Wie die Gehirnwellen eines Kleinkindes

Die Wahrnehmung eines Kleinkindes ist ähnlich der des Dalai Lamas. (Ob der Dalai Lama deshalb so unschuldig wirkt?) Sowohl ein Kleinkind als auch der Dalai Lama verfügen über eine Gehirnfrequenz von etwa fünf Hertz (fünf Schwingungen pro Sekunde). Die eines “normalen” Erwachsenen liegt bei elf Hertz. Fünf Hertz werden von uns Erwachsenen nur im Tiefschlaf oder in Meditation erreicht. Zudem gleichen sich die Frequenzen bei Kleinkindern im Gehirn an. Das bedeutet, sie schwingen in beiden Gehirnhälften in einem ähnlichen Rhythmus. Das bewirkt eine erstaunliche Fähigkeit zur Wahrnehmung. Kleinkinder sind sich dessen nicht bewusst - Meditierer schon.

Kreativ, intuitiv und die Fähigkeit, wahrzunehmen

Tipps

Die bei Kleinkindern und Meditierern festgestellten langsamen Schwingungsfrequenzen und deren Angleichung untereinander in Höhe und Tiefe haben eine große Auswirkung im Gehirn: Beide Gehirnhälften, sowie alle Gehirnareale werden ganzheitlich miteinander verbunden. Kleinkinder empfangen und senden nicht nur auf einer anderen Frequenz als normale Erwachsene, sondern sie verfügen auch über ein doppelt so hohes Potential für Transformation, da das Gehirn auf “einer Welle liegt”.

Was passiert, wenn sich Gehirnfrequenzen angleichen?

Wenn zum Beispiel in unserem Gehirn das Reptilienhirn, das limbische System sowie der Neokortex auf einer ähnlichen Frequenz Informationen verarbeiten, dann kann das Gesamtpotential des Menschen genutzt werden: Gefühl, Logik, Erfahrung, archaisches Wissen und intuitiver Zugang sind gleichgestellt und in bestem Austausch miteinander.

Das Gehirn hat eine Million mal langsamere Verbindungen als ein Computer, arbeitet aber eine Million mal schneller. Es gibt bisher keine Erklärungen, wie dies möglich ist. Die Snchronisation der Gehirnfrequenzen mag eine Erklärung sein. Ein synchronisiertes Nervensystem bringt eine enorm gesteigerte Anpassungs- und Leistungsfähigkeit mit sich. Wenn dieses Prinzip auch im Gehirn wirkt, wäre die Leistungsfähigkeit des Gehirns erklärbar.

Ein gut synchronisiertes Nervensystem stellt den Zustand höchsten Bewusstseins dar: hohe Konzentration und rationale Fähigkeiten bei voller Kreativität, hohe Wahrnehmungs-Sensibilität bei zugleich hoher Intuition. Wir können auch Informationen und Entwicklungen in unsere neuronalen Entscheidungsprozesse einfließen lassen, die uns nicht bewusst sind.

Bei der Messung des Lama Doboom Tulku am 12.12.2002 lag der Normalzustand der Gehirnfrequenz quasi permanent bei oder unter fünf Hz, wie beim Kleinkind. Auch in der westlichen Welt gelten die höchsten Lamas als besonders weise. Daher scheint es so zu sein, dass
a) der Mensch erwachsen werden kann, ohne diesen Einheitszustand zu verlieren und
b) die Fähigkeiten des Erwachsenen durch niedere Gehirnfrequenzen und deren Synchronisation deutlich an Qualität gewinnen.
Nachzulesen auf www.global-brain-sounds.info
Falls noch irgendwelche Fragen bestehen, darüber, was Meditation bewirkt, hier eine unmissverständliche Antwort:

Von einem Zenmeister wird berichtet, dass er einst auf die Frage, was ihm denn das viele Sitzen in Meditation gebracht hätte, sich umdrehte, seinen Rock hob und seinen Hintern zeigte. Der war vom vielen Sitzen ledern und schrumpelig geworden.
Viel Spaß beim Meditieren und mit langsam schwingenden, synchronisierten Gehirnarealen und dessen Effekten
wünscht euch

Samarpan
PS: Musst du eine Entscheidung treffen? Dann schaue doch mal auf den Tipp der Woche

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Das Herz in der Meditation

Das Herz wird viel in der Liebe gepriesen, es hat jedoch eine noch viel größere Bedeutung für die Meditation. Im Herzen findet sich die Stille, der Frieden, die Göttlichkeit. Wer Meditation nicht wirklich vom Herzen liebt, der braucht sie nicht zu machen, denn ohne Herz ist Meditation keine Meditation. Das Herz bringt uns aus dem Denken. Vom Herzen aus kann man offen und unvoreingenommen wahrnehmen.

Mich hat die Wirkungsweise des Herzens interessiert. Auf meiner Suche durchs Internet bin ich bei den Sufis gelandet. Der Weg des Sufis (einer rebellischen Weiterentwicklung des Islams) geht seit jeher durchs Herz.

Das Herz als Tür zur Göttlichkeit

Tipps

Die Mysterien der Liebe, die Wissenschaft vom Herzen, wurden über die Jahrhunderte durch die esoterischen Lehren verschiedener mystischer Traditionen vermittelt. Besonders der Sufismus hat eingehende Studien zum Menschenherzen und dessen spiritueller Natur betrieben. Deren Schwerpunkt lag darauf, in wie weit die einzelnen spirituellen Organe innerhalb des Herzens den Reisenden transformieren und erwecken und so zu einem umfassenderen spirituellen Gewahrsein führen, einem tieferen Eintauchen in das göttliche Licht der Einswerdung. Wanderer auf dem Sufi-Pfad haben die Reise in die inneren Welten kartographiert, indem sie aufzeigen, wie das Erwecken der spirituellen Zentren des Herzens das Bewusstsein des Suchers erweitert. Sie beschreiben, wie schließlich in der innersten Kammer — dem Herz der Herzen — der Liebende mit dem Göttlichen verschmilzt und so die mystische Reise von der Trennung zur Einheit vollendet. …
Die Sonne des Lichts ist im Herzen aufgegangen.
Sie scheint, und es gibt keinen Untergang.

Al-Hakîm at-Tirmidhî
Und es gibt auch eine andere Dimension der Wissenschaft des Herzens, die bisher geheim gehalten worden ist. Dabei geht es darum, wie das Herz des Einzelnen spirituell mit der Gesamtheit des Lebens interagieren kann. Indem wir in eine neue Ära des Bewusstseins eintreten, werden diese Geheimnisse für unsere wachsende Erkenntnis zugänglich, und uns erschließt sich spezifisches Wissen darüber, in welcher Beziehung der Einzelne zum Ganzen steht und wie das Innere und das Äußere zusammenhängen. Im Herzen sind all die unterschiedlichen Ebenen der Wirklichkeit miteinander verbunden; das Innere fließt direkt ins Äußere. …..

Genaueres nachzulesen bei “Das Licht im Herzen” von Llewellyn Vaughan-Lee

Es gibt viel über das Herz zu berichten, doch für heute will ich mich mit dem Hinweis auf obigen Artikel begnügen. “Das Leere Herz” im Zen wird ganz bestimmt noch Thema eines neuen Noseletters werden.
Viel Spaß beim Meditieren und das Herz genießen
wünscht euch

Samarpan
PS: Wenn dein Name eine besondere Bedeutung für dich hat, dann ist das hier vielleicht das Richtige für dich
PPS: Wir haben gerade ein neues Netzwerk für Tibetan Pulsing eingerichtet…

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Die Antwort ist Nichts!

Meditation lässt sich nicht beschreiben. Nicht durch neurologische Untersuchungen des Gehirns, nicht durch das Aufzeichnen emotionalen Verhaltens oder der körperlichen Gesundheit des Meditierenden. Trotzdem versuche ich jede Woche in dem wöchentlichen Noseletter mich dem anzunähern, was nicht ausgedrückt werden kann.

