Meditation bedeutet, sich selbst zu erforschen

Selbsterforschung-meditation

Noseletter 80: Was passiert, wenn man meditiert?
Der Meditierende verhält sich ähnlich wie der Kommissar im „Tatort“: Dieser versucht mit seiner Intelligenz und ganzen Aufmerksamkeit Klarheit in die Situation zu bringen…

Total wach – der Wahrheit auf der Spur

Selbsterforschung als Meditation im Alltag

„Tatorte“ geschehen ständig, es braucht keine besondere Situation, um sich selbst zu erforschen. Jeder Moment (auch dieser) ist geeignet, wach und ohne Urteil wahrzunehmen, was gerade geschieht.

    Es gibt vieles zu sehen:
    den Körper – Gedanken – Gefühle – das Ichgefühl …
    alles, was die Sinne vermitteln können

    Über das gerade beschriebende ‘Was’ (Objekt) hinausgehend
    stellt sich dann die Frage
    ‘Wem geschieht das alles?’

Mit dem Herzen forschen

Selbsterforschung ist eine sanfte, herzliche und freundschaftliche Angelegenheit mit sich selbst. Ohne irgendetwas zu bewerten nimmt der Sucher wahr, was in ihm ist. Gesucht wird mit dem Herzen, in entspannter, gelöster Atmosphäre, bereit, alles zuzulassen, was sich zeigen möchte. Die Aufmerksamkeit breitet sich wie ein Duft im inneren Raum aus. Der feine Duft von Bewusstheit durchdringt nie gesehene Formen im Körper.

Das Wunder geschieht alleine durchs Wahrnehmen: Durch die erhöhte Bewusstheit eröffnet sich ein unglaublich schöner Raum. Bewusstheit wird zu Bewusstsein.

Der Urvater von Selbsterforschung:
Ramana Maharshi

Viele intelligente Menschen haben Selbsterforschung betrieben und darüber gesprochen. Ramana Maharshi war einer der bekanntesten Meister im letzten Jahrhundert, der die Methode der Selbstergründung zum Zentrum jeder Meditationspraxis erhob. Er beschreibt die Methode so:

„Verfolge unerbittliche die Ergründung ‚Wer bin ich?’ Spüre die Wurzel deiner Persönlichkeit auf! Finde heraus, von wo der Ich-Gedanke entspringt! Wende den Geist nach innen! Mit der Praxis werden sich die Gedankenströme beruhigen und du fühlst eine untrügliche Intuition. Überlasse dich dieser Intuition. Lass dein Denken ein Ende nehmen und sie wird dich ans Ziel bringen.“
Atma Vichara – Selbstergründung

Was ist meine wahre Natur?

Eine Eisenkugel im Feuer

Ramana Maharshi erklärt das Wesen des Menschen mit dem Bild einer heißen Eisenkugel, die im Feuer liegt. Je nachdem wie tief gesehen wird, enthüllt sich ein anderes Bild. Die einzelnen Ebenen:

  • eine Eisenkugel
  • die innen glühende Eisenkugel
  • die Glut in der glühenden Eisenkugel
  • das Feuer in der Glut

Diese vier Formen einer Eisenkugel entsprechen vier menschliche Zustände, die im Alltag erforscht werden können:

  • das Ego
    - die Eisenkugel
  • die Seele, die als Überlagerung des Selbst erscheint
    - die glühende Eisenkugel
  • das Licht des Bewusstseins, das in der Seele eines jeden leuchtet
    - die Glut in der glühenden Eisenkugel
  • das allgegenwärtige Brahman, das allein übrig bleibt
    - das Feuer in der Glut

„Auch wenn die Eisenkugel von dem Schmied in verschiedene Teile unterschiedlicher Form zerschlagen wird, verändert sich das in ihr enthaltene Feuer nicht im geringsten. So mag auch die Seele in die unterschiedlichsten Erfahrungen verwickelt sein und Freude oder Schmerz erfahren, das in ihr liegende Licht des Selbst erfährt nicht die geringste Veränderung.“
Ramana Maharshis Selbsterforschung

Wie beginnen?

Videos, Kurse und Experimente

Wer sich auf den Pfad der Selbsterforschung machen möchte, für den gibt es unzählige Möglichkeiten sich weiterzubilden.

Einige interessante Videos auf YouTube.com:

Almaas – Space Cruiser Inquiry
Mooji – The Purpose of Inquiry
Adhyashanti – Meditation – Self Inquiry
Tolle – Meditation (auf Deutsch)

Empfehlenswerte Seminare: ‘Who is In?’und ‘Satori’

Satori Retreats
Satori und Who is In? Seminare
Satori in Köln
Internationale Satori Seminare

Anregungen für Experimente:

Wo bin ich?
Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation
Meditationsurlaub
Ein Sinn für Schönheit

Texte über Wahrnehmen und Bewusstsein

Das Mysterium des Wahrnehmens
Wahrnehmen lernen
Verschiedene Meditationstechniken
Drei Säulen der Meditation: Entspannen, beobachten, nicht werten
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Meditation befähigt zu handeln
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Meditation entwickelt Löwenherzen

Alleinsein-meditation

Noseletter 79: Was passiert, wenn man meditiert?

Durch Meditation entwickelt sich die Stärke, das zu tun, was einem wirklich am Herzen liegt. Ein Löwenherz wird nicht geschenkt, das zitternde Herz muss eine Phase der Verzweiflung durchschreiten…

Alleinsein entwickelt das Löwenherz

Geschichte vom perfekten Schaf

Ich war ein ausgezeichnetes Schaf. Zitternd vor Angst alleine dazustehen, hielt ich mich brav in der Herde versteckt. Eines Tage bemerkte ich, dass ich ein anerkanntes, doch auch zutiefst gelangweiltes Schaf war…

Die Suche nach klitzekleinen Abenteuern in der Herde führte mich zu Meditation. Damals blökten die anderen Schafe, was ich da täte und dass das ganz schlimm enden würde. „Nein, nein“, beruhigte ich sie, „keine Sorge, ich möchte nur beim Grasen meditieren. Ihr könnt beruhigt sein, ich bleibe ein Schaf in der Herde…“

Zweifel und Verzweiflung

Die aktiven Meditationen flüsterten mir von Möglichkeiten einer neuen Welt. Mein sehnsüchtiges Herz öffnete sich für die Wahrscheinlichkeit, dass ich zu anderen Dingen geboren war, als sicher auf einer eingezäunten Wiese zu weiden. Ich begann danach zu suchen, wer ich wirklich war.

