Archiv für Dezember 2008|Monatliche Archivseite
Feiern und sich freuen
Noseletter 61 – Was passiert, wenn man meditiert?
Feiern ist ein zentraler Punkt in der Meditation.
Der innere Ton von Freude
ähnelt dem von Meditation.
Durch Feiern und Sich-Freuen
lässt sich der Geschmack von Meditation erfahren.
Man hört auf den Ton der Freude
Eine Meditationstechnik, um Freude zu üben…
Viel Spaß beim Feiern
wünscht
Samarpan
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Der Leere auf der Spur
Noseletter 60 – Was passiert, wenn man meditiert?
Meditation verändert die Wahrnehmung im Leben. Normalerweise schauen wir auf Formen und vergessen die Leere, die alles durchdringt. Im Folgenden der Versuch, Leere zu erfassen.
Alles durchdringende Leere
Normalerweise richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf Formen, die Augen wandern von einer Form zur nächsten. Wenn man meditiert, bleibt die Aufmerksamkeit auf dem einen, der Leere, der Stille, die alles durchdringt.
Im Folgenden ein paar Formen, bei denen Leere besonders gut wahrzunehmen ist.
Was ist Leere?
Der leere Bambus
In manchen Traditionen wird Bewusstsein, Dharma, Nirvana, Tao, der Buddha oder wie man es auch immer nennen mag, mit der Leere eines hohlen Bambus oder einer Flöte verglichen. Der Meditierende ist die Flöte, durch die die Leere sein Lied spielt. Höre dieser Shakuhachi Flöte zu, hier wird Leere zu einem Ton.
Shakuhachi Flöten
Suche nach der eigenen Leere
Zen Mönche suchen ihre wahre Natur, die auch Natur des Universums ist. Sie suchen die Leere, die in ihrer eigenen Form ist.
Auf der Suche nach dem Geist des Zen
Koans, Fingerzeige zur Leere
Die Zen Tradition hat sich viele Wege ausgedacht, Leere sichtbar zu machen. Zum Beispiel in der Form von Worten, die auf das nicht Beschreibbare hinweisen.
Zen Quotes, Koans and Wise Sayings
Die Aufmerksamkeit auf der Leere halten
Im folgenden Link ist eine sich bewegende Form zu sehen. Schaue entspannt auf den kleinen Punkt in der Mitte und lasse die Aufmerksamkeit auf dem weißen Hintergrund. Nimm den leeren, weißen Inhalt wahr, anstelle der gelben, sich bewegenden Form.
A Theo Jansen´s mechanism
Leere in einem Wasserfall
Hier nimmt Leere die Form von Wasser an. Stille durchdringt das sich bewegende Wasser, wie auch die unbeweglichen Felsen, über das es fließt.
Havasupai Indian Waterfal
Geschlagene Leere
Sie hauen auf der Leere herum und bringen sie zum klingen. Hier wird Leere zu einer großen Schwingung…
KODO Trommler
Handeln mit Leere
Traditionelle Meditationspraktiken leiten dazu an, aus der Leere, der Stille zu handeln. Meditative Kampfkünste sind daraus entstanden, Qi Gong, Tai Chi und auch Kyudo, das ist meditatives Bogenschießen. Ein Satz aus dem folgenden Clip: Manchmal treffen wir ins Ziel, doch verpassen dabei das Selbst.
Kyudo oder Zen Archery
Und schließlich…
Auflösung ins Nichts
Wieder zurück zur Leere
Tibetische Mönche malen in Stille ein Sandmandala, eine Form, die die mysteriöse Leere widerspiegelt. In diesem Filmbeitrag wird die leere Form des Mandalas wieder aufgelöst. Die Form wird wieder zum Nichts. Die Materie wird wieder der Natur zurück gegeben, der Sand in einen Fluss zurückgeschüttet.
Auflösung eines tibetischen Sandmandalas
Viel Spaß beim Meditieren
und der endlosen Leere
Samarpan
PS: Weitere Sekunden Meditationen, die helfen, Leere auf die Spur zu kommen
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Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Noseletter 59 – Was passiert, wenn man meditiert?
In schwierigen Zeiten, dann, wenn wenig Geld da ist, wenn die Beziehung kriselt, wenn die Gesundheit schwach ist… dann laufen Gedanken und Emotionen auf Hochtouren. Wie praktisch ist es dann, in der Meditation wirklich tief erfahren zu haben, dass wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sind.