Das ist, was in der Zen-Meditations-Praxis passiert. Der Meister stellt dem Schüler ein Koan, eine Frage, die nicht durch Denken beantwortet werden kann. Jeder weiß, es gibt keine Lösung für die Frage und doch lohnt es sich für den Schüler, ihr wirklich auf den Grund zu gehen. Wenn sich das Denken erschöpft hat kommt es zu einer echten Erfahrung und das ist die gesuchte Antwort.

Das Paradox, das die Wahrheit erklärt

Tipps

Das Koan ist meist ein Paradox oder etwas unlogisches oder eine kleine Begebenheit, die zum Nachdenken anregen soll. Es kann auch als ein Rätsel verstanden werden. Koans können nie verstandesmäßig gelöst, sondern nur durch ein “Eintauchen” erfahren werden. Keine Koans, und auch keine sonstigen Worte können die Erleuchtung reflektieren. Aber sie weisen ein Stück des Weges zur letzten Wahrheit und wenn man sich nicht zu sehr an diese Worte klammert, erreicht man diese Wahrheit auch.

Anfangs folgt man einem Koan noch logisch oder auf Verstandesebene. Das ist auch erst einmal nicht unbedingt schlecht. Es gibt Koans, bei denen sich der Verstand des Praktizierenden dabei selbst transzendieren kann. Andere sagen, dass man von Anfang an nicht mit dem Verstand eine Lösung probieren sollte, sondern sich ganz in das Koan “hineinversenken”, “rein-empfinden”, “in die Tiefe des Koans absteigen” - wie man das auch gerne formulieren mag. Nach der Meditation muss man das Koan mit in den Alltag nehmen und es sich überall präsent halten. Irgendwann gibt es dann eine einschneidende Erkenntnis und man weiss die Lösung einfach!
Aus www.Zen.fuer-uns.de
Beispiele für Koans

Frage: “Hat ein Hund Buddha-Natur?”
Antwort: “MU!”

°°

Ein Mann kam zu Tao-hsin und sprach “Bitte hilf mir.” Daraufhin Tao-hsin “Was fehlt dir?” “Diese Frage ist zu schwierig. Bitte hilf mir.” Tao-hsin erwiderte “Dir fehlt nichts.” Enttäuscht verliess der Mann Tao-hsin. Was für ein schlechter Lehrer Tao-hsin war.

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“Das Auge, mit dem ich Gott erblicke, ist genau das gleiche Auge, mit dem Gott mich erblickt.” “Zeige mir dieses Auge!”

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Ein Mönch fragte Tozan: ‘Was ist Buddha?’ Tozan antwortete: “Drei Pfund Flachs”

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Ein junger Mann trat vor Tao-hsin “Bitte gebt mir einen Fingerzeig.” Tao-hsin hob die vor ihm liegende Tasse auf und fragte den Mann “Wer hat diese Tasse bewegt?”

°°

Ein Zen-Schüler geht zu einem Zen-Meister, um endlich das Geheimnis des Zen zu erfahren. Er trägt dem Meister, der ruhig in der Zazenhaltung auf dem Boden sitzt, sein Anliegen vor und bittet diesen um Unterweisung. Der Meister hört ihm zu und weist ihn an, sich ebenfalls in der Zazenhaltung neben ihn zu setzen. Nachdem der Schüler einige Minuten ruhig sitzend neben dem Meister wartet, fängt er an unruhig zu werden. Schließlich schaut er den Meister fragend an, worauf dieser sich zu ihm umdreht und sagt “Nichts wird mehr passieren. Das ist alles.”

°°

Tao-hsin sprach zu seinen Schülern “Was sieht ein Käfer, was fühlt er? Und ein Adler? Und ein Staubkorn?”

°°

Tao-hsin sprach zu seinen Schülern “Was weisst du sicher?”

°°

Ein Schuler trat vor Tao-hsin und sagte “Gestern traf mich ein Blitz und alles wurde klar. Leider verliert sich diese Klarheit. Bitte hilf mir!” Tao-hsin erwiderte “Eine Sekunde nach der Geburt, eine Sekunde vor dem Tod. Was siehst du?”

°°

Frage: “Was passiert, wenn man meditiert?”
Antwort: “Nichts”

Viel Spaß beim Meditieren
wünscht euch

Samarpan
PS: Wer noch etwas tiefer ins Nichts tauchen möchte, dem empfehle ich hier rein zu schauen
Und zum Abschluss noch ein Zenscherz:

Wieviele Zen-Mönche braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?
Zwei. Einen zum Wechseln und einen zum Nicht-Wechseln.

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Zehn Mythen - Das, was Meditation nicht ist

“Ach, das ist doch alles Meditation,” sagte ein MentalCoach und ErfolgsTrainer einst zu mir. “Entspannungstechniken, Hypnose, Trance, Bioenergetische Übungen … im Grunde ist das doch alles das Gleiche.” Stimmt, es ist alles das Gleiche, insofern, als es alles nichts mit Meditation zu tun hat. Meditation ist auch kein Göttliches Licht oder göttlicher Ton, das Aufsteigen der Kundalini Energie oder magische Farben, die man sieht. Meditation ist nicht Fliegen und Zaubern können, Zwiegespräche mit Gott halten oder was sonst noch dem Wesen der Meditation untergejubelt wird. Unser Unterbewusstsein ist trickreich: Es produziert, was wir sehen und hören wollen — Erfahrungen und Erlebnisse haben mit allem möglichen zu tun, jedoch sind sie keine Meditation.

Wir wollen uns heute also einmal dem widmen, das Meditation nicht ist. Der buddhistische Meditations Lehrer Bodhipaksa hat zehn Mythen beschrieben, zehn Missverständnisse, die Leute normalerweise mit Meditation verbinden. Die Liste ließe sich leicht verlängern, doch für heute bleiben wir bei den zehn Mythen des buddhistischen Lehrers.

Meditation ist nicht Hypnose, sie ist keine Religion und auch nicht ein leerer Kopf

Tipps

Obwohl Meditation heutzutage weit verbreitet ist, im Sport zum Beispiel, in der Medizin, in der Psychiatrie und dann von Millionen von Menschen überall in der Welt als tägliche Übung, gibt es trotzdem noch viele Missverständnisse darüber, was Meditation eigentlich ist. …

1 Meditation ist nicht nur einfach Entspannung des Körpers
(Entspannung ist Voraussetzung für Meditation)

2 Meditation ist keine Selbst Hypnose
(Hypnose kann zur Vertiefung von Meditation benutzt werden)

3 Es gibt keine technologischen Abkürzungswege
(Kein mechanisches Hilfsmittel wie Mind Maschinen oder Mind CDs, die die Gehirnwellen verändern, können Meditation erschaffen)

4 Die transzendentale Meditation ist nicht die einzige Meditationstechnik
(Nach Osho ist Mantra wiederholen eine Technik, die das Denken einzuschläfert. Mit Meditation hat das nichts zu tun.)

5 Du musst nicht in der Lotus Position sitzen
(Du kannst in jeder entspannten Haltung meditieren. Im Liegen neigt man dazu, einzuschlafen, deshalb besser nicht liegen)

6 In der Meditation sagst du nicht immer “AUM”
(Die Mantra Meditation ist nur eine von vielen traditionellen Techniken)

7 Meditation hat nichts mit Religion zu tun
(Was ist religiös daran, seinen Atem zu beobachten?)

8 Meditation hat auch nichts mit dem Fernen Osten zu tun
(Meditationstechniken können unabhängig von Alter, Kultur, Lebensumstände … praktiziert werden)

9 Meditation ist keine Flucht …
(…, sondern das Gegenteil: Man begegnet seiner Wut, seinen Illusionen, seinen Sehnsüchten und Schmerzen)

10 In der Meditation geht es nicht darum, das Denken leer werden zu lassen
(In der Meditation nehmen wir Gefühle, Gedanken, Empfindungen wahr und sehen, wie die Dinge miteinander in Verbindung stehen.)
Bodhipaksa, Buddhistischer Meditationslehrer auf www.Wildmind.org

Jetzt wissen wir also im Wesentlichen, was Meditation nicht ist. Aber was ist sie dann? (Schaut mal auf FindYourNose.com, da stehen täglich neue Beiträge über Meditation im Alltag drinnen …)

Viel Spaß beim Meditieren

wünscht euch

Samarpan

PS: Falls dein Wohngebiet unter die Postleitzahl 46 und drum herum fällt, gibts einen Lichtblick für dich

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Jogging oder Dynamische Meditation?