Mit der Suche kam das gefürchtete Alleinsein. Das Herz erzitterte. Ich war doch nur ein kleines Schäfchen – wie sollte ich alleine in der Welt überleben? Ich war verzweifelt und in Zweifeln verloren, ich wusste nichts mehr.

Halt in einem neuen Schwarm – den Schwänen

Auf der Suche nach mir selbst verspürte ich nach und nach Freude über den unsicheren Weg in mir wachsen. Auch wenn die Angst tobte, in die Schafherde würde ich nicht zurückgehen. Also suchte ich nach einer neuen Herde: Schwäne! Eine völlig andere Gattung. Sehr elegant und schön anzusehen. Ich war entzückt und wurde zum Schwan.

Was für eine Befreiung, Schwäne können nämlich fliegen! Fliegen machte mir echt Spaß und so hielt ich es einige Jahre bei den neuen Freunden aus. Die Hoffnung, eine wirkliche Sicherheit zu finden, erfüllte sich. Das Leben mit Meditation machte mich stark und glücklich. Ich begann zu lieben und zu feiern. Das zitternde Herz wurde warm und voller Vertrauen.

Das Löwenherz erwacht

Eines Morgens wachte ich auf und wusste, dass die Reise noch nicht zu Ende war. Der Sprung in den leeren, inneren Raum stand an. Ohne Herde, ohne Schwarm und ganz alleine. Das Löwenherz war erwacht. Es war an der Zeit, die zu werden, die ich wirklich war und das zu tun, was mir wirklich am Herzen liegt, gleichgültig was andere dazu sagen. Samarpan hatte Samarpan gefunden.

Das Online Magazin für Meditation – FindYourNose.com und dieser Noseletter ist Audruck meines neuen Löwenherzens. Hier wird ein Teil dessen sichtbar, was ich wirklich bin. Der für andere unsichtbare Teil enthüllt sich mir selbst täglich aufs Neue und überrascht mich mit neuen Ausdrucksformen. Die Reise ins Unbekannte ist endlos und zutiefst befriedigend. UUUAAAH!

Menschen mit Löwenherzen

Bekannte Menschen, die ihren Weg mit (aktiver) Meditation gehen
Nena
Popmusikerin, die durch den Hit 99 Luftballons international bekannt wurde.
Nena macht Dynamische Meditation

Peter Sloterdijk
Philosoph, Fernsehmoderator, Kulturwissenschaftler und Essayist. Neuestes Essay: Du mußt dein Leben ändern

Elfie Donnelly
Autorin zahlreicher Kinderbücher, Hörspiele und Drehbücher. Ihre größten Erfolge sind die Figuren Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg.

Peter Lustig
Deutscher Fernsehmoderator und Kinderbuchautor. Bekannt geworden ist er als Hauptdarsteller der Kinderserien Löwenzahn (1979–1980: Pusteblume) und mittendrin. Löwenzahn gefiel nicht nur den Kindern: „Inzwischen wissen wir, dass unsere größten Fans so wie bei der ‚Sendung mit der Maus‘ deutlich über 30 sind…“, sagt Peter Lustig in einem Interview. Er bekam 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen

Georg Deuter
New-Age-Musiker. Seine Musik verbindet Musikinstrumente westlicher und östlicher Kulturen. Oft treten auch Naturaufnahmen hinzu. Deuter hat viel Meditationsmusik veröffentlicht, darunter die Musik für verschiedene von Osho entwickelte Meditationstechniken.

Deva Premal und Miten
New-Age-Sängerin, die durch ihre atmosphärischen Interpretationen hinduistischer Mantras bekannt geworden ist.

Barbara Rütting
Schauspielerin, Autorin, Gesundheitsberaterin und Tierschützerin. 2003 und 2008 wurde sie über die oberbayerische Bezirksliste für Bündnis 90/Die Grünen in den Bayerischen Landtag gewählt und hielt 2003 und 2008 als Alterspräsidentin die Eröffnungsrede.

Joachim-Ernst Berendt
Musikjournalist und -produzent in der Musikgattung Jazz. en und damit der dienstälteste Jazzredakteur der Welt. Mit „Nada Brahma − die Welt ist Klang“ schrieb Berendt über die Welt des Hörbaren und der magnetischen, elektrostatischen und sonstigen physikalischen Schwingungen. Er wandte sich vom Jazz ab, um Musik in einem erweiterten Sinne zu erforschen. Musik verstand er in seinen späteren Jahren eher als Ausdruck der menschlichen Existenz an sich, jeweils begreifbar im Kontext des gesellschaftlichen und auch religiösen Zusammenhangs. Berendt erhielt u.a. das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Joachim Berendt ist im Jahr 2000 verstorben.

Die Liste ist keinesfalls vollständig….

Nicht ganz so bekannte Menschen mit Löwenherzen…

Pakhi
Ästhetisches Sterben – mit Lachen und Meditation. Ein schönes und außergewöhnliches Buch, das nicht nur für Menschen interessant ist, die gerade sterben oder jemanden begleiten, der stirbt. Es ist eine Aufforderung für jeden, sich dem unweigerlich nahenden Tod zu stellen – und das in einer unbeschwerten, fröhlichen und einfühlsamen Weise.

Hans-Wolfgang
Hans-Wolfgang kann Meditation nicht leiden. Zumindest nicht solche, bei der man sich schütteln, austoben oder still sitzen soll. Er hat sich seine eigene Meditationstechnik geschaffen, eine, die Spaß macht und das Denken auflöst: das ZEN Video…

Jwala
Jwala hat eine besondere Kunst in sich entdeckt: Sie schreibt kalligraphische Zeichen aus einem inneren Zustand, vom „Sein“ kommend – so wie das seit jeher die Kalligraphie-Meister in der Zen Tradition machen.

Gyan
Wie sich ein schüchterner Mensch heilt… Gyan ist aus Israel und von Beruf Komiker. Der Weg dorthin war ncht leicht für den schüchternen und introvertierten jungen Mann…
…und noch viele andere mehr…

Texte über Verzweiflung, Alleinsein und Meditation

Keine Angst vor Alleinsein
Alleinsein – der erste Tod vor dem Sterben
Meditation bedeutet, in die innere Leere zu schauen
Meditation ist kein Trostpflästerchen
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Meditation befähigt zu handeln

Zen-manager-meditation

Noseletter 78: Was passiert, wenn man meditiert?

Von außen gesehen scheint in Stille nicht viel zu geschehen. Die Wahrheit ist das Gegenteil: Stille bringt Klarheit und die Fähigkeit, direkt auf eine Situation zu antworten – intelligent zu handeln.

