Feiern und sich freuen
Noseletter 61 – Was passiert, wenn man meditiert?
Feiern ist ein zentraler Punkt in der Meditation.
Der innere Ton von Freude
ähnelt dem von Meditation.
Durch Feiern und Sich-Freuen
lässt sich der Geschmack von Meditation erfahren.
Man hört auf den Ton der Freude
Eine Meditationstechnik, um Freude zu üben…
Viel Spaß beim Feiern
wünscht
Samarpan
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Der Leere auf der Spur
Noseletter 60 – Was passiert, wenn man meditiert?
Meditation verändert die Wahrnehmung im Leben. Normalerweise schauen wir auf Formen und vergessen die Leere, die alles durchdringt. Im Folgenden der Versuch, Leere zu erfassen.
Alles durchdringende Leere
Normalerweise richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf Formen, die Augen wandern von einer Form zur nächsten. Wenn man meditiert, bleibt die Aufmerksamkeit auf dem einen, der Leere, der Stille, die alles durchdringt.
Im Folgenden ein paar Formen, bei denen Leere besonders gut wahrzunehmen ist.
Was ist Leere?
Der leere Bambus
In manchen Traditionen wird Bewusstsein, Dharma, Nirvana, Tao, der Buddha oder wie man es auch immer nennen mag, mit der Leere eines hohlen Bambus oder einer Flöte verglichen. Der Meditierende ist die Flöte, durch die die Leere sein Lied spielt. Höre dieser Shakuhachi Flöte zu, hier wird Leere zu einem Ton.
Shakuhachi Flöten
Suche nach der eigenen Leere
Zen Mönche suchen ihre wahre Natur, die auch Natur des Universums ist. Sie suchen die Leere, die in ihrer eigenen Form ist.
Auf der Suche nach dem Geist des Zen
Koans, Fingerzeige zur Leere
Die Zen Tradition hat sich viele Wege ausgedacht, Leere sichtbar zu machen. Zum Beispiel in der Form von Worten, die auf das nicht Beschreibbare hinweisen.
Zen Quotes, Koans and Wise Sayings
Die Aufmerksamkeit auf der Leere halten
Im folgenden Link ist eine sich bewegende Form zu sehen. Schaue entspannt auf den kleinen Punkt in der Mitte und lasse die Aufmerksamkeit auf dem weißen Hintergrund. Nimm den leeren, weißen Inhalt wahr, anstelle der gelben, sich bewegenden Form.
A Theo Jansen´s mechanism
Leere in einem Wasserfall
Hier nimmt Leere die Form von Wasser an. Stille durchdringt das sich bewegende Wasser, wie auch die unbeweglichen Felsen, über das es fließt.
Havasupai Indian Waterfal
Geschlagene Leere
Sie hauen auf der Leere herum und bringen sie zum klingen. Hier wird Leere zu einer großen Schwingung…
KODO Trommler
Handeln mit Leere
Traditionelle Meditationspraktiken leiten dazu an, aus der Leere, der Stille zu handeln. Meditative Kampfkünste sind daraus entstanden, Qi Gong, Tai Chi und auch Kyudo, das ist meditatives Bogenschießen. Ein Satz aus dem folgenden Clip: Manchmal treffen wir ins Ziel, doch verpassen dabei das Selbst.
Kyudo oder Zen Archery
Und schließlich…
Auflösung ins Nichts
Wieder zurück zur Leere
Tibetische Mönche malen in Stille ein Sandmandala, eine Form, die die mysteriöse Leere widerspiegelt. In diesem Filmbeitrag wird die leere Form des Mandalas wieder aufgelöst. Die Form wird wieder zum Nichts. Die Materie wird wieder der Natur zurück gegeben, der Sand in einen Fluss zurückgeschüttet.
Auflösung eines tibetischen Sandmandalas
Viel Spaß beim Meditieren
und der endlosen Leere
Samarpan
PS: Weitere Sekunden Meditationen, die helfen, Leere auf die Spur zu kommen
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Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Noseletter 59 – Was passiert, wenn man meditiert?