Joggen ist ein beliebter Sport, wohl auch aus dem Grund, weil er Momente der Freude mit sich bringt - dann, wenn das Laufen anstrengungslos wird. In diesem Sinne belebt joggen den Körper und die Psyche, doch mit Meditation ist das nicht zu vergleichen. Dynamische Meditationstechniken gehen weit über den Körper und über die Psyche hinaus. Der Zustand von Schwerelosigkeit beim Laufen ist toll, doch die bestehenden Gefühle und Emotionen bleiben unberührt. Man läuft und läuft und fühlt sich gut danach, doch im Grunde bleibt alles beim Alten. Reale Zwänge des Alltags fallen erst ab, wenn man sich für seine Gefühle öffnen kann. Die Dynamischen Meditationstechniken geben dafür Raum und gehen noch weiter - bis zur ursprünglichen Lebensenergie des Meditierenden. Ein Artikel von Dr. Devapath Peters.

Sport, Therapie, Dynamische Meditation

Tipps

Die jüngere Generation von Tennis Spielern seufzt heutzutage lauter auf dem Platz, doch generell ist es im Sport nicht akzeptabel, Emotionen auszudrücken. Jogging entlädt einige emotionale Energie, doch bleibt an der Oberfläche der Emotionen. Man kann beim Joggen schon einigen Ärger loswerden … doch generell wird das Joggen mehr dazu benutzt, die Emotionen zu unterdrücken und zu kontrollieren, als sie zu transformieren und die Kunst des Fühlens wieder zu gewinnen. Im Gegensatz zu normalen Sportarten, hilft die Dynamische Meditation zu tieferen Schichten der Persönlichkeit vorzudringen. Sport berührt nur die äußeren Ebenen der Persönlichkeit, das ist zum Beispiel der entspanntere Umgang mit gesellschaftlichen, sozialen Verhaltensregeln. (Man fällt nicht so unangenehm auf, da die Wut nicht mehr im Gesicht sitzt…)

Therapie geht ein wenig tiefer, doch bleibt ebenfalls an der persönlichen Konditionierung haften. In der Therapie öffnet man sich für die verbotenen Ebenen, auch den verbotenen Ausdruck. Reich nannte das die Ebene von Zerstörung, Katharsis oder Negativität. Danach erreicht Therapie auch manchmal Ebenen von Lebensenergie, wo wir uns wieder mit unserer Lebensfreude verbinden. Freud ging noch einen Schritt weiter, zu der Ebene vom Sterben, den er allerdings später wieder verneinte. Hier hört Therapie auf.

Dynamische Meditation geht über die Schicht des Sterbens hinaus zum Zentrum, zum Wesen, zur Buddha Natur des Menschen. (Oder wie wir das auch immer nennen wollen). Viele Therapien sprechen ebenfalls von der Erreichung des Wesenskerns, doch in Meditation wird es klarer, dass es noch wesentlich tiefere Ebenen gibt, als solche, die durch Therapie erreicht werden können. Meditation dringt zur Ebene der Buddha Natur vor, bei der das ganze Leben zu einem einzigen Fest wird.

In seinem Artikel führt Dr. Peters aus, wie die OSHO Dynamische Meditation Schritt für Schritt die einzelnen Ebenen der Persönlichkeit verändert. Mehr über die Technik der Dynamischen Meditation hier. Es ist ein interessanter Artikel, besonders auch für Leute, die die Dynamische Meditation schon einmal gemacht haben, da er interessante Hintergründe der Technik aufzeigt.

Dr. Peters Artikel über Dynamische Meditation

Ich bin ein absoluter Fan der OSHO Dynamischen Meditation, es gibt nichts besseres! Wenn ihr in der Nähe von Köln seid, dann kommt doch mal Sonntag Morgen um 6.45 Uhr ins Osho Uta Institut, in die Venloerstr. 5-7. Da leite ich regelmäßig die Dynamische Meditation und es wäre mir eine Freude, euch persönlich für diese einzigartige Technik zu begeistern.
Viel Spaß beim Feiern und Meditieren

wünscht euch

Samarpan
PS: Hier ist ein Platz, seine Individualität öffentlich zu feiern

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Weniger Dramen im Leben

Oft genug passieren Dinge im Leben, die einen wirklich zum Ausflippen bringen. Das Herz rast, die Angst versteift den Nacken und der Magen dreht sich um - ein nicht sehr gesunder Zustand. Mit Ruhe und Abstand gesehen, entpuppen sich oft die furchtbaren Ereignisse lediglich als Missgeschick, das intelligent zu lösen ist. Wie eine Studie im International Journal of Neuroscience zeigt, macht Meditation resistenter gegen “Ausflipp-Situationen”. Es gibt weniger Drama im Leben eines Meditierenden, dafür mehr echte Gefühle, wie Liebe, Dankbarkeit und Freude.

Die emotionale Achterbahn wird zum Kinderkarussell

Tipps

In der Studie wurden 25 Menschen mit langjähriger Meditationserfahrung und einer Kontrollgruppe ein gewalttätiger, stressreicher Film gezeigt. Eine Gruppe von Teenagern folterte zuerst eine Famile und brachte dann ein Familienmitglied nach dem anderen um. (Manchmal frage ich mich, warum jemand so was überhaupt verfilmt …)

Getestet wurden psychologische, physiologische und elektrophysiologische Reaktionen auf das Gesehene. Die Meditierenden hatten überall wesentlich geringere Reaktionen als die Kontrollgruppe. In einem Selbsteinschätzungstest wurden die Probanten gefragt, wie sie selbst ihre Gefühle bewerten würden. Die Angaben der Meditierenden unterschieden sich besonders signifikant bei den Emotionen von Abscheu, Wut, Angst und Unbehagen. Die Meditierer konnten während des Films wesentlich gelassener bleiben, als die nicht meditierende Kontrollgruppe. Sie zeigten auch geringere Hautwiderstände, einem autonomen, von ihrer Einschätzung unabhängigen Test. Im Gehirn wurde im Frontalbereich eine erhöhte Gamma Aktivität festgestellt. Die Kontrollgruppe hatte eine höhere Fokussierung, was bedeutet, sie waren vom Geschehen im Film aufgesogen, wogegen die Meditierenden eine weitere, ungerichtete Aufmerksamkeit zulassen konnten.

Der Test zeigte, dass langjährige Meditation resistenter gegen den normalen Dramenstress des Alltags macht. Meditierende reagieren emotional gelassener und unberührter als nicht meditierende Menschen. Es sei angemerkt, dass weniger Emotionen allerdings nicht bedeutet, gefühlsarm zu sein. Die wahren Gefühle werden stärker durch Meditation, die reaktiven, anerzogenen Emotionen verflüchtigen sich.

Weitere Ergebnisse diverser Studien zum Thema Meditation

Falls ihr Lust habt, gelassen mit eigenen und fremden Gefühlsausbrüchen umgehen zu lernen und auf dem Trockenen üben wollt, dann empfehle ich die Movie Meditation. Wenn ihr Herausforderungen sucht, dann schaut mal auf FindYourNose.com in die Filmliste. Dort gibt es Filme zu den unterschiedlichsten Dramen des Lebens. Bestimmt wirst du welche finden, die das vorführen, was dich normalerweise zum Ausflippen bringt. Filme meditativ anzuschauen ist eine unterhaltsame Art zu lernen, in jeder Lebenssituation zentriert zu bleiben.
Viel Spaß beim Meditieren und cool bleiben

wünscht euch

Samarpan

PS: Auf FindYourNose.com gibt es jetzt Mini Websites für Leute, die keine Website haben und im Internet präsent sein wollen. Oder für Leute, die auf ihre bestehende Website aufmerksam machen wollen.