Zen – Geheimtipp für Führungskräfte

Meditation bringt viele Effekte mit sich, die für Führungskräfte hilfreich sind. Stille ist einer dieser Effekte. Es ist geistig schwer nachzuvollziehen, doch durch Meditation zu erfahren: In der Stille liegt eine innewohnende Kraft zu handeln. Eine der großen Weisheiten von Meditation ist die Vereinigung von scheinbar unvereinbaren Gegensätzen – Paradoxien in der Meditation. So befähigt innere Stille, klar und direkt auf eine Situation zu antworten und sich dabei vollkommen auf die eigene Intelligenz zu verlassen.

Unter der Last von Verantwortung zögern Führungskräfte manchmal, aktiv in Situationen einzugreifen, die tatkräftiges Handeln erfordern. Innere Klarheit ist ein Juwel, dessen Glanz die Dunkelheit von Zweifeln vertreibt. Einmal an Meditation und ihren Auswirkungen geschnuppert, zieht es deshalb heute viele Manager in Kloster, Sesshins und Meditationskurse, wo sie die Kunst der Stille erlernen können. Meditation ist zum Geheimtipp unter Managern geworden.

Kein Zögern – Handeln!

Von Zen Meistern lässt sich einiges lernen. Sie sprechen nicht viel, sie handeln. Sie genießen jede Situation als Möglichkeit, ihre Klarheit in Handlungen auszudrücken. Ein Beispiel:

Ein Professor besuchte Zen Meister Joshu und wollte ihn über Zen ausfragen. „Nimm’ Platz“, empfing ihn Joshu, „ich bringe dir eine Tasse Tee.“ Er gab dem Professor eine Tasse in die Hand und goss den Tee hinein. Die Tasse war bald voll, doch Joshu hörte nicht auf, hinein zu gießen. Der Professor rief: „Stopp! Die Tasse ist voll, es passt nichts mehr hinein!“ Joshu hielt an und sagte: „Genauso verhält es sich mit deinem Verstand. Du bist voller Gedanken, es passt nichts mehr hinein. Komm wieder, wenn du Raum für Antworten hast.“

Begegnung mit Zen Meister Joshu
Rinzai, Zen-Meister und Holzhacker
Bodhidharma und sein Nachfolger
Zen-Meister Tanka Tennen stirbt

Menschen, die Meditation erfahren haben, begegnen einer inneren Klarheit, die sie zum direkten Handeln befähigt. Sie erfassen eine Situation in ihrer Gesamtheit und handeln adequat. Das kommt nicht nur Führungskräften zugute, sondern jedem Menschen.

Zen für Führungskräfte -
ein Medienspiegel

Antworten von innen

„Führen kann nur, wer sich selbst führen kann, sagt Friedhelm Boschert, Vorstandschef der Volksbank International, Österreich. Boschert sieht in der Zen-Meditation einen für ihn geeigneten Weg, zu mehr Authentizität zu finden, auch zu mehr Authentizität im Führen von Menschen. Sein Bedürfnis, „in sich reinzuhören“, zu meditieren, habe ihm, Boschert, zu mehr Gelassenheit, Ruhe und Konzentration verholfen.

Er sei davon überzeugt, dass eine Führungskraft zukünftig nicht mehr hierarchisch, sondern authentisch führe, aus sich selbst heraus und im Einklang mit sich selbst. Führungskräfte – und das gelte besonders in Krisenzeiten – brauchen mentale Stärke, Konzentration, Selbstsicherheit und Gelassenheit, um ihren Mitarbeitern Orientierung geben zu können, so Boschert.“

Antworten von innen: Zen für Führungskräfte

Effektiver Arbeiten mit Zen

Management und Zen, passt das überhaupt zusammen? „Ja“, findet Helmut Rümke, Gründer der Zen Leadership School. Meditation bringe Selbstvertrauen, inneres Gleichgewicht, Kreativität, körperliche Kraft und eine Verbesserung der kognitiven Funktionen.

„Wer konzentriert ist, kann Prioritäten setzen. Und hat so Energie und Zeit für das Wesentliche.“ Unternehmer könne er durch effizienteres Arbeiten von elf Stunden Arbeitszeit auf fünf Stunden bringen, „und die Mitarbeiter sind auch glücklicher.“

Effektiver Arbeiten mit Zen

Nur dieser Augenblick

„…Es geht um unser Leben, sonst nichts. Jeder Handgriff, jedes Wort, jede Begegnung ist Leben, ob angenehm oder nicht, ob schwierig oder leicht, jeder Schritt in meiner Arbeit ist ein einmaliges Stück meiner Lebenszeit, einer Zeit, die nie mehr zurückkommt. Schon bisher hatte ich meine Arbeit immer mit größter Hingabe getan, das war ja meine Gefahr. Jetzt wurde daraus eine Hingabe an das Leben, an mein Leben, das mir geschenkt ist und das so nie wieder kommen wird und an das Leben um mich herum. Eine ganz neue, ungeahnte Freude erfüllte mich über eine lange Zeit.

Wenn ich meine Arbeiten tue, um an ihnen mein Leben zu spüren und auch ihre Schwierigkeit als Leben zu nehmen, dann bekommt meine Arbeit ein ganz anderes Gesicht und ich kann mehr und mehr lernen, meinen Beruf zu Leben werden zu lassen und nicht mehr warten zu müssen, bis am Abend mit der Freizeit das Leben beginnt wie es mir und vielen Kollegen in meiner Umgebung erging. Wir wussten es nicht besser, es war einfach so.“

Vortrag vom 30.04.2005
von Herwig Burgeff
(als Pdf bei Google zu finden)

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Hindernisse beim Meditieren 3. Teil

Hindernis-meditation-osho

Noseletter 77 – Was passiert, wenn man meditiert?
Im aktuellen Noseletter der dritte und letzte Teil gängiger Stolperfallen in der Meditation

Missverständnisse in der Meditation

Aus den letzen Noselettern:
Hindernisse beim Meditieren 1 – 4
Hindernisse beim Meditieren 5 – 8

Meditations-Hindernis 9:
Meditieren, weil es die anderen tun

Seiner eigenen, tiefen Sehnsucht folgen

Viele Menschen meditieren, weil es die anderen tun. Der eine erzählt von großartigen Erlebnissen im Stillsitzen, der andere von berührenden Erfahrungen mit Satsang-Lehrern oder wieder ein anderer berichtet von der Dynamischen Meditation und wie gut sie ihm tut. Du denkst, du verpasst etwas und beginnst, ebenfalls zu meditieren. Dann verschwendest du deine Zeit.