In schwierigen Zeiten, dann, wenn wenig Geld da ist, wenn die Beziehung kriselt, wenn die Gesundheit schwach ist… dann laufen Gedanken und Emotionen auf Hochtouren. Wie praktisch ist es dann, in der Meditation wirklich tief erfahren zu haben, dass wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sind.
Stilles Wahrnehmen
Nein, nein, das Leben wird nicht kalt und grau, wenn Emotionen keine große Bedeutung mehr gegeben wird. Im Gegenteil, ohne Emotionen ist Platz für die wirklichen Gefühle im Leben, Liebe, Mitgefühl, Freude, Trauer, Dankbarkeit… Situationen bleiben das, was sie sind und werden nicht von Gedanken in Horrorszenarien umgewandelt.
Gedanken als bloße Gedanken wahrnehmen
1979 entwickelte Jon Kabat-Zinn die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR), die bei depressiven Patienten eingesetzt wurde. „Diese Methode der Achtsamkeit trainiert, die vollständige Aufmerksamkeit in stets akzeptierender Weise auf Erfahrungen zu richten, welche im gegenwärtigen Moment passieren.“… „Die Meditation lehrt sie, (auch depressive) Gedanken lediglich als Gedanken, und nicht als etwas Substantielles wahrzunehmen.“
Aus einem interessanten Artikel über Wissenschaft und Meditation auf Heise:
Gib dem Affen Zucker
Auf dem Fernsehsender arte wissenschaft wurde im Februar 2007 eine Dokumentation „Mönche im Labor“ ausgestrahlt. Neurowissenschaftler trafen sich mit buddhistischen Mönchen, die Meditationstechniken praktizieren, mit denen sie Konzentration und Gefühle steuern können. Eine spannende Begegnung Jahrtausendealter Tradition und moderner Technik. Die Dokumentation zeigt Neurowissenschaftler in ihren Laboren, die Versuche mit praktizierenden Buddhisten durchführen. Sie verschafft Einblicke in das Verhältnis zwischen Körper und Geist und die faszinierende Formbarkeit des Gehirns.
‘Mönche im Labor’, Artikel auf arte
Wissenschaftliche Untersuchung von Emotionen und Mitgefühl
Ich empfehle, sich die Dokumentation „Mönche im Labor“ anzusehen. Nicht nur, dass man in diesem Film beeindruckende meditierende Menschen sehen kann, die allein schon durch die Art wie sie sind, viel über Meditation aussagen. In diesem Film wird auch von Experimenten berichtet, die zeigen, wie uns Emotionen normalerweise steuern. Es gibt zum Beispiel eine Sequenz in der Dokumentation, bei der einem Mönch in einem Versuch unter die Haut gehende Bilder gezeigt werden und die einzige Reaktion des Meditierenden sind leicht bebende Nasenflügel. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass er kein Mitgefühl hatte. Der gleiche Versuch mit Studenten zeigt, wie deren Gesichter auf alles reagieren, was ihnen von außen angetragen wird. Die Reaktionen ihrer Gesichter wurden dokumentiert und es wird sichtbar, wie sehr ihre Gedanken ihr Leben steuern.
Die erhellende, wissenschaftliche und gut verständliche Dokumentation ist auf YouTube hochgeladen. Wer nicht die Zeit hat, sich alles anzusehen, dem empfehle ich vor allem die Teile 3, 4 und 5.
3. Glücklicher durch trainierte Emotionen
4. Der Weg zum emotionalen Gleichgewicht
Wenn Gedanken und Emotionen verrückt spielen…
Gedanken ignorieren
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Mitten im größten Verlangen – wende dich ab
Wutenbrannt? Sei wie tot
Die Stopp! Meditation
Viel Spaß beim Meditieren
und einem einfachen Leben
Samarpan
PS: Wer Einkäufe lieber in Stille erledigt, hier eine gute Empfehlung: Zwei kleine Experimente beim Einkaufen
PPS: Einen spirituellen Film ansehen – Bilder aus dem Unterbewusstsein
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Das Gehirn funktioniert besser
Noseletter 58 – Was passiert, wenn man meditiert?