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Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken

In den letzten zehn Noselettern wurde wissenschaftlich bewiesen, wie förderlich Meditation fürs Leben ist: für die Gesundheit, die Kreativität, die Wahrnehmung, die Liebe … demnächst wieder mehr darüber. Im alten Jahr möchte ich jedoch noch die Gelegenheit ergreifen, auch von den Schwierigkeiten zu erzählen, denen man begegnet, wenn man meditiert. Meditieren ist nämlich nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen …

Schwierigkeiten in der Meditation

Tipps

In ihrem Buch “Ästhetisches Sterben mit Lachen und Meditation” hat Pakhi einige Schwierigkeiten beschrieben, die während der Meditation auftreten können. Aus Platzgründen kann ich leider nur die Überschriften ihrer Ausführungen aufzählen:
Unruhe, viele Gedanken wahrnehmen

Schmerzen im Körper

Bleiernde Müdigkeit

Langsamkeit, nicht mehr so gut funktionieren können

Selbstbezug, Ichzentrierung

Eine erhöhte Empfindlichkeit

Die Unlust zum Small Talk

Die Schwierigkeit, ein Nichts und Niemand zu sein

Eigenartige Erlebnisse in der Meditation und …
… Unsicherheit durch Nicht Wissen

Wenn man meditiert, dann befindet man sich früher oder später wie in einem Meer. Nirgendwo kann man sich festhalten, alles bewegt sich, es gibt keine Balken für die Sicherheit. Vieles passiert mit uns, Energien erheben sich in uns und andere rühren sich nicht. Wir verstehen und wissen nicht, warum. Wenn wir unser eigenes System beobachten, dann hätten wir manchmal gerne, dass dies und jenes geschieht, wie Liebe, Freundlichkeit, Anmut etc., doch manchmal kommt genau etwas anderes, von dem wir dachten, wir hätten es längst hinter uns gelassen. Es ist ein energetisches Kommen und Gehen und wir wissen nie, warum nun dies oder jenes da ist. Es ist ein Mysterium in uns.

Aus diesem Nicht Wissen heraus müssen wir leben. Wir verstehen die Zusammenhänge nicht, wir haben keine Ahnung, warum unser System so ist, wie es ist. Warum es sich in dieser Weise verändert und warum nicht. Alles was wir tun können, ist, spontan zu handeln. Das gibt uns gelegentlich eine Unsicherheit, wir können nichts fassen, nichts festhalten, nichts begreifen. Wir schwimmen in diesem Meer des Nicht Wissens. Anfangs ist das ungewöhnlich und vielleicht sogar angstmachend. Doch mit der Zeit, wenn wir uns an dieses Gefühl gewöhnt haben, dass wir nichts wissen, dann ist es eine Befreiung. Wir können uns treiben lassen von den Strömungen, die geschehen und vertrauen darauf, dass alles gut so ist, wie es ist. …
Auszug aus “Ästhetisches Sterben mit Lachen und Meditation”

Nach den Schwierigkeiten beschreibt Pakhi die Segnungen von Meditation, die nun ebenfalls erwähnt werden sollen:
Kreativität

Intelligenz

Sensitivität

Intensität

Freude

Ästhetik

eine Ordnung kommt ins Leben

Ruhe und Gelassenheit

Lachen

Glückseligkeit

Dankbarkeit

Mysterium

und vieles mehr …


Wollt ihr wissen, was das nächste Jahr so mit sich bringt? Die Sprache ist ein wenig schwer zu verstehen, doch interessante Voraussagen gibt das taoistische, altehrwürdige I Ging Orakel auf der Website Taoboard.de.. (Der Link führt manchmal nicht direkt zur Seite, dann einfach in der linken Navigation” I Ging” anklicken)

Das Orakel für den Noseletter 2008: Die Ernährung — Es ist an der Zeit, Hervorragendes zu leisten. Na denn!

Viel Spaß - trotz Schwierigkeiten - beim Meditieren

wünscht euch

Samarpan
PS: Hinduistische Schriften sagen, der Mensch sei aus Klang gemacht. Demnächst wird dazu eine Meditationstechnik auf FindYourNose.com vorgestellt werden. Heute der Hinweis auf eine Klangmassage, mit dem wir in Einklang mit unserem ureigenen Ton kommen können.

PPS: Und dann noch die Empfehlung einer speziellen Meditationstechnik, die täglich ausprobiert werden kann. Das Herz verwandelt jeden Schmerz. Die Technik ist nicht ganz einfach zu machen, doch wenn man den Trick einmal raushat, dann ist sie sehr hilfreich.

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Das “Gute Auge” der Meditation

Mit der Klarheit, die Meditation mit sich bringt, sehen die gewöhnlichsten Dinge einzigartig und wertvoll aus. Ein tibetisch-buddhistischer Mönch und Meditationslehrer hat aus dieser Erfahrung die Lehre des “Miksang” geschaffen. Miksang ist tibetisch und bedeutet “Gutes Auge”. Das Gute Auge sieht Schönheit in allen Bereichen des Lebens. Wir beschränken uns in dem heutigen Noseletter auf die Fotografie. Mit dem Guten Auge entstehen Fotos, die aus einer leeren Wahrnehmung kommen, ohne Vorurteile oder Vorlieben. Alles, was klar gesehen wird, wird wertgeschätzt und fotografiert.

Klares Sehen lernen

Tipps

Es gibt eine Schule in den USA, die Society for Contemplative Photographie — Miksang. Diese Schule bringt die Kunst der Fotografie mit der Disziplin der Meditation zusammen. In der sogenannten kontemplativen Fotografie werden das Auge und das Denken in Einklang gebracht. Wenn das Auge und das Denken am gleichen Ort sind, dann enthüllt sich die Lebendigkeit der Welt vor uns. In einem einzigartigen Moment erfährt die Welt die Wertschätzung des Sehenden. Fotografieren ist kein Kampf mit dem Objekt, das so brilliant wie möglich abgebildet werden soll. Momente der reinen Wahrnehmung und Wertschätzung machen die Schönheit eines Fotos aus. Die Bilder spiegeln die Offenheit und Güte des Fotografen wider.

Chögyam Trungpa, der Gründer von Miksang, lehrt verschiedene Stufen von Wahrnehmung. In der ersten Stufe wird die visuelle Wahrnehmung von Farben, Licht und Form (Gewebe, Linien, Muster) trainiert. Im zweiten Schritt wird die weite und tiefe Welt des zauberhaften Alltags wiederentdeckt. Jetzt sehen wir den Raum, der um die Objekte herum ist. Wir beginnen die Verknüpfungen und Verbindungen wahrzunehmen. Dann gehen wir in einen noch intimeren, herzorientierten Kontakt mit den Dingen des Alltags. In dem Seminar werden an dieser Stelle Themenschwerpunkte für die Wahrnehmung gesetzt, wie zum Beispiel Himmel, Menschen und andere empfindungsfähige Wesen, die Visualisierung eines Haikus, Schönheit in der Stadt und vieles andere mehr.

Die Kunst des Guten Auges erfordert eine subtile und tiefe, ästhetische Empfindsamkeit. Oft entsteht eine versteckte Anhänglichkeit zu den Objekten und der Schönheit des Gesehenen. Die Praxis von Miksang lehrt, darüber hinaus zu gehen. Alle Vorstellungen und Vorlieben werden losgelassen und bedingungslos dem Moment vertraut. Im direkten Kontakt mit der Welt gibt es keinen Platz für Zweifel oder Neigungen. Mit dem Selbstvertrauen, dass alles genauso einzigartig ist, wie es aussieht, kann man mit Formen und dem Chaos spielen. Nichts wird hinzugefügt, nichts fehlt. Jede Wahrnehmung ist ein eigenes Bild.