Meditiere wenn du eine tiefe Sehnsucht in dir verspürst. Die ganze Welt scheint bedeutungslos zu sein und du möchtest wirklich wissen, wer du bist. Nicht, weil die anderen danach suchen, sondern weil in deinem Herzen die Sehnsucht nach Erkennen klopft. Dann wird Meditieren ganz einfach. Dann ist es so einfach wie atmen.

Meditations-Hindernis 10:
Der Wunsch, etwas erreichen zu wollen

Spielerisch sein

Meditation lässt sich nicht herbeiwünschen oder herbeiorganisieren. Sie geschieht, wenn man nichts mehr zu erreichen sucht. Wie in einem Spiel! Wenn Meditation zum Spiel wird, dann ist alles möglich. Dann bist du nicht angespannt oder ungeduldig, im Spiel bist du nicht in Eile und du möchtest auch kein Ziel erreichen. Du spielst einfach in diesem Moment mit dem was du unter Meditation verstehst. Wenn der Zustand von Meditation geschieht – ok. Wenn nicht, auch gut. Was immer du tust, genieße es. Mache dein Leben zu einem Fest, feiere diesen Moment. Genieße, was auch immer du gerade tust.
„Wenn der Zustand von Meditation ähnlich für dich ist wie ein Zustand ohne Meditation, dann ist dir Meditation geschehen. Mache Meditation nicht zu einer Disziplin, sondern eher zu einem Spiel, bei dem du Spaß hast. Genieße Meditation und kümmere dich nicht um ein Ergebnis.“
Osho – Zitat Auszug aus Book of Secrets

Meditations-Hindernis 11:
Gegen den Verstand und das Denken kämpfen

In Freundschaft mit dem Verstand sein

Meditation ist nicht gegen den Verstand, sondern geht darüber hinaus. Wenn sich die Freundschaft mit dem Verstand vertieft, dann wird dich nichts mehr stören. Kämpfe nicht mit dem Denken, es still werden zu lassen. Die erzwungene Stille wird dir vielleicht sogar einige Zeit gelingen, doch bald wird das Denken wieder zurückkehren. Schließlich benötigst du deinen Verstand im Alltag. Wenn du eine freundliche Beziehung zum Verstand aufbaust wird er zu einer Unterstützung für Meditation werden. Er ist der Boden aus dem die Rosen der Stille wachsen.

Kümmere dich um deinen Verstand, wie du dich um deinen Körper kümmerst. Halte ihn lebendig und sauber. Schmücke ihn mit Gedichten, mit Musik, mit Kunst oder großartiger Literatur. Fülle ihn mit den Größen dieser Kultur. Dann bekommt dein Denken eine eigene Schönheit. Das Denken ist eine Stufe, die zu höheren Gipfeln der Meditation führt: Du bekommst tiefe Einsichten in das Mysterium des Lebens und entdeckst neue Welten und Universen. Der Verstand ist kein Hindernis, du weißt ihn nur nicht richtig zu benutzen.

Meditations-Hindernis 12:
An einer Meditationstechnik festhalten

Wahrnehmen ist deine Natur

Die richtige Meditationstechnik kann viel bewirken, jedoch besteht die Gefahr, die Technik über das Wesentliche von Meditation zu setzen: aufmerksam wahrzunehmen was gerade ist. Der Verstand liebt Techniken, bei der er sich noch ein wenig verbessern kann, die nur noch ein wenig mehr Disziplin und Intensität fordern, dann wird endlich….

Das Natürlichste in uns ist die Fähigkeit wahrzunehmen. Beobachten ist solch eine reine Angelegenheit. Sie steht über dem Verstand, auf reines Beobachten hat der Verstand keinen Zugriff. Nutze Meditationstechniken solange sie dir helfen wacher und sensibler zu werden. Lasse Wachsamkeit in dir wachsen. Wenn du dann wütend bist, dann bemerkst du das. Genauso, wenn du glücklich bist. Benutze deine wache Aufmerksamkeit ständig und auf wissenschaftliche Weise, um mit ganzer Kraft jede Phase des Verstandes wahrzunehmen.

Die vorigen Noseletter zum gleichen Thema:

Hindernisse beim Meditieren 1. Teil
Hindernisse beim Meditieren 2. Teil

Hindernisse in der Meditation – verwandte Beiträge

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Hindernisse beim Meditieren 2. Teil

Hindernisse-meditation2

Noseletter 76 – Was passiert, wenn man meditiert?

In diesem Noseletter der zweite Teil gängiger Stolperfallen in der Meditation

Hindernisse erkennen

Meditation ist ein individuelles Abenteuer. Wenn hier allgemeine Hindernisse in der Meditation beschrieben werden, dann nur um zu helfen, den eigenen richtigen Weg zu finden.
Aus dem letzen Noseletter:
Hindernisse beim Meditieren 1 – 4

Hindernis 5:
Zuviel Aufmerksamkeit auf der „richtigen“ Sitzhaltung

Hauptsache, ungestört sitzen

Halte dich beim Meditieren nicht mit der „richtigen“ Sitzhaltung auf. Wenn du in der Lotus Position sitzen kannst, dann ist es gut, wenn nicht, auch gut. Sitze in einer Weise, die dir leicht fällt, auf einem Stuhl vielleicht, oder in einem Sessel. Es ist gut, wenn die Wirbelsäule gerade ist, doch auch das musst du nicht zu ernst nehmen. Die gerade Sitzhaltung der Buddhastatuen ist lediglich ein Hinweis auf etwas, was innen passiert. Finde deine eigene Position, in der du aufmerksam und wach bleiben kannst.

Hindernis 6:
Zu aktiv oder zu passiv sein

In der Mitte bleiben

Viele Meditierende werden entweder zu aktiv oder sie tun überhaupt nichts mehr. Wenn du zu schnell bist und zuviel tust, dann erschaffst du in dir Unruhe. Wenn du nichts mehr tust, dann wirst du verschlafen und lethargisch. Bleibe am besten in der Mitte. Iss nicht zuviel und hungere nicht zuviel. Schlafe nicht zuviel und schlafe nicht zu wenig. Jede Art von Extremen sollten vermieden werden.

