan

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