Nur 20 – 40 Minuten lang bewusst wahrnehmen und die grauen Gehirnzellen vermehren sich. Nach einem brandaktuellen Interview vom Spiegel mit einer amerikanischen Hirnforscherin verursacht Meditieren erhebliche Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gedächtnis, Kognition und Gesundheit. Zum Beispiel altert durch regelmäßige Meditation das Gehirn langsamer…
Meditation lässt das Gehirn wachsen
„Einem Bericht des New Scientist vom 15. November 2005 zufolge haben Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert.
Sie fanden heraus, dass durch die Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt, wie auch der präfrontale Cortex und das rechte vordere Insolinom.“
Forscher haben entdeckt, dass Meditation das Gehirn aufbaut
2 Monate Meditation und das Gehirn ist verändert
Auszüge aus einem Interview mit Sara Lazar, Hirnforscherin am Massachusetts General Hospital:
„Die ersten Veränderungen zeigen sich schon, wenn man nur zwei Monate lang regelmäßig meditiert. Beispielsweise erhöht sich die Dichte der grauen Substanz. Unsere Daten legen nahe: Je häufiger ein Mensch das Meditieren übt, desto stärker wächst sein Gehirn.
Wir wissen, dass verschiedene Mechanismen am Werk sein können. Dazu gehört eine vermehrte Bildung von Blutgefäßen im Gehirn sowie eine Zunahme der Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Bisher vor allem im sogenannten Insellappen, der zum Großhirn gehört und für das Erkennen innerer Empfinden eine Rolle spielt. Überdies war eine Region im frontalen Kortex verändert, der wichtig ist für Aufmerksamkeit und Gedächtnis.“
Auszug aus Spiegel Online vom 25.11.2008
Weitere Information:
Harvardscience: Meditation associated with changes in brain, aging und
Harvardscience: Meditation found to increase brain size
Verdichtung ‘grauer Gehirnzellen’
„Im Bender Institute of Neuroimaging der Universität Gießen, wurde innerhalb von Meditationsstudien der Frage nachgegangen, wie sich Meditationstraining auf die Funktion und Struktur des Gehirns auswirkt.
Der Vergleich von Meditierenden und Nichtmeditierenden ergab eine deutlich höhere Konzentration grauer Substanz in verschiedenen Hirnarealen bei den Meditierenden. Die graue Substanz im Gehirn ist die Schicht, in der unter anderem die Zellkörper der Nervenzellen lokalisiert sind. Allgemein wird angenommen: Eine dickere Schicht beziehungsweise eine größere Konzentration an grauer Substanz verbessert die jeweilige Funktion des Hirnareals.
Emotionales Umlernen wird möglich
Insbesondere zeigen sich Effekte im insulären Kortex, in dem Signale aus dem Körperinnern repräsentiert werden, sowie im Hippocampus. Dieser spielt eine ganz wichtige Rolle für das Langzeitgedächtnis und – als Teil des Limbischen Systems – für die Emotionen. Interessante Veränderungen bei den Meditierenden fanden wir zudem in einer Region, die für das Regulieren von Emotionen zuständig ist – dem orbitofrontalen Kortex. Dieses Areal unterstützt das Umlernen von Emotionen. Löst etwa eine Situation bei einem Menschen normalerweise Angst aus, dann ist es diese Region, die daran beteiligt ist, wenn der Betreffende lernt, auf die gleiche Situation eine andere, positive Gefühlsreaktion zu entwickeln.
Geistige Flexibilität
Es gibt erste Hinweise darauf, dass Meditation hier ebenfalls strukturelle Veränderungen bewirkt. Ganz konkret: Je mehr Zeit die Praktizierenden in ihr Meditationstraining investieren, desto größer ist offensichtlich die Konzentration grauer Substanz in dieser Hirnregion. Möglicherweise ist es diese Veränderung im Volumen und damit in der Verschaltung, die den Meditierenden hilft, die Umwelt mit „neuen Augen zu sehen“ und eingefahrene emotionale Reaktionsmuster durch eine offene, wohlwollende Haltung zu ersetzen – eine geistige Flexibilität, die bei vielen mit zunehmendem Alter nachlässt.“
Auszug aus Eine betörende Flucht aus der Gedankenflut
Fitness fürs Gehirn
Meditationsmethoden, die das Gehirn stärken
Gibberisch Meditation
Betrachte die Vergangenheit wie einen Traum
Bei Albträumen und Schlafstörungen
Schauen lernen
… und viele andere mehr.