Ein paar Bilder zum Anschauen
Ob Fotograf oder nicht, den Moment in seiner Einzigartikeit zu erkennen ist überall und jederzeit möglich. Sollte euch dieser Noseletter jedoch zum zu Fotografien inspirieren, dann schickt mir ein paar Bilder, ich werde sie veröffentlichen.
Viel Spaß beim ungetrübten Sehen und Meditieren

wünscht euch

Samarpan
PS: Ihr Frauen, schaut ihr auch manchmal in den Spiegel und seht eure Mutter darin? Wenn ihr aus unseligen Traditionen ausbrechen wollt, dann klickt doch mal hier.

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Von Nonnen und deren Schläfenlappen

Es gibt Versuche in der Wissenschaft, Meditation biologisch, neurologisch, psychologisch, physiologisch … kurz, auf allen Ebenen des Körpers zu erklären. In Studien von Andrew Newberg, von der Universität Pennsylvania Medical School, wird berichtet, wie sich mystische Erfahrungen im Gehirn auswirken. 36 Nonnen wurden während sie beteten untersucht. Immer wenn sie sich “Gott” nahe fühlten, zogen sie an einem Messband, worauf ihre Gehirnaktivität gescannt wurde. Es zeigte sich, dass die Schläfenlappen besonders niedrige Aktivität während dieser Zeit hatten und damit sei das “All-Eins-Gefühl” zu erklären.

Der weltweit bekannte Autor und für authentische Spiritualität eintretende Ken Wilber bezeichnete es als albern, mystische Erfahrung wie “neurologische Rülpser” zu behandeln. Nach dem Studium unzähliger Untersuchungen über Meditation, bin ich ihm höchst dankbar für diesen Ausspruch. Meditation bringt Unglaubliches im Körper-Geist-System zustande, was nicht mehr angezweifelt werden kann. Für diesen Noseletter erlaube ich mir jedoch eine Pause von dem Gewirr an klinischen Fachausdrücken und beschreibe die Meditationserfahrung eines ganz normalen Menschen. Mir selbst.

Meditation passiert im täglichen Leben - ein Erfahrungsbericht

Tipps

Nach ziemlich anstrengenden Körperübungen war das Still Sitzen gut für mich, es hat mir Spaß gemacht. Die Beine sind zwar manchmal eingeschlafen, doch sonst war alles ziemlich wach innen drinnen. Die Gedanken plapperten vor sich hin … Es ist nichts Großartiges passiert, außer, dass ich irgendwie mehr Kontakt zu mir selbst habe.

Danach, in der Arbeit war ich zunächst erschöpft, das Denken wollte nicht so richtig losspurten. Interessanterweise haben sich die Dinge trotzdem erledigt. Das war eine gute Erfahrung. Ich dachte, ich würde nichts tun, und am Ende des Tages war dann doch alles erledigt.

Einmal hatte ich Feuer gefangen, als mich eine Frau am Telefon mit einer schon besprochenen Sache erneut nervte. Ich bemerkte, wie meine Stimme gemein wurde und zügelte mich. Die Frau hatte auf meine leicht gewaltsame Stimme störrisch reagiert. Ganz natürlich wurde klar, dass gemein sein in diesem Fall nichts helfen wird. Ich lenkte ein, gab uns eine Auszeit und sagte, ich würde das noch mal prüfen und später zurückrufen. In der Auszeit hatte ich eine neue Idee und schließlich löste sich alles in Wohlgefallen auf.

Ein gutes Beispiel dafür, wie Wachheit und Aufmerksam-Sein nach der eigentlichen Meditationszeit nachwirken. Als ich von der Arbeit nach Hause radelte, entdeckte ich mich als neidisch. Eine schöne junge Frau fuhr in einem schwarzen Flitzer vorbei und ich erkannte, dass diese jugendliche Zeit für immer vorbei war. So etwas wie Neid drang mir in den Magen.

Eine Stunde still sitzen am Tag und während des restlichen Tages werden Gedanken laut und Gefühle überdeutlich.

Meditation ist, sich in freundlicher Art mit dem vertraut machen, was in unserem Körper und Denken vorgeht, sagt Sakyong Mipham, ein buddhistischer Mönch. Das kann alles Mögliche sein, Eifersucht, Ärger oder andere Gefühle und Gedanken. Hier ein Link zu einem kurzen, empfehlenswerten Vortrag in englischer Sprache, den ich sehr interessant zum Thema Meditation im Alltag finde. “Meditation is like drinking water”


Wer in diesem Noseletter die wissenschaftlichen Links vermisst, hier noch drei zum Schmökern:

Wissenschaftler scannen Gehirne von Nonnen

Spiritualität auf Knopfdruck

Gott und das Gehirn: Wie wir auf Spiritualität programmiert sind

Mehr Laborwissenschaft dann im nächsten Noseletter …
Viel Spaß beim Meditieren

wünscht euch

Samarpan
PS:Seid ihr schon mal durch ein Sternentor gegangen? Nein? Dann schaut mal hier drauf …

PPS: Auf FindYourNose.com gibt es zwei neue Navigationspunkte zum Thema Meditation — Einen unter Lieben, den anderen unter Arbeiten ….

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Liebe und Hingabe erhöhen Bewusstheit

Die Gammafrequenz im Gehirn scheint dafür verantwortlich zu sein, dass wir eine Tasse Kaffee als solche erkennen. Die Gamma Wellen steigen auf unerwartete Höhen an, wenn das Körper-Denk-System von bedingungsloser Liebe durchflutet wird.

Forscher der Universität Wisconsin untersuchten buddhistische “Profi-Meditierer”, Schüler des Dalai Lama, mit mehr als 10.000 Stunden Meditationspraxis, während diese ihren Geist mit Liebe und Hingabe durchfließen ließen. Es stellte sich heraus, dass die Gamma Wellen während der Meditation auf über 40 Hertz anstiegen. Gammawellen von 30 Hertz sollen für geistige Höchstleistungen verantwortlich sein …

Tiefe Veränderungen des Seins

Tipps

„Meditation heißt nicht, unter einem Mangobaum zu sitzen und eine nette Zeit zu haben.“ Es sei alles andere als Entspannung. „Es geht um tiefe Veränderungen des Seins. Auf lange Sicht wird man eine andere Person“, sagt der Wissenschaftler Matthieu Ricard in einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

Angenommen, wir sitzen vor einer Tasse Kaffee. Was wir bewusst wahrnehmen, ist der Gesamteindruck. Die einzelnen Aspekte verarbeitet das Gehirn aber in verschiedenen Arealen. Eine Region erkennt die Farbe braun, eine andere identifiziert das Aroma, eine dritte die Form der Tasse. Das Areal, das alle Teile des Puzzles zu einem Ganzen verbindet, wurde bisher nicht gefunden. Deshalb vermutet man, dass die beteiligten Nervenzellen über eine Art Erkennungscode kommunizieren: die Gamma-Frequenz. Schwingen die Signale für „braun“, „Aroma“ und „Tasse“ im Gleichtakt, taucht der Kaffee vor dem inneren Auge auf. Nach dieser Theorie sind Gamma-Wellen also eine übergeordnete Steuerfrequenz, welche die Hirnareale synchronisiert und zusammenführt. So entstehen Wahrnehmungen, aber auch Bewusstseinszustände.