„Wenn jemand diese Art von Balance zwischen Anstrengung und Anstrengungslosigkeit erreicht, zwischen Zweck und Zwecklosigkeit, zwischen Sein und Nicht-Sein, zwischen Denken und Nicht-Denken, zwischen Handeln und Nicht-Handeln… dann kann er sich erlauben, mit dem Gang der Dinge zu fließen. Dann kann er sich selbst loslassen.“
Osho – Zitat Auszug aus Secret of Secrets,Vol. II


Hindernis 7:
Meditation zu ernst nehmen

Behalte dir deinen Humor

Es passiert leicht, dass man beim Meditieren zu ernst wird. Religiöse Menschen werden oft traurig und lebensverneinend. Wenn du zu ernst wirst, versinkst du in deiner eigenen Dunkelheit, in deiner Negativität. Eine wirklich religiöse Person hat Sinn für Humor, ist lebensbejahend und freudig. Er geht völlig in seiner „Arbeit“ auf, doch ist nicht zwanghaft und kalt. Achte darauf, warm zu bleiben und dich nicht besser als andere zu fühlen.

Hindernis 8:
Mit Gedanken kämpfen und psychoanalysieren

Bleibe im Beobachten

Durch Meditation wirst du dir vieler Gedanken bewusst. Gedanken werden überall um dich herum sein. Der normale Instinkt ist, mit ihnen zu kämpfen und sie zu unterdrücken. Durch Kampf wird man niemals frei von Gedanken. Gedanken sind nicht existent und du kannst nicht mit Schatten kämpfen.

Psychoanalytiker wählen die zweite Methode, sie kämpfen nicht mit Gedanken, sondern gehen mit ihnen mit. Auf der Couch wird jeder Assoziation nachgehangen und das fühlt sich zunächst entspannend an. Es wird nicht mehr mit den Gedanken gekämpft und das ist entspannend. Mit Gedanken mitzugehen verringert jedoch nicht den Gedankenstrom, die Gedanken bestehen fort.

Der Vorschlag der Buddhas ist, die Gedanken sein zu lassen. Völlig ruhig und ungestört beobachten, wie sie kommen und gehen. Dadurch werden sie weniger und nach und nach entsteht Stille.

Teil 3 der Meditationshindernisse im nächsten Noseletter….

Hindernisse beim Meditieren 1. Teil

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Hindernisse beim Meditieren 1. Teil

Noseletter 75 – Was passiert, wenn man meditiert?
Meditation ist kein gradliniger Weg, er führt über viele Stolpersteine, die manchmal ein wenig aufhalten können.

Im heutigen Noseletter ein paar gängige Stolperfallen und der Rat, auf seine Nase und Füße zu schauen…

Stolpersteine auf dem Weg zu Meditation

Stolpersteine-meditation

Es gibt keine fertige Landkarte auf dem Weg der Meditation. Meditation, das ist ein individuelles Abenteuer. Es können also nur Hinweise gegeben werden, die vielleicht helfen, den richtigen Weg für sich selbst zu finden und Hindernisse als solche wahrzunehmen.

Meditations-Hindernis 1:
Ungeduld –

Sei nicht verzweifelt, wenn nichts passiert

Du brauchst dich nicht zu beeilen und verzweifelt nach etwas rennen, was dann doch nicht geschieht. Wenn du heute scheiterst, dann ist das natürlich. Auch wenn du ein paar Tage lang scheiterst, ist das ganz normal. Wenn du in deine innere Welt eintauchst, musst du oft scheitern, denn du bist da vorher nie gewesen.

Meditations-Hindernis 2:

Sich unter Druck setzen

Du brauchst dich nicht zu quälen

Wenn du einmal auf dem Weg bist, dich zu fragen, wer du bist, dann achte darauf, dass deine innere Reise entspannt ist. Mache sie nicht unnötigerweise kompliziert und unbequem. Nur ein entspanntes Bewusstsein kann tiefer und tiefer nach inner fließen.

„In der normalen äußeren Reise sind die Menschen Sadisten, sie genießen es, sich gegenseitig zu quälen und Steine in den Weg zu legen; sie genießen es, miteinander im Wettbewerb zu sein und sich gegenseitig zu besiegen. Die ganze Freude liegt darin, die anderen unterlegen zu sehen. Wenn ein Mensch dann nach innen geht, entsteht das gleiche Problem: Er geht voller Ärger und Aggression nach innen und wird beginnen, sich selbst zu quälen.“
Osho, Zitat-Auszug aus Secret of Secrets, Vol. II

Meditations-Hindernis 3:

Nach besonderen Erfahrungen suchen

Frage nicht nach sofortigen Erleuchtungserlebnissen

Alles braucht seine Zeit, kümmere dich nicht um die Ergebnisse, es passiert alles wie es sein soll. Für was immer du bereit bist, das wird passieren. Sei mehr und mehr im Einklang mit deinem Inneren. Wenn das Herz und die Energie miteinander harmonieren, dann folgt das Ergebnis automatisch.

Es ist so ähnlich, wie einen Samen in die Erde zu pflanzen. Er braucht Fürsorge, du musst ihn wässern und düngen und dann wird eines Tages das Wunder geschehen: Zwei kleine Blättchen werden aus dem Boden herauswachsen… Ähnlich verhält es sich mit der Meditation.

Meditations-Hindernis 4:

Meditation keinen Raum geben

Halte dich in richtigen Bedingungen auf

Wenn du einen Rosengarten anlegst, dann nimmst du die Steine aus dem Boden und ziehst alte Wurzeln heraus. Du musst die richtige Umgebung vorbereiten, einen Zaun ziehen und die sprießenden Rosen schützen.

Konkret bedeutet das: Finde einen Platz, an dem du gut meditieren kannst, in der Natur vielleicht, unter einem Baum oder an einem Fluss. Wenn möglich, halte einen Raum in deiner Wohnung nur für Meditation frei. Oder gestalte einen speziellen Platz im Zimmer, den du nur für Meditation nutzt.

Meditiere, wenn du dich gut fühlst. Finde die richtigen Bedingungen für dich. Stelle das Telefon ab und hänge ein „Bitte nicht stören“ – Schild an die Türe. Ziehe die Schuhe aus und soweit möglich, lasse alles außerhalb des Raums, was nicht hierher gehört: Gedanken, Sorgen und Stress. Eine Stunde lang sei ungestört.

Teil 2 der Meditationshindernisse im nächsten Noseletter….

Hindernisse in der Meditation – verwandte Beiträge

Gibt es Schwierigkeiten beim Meditieren?
Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken
Meditation ist Nichtstun, Nichtstun ist schwierig
Müdigkeit in der Meditation
Meditation kommt, wenn du glücklich bist
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Viel Spaß beim Meditieren

Samarpan

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Die bisherigen Noseletter
Was passiert, wenn man meditiert?