Viel Spaß beim Meditieren
und einem lebensfrohen Gehirn
wünscht
Samarpan
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Was Lustiges für Mamas…
Eine Frau öffnet das Küchenfenster
und ruft ihren Sohn,
der gerade draußen mit anderen Kindern spielt:
„David, komm’ sofort nach Hause!“
Der Junge schaut hoch zu seiner Mutter und fragt:
„Warum? Werde ich sonst krank?“
Die Mutter antwortet: „Nein, du bist hungrig….“
Da ich auf einem Sterbeseminar bin, gibt es diese Woche keinen Noseletter ….
Bis nächste Woche dann wieder!
Herzliche Grüße
Samarpan
Versagen bringt Erkennen
Noseletter 56 – Wie meditiere ich ‘richtig’?
Hast du manchmal Zweifel, ob du ‘richtig’ meditierst? Tauchen Glücksgefühle oder Momente von All-Eins-Sein nur selten auf und hast du das Gefühl, als ob in der Meditation nicht wirklich etwas passiert? Sieht es so aus, als ob keine Meditationstechnik ‘richtig’ passt und der Satz: „Meditation ist nichts für mich“ immer stärker wird?
Eine gute Nachricht für dich: Du bist genau auf dem richtigen Weg.
Scheitern und Hingabe
Morgens versuche ich, meinen Atem zu beobachten. Ich sage, „versuche“, denn länger als eine oder zwei Minuten nehme ich ihn nicht wahr. Dann regieren wieder Träume und Gedanken. In der OSHO Dynamischen Meditation fällt es mir in der stillen Phase schwer, die Arme oben zu lassen und Glückseligkeit widerfährt mir selten beim Meditieren. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, Meditation ist nichts für mich, denn ich habe heute nicht mehr den ‘Erfolg’ mit den Meditationstechniken wie früher. Eine nahezu undurchdringliche Wand hält mich fest und das ist frustrierend.
„Versagen ist die Grundlage für Erfolg und im Erfolg lauert das Versagen.“
Lao Tzu
Versagen soll der Weg zum Erfolg sein? Soll das heißen, ‘richtig meditieren’ bedeutet, in der Meditation zu scheitern? Genau.
Koan Praxis – der Weg in die Frustration
Wann immer das Gefühl auftaucht, nichts zu wissen, nichts zu können, nichts ‘richtig’ zu machen, keine Vision zu haben, nicht mit den anderen mithalten zu können, keine Meditationstechnik wirklich zu beherrschen und andere unterhaltsame Gedanken, dann mag es hilfreich sein, sich eines Koans zu erinnern.
Ein Mann fragte Tao-hsin „Ist Geld und Besitz erstrebenswert?“
Tao-hsin antwortete „Einigen gehört die ganze Welt, anderen nur ein Teil davon.“
Koans von Tao-hsin
Was ist ein Koan? Es ist die Absicht, den Meditierenden in tiefe Frustration zu führen. Ein Koan hat keine Lösung, die das „Ich“ erdenken könnten und doch gibt es eine. Beispiel für die Aufklärung eines Koans.
Alle Meditationstechniken sind zum Scheitern verurteilt, denn Meditation ist nicht etwas, was man tun kann. Meditation, Bewusstsein, die wahre Natur, Tao, Dhamma, Nirvana, Erleuchtung, der innere Buddha… wie man den Zustand der Meditation auch benennen mag, er besteht schon jetzt, in diesem Moment und es geht nur darum, ihn zu erkennen.
Buddha, Bankei und Jesus
Äußerstes, tiefes Gefühl von Versagen, von Scheitern in der Suche, das Gefühl von komplettem Misslingem, was den eigenen Weg anbelangt, haben drei Menschen zu den höchsten Höhen gebracht. Diese drei, Buddha, Bankei und Jesus, sind nur prominente Beispiele, es gibt unzählige andere Menschen, denen es genauso ging und gehen wird. Vielleicht auch dir und mir?
