Mehr Achtsamkeit im Alltag durch Meditation

Je nach der Anzahl der Jahre, die jemand meditiert und je tiefer die Meditation erfahren wird, desto mehr Achtsamkeit, Wachheit und Lebendigkeit passieren im täglichen Leben.

Der heutige Noseletter fasst eine Untersuchung von Dr. Ulrich Ott zusammen, bei der 251 Meditierende über Übungsdauer, Meditationstiefe und Achtsamkeit im Alltag befragt wurden. Die Studie ist von 2004.

Achtsamkeit im Alltag nimmt mit Übungspraxis und Meditationstiefe zu

Tipps

Verzweifle nicht, wenn du meinst, dass du trotz langer Meditationspraxis noch immer der gleiche Dussel bist. Stimmt nicht! Die folgende Studie beweist es.

Zur Bestimmung der Meditationstiefe wurde die folgende Skala eingeführt:

Flache Meditationstiefe ist, wenn man mit Hindernissen kämpft: Unruhe, Langeweile, Motivations- und Konzentrationsprobleme.

Ein wenig tiefer liegt Entspannung: Wohlbefinden, ruhige Atmung, wachsende Geduld und Ruhe.

Dann gewinnt man die Fähigkeit zur Konzentration (meiner Meinung nach ist Konzentration das falsche Wort): Gewahrsein, Achtsamkeit über die Gedanken ohne Anhaften, Erleben von Kontrolle; Erfahrung einer inneren Mitte, einer starken Energie im Innern, eines Energiefeldes sowie körperlicher Leichtigkeit; Einsichten und Erkenntnisse; Gleichmut und innerer Frieden.

Noch tiefer liegen die Essentiellen Qualitäten: Transzendenz von Methode, Form und Zeitgefühl; Klarheit, Wachheit, Liebe, Hingabe, Verbundenheit, Demut, Gnade, Dankbarkeit, bedingungslose Selbstakzeptanz, grenzenlose Freude.

Und schliesslich die Nicht-Dualität: Kognitive Vorgänge wie Gedanken, Vergleiche, Unterscheidungen, Urteile und Wahrnehmungen von Emotionen und Empfindungen hören auf; Einssein mit allem; Leerheit und Grenzenlosigkeit des Bewusstseins; Transzendenz von Subjekt und Objekt.

Die Ergebnisse der Studie

Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen Übungspraxis und Meditationstiefe. Je länger jemand praktiziert, desto tiefer sind seine Erfahrungen.

(a) Je länger jemand meditiert, desto höher ist seine Fähigkeit, Meditation zu absorbieren.

(b) Menschen die nur wenig meditieren erlangen eine ähnliche Meditationstiefe wie die „Experten“, wenn sie empfänglich sind.

(c) Die Achtsamkeit im Alltag nimmt mit den Jahren der Meditation und mit den Meditationserfahrungen zu.

Die Studie ist im Internet nachzulesen. Dr. Ott ist Mitglied der Society for Meditation and Meditation Research.


Zusammenfassung

Natürlicherweise können diese Ergebnisse nur generelle HInweise für den Meditierenden sein. Jeder erlebt Meditation individuell. Dennoch finde ich den Ansatz der Studie wertvoll. Es ist mir eines ncoh einmal besonders deutlich geworden: In der Meditation dreht sich alles um Empfänglichkeit (Absorbierung im Sinne des Autors der Studie). Sie beeinflusst die Tiefe der Meditationserfahrung.

Und wie wird man empfänglich? Osho empfiehlt dynamische Techniken, die das Denken und den Körper erschöpfen und Raum schaffen.
Viel Spaß beim Meditieren und Experimentieren

wünscht euch

Samarpan

PS: Der Tipp der Woche:

In Chemnitz gibts ein Zentrum für Yoga, Meditation, Reiki und Familienaufstellungen. Da kann man selbst ausprobieren, ob die Untersuchung stimmt

PPS: Den aktuellsten Eintrag auf FindYourNose.com findet ihr ganz rechts oben auf jeder Seite.

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