Anzeichen für „erfolgreiche“ Meditation
Meditationsgeflüster mit dem Hara
Paradoxien in der Meditation
Müdigkeit in der Meditation
Meditation ist nicht messbar
Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation
Meditation und Trauma
Disziplin: Lieben und dazulernen wollen
Drei Säulen der Meditation: entspannen, beobachten, nicht werten
99 Gründe für Meditation
Freundlichkeit zu sich selbst
Wechselspiel der Gehirnhälften
Kleinigkeiten aus einem einfachen Leben
Der Leere auf der Spur
Quälende Gedanken und Emotionen verlieren sich
Das Gehirn funktioniert besser
Das Leben lieben
Versagen bringt Erkennen
Seine eigenen Erkenntnisse bemuttern
Forschergeist
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Leben in Unsicherheit
Wann soll man meditieren?
Die Hüllen fallen und man ist nackt und natürlich
Wie lange muss ich meditieren?
Eine Zuflucht, die in mir selbst ist
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Verschiedene Meditationstechniken
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Das Wunder von CHI – Lebensenergie
Ungestört auf seinem Weg
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Meditation macht sexuell
Meditation ist kein Trostpflästerchen
Das Glück des Alleinseins
Meditation breitet sich in der Welt aus
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Spiritueller Kitsch und das leere Herz
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Wunschlos glücklich
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Meditation ist nicht nur Zuckerschlecken
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Können Meditationstechniken gefährlich sein?
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Die richtige Körperhaltung beim Meditieren
Mehr Achtsamkeit im Alltag durch Meditation
Beobachten verändert die Welt in der wir leben

Anzeichen für „erfolgreiche“ Meditation

Noseletter 74 – Was passiert, wenn man meditiert?

Hast du manchmal Zweifel, ob du in der Meditation auf dem richtigen Weg bist, weil eigenartige Dinge passieren?

Im Folgenden 9 ungewöhnliche Erfahrungen, die geschehen, wenn sich Meditation vertieft.

GEHEIM!
9 Anzeichen, dass Meditation erblüht

Meditation-test-check

Die folgenden Checkpoints für einen Meditierenden sollen eine Anregung sein, sich noch tiefer in die Meditation zu begegeben – gerade wenn manchmal ungewöhnliche Dinge geschehen. Sie dienen der Vertiefung des Verständnisses und nicht etwa dazu, sich zu vergleichen oder damit anzugeben. Zu wissen, wo man steht, gibt die Kraft und den Mut, auf dem Weg weiterzugehen.

Wenn dir diese Erfahrungen passieren, dann halte das am besten geheim. Sprich mit niemandem darüber, sonst schleicht sich das Ego wieder ein. Vertraue deinem eigenen Weg, die folgenden Stationen sind nur Hinweise, was geschehen kann, doch jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen.

„Erfolg“ in der Meditation kann bedeuten…

1. Die ganze Welt ist weit weg

Du sitzt auf einem Berg und siehst ins Tal

Wenn Meditation tiefer geht, entsteht das Gefühl aufzusteigen, größer zu werden und höher. Die Geräusche der Welt sind nur aus der Ferne zu hören. Du kannst mitten im Weltgeschehen sitzen, nichts hat sich geändert und doch ist so, als ob die Welt weit weg wäre. Du sitzt wie auf einem Berg und schaust auf das entfernte Tal.

2. Kristallklare Wahrnehmung

Jeder Ton ist ganz klar zu hören

Ein Paradox: Die Töne und Geräusche in der Welt entfernen sich, doch jeder Ton ist kristallklar zu hören. Du selbst bist still und nimmst die Dinge wahr, du wirst zum stillen See, der alles um sich herum widerspiegelt.

3. Die Welt wirkt unwirklich

Echos einer fernen Realität

Die Geräusche in der Welt wirken so, als kämen sie von einem Echo. So, als ob sie die wirklichen Töne nur weiterführen würden und selbst nicht wirklich existent wären. Alles wird leicht und ohne Gewicht, die Materie in der Welt scheint nur das Echo einer größeren Kraft zu sein. Dinge erscheinen unwirklich und bedeutungslos.

4. Du selbst verschwindest

Du hörst alles andere, nur nicht dich selbst

Du hörst die Menschen auf der Straße, den Verkehrslärm, die Vögel zwitschern, du hörst alles ganz genau. Nur dich selbst kannst du nicht hören, die inneren Geräusche und Gedanken sind verschwunden. Es gibt keine inneren Stimmen mehr. Innen ist es still und leer.

5. Licht ausstrahlende Augen

Licht, das durch die Augen hinausgeht

Die innere Stille wird mit einem großen Licht ausgefüllt, das keine Ursache oder Quelle hat. Das Licht ist immer da und fließt durch die Augen in die Umgebung. Du siehst alles um dich herum voller Licht und strahlend, grün wird grüner, eine Rose wird zu einer strahlenden Rose.

6. Du findest deinen Körper nicht mehr

Nur Licht ist

Du siehst auf deinen Körper und siehst keine Materie mehr. Der Körper ist zu Licht geworden. Materie ist verschwunden.

7. Du fühlst dich „abgehoben“

Du denkst, du kannst fliegen

Der vertraute Körper sitzt auf dem Boden, doch wenn du die Augen schließt, hast du das Gefühl zu fliegen. Du entdeckst weitere Körper in dir, den Astralkörper beispielsweise, der dir das Gefühl gibt, fliegen zu können.

8. Du bist ohne Grund glücklich

Glück, das nicht vergehen kann

Eines der offensichtlichsten Anzeichen, dass Meditation erblüht, ist das Gefühl, ohne Grund glücklich zu sein. Das Leben ist wie vorher und doch trägt dich eine Glückswelle, die nicht gestört werden kann. Gleichgültig, was passiert, du fühlst dich glücklich.

9. Du reagierst nicht mehr – bist ohne Angst

Es gibt für dich keinen Tod

Du entdeckst etwas in dir, was nicht sterben kann, was ewig ist. Das nimmt dir alle Angst und du kannst frei sehen, was ist. Wenn jemand wütend ist, dann kannst du durch die Situation hindurch sehen. Du fühlst echtes Mitgefühl mit der Person, weil du siehst, dass sie sich unnötig aufregt.

(In Anlehnung an Osho: The Secret of Secrets)

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Samarpan

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Meditationsgeflüster mit dem Hara

Noseletter 73 – Was passiert, wenn man meditiert?

Wer meditiert,
dem enthüllt sich die Kunst des Flüsterns,
der einfühlsamen Annäherung an ein unbekanntes Lebewesen.
Beim Meditieren ist es das eigene, unbekannte Wesen,
dem man sich annähert,
dem inneren Tiger der Lebenskraft.