Buddha ging den Weg „exzessiver Askese und Selbstkasteiung, zuerst unter Anleitung von Meistern, dann alleine. Dieser Weg war gleichzeitig eine Flucht vor zu intensiven Gefühlsregungen. Alles, was er gern haben und was in ihm ein Verlangen provozieren könnte, vermied er ängstlich: Menschen, Nahrung, Bequemlichkeiten. In diesem Stadium hinderte Gautamas Ambition und sein intensives Streben nach dem Rechten ihn geradezu daran, das Gesuchte zu finden.
Nach sieben Jahren Askese war er erschöpft, ausgelaugt, unruhig und enttäuscht. Er war ans Ende seiner physischen und moralischen Möglichkeiten gekommen; es ging nichts mehr. Er blieb nun – so scheint es – nicht bei der Erfahrung absoluter existenzieller Leere stehen, sondern indem er alles losließ, worum es ihm bisher gegangen war – die Befreiung vom Leiden -, öffnete er sich für das Neue in seinem Leben, und erreichte genau das: die Befreiung vom Leiden.“
Buddhas Weg zur Erleuchtung
Bankei, ein japanischer Zenmeister, suchte bereits als Kind nach Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens. Da ihm die Lehrer seiner Schule hierbei nicht helfen konnten, verließ er mit elf Jahren die Familie um sich auf die Suche nach Antworten bei verschiedenen buddhistischen Lehrern zu machen. Zeitweise in Obdachlosigkeit lebend meditierte er exzessiv. Schließlich erkrankte er an Schwindsucht. Dem Tode nahe, im Alter von 23 Jahren, erlebte er in einem geistigen Durchbruch die Erleuchtung.
„Das Ungeborene ist nicht etwas, das durch Disziplin erreicht oder erlangt wird. Es ist nicht eine Beschaffenheit des Geistes oder religiöse Ekstase; es ist, dort wo du stehst, makellos so, wie es ist. Alles was du tun musst, um es zu erkennen ist, du selbst sein, genau wie du bist; zu tun, genau was du tust, ohne Kommentar, Befangenheit oder Urteil.“
Bankei Eitaku auf Wikipedia
Jesus hatte ebenfalls einen alles andere als leichten Weg. Sein Leiden ist sprichwörtlich. All die Suche nach Göttlichkeit, um dann am Kreuz zu hängen? Kein Wunder, dass er in dieser schmerzhaften Situation zutiefst verzweifelt und am Zweifeln war. In absoluter Hilflosigkeit passierte dann die Verwandlung, seine absolute Hingabe an das, was ist: „Dein Wille geschehe!“
Das Wunder der Hilflosigkeit
Die ganze Meditationspraxis, alles meditieren dient nur dem einen Zweck: der Aufgabe von dem, was nicht wirklich ist. Der Aufgabe von Konzepten, Ideen, Vorstellungen, Zielen, Konditionierungen… die Liste könnte lange fortgeführt werden. In Kurzform wird das, was nicht ist, „Ego“ genannt. Durch Meditationstechniken wird das Ego so erschüttert, dass nur noch hilflose, ergebene Hingabe übrig bleibt. Das ist der Zeitpunkt des Erkennens.
Nick Vujicic, ein junger Mann ohne Arme und Beine, erzählt von seiner Hoffnungslosigkeit als er 8 Jahre alt war. Das Leben erschien ihm sinnlos. Er war am Tiefstpunkt seines schwierigen Lebens. Die Verwandlung passierte und heute ist er weltbekannt für seine herzliche, unerschütterliche, motivierende Art. Ein sehenswerter Videoclip:
Nick Vujicic, Life without limbs
Und schließlich noch ein paar lustige Beispiele von Leuten, die noch lange nicht am tiefsten Grund angelangt sind….
Ein ziemlich schlechter Tag im Büro
Scheitern, Versagen, Misserfolg beim Meditieren (und auch sonst) sind nicht das, was sie scheinen. Sie sind der Beginn eines Quantensprungs in die Wirklichkeit, der Sprung aus alten Vorstellungen hin zu dem, was immer ist: Bewusstsein.