Der Forscher Davidson registrierte mit 256 über den gesamten Schädel verteilten Messfühlern die Hirnströme der Meditations-Profis, während sie ihren Geist mit Liebe und Hingabe durchfließen ließen. Eine Gruppe Meditationsnovizen diente zum Vergleich. Der Blick auf die Messwerte offenbarte eklatante Unterschiede. Im Gehirn der Mönche stieg die so genannte Gamma-Aktivität während der Meditation stark an, während sie sich bei den ungeübten Probanden kaum erhöhte. Außerdem waren diese schnellen, hochfrequenten Hirnströme besser organisiert und koordiniert. Und die Wellen huschten über das gesamte Denkorgan. „In der Regel sind Gamma-Wellen sowohl zeitlich als auch räumlich begrenzt“, erklärt Ulrich Ott. „Sie tauchen nur kurz irgendwo im Gehirn auf.“ Wann, kann die Hirnforschung nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Jene extrem koordinierten Gamma-Oszillationen, die Davidson bei den Mönchen registrierte, würden unter normalen Umständen nie auftreten, meint Ulrich Ott. Seine Erklärung: „Wenn alle Nervenzellen synchron schwingen, wird alles eins, man differenziert weder Subjekt noch Objekt. Exakt das ist die zentrale Aussage der spirituellen Erfahrung.“

Auszug aus: Die Süddeutsche Zeitung, 2005
Na denn, viel Spaß beim Meditieren und Lieben

wünscht euch

Samarpan
PS: Wer Weiblichkeit liebt, der sollte sich mal “Shaktis Geheimnis” ansehen …

PPS: Auf FindYourNose.com gibt es einen neuen Menüpunkt unter Sich Feiern: Abschied. Dort werden rebellische Zitate von Osho, Pakhi, Veetman und anderen kompetenen Menschen übers Sterben zu lesen sein. Ästhetisches Sterben, mit Lachen und Meditation — na, wenn das nicht (r)evolutionär ist?

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Besser Tennis Spielen durch Meditation

Seit Jahren hatte ich kein Tennis mehr gespielt und gedacht, ich würde keinen mehr Ball treffen. Das Gegenteil war der Fall. Ich sah jeden einzelnen Ball klar und wie in Zeitlupe ankommen und auch mein Körper konnte schneller reagieren als früher - obwohl ich 20 Jahre älter und unsportlicher war als damals, zu meiner Jugend im Tennis Verein.

In einer Vorstudie (2005) bewies der Wissenschaftler Bruce O´Hare von der Universität Kentucky, wie stark Meditation die Reaktionsfähigkeit von Testpersonen beeinflusst. Mir erscheint die Untersuchung signifikant, deshalb soll sie hier erwähnt werden.

Noch erholsamer als Schlafen — Meditieren!

Tipps

Ein 40 minütiges Schläfchen am Nachmittag tankt alle Energieressourcen auf und die geistige Schärfe regeneriert sich. Das ist längst erwiesen. Die amerikanischen Forscher aus Lexington wollten wissen, ob Meditation den gleichen Effekt hat. Sie ließen Testpersonen auf einen Bildschirm schauen und auftauchende Bilder mit einem Knopf melden. Normalerweise benötigen die Leute eine Reaktionszeit von 200 bis 300 Millisekunden. Wem Schlaf entzogen wird, der braucht wesentlich länger und manchmal verpasst er das auftauchende Bild ganz und gar.

Zehn Freiwillige ließen in der Studie ihre Reaktionsfähigkeit testen. Es wurde geprüft, wie sich diese nach einem 40 minütigen Schläfchen, nach einer Meditation, nach Lesen oder leichter Unterhaltung verändert. Von dem Schläfchen wusste man bereits, dass es die Ergebnisse verbessert. Was die Forscher jedoch erstaunte, waren die Auswirkung von Meditation. Meditation war die einzige Entspannungstechnik, die zu sofortiger Verbesserung der Reaktion führte. Und das, obwohl keiner der Testpersonen Erfahrung im Meditieren hatte.

“Jede einzelne Person zeigte eine Verbesserung,” sagt O´Hara. Warum genau, so gesteht er, ist nicht zu erklären. Das Team untersucht nun erfahrene Meditierer, die mehrere Stunden täglich praktizieren.

Artikel aus New Scientist, “Meditation builds up the Brain”
Na denn, viel Spaß beim Meditieren und Tennis spielen

wünscht euch

Samarpan
PS: Tipp für ständige-am-Computer-Sitzer-mit-Hang-zu-Krampfadern

PPS: Selbst wenn du Actionfilme nicht leiden kannst, lies dir doch mal die Spielfilm Vipassana über Action Filme durch. Vielleicht bekommst du eine Anregung für aufregende Momente im täglichen Leben. Bei mir hats geklappt.

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Gesundheit durch Achtsamkeit

Man wird wacher durch Meditationstechniken. Wacher, bewusster, aufmerksamer, gesünder, achtsamer. Vieles verändert sich dadurch, der Alltag, der Umgang mit Menschen und sich selbst und seinen Ängsten und vieles andere mehr.

Im Buddhismus gibt es Methoden, die nur auf die Erhöhung der Achtsamkeit zielen. Die bekannte Vipassana Meditation ist eine von ihnen, bei ihr beobachtet man den Atem, wie er ein- und ausfließt.

Das Universitätsklinikum Freiburg hat bei ihren Patienten derartige Methoden zu Erhöhung von Achtsamkeit eingesetzt. Mit Erfolg. Erhöhte Achtsamkeit half bei der Stressreduktion, bei chronischen Schmerzen, Angsterkrankungen, Essstörungen, Suchterkrankungen und anderen Krankheitsbildern.

Achtsamkeit erhöht Bewusstsein und Gelassenheit

Tipps

Bei unterschiedlichen Patientengruppen und auch bei normal gesunden Menschen führte das Üben von Achtsamkeit zu erhöhtem Wohlbefinden, verbesserter Lebensqualität, verringerten Symptomen, Stressreduktion und besserer Gesundheit. Achtsamkeit wird verstanden als eine bewusste (intentionale), aufmerksame, wache und liebevoll akzeptierende Grundhaltung gegenüber allen Bewusstseinsinhalten jeden Moment.
Die Eigenschaften von Achtsamkeit laut dieser Studienerkenntnisse sind

**Anfängergeist — Die Dinge wie zum ersten Mal sehen

**Sanftmut — Sanfte, freundliche und weiche Qualität des Bewusstseins

**Offenheit — Sich ganz dem Moment hingeben, ohne Erwartung

**Dankbarkeit — Ehrfurcht, Wertschätzung und Dankbarkeit für den Moment

**Freundliche Zugewandheit — Liebevolle Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Vergebung und unbedingte Liebe

**Kontinuität — Im Jetzt, von Moment zu Moment

**Ohne Wertung — Den Moment wahrnehmen, ohne Bewertung und Kategorisierung

**Ohne zu streben — Ohne Zielorienierung, nicht abhängig von Ergebnissen

**Akzeptanz — Die Dinge so sehen und anerkennen, wie sie gerade im Moment sind. Ist nicht passiv oder resignierend gemeint

**Geduld — den Dingen ihre Zeit geben. Geduld uns, anderen un dem jetzigen Moment gegenüber aufbringen

**Vertrauen — Sich selber, seinem Köprer, seinen Intuitionen, seinen Emotionen und dem Leben an sich vertrauen.

**Loslassen — Keine Gedanken, Gefühle oder Erfahrungen festhalten wollen, an Nichts anhaften. Dis-Identifikation.
Das Resultat der Studie

Achtsamkeit verändert die Erfahrung nicht, aber vertieft sie. Man wird fähig, die sich aufbauenden Reaktionen und zugrundeliegenden Motive deutlich zu beobachten. Es entsteht ein Raum zwischen Wahrnehmung und Reaktion. In diesem Raum können bewusste Entscheidungen getroffen werden.

Dr. Stefan Schmidt, Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg
Viel Spaß beim Meditieren und Achtsam sein

wünscht euch

Samarpan
PS: Tipp gegen Langeweile: Mal ein Abenteuer in der Humaniversity erleben.

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Können Meditationstechniken gefährlich sein?

Ein bisschen Still Sitzen oder Sich Schütteln, was soll da schon passieren?

Meditationstechniken sind weit weniger harmlos, als man so denkt. Und das ist gut so. Schließlich ist es deren Aufgabe, die Wirklichkeit wahrzunehmen und Träume zu zerstören. Das, was ist, ist nicht immer lieblich. Manchmal enthüllen sich während der Meditation tiefste Konditionierungen auf schmerzhafte Weise.