Stilles Wahrnehmen
Nein, nein, das Leben wird nicht kalt und grau, wenn Emotionen keine große Bedeutung mehr gegeben wird. Im Gegenteil, ohne Emotionen ist Platz für die wirklichen Gefühle im Leben, Liebe, Mitgefühl, Freude, Trauer, Dankbarkeit… Situationen bleiben das, was sie sind und werden nicht von Gedanken in Horrorszenarien umgewandelt.
Gedanken als bloße Gedanken wahrnehmen
1979 entwickelte Jon Kabat-Zinn die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), die bei depressiven Patienten eingesetzt wurde. „Diese Methode der Achtsamkeit trainiert, die vollständige Aufmerksamkeit in stets akzeptierender Weise auf Erfahrungen zu richten, welche im gegenwärtigen Moment passieren.“… „Die Meditation lehrt sie, (auch depressive) Gedanken lediglich als Gedanken, und nicht als etwas Substantielles wahrzunehmen.“
Aus einem interessanten Artikel über Wissenschaft und Meditation auf Heise:
Gib dem Affen Zucker
Auf dem Fernsehsender arte wissenschaft wurde im Februar 2007 eine Dokumentation „Mönche im Labor“ ausgestrahlt. Neurowissenschaftler trafen sich mit buddhistischen Mönchen, die Meditationstechniken praktizieren, mit denen sie Konzentration und Gefühle steuern können. Eine spannende Begegnung Jahrtausendealter Tradition und moderner Technik. Die Dokumentation zeigt Neurowissenschaftler in ihren Laboren, die Versuche mit praktizierenden Buddhisten durchführen. Sie verschafft Einblicke in das Verhältnis zwischen Körper und Geist und die faszinierende Formbarkeit des Gehirns.
‘Mönche im Labor’, Artikel auf arte
Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl
Ich empfehle, sich die Dokumentation „Mönche im Labor“ anzusehen. Nicht nur, dass man in diesem Film beeindruckende meditierende Menschen sehen kann, die allein schon durch die Art wie sie sind, viel über Meditation aussagen. In diesem Film wird auch von Experimenten berichtet, die zeigen, wie uns Emotionen normalerweise steuern. Es gibt zum Beispiel eine Sequenz in der Dokumentation, bei der einem Mönch in einem Versuch unter die Haut gehende Bilder gezeigt werden und die einzige Reaktion des Meditierenden sind leicht bebende Nasenflügel. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass er kein Mitgefühl hatte. Der gleiche Versuch mit Studenten zeigt, wie deren Gesichter auf alles reagieren, was ihnen von außen angetragen wird. Die Reaktionen ihrer Gesichter wurden dokumentiert und es wird sichtbar, wie sehr ihre Gedanken ihr Leben steuern.
Die erhellende, wissenschaftliche und gut verständliche Dokumentation ist auf YouTube hochgeladen. Wer nicht die Zeit hat, sich alles anzusehen, dem empfehle ich vor allem die Teile 3, 4 und 5.
3. Glücklicher durch trainierte Emotionen
4. Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht
Wenn Gedanken und Emotionen verrückt spielen…
Gedanken ignorieren
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
Wutenbrannt? Sei wie tot
Die Stopp! Meditation
Viel Spaß beim Meditieren
und einem einfachen Leben
Samarpan
PS: Wer Einkäufe lieber in Stille erledigt, hier eine gute Empfehlung: Zwei kleine Experimente beim Einkaufen
PPS: Einen spirituellen Film ansehen – Bilder aus dem Unterbewusstsein
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Das Gehirn funktioniert besser
Noseletter 58 – Was passiert, wenn man meditiert?
Nur 20 – 40 Minuten lang bewusst wahrnehmen und die grauen Gehirnzellen vermehren sich. Nach einem brandaktuellen Interview vom Spiegel mit einer amerikanischen Hirnforscherin verursacht Meditieren erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit. Zum Beispiel altert durch regelmäßige Meditation das Gehirn langsamer…
Meditation lässt das Gehirn wachsen
„Einem Bericht des New Scientist vom 15. November 2005 zufolge haben Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert.
Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt, wie auch der präfrontale Cortex und das rechte vordere Insolinom.“
Forscher haben entdeckt, dass Meditation das Gehirn aufbaut
2 Monate Meditation und das Gehirn ist verändert
Auszüge aus einem Interview mit Sara Lazar, Hirnforscherin am Massachusetts General Hospital:
„Die ersten Veränderungen zeigen sich schon, wenn man nur zwei Monate lang regelmäßig meditiert. Beispielsweise erhöht sich die Dichte der grauen Substanz. Unsere Daten legen nahe: Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn.
Wir wissen, dass verschiedene Mechanismen am Werk sein können. Dazu gehört eine vermehrte Bildung von Blutgefäßen im Gehirn sowie eine Zunahme der Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Bisher vor allem im sogenannten Insellappen, der zum Großhirn gehört und für das Erkennen innerer Empfinden eine Rolle spielt. Überdies war eine Region im frontalen Kortex verändert, der wichtig ist für Aufmerksamkeit und Gedächtnis.“
Auszug aus Spiegel Online vom 25.11.2008
Weitere Information:
Harvardscience: Meditation associated with changes in brain, aging und
Harvardscience: Meditation found to increase brain size
Verdichtung ‘grauer Gehirnzellen’
„Im Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen, wurde innerhalb von Meditationsstudien der Frage nachgegangen, wie sich Meditationstraining auf die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt.
Der Vergleich von Meditierenden und Nichtmeditierenden ergab eine deutlich höhere Konzentration grauer Substanz in verschiedenen Hirnarealen bei den Meditierenden. Die graue Substanz im Gehirn ist die Schicht, in der unter anderem die Zellkörper der Nervenzellen lokalisiert sind. Allgemein wird angenommen: Eine dickere Schicht beziehungsweise eine größere Konzentration an grauer Substanz verbessert die jeweilige Funktion des Hirnareals.
Emotionales Umlernen wird möglich
Insbesondere zeigen sich Effekte im insulären Kortex, in dem Signale aus dem Körperinnern repräsentiert werden, sowie im Hippocampus. Dieser spielt eine ganz wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis und – als Teil des Limbischen Systems – für die Emotionen. Interessante Veränderungen bei den Meditierenden fanden wir zudem in einer Region, die für das Regulieren von Emotionen zuständig ist – dem orbitofrontalen Kortex. Dieses Areal unterstützt das Umlernen von Emotionen. Löst etwa eine Situation bei einem Menschen normalerweise Angst aus, dann ist es diese Region, die daran beteiligt ist, wenn der Betreffende lernt, auf die gleiche Situation eine andere, positive Gefühlsreaktion zu entwickeln.
Geistige Flexibilität
Es gibt erste Hinweise darauf, dass Meditation hier ebenfalls strukturelle Veränderungen bewirkt. Ganz konkret: Je mehr Zeit die Praktizierenden in ihr Meditationstraining investieren, desto größer ist offensichtlich die Konzentration grauer Substanz in dieser Hirnregion. Möglicherweise ist es diese Veränderung im Volumen und damit in der Verschaltung, die den Meditierenden hilft, die Umwelt mit „neuen Augen zu sehen“ und eingefahrene emotionale Reaktionsmuster durch eine offene, wohlwollende Haltung zu ersetzen – eine geistige Flexibilität, die bei vielen mit zunehmendem Alter nachlässt.“
Auszug aus Eine betörende Flucht aus der Gedankenflut
Fitness fürs Gehirn
Meditationsmethoden, die das Gehirn stärken
Gibberisch Meditation
Betrachte die Vergangenheit wie einen Traum
Bei Albträumen und Schlafstörungen
Schauen lernen
… und viele andere mehr.
Viel Spaß beim Meditieren
und einem lebensfrohen Gehirn
wünscht
Samarpan
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Was Lustiges für Mamas…
Eine Frau öffnet das Küchenfenster
und ruft ihren Sohn,
der gerade draußen mit anderen Kindern spielt:
„David, komm’ sofort nach Hause!“
Der Junge schaut hoch zu seiner Mutter und fragt:
„Warum? Werde ich sonst krank?“
Die Mutter antwortet: „Nein, du bist hungrig….“
Da ich auf einem Sterbeseminar bin, gibt es diese Woche keinen Noseletter ….
Bis nächste Woche dann wieder!
Herzliche Grüße
Samarpan
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