Flüstern mit dem inneren Tiger

Hara-meditation-tiger

Reportage über einen Tigerflüsterer

In Thailands Bergen gibt es einen „Tigermönch“, der mit geretteten Tigern flüstert. Er spricht täglich mit ihnen – Sie sollten gut arbeiten, damit Geld für ihren Unterhalt hereinkomme. Für den Abt Phra Acharn sind Gespräche mit Tigern etwas völlig Normales. „Die Sprache des Herzens verstünde jedes Lebewesen“, sagt er.

Wilde Tiger,
die das Herz verstehen

Die Tiger im Waldkloster des Abtes sind wild, ungezähmt, und bleiben es auch. Bis auf eine, eher symbolisch wirkende Leine bewegen sie sich unter Touristen völlig frei. Es gibt keine Barriere zwischen Besuchern und Tieren. Die Tiger wissen, dass sie sich gegenüber den Besuchern wohlwollend verhalten müssen und das tun sie dann auch.
Der Tiger und der Mönch
Mich hat der Respekt und der Umgang des Tigermönchs mit den wilden Tieren berührt. Der Leitspruch der Mönche ist mir vertraut:

„Ein Tiger bleibt immer ein Tiger,
auch wenn er einem aus der Hand frisst.
Er ist immer ein wildes Tier.“

An was erinnert mich das nur?

Begegnung mit dem inneren Tiger:
Meditation, die mit dem Hara flüstert

Genauso unbekannt wie ein wilder Tiger, so unbekannt ist uns das eigene, wilde Wesen. Wir tragen reine Lebenskraft in uns, die sich nicht zähmen und domestizieren lässt. Meditation ist eine Methode, mit dem inneren, vor Kraft strotzendem Tiger zu flüstern, in einer Sprache, die keine Worte kennt.

Die Lebenskraft im Hara

Die Lebenskraft sitzt im Bauch, im Hara, 4-5 Zentimeter unter dem Bauchnabel, innen im Bauch. Es scheint gefährlich, dem Hara nahe zu kommen, denn ähnlich einem wilden Tiger ist die Kraft dort nicht zu manipulieren. Das Hara übt jedoch auch einen unwiderstehlichen Magnetismus aus, in ihm steckt mühelose Stärke und entspannte, individuelle Natürlichkeit, nach der sich jeder Mensch sehnt.

Meditation ist der Sprung ins Hara, der Sprung in die natürliche Lebenskraft. Es gibt viele Techniken, sich dem inneren Tiger in respektvoller Weise zu nähern. Hara Awareness Massage ist eine davon. Aktive Meditationen eine andere.

„Flüster Meditationen“ fürs Hara

Angestaute, sexuelle Energie entladen
Meditationstechnik: Sich für Meditation entschließen
OSHO Mystic Rose Meditation
Eine Meditationstechnik für Liebende
Die OSHO Dynamische Meditation
Kein Opfer der schlechten Laune anderer sein
Wut als Weg zum stillen Zentrum

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Vertiefende Artikel übers Hara

Stark wie ein Sumo Ringer
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Ohne Meditation wird Macht destruktiv
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Viel Spaß beim Meditieren
und dem inneren Tiger

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Paradoxien in der Meditation

Noseletter 72 – Was passiert, wenn man meditiert?

Ein Paradox, das ist, wenn ein Mensch einen Zustand erfährt und zur gleichen Zeit noch einen anderen. Ist das möglich? Kann man schlafen und dabei wach sein? Kann man entspannt sein und dabei total aktiv? Meditation ist die Kunst, Paradoxien zu erkennen und zu erforschen.

Unerklärliche Phänomene beim Meditieren

Paradox-meditation

Der Verstand sagt: „Nein, es gibt keine Paradoxien“ (auch wenn die Alltagserfahrung eine andere ist) – ein Ding kann nur eines sein und nicht zwei!“

Tja. Die Wahrheit ist, dass das ganze Leben aus Paradoxien besteht, eine Tatsache, die wir gerne vor unseren Augen verbergen. Durch Meditation erfährt der Meditierende am eigenen Leib, wie sehr die Wirklichkeit aus Paradoxien gewoben ist und die Dinge auf ganz unerklärliche, erklärliche Weise zusammenhängen.

Beispiele für Paradoxien,
die in der Meditation erfahren werden

Meditations-Koans:
Unlösbaren Fragen begegnen

Das bekannteste Beispiel für Paradoxien in der Meditation ist die Koan Meditation. Bei dieser Art Meditationstechnik begibt sich der Meditierende bewusst in ein Paradox. Vom Meister wird eine Frage gestellt, die nicht mit Worten zu beantworten ist: Eine unlösbare Aufgabe, die jedoch zu lösen ist – das ist das Paradox daran. Es liegt eine Antwort in jedem Paradox und diese gilt es zu finden.

In der Meditation bringt Versagen Erfolg

Meditieren ist eine paradoxe Sache: Durch Scheitern und Versagen geschieht Erkennen. Erfolgreich in der Meditation zu sein, bedeutet in gewissem Sinne mit all seinen Anstrengungen zu scheitern. Die völlige Aufgabe jeder Erwartung und Hoffnung öffnet die Augen. In der Hoffnungslosigkeit selbst geschieht Hingabe an die Wahrheit, an die Wirklichkeit, an das, was jetzt, in diesem Moment ist.

Nichts passiert in der Meditation
und gleichzeitig geschehen ganz unglaubliche Dinge

Es ist unerklärlich, doch machen diese Erfahrung alle Menschen, die meditieren. Sie tun nichts, sitzen einfach nur da, sind wach und aufmerksam, und beginnen plötzlich Zusammenhänge in ihrem Leben zu verstehen… Die Kraft der Aufmerksamkeit in der Meditation

Total aktiv meditieren und dabei völlig entspannt sein

In allen aktiven Meditationen ist diese Kunst zu erfahren: Der Körper wird total aktiviert und ist in großer Aufregung, während gleichzeitig innen alles ruhig und entspannt ist.