Die SMMR (Society for Meditation and Meditaition Research) empfiehlt deshalb nur psychisch stabilen Menschen zu meditieren.

Kompetente Begleitung ist ratsam

Tipps

Auch wenn die überwiegende Mehrzahl der Studien von positiven Wirkungen berichtet, gibt es vereinzelt auch Hinweise auf Risiken von Meditationstechniken.

So kann es geschehen, dass während der Meditation bisher unterdrückte Ängste hochkommen oder durch die intensive Konfrontation mit dem eigenen Innenleben ausgelöst werden. Bei psychisch labilen Menschen kann Meditation zu einer weiteren Destabilisierung führen.

Generell wird vor einer zu intensiven Übungspraxis gewarnt (”Over-Meditation”), wenn diese sich nicht in einem geschützten Umfeld unter kompetenter Begleitung vollzieht. Es können auch ungewöhnliche Erfahrungen und sogenannte spirituelle Krisen auftreten, die zu einer Verunsicherung führen können.

Society for Meditation and Meditation Research

Noch ein Tipp für uns “Normal Labile”, die nur noch am Computer arbeiten: Ein kleines Meditationsglöckchen, das regelmäßig an Stille erinnert. Ich finds genial (geht leider nicht für Mac User)

Viel Spaß beim Meditieren

wünscht euch

Samarpan

PS: Einen Teddy zum Verlieben gibts auf FindYourNose.com (mich hats jedenfalls erwischt), er ist mit positiven Energien aufgeladen…

PPS: Die zwei aktuellsten Einträge auf FindYourNose.com findet ihr immer ganz rechts oben auf jeder Seite.

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Meditation gegen Grippe?

Dass Meditationstechniken Spaß machen und erfüllend sind, das haben wir schon erfahren. Erfreulich ist zu hören, dass Still Sitzen womöglich auch noch einen Schnupfen verhindert …

Positive Effekte auf Immunsystem und Gehirn durch Meditation

Tipps

Meditation kann sich langfristig positiv auf Gehirnfunktionen und auf das Immunsystem auswirken. Das berichtet ein Forscherteam der Universität Wisconsin in Madison (USA) in der Fachzeitschrift Psychosomatic Medicine. Obwohl Meditation schon lange als wirksames Mittel zur Verringerung von Stress und Angst gilt, zeigt die Untersuchung erstmals, dass sie auch einen günstigen Einfluss auf bestimmte körperliche Vorgänge haben kann.

Die Wissenschaftler um Richard Davidson verwendeten die so genannte Aufmerksamkeits-Meditation. Dabei hat der Meditierende die Aufgabe, sich intensiv auf seine momentanen Gefühle und Gedanken zu konzentrieren, ohne sie jedoch zu bewerten. Die 25 Personen der Meditationsgruppe nahmen acht Wochen lang an einem Meditationskurs teil und meditierten jeden Tag selbst zuhause. Eine Vergleichsgruppe mit 16 Personen erhielt dagegen kein Meditationstraining.

Nach Abschluss des Trainings untersuchten die Psychologen die Gehirnaktivität im vorderen Bereich des Kopfes. Frühere Studien hatten ergeben, dass eine stärker linksseitig betonte Aktivität mit positiven Gefühlen zusammenhängt. Tatsächlich zeigten die Meditierenden eine stärkere linksseitige Aktivierung als die Kontrollpersonen, die nicht meditiert hatten.

Zusätzlich verabreichten die Forscher den Probanden am Ende des Trainings eine Grippeimpfung und maßen vier und acht Wochen nach der Impfung die Zahl der Grippeantikörper. Zwar stieg die Zahl der Antikörper im Blut in beiden Gruppen an, jedoch war der Anstieg in der Meditationsgruppe deutlich höher als in der Vergleichsgruppe.

Die Ergebnisse müssten jedoch durch weitere Studien untermauert werden, um eindeutige Aussagen treffen zu können, betont Davidson. Die Forschergruppe plant weiterhin, die Auswirkungen von Meditation auf bestimmte Erkrankungen zu untersuchen.

Artikel aus www.wissenschaft.de, 2003
Viel Spaß beim Meditieren ohne Niesen

wünscht euch

Samarpan


PS: Der Tipp der Woche ist interessant für Leute, die sich auf so mancher Massageliege einen Schnupfen geholt haben …

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Die richtige Körperhaltung beim Meditieren

Osho hat der Haltung während des Still Sitzens - meines Wissens nach - keine große Bedeutung gegeben. Aufrecht sollte man sitzen, doch wie genau, das bleibt dem Gefühl des Individuums überlassen. Hauptsache der Körper ist entspannt, locker und empfänglich.

Als ich die folgende Beschreibung des französischen Zen Meisters Roland Rech las, war ich beeindruckt, wie sehr der Körper im traditionellen Zen auf Stille vorbereitet wird. Der Haltung wird große Bedeutung beigemessen. Ein Auszug aus einer sehr langen und interessanten Anleitung.

*Anmerkung: Zazen ist eine stille Technik, bei der der Meditierende mit offenen Augen sitzt.*

Der Körper bleibt sanft und geschmeidig im Gleichgewicht

Tipps

Konzentriert euch ab Beginn des Zazen gut auf eure Haltung. Neigt das Becken nach vorne und drückt mit den Knien auf den Boden. Wenn man das Becken nach vorne neigt, ist es wichtig, das Gleichgewicht zu finden. Wenn man ein Hohlkreuz macht, wird die Atmung abgeschnitten. Wenn man nicht weit genug nach vorne geneigt ist, kann man nicht die Energie in den Unterleib hinabsteigen lassen. Es ist wichtig, dies zu beobachten und die richtige Beckenneigung zu finden.

Man muss so auf dem Zafu (Sitzkissen) sitzen als wolle man, dass der After das Zafu nicht berührt. So übt man auf das Zafu einen Druck aus mit einem Punkt, der sich im Zentrum des Dammes befindet und eine Energiequelle ist. Man entspannt den Bauch und lässt das Körpergewicht auf das Zafu drücken. Es ist wichtig, sich gut verwurzelt zu fühlen.

Ausgehend von dieser Grundlage streckt man die Wirbelsäule, von der Taille, vom fünften Lendenwirbel aus. Man entspannt alle Verspannungen des Rückens, des Nackens. Man streckt die Wirbelsäule bis hinauf zur Schädeldecke, so als wolle man mit der Schädeldecke in den Himmel stoßen. Das Kinn ist zurückgezogen, die Schultern sind entspannt. Man muss eine starke Energie in der Nierengegend spüren und darf die Haltung nicht weich werden lassen. Man spürt eine starke Energie im Nacken.

Aber die Haltung darf nie starr, rigide werden; sie bleibt sanft, geschmeidig. Das Gleichgewicht zu finden ist wie eine Gitarre stimmen: Man muss es immer wieder machen, aber nicht pausenlos.

Beim Zazen gibt es also eine Zeit, in der man seine Haltung korrigiert, und eine Zeit, in der man sich in die Haltung hinein gibt, in der man sich von der Haltung leiten lässt. Man darf kein willensgesteuertes Zazen praktizieren. Zazen ist gleichzeitig Konzentration und Loslasssen. Wenn man völlig konzentriert ist, kann man sich völlig vergessen und sogar die Konzentration aufgeben. Der willensgesteuerte Geist der Konzentration wird aufgegeben.

Der Kiefer ist entspannt, die Zunge liegt am Gaumen, der geschlossene Mund spricht nicht. Man betrachtet seinen inneren Dialog, aber nährt ihn nicht. Man kehrt zur geistigen Stille zurück.

Die linke Hand liegt in der rechten, die Daumen sind waagerecht, die Handkanten in Berührung mit dem Unterleib. In Zazen machen die Hände nichts, ergreifen nichts. Das beeinflusst den Geist, der selbst ebenfalls nichts macht und nichts ergreift. Man konzentriert sich einfach auf die Berührung der waagerechten Daumen, auf den sanften Daumenkontakt.