Alles Liebe auf dem Weg ins Hier
wünscht
Samarpan
PS: Der krumme geradlinige Weg
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Man bemuttert eigene Erkenntnisse
Noseletter 55 – Was passiert, wenn man meditiert?
Als ich zu meditieren begann, machte ich eine für mich damals unglaubliche Erfahrung: Mein normal graues, festgefahrenes Leben begann, farbig zu werden! Der Schwung, den Veränderung, die Befreiung vom Alten hervorbringt, ist eine große Kraft, wie man bei den Präsidentschaftswahlen in Amerika erleben konnte.
„Bemuttere deine wahren Erkenntnisse“ ist eine Meditationstechnik aus dem Buch der Geheimnisse, für Menschen, die ihre alten Konditionierungen und Vorstellungen gehen lassen wollen.
Wirkliche Einsichten nähren
So wie eine Henne ihre Küken bemuttert,
so bemuttere auch du gewisse Erkenntnisse
und ganz bestimmte Handlungen in der Wirklichkeit
Der Schlüssel in diesem Sutra sind die Worte ‘in der Wirklichkeit’. Du bemutterst ebenfalls viele Dinge, aber in deinen Träumen – nicht in der Wirklichkeit. Du tust ebenfalls viele Dinge, aber im Traum – nicht in der Wirklichkeit. Nähre keine Träume. Unterstütze es nicht, dass sich der Traumzustand in dir weiter ausdehnt. Ziehe dich von allen Träumen zurück. Es wird nicht leicht sein, denn du hast so viel in deine Träumereien investiert. Wenn du dich plötzlich völlig davon zurückziehst, dann wirst du das Gefühl haben, unterzugehen und zu sterben. Du lebst in dem Traum von „später“ und „dann“… Du lebst nicht hier und jetzt, du bist immer irgendwo anders. Du folgst der Hoffnung.
„Bemuttere gewisse Erkenntnisse.“
Warum gewisse Erkenntnisse? Du bemutterst auch Einsichten, doch was für welche? Du bemutterst bestimmte Theorien, keine Erkenntnisse. Bestimmte heilige Schriften, keine Erkenntnisse von dir selbst. Bestimmte Hypothesen, Glaubenssysteme, Philosophien, Weltanschauungen… aber keine gewissen Erkenntnisse von dir selbst. Das Sutra fordert: Wirf alles, was nicht von dir kommt, auf den Müll. Heilige Schriften, Theorien, das alles bringt nichts. Mache deine eigenen, echten Erfahrungen, deine eigenen Erkenntnisse und nähre sie. Wie trivial das eigene Verstehen auch immer sein mag, eine wirkliche Erkenntnis ist etwas, auf das du dein Leben aufbauen kannst. Die Einsichten mögen sein, was sie wollen, achte nur immer darauf, dass es wirkliche, konkrete Erkenntnisse sind, Dinge, die du selbst erkannt hast.
Osho, aus dem Buch der Geheimnisse
Verwandte Artikel
Liebe etwas Großartiges
Durch Meditation die eigene Richtung finden
Disziplin bedeutet dazu lernen wollen
Viel Spaß beim Ausprobieren und Bemuttern
wünscht
Samarpan
PS: Meditationen wie diese Meditationstechnik aus dem Buch der Geheimnisse werden regelmäßig im Osho International Meditation Resort ausprobiert
PPS: Die Stille in der Veränderung
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Forschergeist
Noseletter 54 – Was passiert, wenn man meditiert?
Eines der Merkmale von meditierenden Menschen ist, dass sie sich wesentliche Fragen stellen. Fragen, die aus einer Intimität mit sich selbst kommen. Es sind authentische Fragen, die wirklich interessieren, die wirklich gewusst werden wollen. „Was ist der Sinn meines Lebens?“ oder „Wer bin ich?“ sind solche Fragen, die in der Meditation beantwortet werden.
Man sucht nach Antworten auf wahre Fragen
Das Wichtigste im Leben ist,
sich zu fragen,
was das Wichtigste im Leben ist.