Nichts wissen und dabei alles wissen

Nicht nur Sokrates wusste, dass er nichts weiß, auch jeder meditierende Mensch entdeckt diese Wahrheit. Die andere Seite des Nicht-Wissens ist die Erfahrung eines tiefen, inneren Wissens, das sich auch auf Zusammenhänge in der Welt bezieht. Wer mehr darüber wissen will – meditieren!“

Schlafen und gleichzeitig wach sein

In der stillen Phase der aktiven OSHO Kundalini Meditation geschieht es oft: Ich höre mich schnarchen! Offensichtlich schlafe ich, sonst würde ich nicht schnarchen, und genauso offensichtlich bin ich wach, sonst würde ich mich nicht schnarchen hören…

Mit anderen sein und dabei völlig allein sein

Es ist beglückend, mit anderen Suchern zu meditieren. Die meditative Energie des einzelnen überträgt sich auf alle und erhöht die Gesamtenergie. Menschen mit Totalität stecken sich gegenseitig an. Gleichzeitig ist der Meditierende völlig alleine in der Meditation. Es besteht das innere Wissen, in sich im Alleinsein zuhause zu sein, gleichgültig, ob jemand in der Umgebung mit meditiert oder nicht. Das Glück des Alleinseins

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und Paradoxien entdecken

Samarpan

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Müdigkeit in der Meditation

Noseletter 71 – Was passiert, wenn man meditiert?

Selten ist Schlaf so tief und wohltuend wie während einer Meditation – ein ‘Meditationsnickerchen’ kann wirklich sehr erfrischend sein. Dennoch bedeutet Meditation wach zu sein und zu bleiben und dafür hier ein paar Tipps, wie sich Müdigkeit überwinden lässt.

Praktische Tipps gegen Müdigkeit in der Meditation

Muede-meditation

Der Kopf sinkt auf die Brust und schnarch! die Müdigkeit hat den Meditierenden überwältigt. Die gute Absicht, diesesmal wirklich wach bleiben zu wollen, nützt nichts, die Müdigkeit fühlt sich unwiderstehlich und hypnotisch an.

Manchmal ist Müdigkeit in der Meditation eine Abwehr etwas Neues zuzulassen oder unangenehme, alte Gefühle wahrzunehmen (siehe Noseletter Müdigkeit wehrt Gefühle ab). Oft beruht Müdigkeit beim Meditieren aber einfach auf dem ganz normalen Wahnsinn des Alltags, dessen Stress die Kräfte aufzehrt. Wenn dann einmal Ruhe geboten wird, dann will sich der Körper erholen und schlafen – was sonst?!

Vielleicht brauchst du wirklich Schlaf! Mit einem übermüdeten Körper ist es schwierig zu meditieren. Also erst mal eine Mütze Schlaf holen. Wenn man dann immer noch in der Meditation müde ist, dann helfen vielleicht die folgenden Tipps.

Tipps gegen Müdigkeit in der Meditation

Den Körper aufwecken

Bewegung vor einer stillen Meditation
Tanzen, sich schütteln, jogging, hüpfen, spazieren gehen, Gymnastik, Dehnungsübungen, Yoga, die Fünf >> Tibeter << ®… Jede Aktivität, die den Körper warm und lebendig macht, hilft gegen Müdigkeit.

Vor der Meditation atmen!
Ein paar Minuten heftig tief ein- und ausatmen, dabei den ganzen Körper mitgehen lassen

Singen, summen, Gibberish und Töne machen
Aktivierung der eigenen Körperenergie und Wachheit über die Stimme

Körpermassage, Grimassen schneiden und Kopfhaut massieren
Nur nicht starr werden, Starre fördert Müdigkeit. Zuerst eine Massage, dann Meditieren, das ist ein wohltuender Verlauf. Nicht nur im Nacken und den Schultern, auch in den unbeweglichen Gesichtsmuskeln und am Kopf hält sich Müdigkeit gerne fest…

Tee trinken und Obst essen
Vor der Meditation eine nahrhafte Kleinigkeit essen und trinken: z. B. Obst essen und Tee trinken. Nicht zuviel zu sich nehmen und nur leicht verdauliche Nahrung, sonst hat es den gegenteiligen Effekt

Kurz-Nickerchen
Ein kurzes Schläfchen machen, etwa 10 Minuten lang, Wecker stellen und sich dann erfrischt der Stille hingeben

Aktive Meditationstechniken ausprobieren!
Mit aktiven Meditationen verfliegt Müdigkeit von selbst, die Meditationen sind unter anderem erschaffen worden, Müdigkeit und Erschöpfung in Energie zu verwandeln

Veränderung der Sitzposition
Während einer stillen Meditation die Sitzposition leicht verändern, sich leise und sanft bewegen oder strecken. Nicht zu bequem sitzen, doch auch nicht unbequem, das Mittelmaß macht’s.

Ein ästhetischer, frischer Raum

Frische Luft
Das Raumklima lieber ein wenig zu kühl halten als zu warm, eine Decke bereithalten

Klarheit und Ästhetik
Ein klarer, ästhetischer und leerer Raum unterstützt Wachheit

Wohlgeruch im Raum
In manchen Traditionen werden im Meditationszimmer Gerüche verbreitet, in Indien und Japan benutzt man Räucherstäbchen, in arabischen Ländern spezielle ätherische Öle. Wohlgeruch hält wach. (Kein Parfum verwenden, das benebelt)

Töne zum Wachbleiben
Manchmal werden Gongs und Zimbeln geschlagen, um die Meditierenden wach zu halten.

Gemeinsam meditieren

Es ist leichter, gemeinsam zu meditieren als alleine. Neben jemandem zu sitzen, der ein wenig wacher als man selbst ist, kann die eigene Müdigkeit verfliegen lassen. Wachheit ist ansteckend, das gilt besonders für die aktiven Meditationen.

Den Kopf beschäftigen

Einem Meister zuhören
Wenn ein Meister Vorträge hält oder Fragen von Schülern beantwortet, dann beschäftigt sich der Verstand des Schülers wachsam mit den Worten des Meisters. Die Abend Meditation integriert zusätzlich noch Bewegung, so dass es dem Meditierenden relativ leicht fällt, wach zu bleiben.

… und schließlich…

Müdigkeit erforschen

Nicht selten ist Müdigkeit in der Meditation ein Abwehrmechanismus, auch ‘Widerstand’ genannt. Müdigkeit kann mit Erfahrungen aus der Kindheit zusammenhängen und es kann interessant sein, zu erforschen, wann genau die Müdigkeit auftritt. Vielleicht sind es bestimmte Sätze, die gedacht werden oder vom Meister gehört werden, die den Meditierenden ins ‘Müdigkeits-Koma’ versetzen. Wer wird in dieser Situation müde? Wo genau steckt die Müdigkeit im Körper? Vielleicht existiert neben der Müdigkeit auch noch etwas Waches?

Ihr werdet sicher eure eigenen Wege finden, Müdigkeit und die Muster drum herum zu erforschen.

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