Wenn man seine Aufmerksamkeit auf diesen Daumenkontakt richtet, kann man aufhören, mit seinem Vorderhirn zu denken, aufhören Gedanken zu produzieren. Man kann mit seinem ganzen Körper völlig gegenwärtig sein, völlig hier und jetzt, in Einheit mit seiner Praxis. Mit dem ganzen Körper denken, nicht nur mit seinem Kopf.

Atmet tief ein und aus, ohne mit vollen oder leeren Lungen zu verweilen. Die Atmung wird fließend und beeinflusst das Bewusstsein, das auf nichts verweilt. So kann man am Ende jeder Ausatmung zum Nullpunkt des Nicht-Denkens zurückkehren, all seine Sorgen loslassen und einen freien, verfügbaren Geist wieder finden. Augenblick für Augenblick. Und dies im Alltag fortsetzen. Das ist die wesentliche Praxis des Sesshin.

Wenn man sich nicht bemüht, seine Atmung mit dem Willen zu kontrollieren, entspannen sich Körper und Geist, und die Atmung wird auf natürliche Weise fließend. Der Geist, der misst und vergleicht, ist aufgegeben. Es ist einfach ein Körper, der atmet, in Einheit mit dem ganzen Kosmos. Kein Ego, niemand, der atmet. Atmet mit dem ganzen Körper, nicht nur mit dem oberen Lungenteil, nicht nur mit dem persönlichen Willen. Schließlich gibt man sich der Atmung hin.

Nachzulesen bei Roland Rech: Kommentare zum Parinirvana Sutra


Viel Spaß beim Meditieren und Experimentieren

wünscht euch

Samarpan

PS: Der Tipp der Woche ist besonders interessant für Frauen, die ihre Wut unterdrücken…

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Mehr Achtsamkeit im Alltag durch Meditation

Je nach der Anzahl der Jahre, die jemand meditiert und je tiefer die Meditation erfahren wird, desto mehr Achtsamkeit, Wachheit und Lebendigkeit passieren im täglichen Leben.

Der heutige Noseletter fasst eine Untersuchung von Dr. Ulrich Ott zusammen, bei der 251 Meditierende über Übungsdauer, Meditationstiefe und Achtsamkeit im Alltag befragt wurden. Die Studie ist von 2004.

Achtsamkeit im Alltag nimmt mit Übungspraxis und Meditationstiefe zu

Tipps

Verzweifle nicht, wenn du meinst, dass du trotz langer Meditationspraxis noch immer der gleiche Dussel bist. Stimmt nicht! Die folgende Studie beweist es.

Zur Bestimmung der Meditationstiefe wurde die folgende Skala eingeführt:

Flache Meditationstiefe ist, wenn man mit Hindernissen kämpft: Unruhe, Langeweile, Motivations- und Konzentrationsprobleme.

Ein wenig tiefer liegt Entspannung: Wohlbefinden, ruhige Atmung, wachsende Geduld und Ruhe.

Dann gewinnt man die Fähigkeit zur Konzentration (meiner Meinung nach ist Konzentration das falsche Wort): Gewahrsein, Achtsamkeit über die Gedanken ohne Anhaften, Erleben von Kontrolle; Erfahrung einer inneren Mitte, einer starken Energie im Innern, eines Energiefeldes sowie körperlicher Leichtigkeit; Einsichten und Erkenntnisse; Gleichmut und innerer Frieden.

Noch tiefer liegen die Essentiellen Qualitäten: Transzendenz von Methode, Form und Zeitgefühl; Klarheit, Wachheit, Liebe, Hingabe, Verbundenheit, Demut, Gnade, Dankbarkeit, bedingungslose Selbstakzeptanz, grenzenlose Freude.

Und schliesslich die Nicht-Dualität: Kognitive Vorgänge wie Gedanken, Vergleiche, Unterscheidungen, Urteile und Wahrnehmungen von Emotionen und Empfindungen hören auf; Einssein mit allem; Leerheit und Grenzenlosigkeit des Bewusstseins; Transzendenz von Subjekt und Objekt.

Die Ergebnisse der Studie

Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen Übungspraxis und Meditationstiefe. Je länger jemand praktiziert, desto tiefer sind seine Erfahrungen.

(a) Je länger jemand meditiert, desto höher ist seine Fähigkeit, Meditation zu absorbieren.

(b) Menschen die nur wenig meditieren erlangen eine ähnliche Meditationstiefe wie die “Experten”, wenn sie empfänglich sind.

(c) Die Achtsamkeit im Alltag nimmt mit den Jahren der Meditation und mit den Meditationserfahrungen zu.

Die Studie ist im Internet nachzulesen. Dr. Ott ist Mitglied der Society for Meditation and Meditation Research.


Zusammenfassung

Natürlicherweise können diese Ergebnisse nur generelle HInweise für den Meditierenden sein. Jeder erlebt Meditation individuell. Dennoch finde ich den Ansatz der Studie wertvoll. Es ist mir eines ncoh einmal besonders deutlich geworden: In der Meditation dreht sich alles um Empfänglichkeit (Absorbierung im Sinne des Autors der Studie). Sie beeinflusst die Tiefe der Meditationserfahrung.

Und wie wird man empfänglich? Osho empfiehlt dynamische Techniken, die das Denken und den Körper erschöpfen und Raum schaffen.
Viel Spaß beim Meditieren und Experimentieren

wünscht euch

Samarpan

PS: Der Tipp der Woche:

In Chemnitz gibts ein Zentrum für Yoga, Meditation, Reiki und Familienaufstellungen. Da kann man selbst ausprobieren, ob die Untersuchung stimmt

PPS: Den aktuellsten Eintrag auf FindYourNose.com findet ihr ganz rechts oben auf jeder Seite.

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Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Meditation ist nicht nur hilfreich auf dem Weg zu sich selbst und darüber hinaus, sondern macht vor allem Spaß und tut gut. Im heutigen Noseletter stelle ich die Zusammenfassung eines Vortrags von Dr. Joe Dispenza vor, einem amerikanischen Wissenschaftler. Der Vortrag handelt von der Wirkung des Beobachtens auf das Gehirn und die Psyche.

Energie im Frontallappen macht intelligentTipps

Dr. Joe Dispenza hat eine interessante DVD herausgegeben: Mastering the Art of Observation - Your Immortal Brain

Man kennt den Chiropraktiker und Biochemiker von „What the bleep do we know“. (Er war gemütlich im Sessel vor dem Kamin gesessen und hat davon erzählt, wie sich unsere tägliche Realität über Denken, Bewusstheit und Absicht gestaltet.)

In dieser DVD beschreibt er in einem Vortrag auf populär medizinische Weise (was so viel heißt wie „verständlich“), wie sich Beobachtung auf unser Leben auswirkt. In der Quantenphysik ist es schon lange ein Faktum, dass der Beobachtende das Verhalten von Elektronen beeinflusst.

Gleichermaßen berichtet Dispenza von Erfahrungen, wie durch Meditation und die Beobachtung des Denkens unser Körpersystem positiv beeinflusst wird, was sich unter anderem günstig auf Krankheiten wie Diabetes und Krebs auswirke.

Er beschreibt die Wirkung von Meditation auf unser Gehirn, genauer gesagt, den Frontallappen im Gehirn. In einem Experiment mit meditierenden Mönchen hatte der Frontallappen sehr viel mehr Energie, als der von nicht meditierenden Menschen.

Ein solch energetisierter Frontallappen wirkt sich vielerlei im Leben aus: Der Antrieb etwas zu initiieren wird erhöht, Zusammenhänge lassen sich leichter erfassen und es ist einfach, dazuzulernen. Kurz, die Intelligenz wird gesteigert.

Ein spannender Vortrag, mich hat er total gefesselt.


Auf FindYourNose.com gibts übrigens auch die Möglichkeit, eigene Erkenntnisse zu veröffentlichen.

Tipp der Woche: Das Monatsmagazin Osho Times verschickt Probeexemplare

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