Shunryu Suzuki Roshi
Am Anfang einer Meditationspraxis steht, dass man „es“ wissen will. Meditation ist Balsam für die nach Wahrheit suchende Seele. In der Stille und im intimen Kontakt mit sich selbst tauchen die wichtigen Fragen des Lebens auf. „Was ist der Tod?“ „Wer bin ich wirklich?“ In der sehr intimen, sich selbst nahen Zeit der Meditation enthüllen sich die Antworten.
Selbst Antworten finden
„Finde heraus, was dein Motiv für Meditation ist, was du möchtest. Doch du machst das nicht. Du nimmst einfach ohne Nachzudenken an, was dir gesagt wird. Jemand verspricht dir etwas und dann willst du es. Wenn du dir dein Motiv ansiehst, dann entdeckst du, dass du etwas erreichen willst. Du bist wie ein Geschäftsmann, der so viel Geld wie möglich verdienen will, es ist der gleiche Drang. Du wirst sehen, dass nur einfach still zu sitzen, ohne einen wahren Beweggrund dabei zu haben, zu allem möglichen illusorischem Unsinn führt. Wenn das deine Absicht ist, warum du still sitzt, dann kannst du es gleich bleiben lassen.“
J. Krishnamurti
In der Meditationspraxis geben wir unsere Aufmerksamkeit, unsere Zuneigung und unsere Zeit dem Wesentlichen. Der Weg durch den Dschungel der Gedanken ist unbestimmt und individuell, wir können ihn nur selbst herausfinden. Seit Jahrhunderten geben Meister der Meditation alle möglichen Meditationstechniken, um dem nach Wahrheit Suchenden zu helfen, selbst Antworten zu finden – ja, zur Antwort zu werden.
Auf Messers Schneide
Die Eigenschaft eines Forschergeists muss in der Tiefe verstanden werden. Ein Suchender nach Wahrheit bewegt sich ständig auf Messers Schneide. Die Wahrheit kommt nicht darüber, sie erforschen und erfassen zu wollen, durch unnachgiebiges Streben und im Kampf mit sich selbst:
„Es ist kein Verdienst, sich überaus anzustrengen oder exzessiv mit sich zu kämpfen. Es gibt keine Pluspunkte für Leute, die sich auf dem Weg der Selbsterkenntnis verrückt gemacht haben.“
Adyashanti
Ein meditierender Mensch hat einen „Anfängergeist“,
„…ein Geist, der immer offen für Entdeckungen ist. Ab dem Augenblick, in dem man glaubt, etwas verstanden, etwas begriffen, etwas verwirklicht zu haben, ist unser Geist erfüllt von diesem Eindruck und hat keinen Platz mehr, um neue Erfahrungen zu machen. Um also immer erfahrener zu werden, darf man nicht durch die Spuren seiner bisherigen Erfahrungen zu stark beeindruckt werden.“
Anfängergeist
Forschergeist beim Meditieren ist der paradoxe Zustand, einerseits nach Antworten zu suchen, und andererseits entspannt auf sie zu warten. Es klingt unvereinbar, ist es aber nicht. Selbst ausprobieren!
Viel Spaß beim Forschen und Meditieren
wünscht
Samarpan
PS: Wahrheit ist für Individuen
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Heilung
Noseletter 53 – Was passiert, wenn man meditiert?
Der stille, leere Zustand von Meditation fördert die Selbstheilung. Vielleicht zuerst ein wenig tanzen, dann einfach nur still da sitzen, im Reinen mit sich und der Umgebung sein – das lässt den Körper aufatmen. Nach wissenschaftlichen Studien stabilisiert Meditation den Blutdruck und hat heilsamen Einfluss auf viele psychsomatische Krankheiten.
Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch Meditation
Es gibt im Internet viele Artikel über die heilsame Wirkung von Meditation zu lesen. Mir ist allerdings nicht so ganz klar, worauf genau sich die Forscher beziehen, wenn sie „Meditation“ als heilsam beschreiben. Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit der Menschen Meditation mit Entspannungstechnik gleichsetzt. Entspannung fördert die Gesundheit, das ist zweifellos so. Der Zustand von Meditation bringt jedoch noch eine weitere Aktivierung der Selbstheilungskräfte mit sich…
Meditation ist mehr als eine Entspannungstechnik
Nach einer halbe Stunde Entspannung geht man erfrischt zurück ins alte Leben, zu genau den Umständen, die die Anspannung bewirkten. Durch autogenes Training verändert sich nichts an der (meist destruktiven) Lebensweise des Menschen. Entspannungstechniken wirken etwa so wie eine Kopfschmerztablette, die zur Schmerzlinderung eingenommen wird. Meditation geht tiefer. Durch die sensible Wahrnehmung seiner selbst beginnt man den Körper von innen zu fühlen, seine Eigenarten, Bedürfnisse, Schwächen und Stärken zu erfahren. Anstatt vom Doktor zu hören, wie schlecht Stress für den Bluthochdruck ist, fühlt der Meditierende am eigenen Leib, wie sich stressreiche Gedanken auf den Körper auswirken. Die geschärfte Wahrnehmung macht es unmöglich, auf Dauer destruktives Verhalten aufrecht zu erhalten.
Im Zustand von Meditation herrscht außerdem heilsame Stille, Frieden und Liebe. „Kranke brauchen Ruhe“ hat meine Mutter gesagt und vielleicht hat sie ja nicht nur Ruhe, sondern diese besondere Stille gemeint, in der sich Psyche und Körper heilen? Eine gute Beschreibung von Meditation als Medikament für die Seele hat Peter Michael Dieckmann gegeben.
Meditation zur Blutdruck-Therapie
„Meditation statt Medizin“ überschreibt das Online Magazin Focus einen Artikel zum Thema Blutdruck-Therapie.
„In der Ruhe liegt die Kraft, beziehungsweise für manche Bluthochdruck-Patienten die Gesundheit: Denn regelmäßige Meditation senkt hohen Blutdruck genauso wie entsprechende Medikamente. Zu diesem Ergebnis sind Mediziner der Universität Würzburg unter Leitung von Wolfram Voelker gekommen.“ Das Ergebnis der Studie: Meditieren hilft ebenso gut wie Blutdruck senkende Mittel.
Blutdruck-Therapie: Meditation statt Medizin
Der Bund Deutscher Internisten e.V. gibt eine ähnliche Nachricht heraus, sie beziehen sich auf amerikanische Studien: „Meditationsübungen können nachweislich den Blutdruck senken. Entspannungstechniken schützen damit nicht nur vor seelischer Überbeanspruchung und Stress, sondern sie wirken sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.“
Meditation kann Bluthochdruck verringern
Rüdiger Dahlke gibt ein Selbstheilungsprogramm mit Meditation heraus. „Nach einer einleitenden Entspannung geht es bei der ersten Heilmeditation darum, auf einer Bilderreise durch den Körper die Situation des eigenen Kreislaufs konkret zu erleben… Die zweite Reise führt über das Zulassen von Schwäche und Ohnmacht als Voraussetzung zur Aussöhnung mit den eigenen Stärken bis hin zu Kontaktfreudigkeit und zu der Fähigkeit, sich zu stellen.
Selbstheilungsprogramm Niedriger Blutdruck
Aus einem Artikel im Spiegel:
„Meditative Praktiken setzen auch die Hautleitfähigkeit herab, beruhigen den Stoffwechsel, senken die Herzfrequenz und stärken angeblich so das Immunsystem. Auch gegen Depressionen, Angst- und Schlafstörungen wirken die „achtsamkeitsbasierten“ Techniken.“
Die Durchleuchtung der Erleuchtung
Zum Schluss sei nur erwähnt, dass Buddha nicht ausgezogen ist, um seinen Blutdruck auszugleichen oder Schlafstörungen zu beheben. Eine gute Gesundheit ist nur ein Nebeneffekt von Meditation, der Sinn ein ganz anderer. Welcher?
Ausprobieren und selbst rausfinden!
(Vielleicht steht’s im nächsten Noseletter?!)
Viel Spaß beim Meditieren und Experimentieren
wünscht
Samarpan
PS: Was Entspannung für die Arbeit bewirkt
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